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Hier finden Sie die Gewinner der Extraklasse-Aktion, alle weiteren Teilnehmer finden Sie in unserem Archiv.

 

EXTRA-KLASSE-Gewinner September 2017

Gemeinschaftsschule am Roten Berg

 Die Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“

Im Mai 2017 wurde an der Gemeinschaftsschule am Roten Berg die alljährlichen Europawochen durchgeführt. Das Programm hierzu ist von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich. In diesem Jahr war die Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“ ein Programmschwerpunkt. Das Besondere an dieser Ausstellung war, dass Schüler*innen der Schule vorher zu Ausstellungsguides ausgebildet wurden. 

Ablauf des Projektes:

Die Ausstellung wurde von dem Landesverband der Sinti und Roma Hessen ausgeliehen. Im Vorfeld kam der Gestalter der Ausstellung an unsere Schule und bildete 10 Schüler*innen der Schule zu Ausstellungsguides aus. Zusätzlich wurde Arbeitsmaterial für die Vor- und Nachbereitung im Unterricht bereitgestellt. Diese Schüler*innen fungierten dann in der Ausstellungszeit als Guides für die einzelnen Klassen, Lehrer*innen, Bürger*innen des Wohngebietes und Gäste.

Da die Ausstellung während der Europawochen an der Schule war, gab es viele Gäste, die diese Ausstellung besuchten. Es gab eine Ausstellungseröffnung mit Vertreter*innen der Sinti und Roma, Vertreter*innen aus Stadt- und Landespolitik und weiteren Gästen. Da in dieser Zeit auch der Titel Europaschule verliehen wurde, konnten auch Gäste aus dem Kultusministerium begrüßt werden. Neben den Klassen der Schule besuchten auch Schüler*innen anderer Schulen die Ausstellung. Auf für die Bewohner des Wohngebietes wurden Möglichkeiten des Besuches geschaffen werden. Die Finissage gestaltete unser Schirmherr bzgl. des Netzwerkes Schulen ohne Rassismus verbunden mit dem Dank an die Schülerguides für ihre geleistete Arbeit.

Für die Guides gab es dann noch eine eigene Abschlussveranstaltung: Thema war das Leben der Familie Weiß, welche in der Region Erfurt lebte und viel Leid in der Zeit des Faschismus ertrugen mussten. In das Projekt war auch die Gedenkstätte „Erinnerungsort Topf und Söhne“ und die Martin-Niemölller-Stiftung involviert.

 

 

EXTRA-KLASSE-Gewinner August 2017: Kurt-Tucholsky-Schule, Flensburg

Die Auszeichnung EXTRA-KLASSE geht im August 2017 an die Kurt-Tucholsky-Schule in Flensburg für ihr generationenverbindendes Projekt „Senioren-Handyführerschein“.

Das Smartphone ist aus der modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken: Das Telefonieren von unterwegs, das schnelle Tippen auf dem Touchscreen oder das Selfie-Knipsen ist für niemanden mehr etwas Besonderes. Oder etwa doch? Oft geht unter, dass gerade für viele Senioren das Benutzen und Bedienen von Handys nicht selbstverständlich ist. Im Rahmen ihres Projekts haben sich die Schülerinnen und Schüler der Kurt-Tucholsky-Schule mit diesem Problem auseinandergesetzt und kreative Wege gefunden, die „Handy-Kompetenz“ ihrer älteren Mitbürger zu verbessern. In Vorträgen im Stadtteilcafé, in gedruckten Informationsflyern, vor allem aber auch im direkten Gespräch erläuterten die Schülerinnen und Schüler die Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten der modernen Geräte.

In den Augen der Jury zeigt die Kurt-Tucholsky-Schule auf sehr gelungene Weise, wie sich im Rahmen eines Projekts schulisches Lernen und gesellschaftliches Engagement miteinander verbinden lassen. Indem die Schülerinnen und Schüler Anderen neue, wichtige Kompetenzen vermitteln, schulen Sie ihre eigenen Fähigkeiten: Zu recherchieren, eine Präsentation zu entwerfen, informative Texte zu schreiben und eine Veranstaltung zu organisieren. So gibt es am Ende nur Gewinner: Die Senioren, die Schülerinnen und Schüler und das Klima in unserer Gesellschaft – das ist EXTRA-KLASSE!

 

EXTRA-KLASSE-Gewinner August 2017

Kurt-Tucholsky-Schule 

Handyführerschein für Senioren

Die Projektziele sind der Austausch zwischen jüngeren und älteren Menschen und der Abbau von (beiderseitigen) Berührungsängsten und Vorurteilen gegenüber unterschiedlichen Generationen. Darüber hinaus stärken die Schüler*innen ihre Kommunikations- und Demokratiekompetenz und erkennen ihre Selbstwirksamkeit in einer Zivilgesellschaft.

Umsetzungsphase
Die Schüler*innen eines 10. Jahrgangs haben sich im Rahmen des Faches Wirtschaftslehre in den Themenbereichen „Jugendliche in einer sich wandelnden Gesellschaft“ und „Medienkompetenz“ mit den Betriebssystemen „android“ und „ios“ von Smartphones auseinandergesetzt und die Nutzungsmöglichkeiten der Smartphones auf die Bedürfnisse älterer Menschen heruntergebrochen.
Die Schüler*innen haben reflektiert, welche Nutzungsmöglichkeiten der Handys für Senioren von Bedeutung sind. Anschließend wurden Power Point Präsentationen zu folgenden Grundfunktionen von den Schüler*innen in Zweier- und Dreierteams erarbeitet: Tastenfunktion/Display, Adressbuch, Telefonieren, SMS, Internetnutzung, Apps, Whatsapp, Kalender/Wecker/Erinnerungsfunktion, Fotos.
In einer Generalprobe haben die Schüler*innen ihre Präsentationen bewertet und abgestimmt, welche bei der Veranstaltung mit den Senioren zum Einsatz kommen sollen. Außerdem entwarfen die Schüler*innen einen Handyführerschein und designten Namensschilder. Die Veranstaltungen wurden im AWO Stadtteilcafé des Servicehauses Sandberg und im Alten Heizwerk außerhalb der Unterrichtszeit durchgeführt.

Projektidee und Projektentwicklung
Die Kurt-Tucholsky-Schule plante mit der AWO Flensburg, dem Netzwerk Tarup und der Fachstelle 50+ der Stadt Flensburg ein Mehrgenerationenprojekt zum Thema Medienkompetenz (Umgang mit dem Handy). In diesem Lernen durch Engagement Projekt führten die Schüler*innen die Senioren in die Grundfunktion eines Handys ein und zeigten den Teilnehmer*innen die Nutzungsmöglichkeiten ihres Handys. Dies geschah durch die Power Point Präsentationen der Schüler*innen und insbesondere dadurch, dass die Schüler*innen in einer 1-zu-1 Beratung auf die Senioren zugegangen sind und diese individuell beraten haben.
Aufgrund des großen Erfolges der ersten beiden Veranstaltungen und der weiterhin großen Nachfrage nach einer Folgeveranstaltung haben die Schüler*innen selbständig einen Flyer kreiert, gedruckt und in mehreren Anlaufstellen ausgelegt.
Für eine dritte Veranstaltung wurden die Senioren in die Schule eingeladen, um neben der 1-zu-1 Betreuung in einem anschließenden gemeinsamen Imbiss generationsübergreifend zum Thema „Schule heute und früher“ mit den Senioren ins Gespräch zu kommen. Für diese Veranstaltung haben die Schüler*innen selbständig das Catering organisiert, indem sie sowohl Einkaufslisten erstellt, die Einkäufe organisiert als auch die Speisen und Getränke zubereitet und angerichtet haben.
In dieser positiven Atmosphäre gelang es den Schüler*innen, Hemmschwellen bei den Senioren und Ängste beim Umgang mit dem Internet abzubauen und mit großer Geduld auf die vielen Fragen der Senioren einzugehen.
Kurt-Tucholsky-Schule ∙ Richard-Wagner-Str. 41 ∙ 24943 Flensburg
Da die Nachfrage sehr groß und die Wartelisten für diese Veranstaltung sehr lang waren, führten die Schüler*innen im Mai und Juni weitere Veranstaltungen „Handyführerschein für Senioren“ in der Schule durch.
Die Schüler*innen beteiligten sich mit diesem LdE Projekt an dem Wettbewerb „Doing good challenge“ und wurden mit dem 1. Platz ausgezeichnet.

Lernen durch Engagement
Lernen durch Engagement (LdE) ist eine innovative Lehr- und Lernform, die fachliches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement verbindet. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich für das Gemeinwohl ein und engagieren sich im sozialen, politischen, kulturellen, ökonomischen oder ökologischen Bereich und wenden dabei die Lehrplaninhalte praktisch an. So verstehen sie zum einen die Relevanz des schulischen Lernens, übernehmen Verantwortung und tun etwas für andere Menschen und für die Gesellschaft.
Die Kurt-Tucholsky-Schule ist seit 2012 Netzwerkschule der Freudenberg-Stiftung „Lernen durch Engagement“ und führt regelmäßig Projekte nach den Qualitätsstandards von Lernen durch Engagement – Service Learning (LdE) durch. Seifert/Zentner und Nagy (Praxisbuch Service-Learning. „Lernen durch Engagement“ an Schulen. Weinheim und Basel: Beltz. 2012, S. 14) führen sechs Qualitätsstandards auf, die für solche Projekte kennzeichnend sind: Realer Bedarf, Curriculare Anbindung, Außerschulischer Lernort, Partizipation, Reflexion, Abschluss und Anerkennung.

 

EXTRA-KLASSE-Gewinner Juli 2017: Hans und Sophie Scholl-Gymnasium, Ulm

Die Auszeichnung EXTRA-KLASSE geht im Juli 2017 an das Hans und Sophie Scholl-Gymnasium in Ulm für ihr fächerverbindendes Kunstprojekt „Was ist eigentlich Freiheit?“.

„Was ist eigentlich Freiheit?“ – Auf diese Frage lässt sich keine schnelle, einfache Antwort finden. Und selbst dann, wenn ich herausgefunden habe, was Freiheit für mich bedeutet, ist damit nicht gesagt, dass auch mein Nachbar, meine Tochter oder mein Feind dasselbe darunter verstehen. In solch einer vertrackten Lage bietet seit jeher die Kunst einen fruchtbaren Weg sich mit möglichen Antworten oder Nicht-Antworten auf die großen Fragen des Lebens auseinander zu setzen. Diesen Weg hat der Kunstkurs am Hans und Sophie Scholl-Gymnasium beschritten. Ausgehend von ihren Fragen und Gedanken sind Kunstwerke entstanden, auf denen sich Hände nach der Freiheit recken, die für jeden etwas anderes bedeutet. Das Besondere daran. Die Schüler sind diesen Weg nicht allein gegangen. Sie haben für ihr Projekt den Austausch mit denjenigen gesucht, die zwangsläufig einen ganz anderen Blick auf Freiheit haben: Gefangene im offenen Vollzug der JVA Ulm.

