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Im Wettbewerb bis: Juli

Möhnesee-Schule 

Plastisch in Szene gesetzt

Die Schülerinnen und Schüler zweier Klassen der Stufe 9 (Hauptschulklasse und Realschulklasse) haben sich ausgiebig mit dem Thema „Plastisch in Szene gesetzt“ beschäftigt.

Dabei wurden zunächst Bildbetrachtungen von Werken verschiedener Künstler betrachtet und besprochen und dann mit Hilfe von Betrachten und Ausprobieren von kleinen Künstlerpuppen eigene Skizzen erstellt. Dabei entstanden gemalte eigene Figuren, die eine bestimmte Haltung eingenommen hatten.

Der praktische Teil für beide Klassen 9 begann nach dieser ausgiebigen Vorbereitung.

Die Schüler/innen erhielten Draht und eine Untergrundplatte. Durch Formen und Biegen des Drahtes sollten die Schüler/innen nun eine eigene Figur erstellen. Dabei dienten die Skizzen zur Hilfe. Durch das Arrangieren wurden grundlegende handwerklich – technische Fähigkeiten und Fertigkeiten geübt und konnten konkret zum Einsatz kommen.

Die Drahtfigur wurde dann auf dem standfesten Holzstück befestigt. Danach wurde diese so ausgerichtet, dass die Haltung eindeutig zu erkennen war.

Als weiterer Arbeitsschritt wurde die Figur mit Zeitungsschnipseln ummantelt und mit Hilfe von Kleister und weiterem Papier wurden Körperteile herausgearbeitet und die Figur erhielt immer weiter eine „plastische Form“. Als letzte Schicht um die Figur herum wurde weißes Papier verwendet. Danach wurde die Figur zunächst mit weißer Farbe gestaltet.

Anschließend wurden einzelne Partien farbig gestaltet, um die Haltung der Figur zu unterstützen.

Beispiele, die dabei entstanden sind :

  • Akrobaten und Artisten
  • Ballerina und Tänzerinnen
  • Fußballer und Kopfstoß
  • Läufer und Sportler

Den Schüler/innen hat das kreative Arbeiten sehr viel Spaß gemacht und sie handwerklich, sowie technisch sehr viel weiter nach vorne gebracht.  Die Lust am Gestalten und selbstständigen Arbeiten hat vielen Schülern/innen Freude am Kunstunterricht aufgezeigt. Ebenso das gegenseitige Helfen und die Arbeit untereinander, brachten viele neue Ideen. Unsere drei Flüchtlingskinder sind mittlerweile sehr gut in die Klassengemeinschaften integriert und konnten ebenso ein tolles Ergebnis aufweisen, da die Mitschüler/innen ihnen tatkräftig zu Seite standen. Gerade die sprachlichen Schwierigkeiten ließen sich im Kunstunterricht gut durch handlungsorientierten Unterricht überbrücken.

Die fertigen Arbeiten stehen jetzt zur Ansicht in unseren Vitrinen in der Eingangshalle, somit können alle die gelungenen Arbeiten betrachten.

   

Im Wettbewerb bis: August

Max-Wittmann-Schule 

Reise ins Tabalugahaus

Wir, die Schüler und Lehrer der Sekundarstufe 1 der Max-Wittmann-Schule in Dortmund, hatten eine tolle Reise ins Tabaluga-Haus in Jägersbrunn (bei Starnberg).

Morgens um acht ging es per Zug vom Dortmunder Hauptbahnhof nach Starnberg. Wir waren total aufgeregt. Auf der insgesamt achtstündigen Anfahrt wuchs von Minute zu Minute die Neugierde auf das Unbekannte. Bei schönstem Sonnenschein wurden wir von Andrea und Norbert am Bahnhof in Possenhofen abgeholt und mit dem Bus zum Tabaluga- Haus transportiert. Dort angekommen wurden zunächst die Räumlichkeiten inspiziert, Koffer ausgepackt und die erste warme Mahlzeit auf der Sonnenterasse eingenommen. Der Tag endete mit einer kurzen Wanderung ins Naturschutzgebiet Maisinger See. Müde und mit freudiger Erwartung auf den nächsten Tag gingen wir gegen 22.30 Uhr ins Bett.

Der Dienstagmorgen begann mit einem köstlichen Frühstück; frischen Brötchen, Wurst, Marmelade, Nutella und Kakao fanden sich auf dem gedeckten Tisch.