Aus Sicht der Jury vereint das Kunstprojekt „Was ist eigentlich Freiheit?“ auf vorbildliche Weise drei unterschiedliche Aspekte gelungener Projektarbeit. Es fordert und fördert den Forschergeist: Die Kooperation mit den Gefangenen ermöglicht den Jugendlichen das Thema Freiheit aus einer neuen, anderen und authentisch vermittelten Perspektive zu betrachten. Zugleich kommt die Kreativität der Schüler zum Zuge, die bekannten Vorstellungen und neuen Einsichten mit künstlerischen Mitteln auszudrücken. Zu guter Letzt ermöglicht das Projekt den Schülern, Vorurteile abzubauen, sich selbst zu öffnen und damit anderen die Möglichkeit zu einer Resozialisierung zu eröffnen.
Solch ein kreatives (zivil-)couragiertes Projekt – auf das die Namensgeber des Gymnasiums sicherlich stolz gewesen wären – hat sich die Auszeichnung EXTRA-Klasse verdient.

Hans und Sophie Scholl- Gymnasium

Was ist eigentlich Freiheit? Ein Projekt von Schülern und Gefangenen

 

Diese Frage stellten wir uns. Wir – der Kunstkurs des Hans und Sophie Scholl- Gymnasiums, bestehend aus 17 Schülerinnen und Schülern. Eine wichtige Frage, nicht nur im Jahr der Reformation, im sogenannten „Lutherjahr“.

Schnell war man sich einig, der Begriff Freiheit lässt sich nicht allgemein definieren, denn Freiheit kann vieles sein und wird subjektiv empfunden. Darum ging es auch in unserem Projekt für die „Nacht der Freiheit“ in Ulm. Doch war es kein gewöhnliches Kunstprojekt unseres Kurses. Wir stellten es nicht alleine auf die Beine, sondern hatten großartige Hilfe von zehn Menschen, die man normalerweise eher weniger mit Freiheit in Verbindung bringt. Das Projekt war eine Zusammenarbeit mit Gefangenen der offenen Ulmer Vollzugsanstalt unter der Leitung unserer Kunstlehrerin A. Käßbohrer und der Gefängnispfarrerin A. Roser-Köpf.

Zunächst arbeiteten Schüler und Gefangene getrennt. Anhand von verschiedenen Fotografien schrieben Schüler und Gefangene auf, was sie jeweils mit Freiheit assoziieren. Es entstanden kurze Sätze, ganze Texte, sogar Gedichte. Im zweiten Schritt zeichnete jeder seinen Hand- bzw. Armumriss auf 4 himmelblau grundierte Leinwände. Die Umrisse wurden anschließend von uns in einer Doppelstunde und von den Gefangenen in der JVA in 2 Stunden angemalt. Als nächstes beschrieb jeder auf Transparentpapier, in kurzen Sätze, Wörtern oder Symbolen, was Freiheit für ihn bedeutet.

An einem Sonntagmorgen bekamen wir sogar die Gelegenheit, unsere Projektpartner kennenzulernen.  Wir besuchten sie im Gefängnis. Es erfolgte ein gegenseitiges Kennenlernen und es fand ein intensiver Gedankenaustausch statt. Diese Gedanken wurden auf vier weiteren himmelblau grundierten Leinwänden befestigt, sodass die Wirkung von schwebenden, flüchtigen Gedanken erzeugt werden konnte. So stellten wir gemeinsam das Projekt fertig. Die dargestellten Hände versuchen nach den assoziierten Gedanken zum Thema Freiheit zu greifen. Es kamen interessante Gespräche zustande, die so manches Vorurteil über Bord warfen und das Verständnis für das hohe Gut der Freiheit, nicht nur im körperlichen, sondern auch mich geistigen Sinne bei jedem einzelnen vertiefte. So wird einem dies erst schmerzlich bewusst, wenn man nicht mehr frei ist und dennoch wurde deutlich: Die Gedanken sind frei.

Am 12.05. war es so weit und wir stellten unser Projekt bei der „Nacht der Freiheit“  im Haus der Begegnung aus. Natürlich durften auch die Gefangenen mit dabei sein. Es war ein toller Abend und alle waren sich einig, dass das Projekt eine spannende Erfahrung war, aus der wir einiges gelernt haben.

 

 

 

 

EXTRA-KLASSE-Gewinner Juni 2017: Max-Wittmann-Schule, Dortmund

Die Auszeichnung EXTRA-KLASSE geht im Juni 2017 an die Sekundarstufe I der Max-Wittmann-Schule in Dortmund (Städtische Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung)  für ihre Reise ins Tabaluga-Haus nach Jägersbrunn.

Wer eine Reise macht, der hat etwas zu erzählen – und wer sonst nur ganz selten die Gelegenheit zum Reisen erhält, der kann auf einer Klassenfahrt besonders viel erleben. Die Jury hat an diesem Projekt beeindruckt, mit welcher Empathie den Schülern kleine wie große Erfahrungen ermöglicht wurden. Insbesondere der eingereichte Reisebericht zeigt, dass es neben den außergewöhnlichen Erlebnissen gerade die kleinen Herausforderungen des Alltags sind – wie eben die Aufgabe, selbstständig für die eigene Verpflegung zu sorgen – die nachhaltig zum Lernen anregen. Im Unterricht gehen die „kleinen“ Entdeckungen leider oft unter. Die gemeinsame Reise der Sekundarstufe I der Max-Wittmann-Schule hat für solch ein lebenspraktisches Lernen Ort und Zeit geboten und verdient sich somit den Titel einer echten EXTRA-KLASSENfahrt!

Max-Wittmann-Schule

Unsere Reise ins Tabaluga- Haus nach Jägersbrunn

 Wir, die Schüler und Lehrer der Sekundarstufe 1 der Max-Wittmann-Schule in Dortmund, hatten eine tolle Reise ins Tabaluga-Haus in Jägersbrunn (bei Starnberg).

Morgens um acht ging es per Zug vom Dortmunder Hauptbahnhof nach Starnberg. Wir waren total aufgeregt. Auf der insgesamt achtstündigen Anfahrt wuchs von Minute zu Minute die Neugierde auf das Unbekannte. Bei schönstem Sonnenschein wurden wir von Andrea und Norbert am Bahnhof in Possenhofen abgeholt und mit dem Bus zum Tabaluga- Haus transportiert. Dort angekommen wurden zunächst die Räumlichkeiten inspiziert, Koffer ausgepackt und die erste warme Mahlzeit auf der Sonnenterasse eingenommen. Der Tag endete mit einer kurzen Wanderung ins Naturschutzgebiet Maisinger See. Müde und mit freudiger Erwartung auf den nächsten Tag gingen wir gegen 22.30 Uhr ins Bett.

Der Dienstagmorgen begann mit einem köstlichen Frühstück; frischen Brötchen, Wurst, Marmelade, Nutella und Kakao fanden sich auf dem gedeckten Tisch. Um 9.30 Uhr ging es gemeinsam mit Andrea auf einen Reiterhof. Freundlich wurden wir dort von Kati empfangen. Zunächst wurde fleißig ausgemistet: Pferdeäpfel wurden mit Mistgabeln eingesammelt, die Pferde gestriegelt, die Hufe ausgekratzt und anschließend gesattelt. Kati erklärte uns dann, wie man sich gegenüber den Pferden zu verhalten hätte- also nicht schlagen oder treten. Dann ging es in die große Reithalle zum Unterricht. Alle sind mutig auf die Pferde gestiegen und einige trauten sich sogar im Galopp zu reiten. Die anfängliche Unsicherheit war schnell verflogen und alle bekamen von Kati ein großes Lob für die tollen Reitvorführungen. Ach ja, und die vielen Hunde auf dem Hof ließen sich gerne von uns streicheln. Viel zu schnell war dieser Morgen beendet und wir fuhren nach Tutzing am Starnberger See. Dort kehrten wir in einem Biergarten ein, tranken Cola oder Fanta (ein Bier durften wir nicht bestellen) und verspeisten die selbstgemachten Brötchen. Ein kurzer Spaziergang zur nächsten Eisdiele (das Eis war sooooo lecker) beendete den Ausflug zum See. Für unser Abendbrot mussten wir noch an einem Supermarkt halten und dort einkaufen. Frau Golda, Herr Borchard und 5 Schüler kamen mit 3 vollbepackten Einkaufstaschen zurück. Gemeinsam wurde anschließend das Essen zubereitet. Es gab Spaghetti Bolognese mit Salat. Herr Borchard, Jan und Malcom haben dann noch einen Pfirsichkuchen für den nächsten Tag gebacken.

Der nächsten Morgen begann sehr hektisch, denn bereits um 9.00 Uhr wurden wir von Andrea abgeholt, die uns zum Erlebnisbauernhof „Gut Grasleiten„ begleitete. Der Landwirt Alois vom Gut Grasleiten begrüßte uns sehr freundlich und herzlich. Mit bester Laune ging es zunächst in den Kuhstall, wo wir die Kühe (Bullen) streicheln und füttern konnten. Einige von uns hielten sich die Nase zu, denn es roch nicht sehr angenehm, aber so ist das auf dem Bauernhof. Ein weiterer Höhepunkt war die gemeinsame Treckerfahrt zum nahegelegenen Fischteich. Abwechselnd durften wir sogar mit Alois den Trecker lenken, das war toll. Hier füttern wir die Fische mit Algenfutter, immer an unserer Seite, der Hofhund Elli. Nach der tollen Ausfahrt mit dem Trecker haben wir noch einen Spaziergang mit den Pferden und den Eseln gemacht. Zum Abschluss des Tages gab es am Lagerfeuer selbstgemachte Pfannkuchen mit Nutella, die sooooo lecker schmeckten. Der Tag auf dem Bauernhof war spitze, Landwirt Alois hat sich ganz lieb um uns gekümmert und bei der Verabschiedung jeden von uns umarmt. Dann sind wir gemeinsam mit Andrea wieder ins Tabalugahaus gefahren. Abends haben wir gegrillt. Es gab Würstchen und Fleisch, Salat, Brötchen und Kuchen. Nach dem Duschen haben wir uns noch das Tabaluga- Musical von Peter Maffay angeschaut und sind dann gegen 23.00 Uhr ins Bett gegangen.

An diesem Morgen durften wir gaaaaanz lange ausschlafen. Bilal und Emmanuel sind erst um 9.00 Uhr aufgestanden, wie herrlich. Nach dem Frühstück stand zunächst der Hausputz an. Wir mussten die Zimmer aufräumen, saugen und den Müll entsorgen, eine Arbeit die keinen großen Spaß machte. Frau Golda, Herr Borchard und sieben Schüler fuhren dann nach Starnberg, um für das Abendessen einzukaufen. Die anderen Schüler und Herr Weskamp blieben am Haus und spielten Fußball und Karten. Nachmittags war eine Fahrradtour angesagt. Ausgestattet mit Mountainbikes und Fahrradhelm ging es zum Maisinger See. Das Radfahren war zwar anstrengend, doch wir hatten viel Spaß dabei. Herr Borchard und Malcolm haben in der Zeit das Essen vorbereitet. Das gemeinsame Abendbrot und das anschließende Kofferpacken rundeten den Tag ab. Müde und erschöpft gingen wir früh ins Bett, da wir am nächsten Morgen sehr früh aufstehen mussten.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, weil es galt, die Abreise vorzubereiten. Wir mussten unsere Betten abziehen, die letzten Sachen in die Koffer packen und das Haus fegen und aufräumen. Andrea war mit unserer Arbeit zufrieden, alles war aufgeräumt und ordentlich. Unser letztes Frühstück haben wir auf der Terrasse eingenommen, damit nicht wieder überall Brötchenkrümmel liegen. Nun ging es ans Abschiednehmen. Wir verabschiedeten uns vom Tabalugahaus und natürlich von Tabaluga, der sich an diesem Morgen sonnte. Besonders schwer fiel uns der Abschied von Andrea, die sich die ganzen Tage so lieb um uns gekümmert hat. Die Zeit mir ihr war sehr schön. Wir haben sie in unser Herz geschlossen und werden sie sehr vermissen. Wir verabschiedeten uns natürlich auch von Norbert, der uns vom Bahnhof in Possenhofen abgeholt und zum Bahnhof Starnberg zurück gebracht hat. Er wusste fiel zu erzählen und hat uns immer sicher im Bulli herumgefahren. Kommt der Zug pünktlich?? Wir mussten ein bisschen warten. Während der Wartezeit am Bahnhof Starnberg konnten wir noch einmal auf den Starnberger See schauen, im Hintergrund die Alpen. Am Münchener Hauptbahnhof stiegen wir dann in den ICE mit dem Namen Dortmund und kamen pünktlich in unserer Heimatstadt an, wo uns unsere Eltern und Geschwister freudig begrüßten.

 Es war eine tolle Zeit mit ganz vielen schönen Erlebnissen. Wir werden noch lange daran zurück denken ...

EXTRA-KLASSE-Gewinner Mai 2017: Freiherr von Ickstatt Realschule

Die Auszeichnung EXTRA-KLASSE geht im Mai 2017 an die Freiherr von Ickstatt Realschule in Ingolstadt für ihr fächerübergreifendes Projekt „Das Energiespardorf“.
Jeder von uns benötigt jeden Tag Energie – fürs Aufladen des Handys, für die Waschmaschine, für den Weg zur Arbeit. Doch so allgegenwärtig das Thema Energie auch ist, im Unterricht weckt es bei den Schülern oft nur mäßiges Interesse. Im Rahmen eines fächer- und jahrgangsübergreifenden Projekts hat die Freiherr von Ickstatt Realschule einen neuen Weg gefunden, wie sich Schüler motiviert und mit lebenspraktischem Bezug mit Klimawandel und erneuerbaren Energien auseinandersetzen können: Mit dem Modell eines Energiespardorfes. Das Modell setzt sich aus kleinen Modell-Holzhäusern zusammen, die für jeweils 100 Haushalte stehen, aus Bodenplatten mit Steckanschlüssen, die Flächen wie Wald, Wiese oder Äcker darstellen sowie aus weiteren Holz-Modellen einer Biogasanlage, eines Windrads oder einer Photovoltaikanlage. Das besondere: Alle Modelle lassen sich über die Bodenplatten zu einem Kreislauf aus Energielieferanten und Stromverbrauchern zusammenschließen.

Die Jury lobt an diesem Projekt, dass es den Schülern ein von Natur aus eher schwer greifbares Thema auf ganz handfeste Weise näher bringt. Beim Zusammenstellen von Häusern zu einer Siedlung oder dem Vernetzen von Kraftwerken mit Haushalten per Kabel, lernen die Schüler im wahrsten Sinne des Wortes die Zusammenhänge zwischen Energieerzeugung und Energieverbrauch kennen. So werden an einem kleinen Modell die großen Energiefragen verständlich geklärt.
Darüberhinaus erfahren die Schüler anhand des Energiespardorfes aber auch, dass die Energieversorgung nicht ohne Energiepolitik möglich ist. „Wollen wir ein Windrad errichten?“ „Warum muss das ausgerechnet auf meinem Acker sein?“: Die Fragen, die die Schüler in der Gemeinderatssitzung für ihr Dorf beantworten mussten, stellen sich in der Realität genauso – auf kommunaler wie auf bundesweiter Ebene. Damit sensibilisiert das Energiespardorf nicht nur für den verantwortlichen Umgang mit Energie im privaten Haushalt, sondern unterstützt die Schüler auch dabei, mündige Mitglieder einer energieabhängigen Gemeinschaft zu werden – ein wahres Modell-Projekt eben!

Freiherr von Ickstatt Realschule

Das Energiespardorf

Was ist Energie und wie wird sie erzeugt? Welche Auswirkungen lassen sich auf unsere Umwelt und das Klima erkennen? Und liegt der Klimaschutz nur in den Händen der Erwachsenen? Und…? Und..?

Antworten auf diese Fragen zu finden, ist für Schülerinnen und Schüler nicht einfach. Deshalb führten wir an unserer Schule das innovative, fächerübergreifende Projekt Energiespardorf durch, welches 58 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen so begeisterte, dass sich einige darüber hinaus gerne noch weiter damit beschäftigt hätten.

Gemeinsam mit den Referenten Edgar Heck und Johann Buska vom Bund Naturschutz erforschten die Jugendlichen in unterschiedlichen Workshops verschiedene Energiethemen und setzten sich intensiv mit den verschiedenen Energieversorgungsarten und deren Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt auseinander.

In dem Rollenspiel „Gemeinderatssitzung“ rangen die Schüler als Bürgermeister, Stromversorger oder Landwirt um demokratische Entscheidungen, um danach den Einsatz erneuerbarer Energien spielerisch zu erforschen.

Die Begeisterung für Forschung und Technik war geweckt, komplexe Zusammenhänge zwischen Energieerzeugung und Energiesparen wurden verstanden, und somit war die Sensibilität für das Thema Energie gelungen!


EXTRA-KLASSE-Gewinner April 2017: Von-Pelkhoven-Schule

Mit dem Schülerzeitungsprojekt „LUIse“ gewinnt die 8. Klasse der Von-Pelkhoven-Schule in St. Ludwig die Auszeichnung EXTRA-KLASSE, April 2017.
Die Von-Pelkhoven-Schule – Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt emotionale & soziale Entwicklung – besteht aus einem Mittelschulzweig und einer Berufsschule und gehört zum Antonia-Werr-Zentrum in St. Ludwig, einer heilpädagogisch-therapeutischen Jugendhilfeeinrichtung für Mädchen und junge Frauen. Im Deutschunterricht des Mittelschulzweigs haben insgesamt sechs Schülerinnen an einem ganz klassischen Projekt gearbeitet: An einer Schülerzeitung. Für die zweite Ausgabe der „LUIse“ haben sich die Mädchen dann an ein Thema herangewagt, dass ihre Mitschüler und sie selbst in besonderer Weise berührt: Mobbing im Schulalltag.

Die Jury hat an diesem Projekt besonders beeindruckt, dass sich die Schülerinnen mit Ihrer Zeitschrift an zwei Adressaten zugleich wenden. Da sind zunächst natürlich die Mitschüler – die Leser der „Luise“ –, denen die jungen Redakteurinnen einen Blick aufs Thema Mobbing aus der Perspektive Gleichaltriger bieten. Dies ist umso wichtiger, da Mobbing sich nur dann ausbreiten kann, wenn niemand darüber spricht und weggesehen wird. Spannenderweise beleuchten die Schülerinnen das Thema aus unterschiedlichen Richtungen: Neben Berichten mit Hintergrundinformationen finden sich in der „LUIse“ Interviews, Reportagen, ein Kurgeschichten-Wettbewerb und selbst geschriebene Mut-Mach-Haikus.
Zugleich sind die Mädchen als Herausgeber aber auch selbst Adressaten. Die Schülerinnen machen diese Zeitung auch für sich, weil sie sich auf diesem Weg mit eigenen Erfahrungen zum Thema Mobbing auseinandersetzen können. Sie trainieren zudem ihre Kooperationsfähigkeit und gewinnen neues Selbstvertrauen – im Miteinander und nicht auf Kosten anderer.

Wir gratulieren allen beteiligten Schülerinnen und ihrer Lehrerin Frau Husterer zu diesem tollen Projekt!

Von-Pelkhoven-Schule

Schülerzeitungs-Projekt LUIse

Der Deutschunterricht der 8. Klasse, welche momentan aus 6 Schülerinnen besteht, findet seit dem Schuljahr 2016/17 komplett in Projektform statt: Wir gestalten unsere eigene Schülerzeitung, die LUIse (der Name leitet sich ab von St. Ludwig).

In dieses Projekt können sich die Mädchen mit all ihrer Kreativität und Schaffenskraft einbringen, sozial-emotionale Kompetenzen in kooperative Arbeitsformen erlernen und die Themen ihrer oft sehr problembelasteten Lebenswelt im schulischen Kontext lösungsorientiert umsetzen. Die 2. Ausgabe der LUIse erscheint nach 10 Wochen intensiver Redaktionsarbeit im April 2017 und befasst sich umfänglich mit dem Thema "Mobbing".

Zuallererst haben sich die Mädchen im Rahmen eines Projekttages zum Thema selbst zu Expertinnen zum Thema Mobbing gemacht. Danach wurde ein Konzept entworfen, wie dieses Wissen in Form unserer Schülerzeitung der Schul- und Heimgemeinschaft zugänglich gemacht werden könnte.

Die Mädchen haben dafür Umfragen unter den Schülerinnen der Schule entworfen, durchgeführt und ausgewertet, Psychologen aus dem Fachdienst zum Thema interviewt, in Berichten und Reportagen grundlegendes Wissen vermittelt (z.B. den Unterschied zwischen Mobbing & Cybermobbing betreffend) und Grafiken erstellt. Es wurde Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Mobbing gelesen und in Form von Buchbesprechungen in die Schülerzeitung integriert.