Um 9.30 Uhr ging es gemeinsam mit Andrea auf einen Reiterhof. Freundlich wurden wir dort von Kati empfangen. Zunächst wurde fleißig ausgemistet: Pferdeäpfel wurden mit Mistgabeln eingesammelt, die Pferde gestriegelt, die Hufe ausgekratzt und anschließend gesattelt. Kati erklärte uns dann, wie man sich gegenüber den Pferden zu verhalten hätte- also nicht schlagen oder treten. Dann ging es in die große Reithalle zum Unterricht. Alle sind mutig auf die Pferde gestiegen und einige trauten sich sogar im Galopp zu reiten. Die anfängliche Unsicherheit war schnell verflogen und alle bekamen von Kati ein großes Lob für die tollen Reitvorführungen. Ach ja, und die vielen Hunde auf dem Hof ließen sich gerne von uns streicheln.

Viel zu schnell war dieser Morgen beendet und wir fuhren nach Tutzing am Starnberger See. Dort kehrten wir in einem Biergarten ein, tranken Cola oder Fanta (ein Bier durften wir nicht bestellen) und verspeisten die selbstgemachten Brötchen.Ein kurzer Spaziergang zur nächsten Eisdiele (das Eis war sooooo lecker) beendete den Ausflug zum See. Für unser Abendbrot mussten wir noch an einem Supermarkt halten und dort einkaufen. Frau Golda, Herr Borchard und 5 Schüler kamen mit 3 vollbepackten Einkaufstaschen zurück.

Gemeinsam wurde anschließend das Essen zubereitet. Es gab Spaghetti Bolognese mit Salat. Herr Borchard, Jan und Malcom haben dann noch einen Pfirsichkuchen für den nächsten Tag gebacken.

Der nächsten Morgen begann sehr hektisch, denn bereits um 9.00 Uhr wurden wir von Andrea abgeholt, die uns zum Erlebnisbauernhof „Gut Grasleiten„ begleitete. Der Landwirt Alois vom Gut Grasleiten begrüßte uns sehr freundlich und herzlich. Mit bester Laune ging es zunächst in den Kuhstall, wo wir die Kühe (Bullen) streicheln und füttern konnten. Einige von uns hielten sich die Nase zu, denn es roch nicht sehr angenehm, aber so ist das auf dem Bauernhof.

Ein weiterer Höhepunkt war die gemeinsame Treckerfahrt zum nahegelegenen Fischteich. Abwechselnd durften wir sogar mit Alois den Trecker lenken. Hier füttern wir die Fische mit Algenfutter, immer an unserer Seite, der Hofhund Elli. Nach der tollen Ausfahrt mit dem Trecker haben wir noch einen Spaziergang mit den Pferden und den Eseln gemacht. Zum Abschluss des Tages gab es am Lagerfeuer selbstgemachte Pfannkuchen mit Nutella, die sooooo lecker schmeckten.

Der Tag auf dem Bauernhof war spitze, Landwirt Alois hat sich ganz lieb um uns gekümmert und bei der Verabschiedung jeden von uns umarmt. Dann sind wir gemeinsam mit Andrea wieder ins Tabalugahaus gefahren. Abends haben wir gegrillt. Es gab Würstchen und Fleisch, Salat, Brötchen und Kuchen. Nach dem Duschen haben wir uns noch das Tabaluga- Musical von Peter Maffay angeschaut und sind dann gegen 23.00 Uhr ins Bett gegangen. An diesem Morgen durften wir gaaaaanz lange ausschlafen. Bilal und Emmanuel sind erst um 9.00 Uhr aufgestanden, wie herrlich. Nach dem Frühstück stand zunächst der Hausputz an. Wir mussten die Zimmer aufräumen, saugen und den Müll entsorgen, eine Arbeit die keinen großen Spaß machte.

Frau Golda, Herr Borchard und sieben Schüler fuhren dann nach Starnberg, um für das Abendessen einzukaufen. Die anderen Schüler und Herr Weskamp blieben am Haus und spielten Fußball und Karten. Nachmittags war eine Fahrradtour angesagt. Ausgestattet mit Mountainbikes und Fahrradhelm ging es zum Maisinger See. Das Radfahren war zwar anstrengend, doch wir hatten viel Spaß dabei. Herr Borchard und Malcolm haben in der Zeit das Essen vorbereitet. Müde und erschöpft gingen wir früh ins Bett, da wir am nächsten Morgen sehr früh aufstehen mussten.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, weil es galt, die Abreise vorzubereiten. Wir mussten unsere Betten abziehen, die letzten Sachen in die Koffer packen und das Haus fegen und aufräumen. Andrea war mit unserer Arbeit zufrieden, alles war aufgeräumt und ordentlich. Unser letztes Frühstück haben wir auf der Terrasse eingenommen, damit nicht wieder überall Brötchenkrümmel liegen. Nun ging es ans Abschiednehmen. Wir verabschiedeten uns vom Tabalugahaus und natürlich von Tabaluga, der sich an diesem Morgen sonnte.