Ein Kurzgeschichtenwettbewerb zum Thema, an dem alle 70 Schülerinnen der Schule teilnehmen konnten, fand regen Anklang. Die besten beiden Kurzgeschichten wurden von einer einrichtungsübergreifenden Jury gekürt und in der Schülerzeitung abgedruckt.

Einen großen Teil der Schülerzeitung nimmt das "Feel-Good-Special" ein - ein ressourcenorietierter Ansatz zum Umgang mit Mobbingopfern und zur generellen Steigerung der Selbstfürsorge.

Hierfür haben die Mädchen Mut-Mach-Haikus geschrieben, mutmachende Songtexte aus dem Englischen übersetzt, "Soulfood"-Rezepte zusammengetragen sowie die positive Wirkung von bestimmten Lebensmitteln auf den Körper und die Befindlichkeit erörtert.  Auf die Fotostory, die die Mädchen gemeinsam mit einer Praktikantin der Universität Würzburg während eines studienbegleitenden Praktikums entworfen, geshootet und gelayoutet haben, sind sie besonders stolz.

 


EXTRA-KLASSE-Gewinner März 2017: Albert-Schweitzer-Schule, Hamburg

Die Auszeichnung EXTRA-KLASSE geht im März 2017 an die Klasse 7a der Albert-Schweitzer-Schule (Stadtteilschule) in Hamburg für ihr Projekt „Balladen – Wir gestalten Lapbooks und StopMotion-Filme“.

Balladen wie der „Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe sind Klassiker im Deutschunterricht – wurden aber auch schon vor mehr als 200 Jahren geschrieben. Wie kann man diese Werke Schülern heute noch nahe bringen? Eine originelle Antwort auf diese Frage liefert das Balladenprojekt der Albert-Schweitzer-Schule. In Gruppen nahmen sich die Schüler im Deutschunterricht jeweils eine Ballade vor, bereiteten diese mit gemeinsam gestalteten Lapbooks auf und erweckten die Texte anschließend in StopMotion-Kurzfilmen zum Leben.

Nach Meinung der Jury zeigt das Projekt auf exemplarische Weise, wie es gelingen kann, dass sich Schüler auf Stoffe einlassen, die ihnen zunächst fremd – wenn nicht sogar befremdlich – erscheinen. Die Erfolgsformel lautet: Selbst bestimmen und selbst machen. Von Beginn des Projektes an waren die Schüler in der Pflicht, zu entscheiden und die eigenen Entscheidungen kreativ umzusetzen: Mit welcher Ballade sollten sie sich auseinandersetzen? Wie sollte das Lapbook ausgestaltet werden?  Mit welchen Mitteln sollte die Filmcrew arbeiten? Die Schülergruppen haben auf diese Fragen eigene Antworten gefunden und die Balladentexte in ganz unterschiedliche Lapbooks und liebevoll inszenierte Kurzfilme übertragen. Damit haben die Jugendlichen es geschafft, die jeweilige Ballade zu ihrer eigenen Geschichte zu machen – und auch den Mitschülern einen neuen Blick auf die Werke zu ermöglichen.

Wir gratulieren den Schülern der 7a und ihrer Lehrerin Annette Zielke zum Gewinn der „EXTRA-KLASSE“!


Albert-Schweitzer-Schule, Hamburg

Balladen - Wir gestalten Lapbooks und Stop Motion Filme

Wir, die 7a der Albert-Schweitzer-Schule bestehend aus 25 SchülerInnen, einer Stadtteilschule in Hamburg, haben uns in unserer Deutschepoche vom 7.11.-2.12.2016 mit dem Thema Balladen beschäftigt. Dabei haben wir uns in Kleingruppen von 3-4 Personen auf die Bearbeitung jeweils einer Ballade geeinigt. Wir haben also insgesamt acht verschiedene Balladen kennengelernt und uns gegenseitig vorgestellt. Dazu haben wir Lapbooks erarbeitet und schließlich die jeweils eigene Ballade mit StopMotion-Kurzfilmen zum Leben erweckt. Bis auf die Gruppen konnten wir unsere Ballade frei wählen, das Lapbook nach eigenen Vorstellungen gestalten und den Film zum Beispiel mit Playmobil, Lego und Schleich so umsetzen wie wir es wollten - und durften sogar unsere Handys benutzen.

 Das Lapbook umfasste bei jedem
• den Balladentext als Deckblatt
• Informationen zum Autor
• die Ballade am roten Faden
• Klappentext zu lyrischen, epischen, dramatischen Merkmalen
• einen Drehkreis zu den lyrischen, epischen, dramatischen Elemente der eigenen Ballade
• die Beschreibung der Figuren

Der StopMotion Film
• einige Filme sind vollständig fertig geworden und wir stellten sie bei
unserer Adventfeier am 8. Dezember unseren Eltern und
Geschwistern vor
• einige Balladentexte haben wir zu Teilen in Filmsequenzen
umgesetzt und aufgenommen

Durch die verschiedenen Wahlmöglichkeiten, die die Schülerinnen und Schüler hatten, war eine hohe Motivation bei allen Beteiligten zu spüren. Begründet und selbstbestimmt entschieden die Gruppen mit welcher Ballade sie sich auseinandersetzen wollten, wie das Lapbook ausgestaltet, wie die Filme umgesetzt werden sollten. In dieser Epoche hat jeder von jedem gelernt. Jeder einzelne in seiner Kleingruppe war Berater für die Ausgestaltung des Lapbooks, jede Kleingruppe war wiederum Experte für ihre jeweilige Ballade. Auch in technischen Fragen haben die SchülerInnen sich gegenseitig mit einer großen Selbstverständlichkeit und technischem Verständnis weiterhelfen können und voneinander gelernt.

 

EXTRA-KLASSE-Gewinner Februar 2017: Kinderakademie Eberswalde

Mit dem Projekt „Blickwinkel – Inklusives Lernen im Wald“ gewinnt die Kinderakademie Eberswalde die Auszeichnung EXTRA-KLASSE, Februar 2017.

Das Projekt der Kinderakademie Eberswalde – einer evangelischen Grundschule in freier Trägerschaft der Johanniter gemeinnützige Gesellschaft für Reformpädagogik – führt die 14 Schüler der vierten Klasse regelmäßig zum Unterricht in den Wald. Angeleitet von Umweltpädagogen lernen die Kinder hier Natur „live“ kennen. Auf ihren Entdeckungstouren werden sie begleitet von den Fünftklässlern der benachbarten Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen". Gemeinsam lernen die Schüler, respektvoll und nachhaltig mit der Natur umzugehen.

Die Jury hat an diesem Projekt besonders beeindruckt, dass den Schülern gleich zwei neue Blickwinkel aufgezeigt werden. Inmitten der Natur erfahren die Schüler direkt, wie sich ihr Verhalten auf die Umwelt auswirkt. Sie lernen ohne Umweg, wie empfindlich und schützenswert das Ökosystem Wald ist. Zugleich erfahren alle Schüler, dass Kooperation und Rücksichtnahme die Grundlagen für das friedliche Miteinander im gemeinsamen Lebensraum sind – und, dass es nichts Natürlicheres als die Vielfalt gibt.

Wir gratulieren allen beteiligten Schülern und ihrer Lehrerin Frau Waldschmidt zu diesem tollen Projekt!

 

Kinderakademie Eberswald

Projekt „Blickwinkel“ – Inklusives Lernen im Wald

Raus aus dem Klassenzimmer heißt es nun schon seit anderthalb Jahren einmal im Monat für die 14 Kinder der Klasse 4a der Kinderakademie Eberswalde. Dann findet der Unterricht im Wald statt. Angeleitet von Umweltpädagogen wird den Kindern auf spielerische Weise ein bewusster und respektvoller Umgang mit der Natur nahe gebracht. Das pädagogische Konzept orientiert sich an den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Kinder sollen lernen, wie sich ihr Handeln auf die Umwelt auswirkt. Die Schülerinnen und Schüler der 4a genießen die Tage in der Natur. Schon auf dem Weg in den Wald wird lebhaft diskutiert, ob es wieder versteckte Schätze geben wird oder wer heute das Lagerfeuer entzünden und hüten darf.
Besonders freuen sich aber auch einige Kinder auf die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse einer Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen". Neben der Vermittlung eines ökologischen und nachhaltigen Umgangs mit der Natur ist es nämlich Ziel des Projektes „Blickwinkel“, den Brückenschlag zwischen Schülern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen und Grundschülern zu schaffen. In einem natürlichen Lernumfeld werden inklusive Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht. Es ist schön zu sehen, wie sich Kinder aus verschiedenen Lebenswelten und mit unterschiedlichen Fähig- und Fertigkeiten im Wald vorbehaltlos und unbefangen begegnen.


Der letzte Ausflug fand am 15.02.2017 statt. Das Thermometer zeigte deutlich unter null Grad an und es lag noch jede Menge harscher Schnee im Wald. Ideal für das Motto des Tages „Den Tieren auf der Spur“. Zuerst waren es nur die oberflächlichen Abdrücke der Füße von Menschen und Tieren, die uns auffielen. Aber je tiefer wir in das Thema eintauchten, desto schärfer wurde unser Blick. Von welchem Tier stammte wohl der schmale Pfad quer durchs Unterholz? Wer hatte die Rinde von manchen Bäumen abgerieben? Was war an der Stelle mit den vielen Federn passiert? Plötzlich erschien uns der Wald gar nicht mehr winterlich trist und leer, sondern offenbarte ein reges Treiben verschiedener Tiere. Detektivisch verfolgten wir die unterschiedlichen Spuren. Wie nebenbei wurden die Kinder dazu angehalten, ihre Beobachtungsgabe zu schärfen und auf das kleinste Detail zu achten. Über jeden neuen Fund stellten wir Vermutungen an und mit Hilfe der Bücher und Materialien sowie dem Wissen der Umweltpädagogen gelang es uns auch, manches Geheimnis zu lüften. Aber schon entdeckten wir die nächsten Spuren – neue Anlässe zum Nachdenken, Argumentieren und Kommunizieren. Es war deutlich zu spüren, wie viel ruhiger und achtsamer sich die Kinder in dieser Phase durch den Wald bewegten. Aber auch für das Toben und Spielen war Raum. Von angeleiteten Teamaufgaben über Quizfragen bis hin zum Bau der eigenen Bude war für jeden etwas dabei. Wem trotz der Bewegung kalt geworden war, der wärmte sich mit heißem Tee am gemütlichen Lagerfeuer. Zum Abschluss kamen wir alle am Versammlungsplatz, dem sogenannten „Adlerhorst“, zusammen. Wir reflektierten den Tag und erzählten uns gegenseitig, was uns am besten gefallen hatte.

 

EXTRA-KLASSE-Gewinne JANUAR 2017: Marianne-Cohn-Schule (Förderzentrum geistige Entwicklung), Berlin

Die Auszeichnung EXTRA-KLASSE geht im Januar 2017 an die Marianne-Cohn-Schule in Berlin für das Musikvideo „Meermenschen“, das im Rahmen eines interkulturellen Filmworkshops entstanden ist.

Wenn schon ein Bild mehr als tausend Worte sagt, was alles lässt sich dann erst mit einem ganzen Film ausdrücken? Lässt sich in einem Video zeigen, worüber man nicht reden kann? Diesen Fragen haben sich die Schüler der Marianne-Cohn-Schule in einem Filmworkshop kreativ gestellt. Zu Beginn beschäftigten sich die  Jugendlichen – von denen vier Schüler selbst einen Flüchtlingshintergrund haben – mit den Themen Flucht und Migration. Besonders thematisiert wurde die Lebenssituation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Berlin. Im zweiten Schritt wurden den Schülern die technischen und dramaturgischen Grundlagen des „Filmemachens“ vermittelt. Schnell entstanden Idee und Skript für ein Filmprojekt, das die Themen Flucht und Migration aufgreift. Das Ergebnis: Ein beeindruckendes Musikvideo mit der Botschaft: „Da draußen tobt das Menschenmeer“.

Zwei Aspekte haben die Jury am Filmworkshop besonders beeindruckt. Das Projekt vereint auf vorbildliche Weise die Förderung von Medienkompetenz und Kreativität mit der Auseinandersetzung  mit aktuellen gesellschaftsrelevanten Themen. Auf diese Weise entsteht für jeden Schüler ein schulischer wie auch ein persönlicher Gewinn. Zum Zweiten hat die hohe Qualität des Videos selbst die Jury überzeugt. Im Zusammenspiel mit dem Song der Band Moop Mama  entwickelt der Film eine emotionale Wirkkraft, die keinen Betrachter kalt lässt. Und damit ist „Meermenschen“ eben nicht „nur“ ein gelungenes Projektergebnis, sondern einfach ein richtig gutes Musikvideo.

Wir gratulieren den Schülern, Lehrern und Partnern der Marianne-Cohn-Schule.

 

Marianne-Cohn-Schule

Musikvideo Meermenschen

Die beteiligten sieben Schüler*innen der Marianne-Cohn-Schule nahmen vom 05.-09.12.2016 während der Schulzeit an einem Filmworkshop unter der Leitung der Regisseurinnen Laura Mentgen und Silke Meya von Noumia Film teil. Pädagogisch begleitet wurde das Projekt vom Pädagogen Robert Stamatiadis. Es wurde mit Erlaubnis der Band Moop Mama der Song "Meermenschen" verfilmt und es wurden Interviews geführt.
Im Rahmen des Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen, von denen vier Schüler*innen selber einen Flüchtlingshintergrund haben, mit den Themen Flucht und Migration, insbesondere mit der Lebenssituation von unbegleiteter minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Auch wurden Ihnen Grundlagen des Filmemachens vermittelt.

  

Die Jugendlichen konnten über Social Media (Youtube und Facebook) andere Menschen auf ihre Schule und auf die Themen Flucht und Migration aufmerksam machen. Die Schüler*innen haben viel positives Feedback von anderen Schüler*innen und Pädagog*innen der Marianne-Cohn-Schule erhalten. Besonders überraschend war, dass sehr stille und schweigsame Schüler*innen sich mit viel Engagement und Präsenz in das Projekt eingebracht haben. Auch konnten Schüler*innen , die geistig und körperlich stärker eingeschränkt sind, sehr gut in das Projekt eingebunden werden

Link zum Video:
https://www.youtube.com/watch?v=yqfc3eHCVPg

 

EXTRA-KLASSE-Gewinner Dezember 2016: Grundschule am Brandwerder, Berlin

Mit dem Projekt „Der Raum als dritter Pädagoge“ gewinnt die Grundschule am Brandwerder, Berlin, die Auszeichnung EXTRA-KLASSE, Dezember 2016.

Hinter dem wohlklingenden Namen verbirgt sich etwas ganz Handfestes: Der Umbau eines Klassenraumes zu einem inklusiven Lernraum – als jahrgangsübergreifendes Projekt der 1., 2. und 3. Klasse.
Ziel war es, neues Mobiliar und neue Arbeitsplätze, eine erhöhte Ebene als „Bühne“ für Präsentationen und Rollenspiele sowie eine Rundbank als „Forum“ zum Beispiel für Treffen des Klassenrats zu bauen und in den bestehenden Klassenraum zu integrieren.
Bei den zahlreichen Bauschritten legten die Schüler stets in größtem Maße mit Hand an: Zuerst wurde geplant, vermessen und ein maßstabgetreues Modell erstellt. Sponsoren wurden für die Finanzierung des Projekts akquiriert. Letztlich verwandelte sich das Klassenzimmer in eine Werkstatt, in der gebohrt, geleimt und geschliffen wurde.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Am 19.12.2016 weihten die Schüler ihren neuen Klassenraum feierlich ein.

Die Jury hat an diesem Projekt besonders beeindruckt, dass die Schüler der Grundschule am Brandwerder dieses Projekt im wahrsten Sinne des Wortes selbst in die Hand genommen haben. Sie haben über Monate gezeichnet, gebastelt, gehämmert und gesägt – und sie haben damit eindrucksvoll bewiesen, was sich bewegen lässt, wenn alle gemeinsam anpacken.
Besonders bemerkenswert: Die Schüler haben ihre Zeit und Energie in die Verbesserung der eigenen Lernumgebung investiert. So profitieren sie selbst nachhaltig von ihrem Einsatz. Zugleich haben sie aber auch einen tollen Beitrag für die ganze Schule geleistet, der sichtbar wird, wenn die nächsten Schüler in diese „EXTRA-KLASSE“ einziehen dürfen.

Wir gratulieren allen beteiligten Schülern, Ihrer Lehrerin Frau Beck und den Förderern des Bauprojekts!

Grundschule am Brandwerder

Umbau des Klassenraums zu einem inklusiven Lernraum

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse A2 haben nach einer Zielfindungswoche im Februar 2016 ihre Wünsche und Vorstellungen eines „inklusiven“ Lernraumes benannt und erarbeitet. Es wurde ein Modell des zukünftigen Klassenraumes im Maßstab 1:10 mit Baupappe hergestellt.
Dabei haben die Kinder die Schränke und Regale eigenverantwortlich vermessen und ihren Klassenraum geplant und visualisiert.

Wünsche, dass Einzelplätze für ein ruhiges konzentriertes Arbeiten zur Verfügung stehen sollen, aber auch Plätze am Boden kniend wurden geäußert.
Für Präsentationen und Rollenspiele sollte eine erhöhte Ebene gebaut werden, aber auch für ihren Klassenrat sollte ein geeigneter Platz vorhanden sein.
Die ersten Ergebnisse wurden in einem Modell platziert und nach nach erweitert!

 

Für die praktische Umsetzung mussten Spender gefunden werden, denn die bauliche Umsetzung kostete 21 000 €. Hier wurden „Privatpersonen, die Schulcateringfirma Luna, die Ikea-Stiftung und die Heidehof-Stiftung“ gewonnen. Die Feinabstimmung für die Realisierung wurde mit Unterstützung des Bauereignis Sütterlin Wagner und dem Team der Lerngruppe abgesprochen und geklärt. Mitte November 2016 war es dann so weit, dass das Projekt realisiert werden konnte.


EXTRA-KLASSE-Gewinner November 2016: Grundschule Tennenlohe, Erlangen

Die Auszeichnung EXTRA-KLASSE geht im November an die Grundschule Tennenlohe in Erlangen für ihr multilinguales und interkulturelles Buchprojekt.
Wie kann man geflüchteten Kindern den Spracherwerb und die kindgerechte Orientierung in der neuen Umgebung erleichtern? Die Grundschule Tennenlohe hat in Kooperation mit der VHS Erlangen eine originelle Antwort auf diese Frage gefunden: Mit Bilderbüchern. Im Rahmen einer Ganztags-AG erarbeiteten die Schüler der 1. bis 4. Klasse drei selbsterdachte Geschichten aus ihrer Alltagswelt, die anschließend von den Kindern illustriert und in verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Darunter fielen insbesondere die gesprochenen Sprachen der nach Deutschland zugewanderten Flüchtlinge wie Amharisch, Arabisch und Ukrainisch. So entstanden Titel wie „Minas erster Tag im Kindergarten“, „Familie Pottenstein voller Abenteuer“, „Ein Tag auf dem Weihnachtsmarkt“ und „Freddy, die kleine Maus“ – die inzwischen diversen Erlanger Grund- und Mittelschulen für die Betreuung geflüchteter Kinder kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.

Aus Sicht der Jury zeigt das Projekt auf vorbildliche Weise, wie sich die Förderung von Kreativität und Medienkompetenz der Schüler mit gesellschaftlichem Engagement gewinnbringend verbinden lässt. Besonders bemerkenswert ist, dass die Beteiligten dabei auf eine einfache, aber oft vernachlässigte Erkenntnis vertrauen: Kinder wollen anderen Kindern helfen. Ein Projekt, das so viel Mut macht – das ist einfach EXTRA-KLASSE!

Wir gratulieren den Schülern, Lehrern und Kooperationspartnern der Grundschule Tennenlohe!

Grundschule Tennenlohe

Buchprojekt zum Spracherwerb für Kinder und Familien mit Zuwanderungs- und Fluchthintergrund

Im Rahmen der Bildungsangebote für die Rhythmisierung im Ganztag entstand in Kooperation mit der VHS Erlangen und Tennenlohe Grundschule in der Arbeitsgruppe Kunst und Gestaltung mit den beteiligten Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 1 bis 4 das interkulturelle und multilinguale Buchprojekt „Geschichten für Alt und Jung“ zum Spracherwerb für Geflüchtete in und um Erlangen.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten innerhalb der Arbeitsgruppe drei selbsterdachte Geschichten, die anschließend von den Kindern illustriert und in verschiedene Sprachen übersetzt worden sind. Darunter fielen insbesondere die gesprochenen Sprachen der nach Deutsch-land zugewanderten Flüchtlinge wie Amharisch, Arabisch und Ukrainisch.

Gruppenfoto

Die primäre Zielgruppe unseres interkulturellen Buchprojekts richtet sich vordergründig an geflüchtete und zugewanderte Familien mit Kindern zum Erlernen der deutschen Sprache. Mitdem Buch erhalten diese aber auch einen bunten und kindgerechten sprachlichen Einblick in das Leben in Bayern und Deutschland. Umgekehrt können damit alle Kinder ihre Fremdsprachenkenntnisse erweitern und festigen. Das Material dient zur Stärkung der schulischen
Fremdsprachenkenntnisse wie beispielhaft in Englisch, Französisch oder Spanisch.