Besonders schwer fiel uns der Abschied von Andrea, die sich die ganzen Tage so lieb um uns gekümmert hat. Die Zeit mir ihr war sehr schön. Wir haben sie in unser Herz geschlossen und werden sie sehr vermissen.  Wir verabschiedeten uns natürlich auch von Norbert, der uns vom Bahnhof in Possenhofen abgeholt und zum Bahnhof Starnberg zurück gebracht hat. Er wusste fiel zu erzählen und hat uns immer sicher im Bulli herumgefahren.

Während der Wartezeit auf den Zug am Bahnhof Starnberg konnten wir noch einmal auf den Starnberger See schauen, im Hintergrund die Alpen. Am Münchener Hauptbahnhof stiegen wir dann in den ICE mit dem Namen Dortmund und kamen pünktlich in unserer Heimatstadt an, wo uns unsere Eltern und Geschwister freudig begrüßten.

Im Wettbewerb bis: September

Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule

Gelebte Inklusion

Gewürzregale, Dampfgarer, Mikrowellen, Backöfen, Herdplatten, diverse elektrische Rührer, Mixer und Hilfsgeräte– all das gibt es hierzu finden. Die Siebtklässler der Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule (GCLS) in Ober-Ramstadt sind erst seit knapp zwei Monaten in dem Fach Arbeitslehre der „Hauswirtschaft“ zugeteilt und kochen einmal die Woche in der professionellen Großküche. Sie arbeiten in Gruppen, jeder Handgriff sitzt, sie behalten mehrere Gerichte gleichzeitig im Auge und helfen einander aus. „Hier lernt man schnell, miteinander zu kommunizieren“, erklärt Marie (13). Das Besondere an diesem Unterricht ist: Sechs Jugendliche mit Behinderung vom Familien unterstützenden Dienst (FuD) der NRD sind als Gäste dabei, begleitet von drei Mitarbeitenden, die als Assistenten zur Verfügung stehen.

Unter Anleitung der Lehrerein Monika Heinlein sollen die insgesamt 24 Jugendlichen heute verschiedene Couscous-Salate mit diversem Gemüse, vielen frischen Kräutern und in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen zubereiten. Außerdem selbstgebackene Brötchen und Blätterteigtaschen mit Schokokern. Alles parallel.

Marie und Jule (beide 13) gefällt das: „Man lernt, zusammen zu arbeiten und am Ende essen wir gemeinsam. Das macht echt viel Spaß, weil das Essen jeder Gruppe anders schmeckt.“ Wie sie es finden, dass mittwochs immer die FUD’ler mit dabei sind? Cool, finden sie es. „Klar, beim ersten Mal fanden wir es komisch, dass da plötzlich fremde Gesichter waren, aber sie machen ihre Arbeit genauso wie jeder andere und wir haben alle Spaß beim gemeinsamen Kochen.“ Dass eine Schülerin das sagt, obwohl Lena (16), ein mehrfach schwerstbehindertes Mädchen im Rollstuhl, ihre Arbeitsschritte nur mittels ihrer Teilhabeassistentin Ilona Shils durchführen kann, spricht sehr für die Toleranz, die den Schülern vermittelt wird. Lena wird hier akzeptiert und das merkt sie – sie ist glücklich, hier zu sein und zeigt es auch deutlich. Sie und ihre Assistentin waren eifrig mit dem Schnippeln von Gemüse und Kräutern beschäftigt.

Die Kochgruppen sind generell gemischt bzw. mischen sich eigenständig.Die Schüler der GCLS gehen auch auf die FuD’ler zu und fragen sie, ob sie in einer Gruppe zusammen kochen möchten. In dem Hauswirtschaftskurs der zehnten Klasse ginge das sogar noch flüssiger, da die älteren Schüler weniger schüchtern seien, bestätigt Marc Eichmann, Heilpädagoge aus dem FuD. Jannik, Sebastian (13) und Selin-Lisa (12) sind als erste fertig geworden und haben ihren Küchenbereich aufgeräumt. Auch sie teilen die Meinung ihrer Mitschüler und kochen gern mit den FUD’lern. Und wenn sie früh fertig sind, so wie jetzt, helfen sie auch den anderen.