Mit dem Buchprojekt sollen primär Methoden von sprachlichen Mustern vermittelt werden, die sich sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Ausdruck wiederspiegeln. DasBuchprojekt vermittelt auf einfachste Weise die vier Spracherwerbskompetenzen: Hör-, Schreib-, Sprech- und Lesefähigkeiten anhand von visuellen, repetitiven und akustischen Elementen. Das Buchprojekt wird durch Hörbücher und Arbeitshefte ergänzt. So sollen Kinder mit Zuwanderungs- und Fluchthintergrund einen Einblick in das schulische, familiäre und alltägliche Leben in Deutschland und in Bayern gewinnen und mittels kindli-cher und farbenfroher Illustrationen Gefühle, Emotionen, Spaß und Freude am Lernen und Leben entwickeln.

Seit Anfang März ist unser Buchprojekt diversen Erlanger Grund- und Mittelschulen, der EFIE Erlangen (Ehrenamtliche Flüchtlingsinitiative Erlangen) und dem Helferkreis Tennenlohe kostenlos zur Verfügung gestellt worden.


EXTRA-KLASSE-Gewinner Oktober 2016: Heinrich-Schüren-Schule, Osnabrück

Mit dem Projekt „Schülerfirma: KREATIV 33“ gewinnt die Heinrich-Schüren-Schule Osnabrück die Auszeichnung EXTRA-KLASSE, Oktober 2016.

Bei der Schülerfirma KREATIV 33 dreht sich alles um Bio-Frottee-Handtücher. Die Schüler kaufen die Handtücher ein, besticken diese mit dem Schulmotto und verkaufen ihre Ware im schulischen Umfeld. Dabei wickeln die Kinder den kompletten Betriebslauf in den einzelnen Abteilungen Einkauf, Verkauf, Lager, Verwaltung, Design, Werbung und Finanzen selbstständig – unter der Führung der von den Schülern gewählten Geschäftsleitung – ab.

Die Jury hat an diesem Projekt besonders beeindruckt, dass die Schülerfirma den Kindern bereits in der Grundschule einen Weg aufzeigt, wie sich ökologisches, ökonomisches und sozial verantwortungsbewusstes Handeln miteinander verbinden lassen. Die Kinder erhalten die tolle Gelegenheit, sich mit ihren eigenen Fähigkeiten und Interessen in der Firma einzubringen, erste Erfahrungen im Wirtschaften zu sammeln und Spaß am Wettbewerb – nach fairen Regeln – zu entdecken. Nicht zuletzt zeigt KREATIV 33, wie nachhaltig besondere Aktionen und Projekte wirken: Die scheidenden Viertklässler haben ihre Stellen bereits an „neue Mitarbeiter“ aus den unteren Klassen weitergeben.

Dieses große Extra-Engagement verdient das Prädikat „EXTRA-KLASSE“.

Wir gratulieren allen Mitarbeitern und Förderern der Schülerfima KREATIV 33!

Heinrich-Schüren-Schule Osnabrück

Schülerfirma KREATIV 33

Diese erste Schülerfirma der Heinrich-Schüren-Schule und die einzige z.Zt. aktive Schülerfirma in einer Grundschule in Stadt und Land Osnabrück! Unsere schulinterne Firma besteht aus vielen Geschäftsfeldern, wie: Ein- und Verkauf, Lager, Verwaltung, Design, Werbung und Finanzen. Alle „Mitarbeiter der Firma“ übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben, wollen gemeinsam viel erreichen und zuverlässig die Schülerfirma organisieren. Jeder Schüler der Klasse 4a belegt einen festen Arbeitsbereich innerhalb der Firma.

Die Geschäftsleitung wurde von der gesamten Klasse gewählt. Alle übrigen Bereiche verteilten die Schüler nach Interessen und Fähigkeiten. In unserer Schülerfirma werden textile Produkte mit nachhaltiger Qualität zu einem attraktiven Preis angeboten.
Uns sind Natur und die Umwelt sehr wichtig. Deshalb entschieden wir uns für den Verkauf von Baumwoll-Handtüchern aus kontrolliert ökologischem Anbau. Die Zertifizierung durch das GOTS-Siegel garantiert die entsprechenden Arbeitsprozesse.
Das Schulmotto „gut für mich“ veredelt als Stickerei das besondere Handtuch.

  

Vor der Eröffnung waren die besonderen Aktionen:
- Projekttag mit Studenten vom Fach Textiles Gestalten der Universität Osnabrück in der Schule und umgekehrt
- einen Tag waren wir zum Arbeiten in der Universität

Danach:
- die erste an die Schülerfirma adressierte Lieferung der Handtücher
- der Einsatz der Stickmaschine live
- das erste bestickte „gut für mich-Handtuch“
- die große Nachfrage (Ausverkauf bei den Badehandtüchern und Nachbestellung)
- wir arbeiten, wie in einer richtigen Firma
- spontane Interviews mussten gegeben werden
- kurze frei gesprochene Vorträge
- der Videofilm zu unserer Eröffnung
- Präsentation vor allen Lehrern in der Konferenz
- Präsentation vor den Hortmitarbeitern
- erste Teilnahme an einer Ausstellung
- unsere ersten eigenen Visitenkarten

Die Vorarbeiten von September 2015 bis zum Start im Januar 2016 haben wir in Kooperation mit dem Fach Textiles Gestalten der Universität Osnabrück bestritten. Als Lieferanten für die Bio-Baumwoll-Handtücher entschieden wir uns für eine Firma, die nur nachhaltige Produkte vertreibt und dieses auch mehrfach zertifiziert. Das ursprünglich in kleiner Eigenproduktion in der Universität geplante Besticken mit der Stickmaschine, überschritt schnell die zeitlichen und personellen Kapazitäten. Die Lösung: die Heilpädagogische Hilfe in Osnabrück Mit der Textilarbeitsgruppe der Heilpädagogischen Hilfe kooperieren wir seit Beginn dieses Jahres.

Zum krönenden Abschluss haben sich die Gründungsmitglieder von „KREATIV 33“ kurz vor den Sommerferien zu einer weiteren zusätzlichen + freiwilligen Aktion gemeldet: Als letzten aktiven Beitrag zu „unserer Schülerfirma“ kommen wir zum Einschulungstag Anfang August und verkaufen nochmals zum Anlass der Einschulungsfeier am Samstag, 6.8.2016 für drei Stunden an unserer Heinrich-Schüren-Schule. So erfahren die Neuen gleich von unserem tollen Schulprojekt!

Danach übergeben wir „unsere“ Firma an „die neuen Mitarbeiter“. 15 besonders interessierte Schüler aus den neuen Klassen 3 und 4 führen die Firma jetzt weiter. Viel viel Lob und Anerkennung ernteten die Schüler an diesem Tag von den „Neuen“ an unserer Schule, den Familien der neuen Erstklässler unserer Schule. Damit konnten die Schüler der 4a ihre Firma „loslassen“.

Regelmäßig kommen einige ehemalige Schüler bis heute vorbei und erkundigen sich, wie es mit „ihrer Firma“ weiterläuft. ;-)
Es läuft! Das Interesse bei den Schülern der neuen 3. und 4. Klassen ist sehr groß. Regelmäßig arbeiten wir jetzt in einer für die Schüler zusätzlichen 6. Stunde an dem Projekt weiter. Neue Ideen sind schon in der Planung.


EXTRA-KLASSE-Gewinner September 2016: Gemeinschaftsschule am Roten Berg, Erfurt

Die Auszeichnung EXTRA-KLASSE geht im September an die Gemeinschaftsschule am Roten Berg in Erfurt für die Projektreihe „Komm mit – Fahr Rad“.
Die Projektreihe vereint unterschiedliche Aktionen und Angebote für die Schüler zum Thema „Fahrradfahren“: Zunächst wurde das Thema schulweit in allen Unterrichtsfächern aufgegriffen. Über eine Online-Plattform bildeten sich zudem internationale Lerngruppen mit Schulen aus Polen, der Ukraine und der Türkei. Es entstanden eine Reparatur-AG und eine Video-Projektgruppe. Fahrradtouren unter dem Motto „Willkommen in Deutschland“ ermöglichten Schülern aus Flüchtlingsfamilien, ihre neue Heimat im wahrsten Sinne des Wortes zu „erfahren“.

Aus Sicht der Jury zeigt „Komm mit – Fahr Rad“ auf exemplarische Weise, wie schulweite Projekte für alle Schüler zu einem nachhaltigen Gewinn werden können. Es zeugt von besonderem Einfallsreichtum, das Alltagsthema „Fahrrad“ nicht nur für die Wissensvermittlung zu nutzen, sondern auch dafür, mediale und interkulturelle Kompetenzen der Schüler zu fördern.
Ein Projekt, das so vieles und so viele bewegt – das ist ein einfach EXTRA-KLASSE!

Wir gratulieren den Schülern und Lehrern der Gemeinschaftsschule am Roten Berg.

Gemeinschaftsschule am Roten Berg Erfurt

Projekt: Willkommen in Deutschland: Komm mit - Fahr Rad

Wir machen mit den 5. und 6. Klassen ein eTwinning - Projekt mit Schulen aus Polen, der Ukraine, der Türkei und Hessen.

Auf dem Twin-Space (Internetplattform bei eTwinning) lernen wir uns kennen und tauschen unsere Erlebnisse aus. Bei uns an der Schule ist das ein fächerübergreifendes Projekt. Im Unterricht werden fahrradspezifische Inhalte behandelt. Dann haben wir noch eine Fahrrad-AG für Reparaturen usw. und dann fahren wir in der Regel einmal in der Woche mit den Kindern eine Tour und nehmen gezielt unsere neuen Schüler*innen mit.

Informationen über das Projekt

Die SchülerInnen beschäftigen sich im und außerhalb des Unterrichts mit dem Thema Fahrradfahren. Vor allem unsere Schüler aus anderen Ländern lernen ihre neue Heimat so besser kennen. Dadurch wird die Integration unterstützt. Außerdem werden eine Vielzahl von fächerübergreifenden Inhalten gemeinsam bearbeitet und die Ergebnisse auf der gemeinsamen Internetplattform ausgetauscht und veröffentlicht.

Schwerpunkte:

  • Kennenlernen (SchülerInnen, Schule, Region)
  • Teilnahme am VCD-Wettbewerb "Fürs Klima auf Tour"
  • Fächerübergreifende Arbeit in Mathematik,Geografie, Englisch, Musik, Werken, Deutsch, Sport
  • Workshop Verkehrssicherheit
  • Planen und Durchführen von Radtouren
  • Radtouren erstellen und austauschen
  • Dokumentation des Projektes mit modernen Medien.

ZIELE:

Gesunde und nachhaltige Lebensweise ist ein wichtiger Bestandteil der Bildung und Erziehung. Dazu gehört natürlich auch Sport und zukunftsfähige Mobilität. Das Projekt soll auch die Integration der Schüler*innen aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern unterstützen. Das betrifft neben den sprachlichen Bereich auch das Kennenlernen der neuen Umgebung. Mit dem Fahrradfahren wird die Selbständigkeit erhöht.

Die Medienkompetenz wird ebenfalls erhöht (Videowettbewerb, virtuelle Europa/Deutschland-Tour usw.).

ARBEITSPROZESS:

  1. Allgemeines Kennenlernen
  2. Austausch von Erfahrungen bzgl. Fahrrad fahren in den einzelnen Ländern
  3. Teilnahme am Wettbewerb "Fahr Rad-Fürs Klima unterwegs"
  4. Teilnahme am Videowettbewerb Like-it-bike-it.
  5. Erstellen von Arbeitsmaterialien zum Thema Fahrrad

ERWARTETE ERGEBNISSE:

Erweiterte Kenntnisse zum Thema zukunftsfähige Mobilität.
Verbesserung der Sprachkenntnisse der Nichtmuttersprachler.
Vielseitige Arbeitsmaterialien für verschiedene Fächer.

Projekterweiterung:

Aufgrund der Tatsache, dass an unsere Schule viele neue Kinder aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern kamen, wurde das Projekt ergänzt bzw. erweitert.
Dadurch wurden weitere Projektziele formuliert:

  • Kennenlernen der Verkehrsregeln in Deutschland
  • Durchführen von Reparaturen an den Fahrrädern
  • Nutzung von Flyern in arabischer Sprachen (durch den ADFC)
  • Integration der neuen Schüler*innen
  • Kennenlernen ihrer neuen Heimat
  • gemeinsame sportliche Aktivitäten
  • Einbeziehung der Eltern

  

EXTRA-KLASSE-Gewinner August 2016: Evangelische Grundschule Kavelstorf

Mit ihrer „Holzkunst-Projektwoche“ gewinnen die Schüler der Grundschule Kavelstorf die Auszeichnung EXTRA-KLASSE, August 2016.

Von der künstlerischen Auseinandersetzung über Materialkunde bis hin zur gemeinsamen Gestaltung des schulischen Umfeldes haben sich die Schüler auf sehr vielfältige und kreative Art und Weise in diesem Projekt mit dem Thema „Holz“ auseinandergesetzt.

Nach Meinung der Jury zeichnet sich dieses Projekt dadurch aus, dass die Schüler nicht nur sehr viel Wissenswertes über den Wald und seine Tiere und Pflanzen lernten, sondern vor allem auch Holz eigenständig und in Gruppen bearbeiteten und somit umfassend als Material kennenlernten. Besonders gut hat uns gefallen, dass die Ergebnisse dieser Woche nachhaltig wirken und nicht so schnell wieder in Vergessenheit geraten: Ein gemeinsam hergestelltes Relief und eine Bank bleiben dem Schulgelände erhalten und erinnern an eine durch und durch gelungene Projektwoche.

Herzlichen Glückwunsch an die Schüler der Klassen 1-4 der Grundschule Kavelstorf und ihre Lehrer!

Evangelische Grundschule Kavelstorf

Projekt: Holzkunstwoche

Im Wettbewerb bis AUGUST

Der Wald bietet eine Fülle an Materialien zur künstlerischen Auseinandersetzung. Davon haben sich die 30 Kinder (Klasse 1-4) der Ev. Grundschule Kavelstorf im Rahmen einer Projektwoche überzeugt. Den Auftakt der Woche bildete ein Ateliertag bei der Holzbildhauerin Loreen Kussauer- Golik in Waldeck. Dort konnten die Arbeitsweise und Ergebnisse einer Künstlerin bestaunt werden. Danach wurde im nahegelegenen Wald viel Material für die kommende Woche gesammelt, in der die eigene künstlerische Arbeit im Vordergrund der Erst- bis Viertklässler stand. Der zweite Tag begann mit der Vorstellung und Belehrung der teilweise sehr gefährlichen Werkzeuge. Denn ein wichtiger Aspekt der Woche war, dass die Kinder alle Arbeiten alleine ausführen sollten und ihre Hände als wichtigstes Werkzeug erfahren sollten.

Jeder Grundschüler erstellte im weiteren Verlauf der Woche ein Teil eines Gesamtreliefs mit Stechbeitel und Gummihammer. Außerdem wurden „Holzhausen“ (eine neue Bausteinstadt für die Schule), sehr fantasievolle Arbeiten aus Fundholz, Musikinstrumente, eine Bank für den Schulhof, in die jedes Kind seinen Namen schnitzte, Marionetten aus Ästen, Land-Art aus Waldmaterialen und viele individuelle Einzelarbeiten hergestellt. Ganz nebenbei lernten die Schülerinnen und Schüler sehr viel Wissenswertes über Bäume, den Wald, die Tiere und Pflanzen des Waldes.

Zum Abschluss der Holzkunstwoche fand eine kleine Vernissage für Eltern und Interessierte statt, die von den Kindern der Schule selbst vorbereitet wurde. Alle entstandenen Arbeiten wurden dort bestaunt und gewürdigt. Nach diesem Festakt konnten alle sogar noch in der Schule übernachten und die rundum gelungene Projektwoche endete mit einem gemütlichen Frühstück am Samstagmorgen.


EXTRA-KLASSE-Gewinner Juli 2016: Sekundarstufe "Maxim Görki" Schönebeck

Als EXTRA-KLASSE im Juli wird die Sekundarstufe „Maxim Gorki“ aus Schönebeck ausgezeichnet!

Mit viel Engagement gestalteten die Schülerinnen und Schüler der Maxim Gorki Sekundarstufe für den Innenhof eines Demenz-Zentrums aufwändige Tierskulpturen aus Gasbetonstein und stellten diese dort auf. Die Kunstwerke sollen die Bewohner des Zentrums zum Betrachten und Begreifen einladen und so die Möglichkeit der Erinnerung fördern. Das Projekt „Garten der Erinnerung“ entstand aus der Leitidee, über das schulische Umfeld hinaus soziales Engagement zu zeigen und gestalterisch tätig zu werden.

Aus Sicht der Jury zeichnet sich dieses Projekt im Besonderen dadurch aus, dass junge Menschen dazu animiert werden, sich engagiert mit ihrer direkten Umgebung auseinanderzusetzen. Mit der Neugestalten der Gartenanlage haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihr künstlerisches und kreatives Geschick unter Beweis gestellt, sondern auch ihre soziale Kompetenz: Sie haben sich für Menschen eingesetzt, die nicht mehr in der Mitte der Gesellschaft stehen. So wird gegenseitiges Verständnis gefördert. Die jungen Künstler dürfen mit Recht Stolz auf ihre Arbeit sein.

Wir gratulieren den Schülern der Sekundarstufe Maxim Gorki und ihrer Lehrerin Frau Heß recht herzlich!

Sekundarschule „Maxim Gorki“ Schönebeck

Projekt: Garten der Erinnerung
Im Wettbewerb bis: JULI

Unsere Schule liegt in einem der Brennpunktgebiete der Stadt. Schülerinnen, Schüler und das Lehrerkollegium haben sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, dass wir uns in unserer Schulumgebung wohlfühlen wollen. Dazu gehören sowohl das direkte Schulgelände mit der Schule als auch das gesamte Wohngebiet mit allen seinen Bewohnern. Für alle ist es selbstverständlich, sich bei diesem Vorhaben gegenseitig zu unterstützen.

Die Städtische Wohnungsbau GmbH Schönebeck trat schon mehrfach an uns heran und so gestalteten wir im Wohngebiet zum Beispiel die Sockel sanierter Wohnblocks. In diesem Jahr plante die SWB den Neubau eines Demenz–Zentrums, in dessen Innenhof eine Gartenanlage für den geschützten Aufenthalt der Bewohner im Freien angelegt wird.

Mit unseren Schülerinnen und Schülern des Kurses „Kultur und Künste“ entstanden für den Garten Tierskulpturen aus Gasbetonsteinen, die, auf Sockeln angebracht, zum Betrachten und Begreifen einladen sollen. Während mehrerer Kursstunden wurde das Projekt vorgestellt, Erfahrungen und Hintergründe zum Thema „Demenz“ besprochen und erste Entwürfe skizziert.

An einem Projekttag übertrugen 12 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 ihre Skizzen auf die vorhandenen Steine. In kleinen Gruppen wurde dann gesägt, geklopft, geschliffen und immer wieder korrigiert, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis vorlag. Kleinere Nacharbeiten erfolgten in anschließenden Kursstunden. Zum Abschluss erhielten die fertigen 9 Figuren einen Anstrich mit Tiefgrund, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen.

            

Die Skulpturen sollen durch die Möglichkeit des Berührens das Erinnern unterstützen und gleichzeitig Dekoration für den Garten sein. Durch die Präsentation auf Sockeln wird auch Rollstuhlfahrern diese Erfahrung ermöglicht.

Die Arbeit mit dem Material Gasbeton erfordert eine gute Vorbereitung bezüglich des Arbeitsschutzes und sollte nur im Freien ausgeführt werden. Wenn die Schülerinnen und Schüler entsprechend belehrt und ausgerüstet sind, arbeiten alle motiviert und interessiert. „Zuschauer“ (da wir auf dem Pausenhof der Schule arbeiteten, hatten wir in den Pausen ständig neugierige Besucher) probieren sich aus, geben Hinweise und bestaunen Ergebnisse. Die fertiggestellten Skulpturen erfüllen die jungen Künstler mit  Stolz, was durch eine öffentliche Präsentation nachhaltig unterstützt wird.

                                                                      

Die Schülerinnen und Schüler übergaben am Freitag, den 20.Mai die Skulpturen an die Geschäftsführerin der SWB. Die Städtische Wohnungsbau GmbH Schönebeck stellt die Montage auf den Sockeln sicher. Am 17. Juni erfolgt dann die feierliche Übergabe des „Gartens der Erinnerung“ in deren Rahmen unsere Skulpturen unter großem „Presserummel“ enthüllt werden.

Viele fleißige Helfer haben mit ihrem Engagement zum Gelingen beigetragen.

Wir sind stolz, zu diesen zu gehören und möchten uns mit unserem Projekt am Wettbewerb EXTRA-Klasse beteiligen.



EXTRA-KLASSE-Gewinner Juni 2016: Klasse WG J2/1 der Robert-Gerwig-Schule, Singen

„Maths Training“ – Mathematikunterricht für Flüchtlinge: Mit diesem Projekt gewinnen die Abiturienten der Klasse WG J2/1 der Robert-Gerwig-Schule in Singen die Auszeichnung EXTRA-KLASSE, Juni 2016.

Nur wenn Lehrer, Schüler und Eltern an einem Strang ziehen, kann es gelingen, geflüchtete Kinder und Jugendliche in unser Schul- und Alltagsleben zu integrieren. Für die Auszeichnung EXTRA-KLASSE haben uns viele bemerkenswerte Projekte erreicht, die sich dieser Verantwortung im Kleinen wie im Großen annehmen – Begegnungstage, gemeinsame Sportaktivitäten oder Begrüßungsfeste für die neuen Schüler. Alle diese Projekte verdienen unsere Hochachtung.

Die Abiturienten der Robert-Gerwig-Schule haben einen verblüffend einfachen, aber auch sehr effektiven Weg gefunden, Flüchtlinge zu unterstützen. Sie haben sich dazu entschlossen, in der Zeit zwischen dem schriftlichen und dem mündlichen Abitur als Junior-Teacher aufzutreten und Flüchtlingen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren im Rahmen eines Kompaktkurses den Mathematik-Mittelstufenstoff zu vermitteln. Die Unterrichtssprache dabei ist Englisch.

Nach Meinung der Jury zeigt dieses Projekt in besonderer Weise wie Integration zum Gewinn für alle Beteiligten werden kann. Den jungen Flüchtlingen wird eine wertvolle Chance geboten, sich mit den neuen oder wieder verfügbar gemachten Mathematikkenntnissen erfolgreich in unsere Berufswelt zu integrieren. Denn während es inzwischen eine Vielzahl von Sprachkursen für Flüchtlinge gibt, werden Mathematikkurse so gut wie gar nicht angeboten.
Aber auch die Junior-Teacher profitieren von ihrem ehrenamtlichen Engagement – das sie zudem auch noch zu einer Zeit erbringen, in der viele ihrer Mitschüler die Schule gar nicht schnell genug hinter sich lassen können. Sie festigen ihr eigenes Wissen und sammeln kostbare, interkulturelle Erfahrungen. In einem Satz: Beim „Math Training“ lernen Schüler und Lehrer fürs Leben.

Das ist EXTRA-KLASSE! Herzlichen Glückwunsch an die Schüler der Klasse WG J2/1 der Robert-Gerwig-Schule Singen und ihren Lehrer Manfred Hensler!

Robert-Gerwig-Schule Singen

Projekt: Maths Training

Im Wettbewerb bis: JUNI

Viele der jungen Flüchtlinge wollen sich bei uns in Deutschland über eine berufliche Ausbildung oder sogar über ein Studium in unsere Berufswelt integrieren. Dies erfordert aber neben guten Deutschkenntnissen in fast allen Fällen auch ein gutes Basiswissen in Mathematik. Während es aber eine Vielzahl von Anbietern für Sprachkurse gibt, werden Mathematikkurse so gut wie gar nicht angeboten, und dies ist ein großes Problem!

22 Schüler der Klasse WG J2/1 haben sich daher entschlossen, in der Zeit zwischen dem schriftlichen und dem mündlichen Abitur als Junior-Teacher aufzutreten und 40 Flüchtlingen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, welche über akzeptable Englisch-Kenntnisse verfügen, im Rahmen eines Kompaktkurses im Umfang von 5 x 3 Stunden den Mathematik-Mittelstufenstoff zu vermitteln. Unterrichtssprache ist dabei Englisch.

Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die Flüchtlinge ein entsprechendes Zertifikat.

Außerdem ist geplant, die von den Schülern erstellten Skripte und Übungsblätter zu einer Broschüre zusammenzufassen, so dass anhand dieser Broschüre zukünftig auch andere Mathematik-Kundige Kompaktkurse dieser Art anbieten könnten.

 

EXTRA-KLASSE-Gewinner Mai 2016: Klasse 3a, Görresschule Neuss

Wir haben einen Gewinner: Die Klasse 3a der Görresschule Neuss erhält für ihr Projekt „Palmöl“ die Auszeichnung EXTRA-KLASSE, Mai 2016.

Im Mittelpunkt dieses Projektes standen das Thema „Palmöl“ und die verheerenden Auswirkungen der Palmölproduktion auf Mensch und Umwelt. Mit mehreren Aktionen wie einer Unterschriftensammlung, einer Plakataktion vor dem örtlichen Supermarkt oder dem Verfassen von Protestbriefen haben sich die Kinder dafür eingesetzt, dass Verbraucher und Unternehmen weniger Palmöl verwenden.

In den Augen der Jury zeichnet sich das Projekt von der Entstehung bis zum Abschluss durch das außergewöhnliche Engagement der Schüler und ihrer Lehrerin aus. Ausgangspunkt waren die interessierten Nachfragen der Schüler zum Thema im regulären Unterricht. In der Folge vereinte das Projekt auf lebendige Weise Wissensvermittlung und aktives Handeln. Die Kinder wurden ermutigt sich für wichtige Themen, die alle angehen, einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Sie haben mit kreativen Aktionen aufgeklärt und dabei erstaunlichen Mut bewiesen, sich vor fremden Erwachsenen für ihre Überzeugungen einzusetzen.

Das Projekt „Palmöl“ zeigt somit auf wunderbare Weise, wie aus einer kleinen Idee heraus – mit wenigen Mitteln, aber viel Engagement – Großes für die Schüler und die Gesellschaft geleistet werden kann.

Das ist EXTRA-KLASSE! Herzlichen Glückwunsch an die Kinder der Klasse 3a der Görresschule Neuss und ihre Lehrerin Natalie Kreuter!

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Inzwischen haben auch die Kinder der 3a von ihrem Gewinn erfahren. Frau Kreuter verrät, was sich in der Klasse abgespielt hat:

"Natürlich habe ich es spannend gemacht! Zuerst habe ich die Kinder in den Stuhlkreis geholt und nachgefragt, ob sich denn – es sind ja mittlerweile ein paar Wochen seit Durchführung des Projektes vergangen – etwas geändert habe. Viele Kinder erzählten stolz, dass sie mittlerweile ihr Nutella selber machen würden, oder palmölfreie Schokocreme kaufen, dass sie auf die Zutatenliste der Produkte schauen würden etc. Super, dass sie dieses Thema so erfolgreich in ihre Familien tragen, oder?

Als ich ihnen dann gesagt habe, dass wir mit dem Projekt diese tolle Auszeichnung "Extra Klasse!" (und 500€) gewonnen haben, waren sie nicht mehr zu halten! Jubel, ungläubige Gesichter, Umarmungen... Die Freude war riesig!

Zur Zeit sind wir noch in der Ideenfindungsphase, was wir mit dem Geld machen. Die Kinder sollen natürlich demokratisch entscheiden, wie wir es ausgeben. Schön fände ich einen Ausflug, der vielleicht ein wenig mit dem Projekt zu tun hat - aber das werden wir sehen.

Herzliche Grüße von der Extraklasse 3a und Frau Kreuter"


Görresschule Neuss

Projekt: Palmöl

Datum: März 2016

Nachdem bei einem Klassenfrühstück das Thema Palmöl in Schokocreme (und der Schaden für die Umwelt) von mir kurz thematisiert wurde, fingen die Kinder an, viele Fragen zu stellen und sich dafür zu engagieren. So haben wir kurzerhand ein etwas größeres Projekt daraus gemacht.

Zuerst hat sich unsere Klasse intensiv mit dem Thema „Palmöl" und den Folgen der Palmölproduktion für die Umwelt sowie die Ureinwohner und Bauern in Malaysia sowie Indonesien auseinandergesetzt. Die Abholzung des Regenwaldes (weltweit 35 Fußballfelder pro Minute!) um Palmölplantagen zu errichten, schadet nicht nur der Artenvielfalt (besonders Orang Utans wird der Lebensraum genommen), es verschwindet auch die "grüne Lunge" unserer Erde und die gerodeten Flächen setzen viel im Boden gespeichertes CO2 frei. Daher ist der Schutz des Regenwaldes (z.B. in Malaysia und Indonesien) auch ein Klimaschutz für uns!

Die Kinder der 3a (27 Kinder) waren sofort sehr engagiert und motiviert. So haben wir zusammen überlegt, was WIR tun können und Folgendes erarbeitet:

  • Wir haben Lebensmittel auf ihre Zutaten untersucht, viele Texte gelesen und kleine Videos geschaut, um uns Hintergrundwissen zu beschaffen.
  • Die Kinder haben Plakate erstellt, die wir mit zu einem Einkaufszentrum nahmen, um dort Passanten auf das Problem aufmerksam zu machen.
  • Gleichzeitig haben wir 220 Unterschriften gesammelt, die die großen Unternehmen auffordern, auf Palmöl zu verzichten bzw. Alternativen zu nutzen.
  • Die Kinder haben im Deutschunterricht Briefe geschrieben, die wir an die großen Unternehmen (Mars, Nestlé, Ferrero etc.) inklusive der Unterschriftenlisten geschickt haben. Wir warten auf deren Antworten.
  • Wir haben außerdem eine Umfrage zum Thema Palmöl aufgenommen.
  • Die Plakate hängen nun im Foyer der Görresschule, um unsere Mitschüler ebenfalls zu informieren.
  • Im Kunstunterricht stellen wir ein Agamograph her, dass ein positives und ein negatives Bild zur Regenwald/Palmölproblematik darstellen wird

Eine Reaktion einer Schülerin, die glaubte, sie sei zu schüchtern für die Unterschriftenaktion vor dem Supermarkt, war zum Beispiel: „Ich wusste gar nicht, dass Erwachsene uns Kindern zuhören. Jetzt kann ich das!“ Eine andere: „Das war der tollste „Ausflug“, den wir je gemacht haben!“ – Allen war die Wichtigkeit des Themas bewusst. Die Kinder fühlten sich ernst genommen.

   

Die Ziele dieses Projekts waren u.a.

  • Umweltbewusstsein schärfen
  • Erkenntnis gewinnen, dass jeder von uns etwas ändern kann (durch bewusstes Konsumverhalten, als Multiplikator von Informationen in der Familie, bei Freunden)
  • Sich mit Sachtexten auseinandersetzen, sie lesen und verstehen, wichtige Informationen herausfiltern
  • Eine Umfrage führen (Offene Fragen stellen, höfliche Ansprache)
  • Formale Briefe schreiben (förmliche Anrede)
  • Gruppen- und Partnerarbeit üben
  • Selbstbewusstsein fördern