Kurz darauf sind auch alle anderen fertig und tragen die zubereiteten Speisen und Geschirr in das „Esszimmer“ nebenan, wo alles gleichmäßig auf die langen Tische verteilt wird. Dann setzen sie sich zusammen, plaudern und essen. Alle Couscous-Varianten haben hervorragend geschmeckt und es ist nur wenig übrig geblieben. Wie üblich. Sehr oft wird alles aufgegessen, manchmal bleiben ein paar Portionen übrig, die werden dann entweder von den Schülern mitgenommen oder als Snack dem Lehrerzimmer überlassen, wo sie gerne restlos vernichtet werden.

An das erste gemeinsame Kochen vor anderthalb Jahren erinnern sich Monika Heinlein und Marc Eichmann vom FuD besonders gut: „Wir wussten nicht, welche Kinder kommen, wir wussten nur, was wir kochen wollen“, sagt Monika Heinlein. Dann sind die FUD’ler in die Küche gekommen, eingeteilt worden und dann ist alles wie von selbst gelaufen. „Wir hatten alle eine Gänsehaut, so ein schöner Moment war das!“ Auch Ralph Dobner, Betreuer vom FuD, lacht bei der Erinnerung, dass er „nach fünf Minuten arbeitslos“ gewesen ist, so gut hat die Integration geklappt.

Und genau wie im letzten Jahr wird der FuD den Kurs der GCLS auch diesen Sommer wieder im Elisabeth-Haus auf dem NRD-Gelände in Nieder-Ramstadt begrüßen. Letztes Jahr wurde der Pizzaofen angeworfen. Wir sind gespannt, ob das zu einer leckeren Tradition wird oder ob der Hauswirtschaftskurs mit ganz neuen Ideen anreist.

Im Wettbewerb bis: September

Erich Kästner Grundschule

Tomorrow

Bei dem Projekt „Tomorrow“ haben sich die Schüler intensiv mit der Zukunft der Energie beschäftigt. Ziel des Projektes war es, den Schülern den Blick in die Zukunft zu geben und ihnen die Bedeutung ihrer heutigen Handlungsweisen im Umgang mit der Energie zu verdeutlichen. Grundschüler sind für viele Dinge noch empfänglich und offen für neue Ideen.  Die Schüler sollen mit dem Blick in die Zukunft und der Probleme begreifen... Die jetzigen Fehler in der Energieverwendung und die Entwicklung neuer Ressourcen und Arten der Energiegewinnung haben Auswirkung für die Zukunft der Schüler von heute. Den Schülern soll die eigene Verantwortung im Umgang mit den heutigen Ressourcen klar gemacht werden.

Ablauf des Projekts:

Zunächst schauten sich die Schüler den Film „Tomorrow“ in kleinen Sequenzen an. Hier wird an verschiedenen Beispielen aus Städten in der Welt gezeigt, wie man besser mit den Energieressourcen umgehen kann. Danach gestalteten die Schüler Bilder über die Städte der Zukunft. Hier ging es um den Verkehr (in Stockwerken und mit umweltfreundlichen Antrieben) und die Nutzung von Brachflächen in den Städten zum Anbau von Obst und Gemüse.

Unsere Vorstellungen von der Stadt der Zukunft:

§ Straßen sind in Stockwerke aufgeteilt

§ Autos mit alternativen Energien betrieben (Strom, Solar, Biomasse)

§ öffentliche Verkehrsmittel vor Privatauto

§ Der Boden wird für den Anbau von Obst und Gemüse genutzt.

§ Strom aus alternativen Energien führt zu guter Luft.

Dann haben sich die Schüler mit der Gewinnung der Energie heute beschäftigt: Erdöl / Erdgas / Kohle / Atomkraft

Dabei stellen wir fest, diese Ressourcen enden irgendwann und sind nicht immer umweltfreundlich und ungefährlich. Also haben wir recherchiert und nach neuen alternativen Energiegewinnungsformen gesucht. Wir haben uns ein örtliches Unternehmen ausgesucht, dass schon nachhaltig mit der Energie umgeht.

Wir waren im GVB in Gera. Der GVB versucht nachhaltig mit Energie umzugehen.

-das Regenwasser wird gesammelt auf den Dächern der Firma und für die Reinigung der Bahnen und Busse verwendet und auch wieder aufbereitet

-das Regenwasser wird für die Besprengung des Gleisbettes im Sommer genutzt

-eine Solarwand speichert die Sonnenenergie

-die Straßenbahn ist ein sehr nachhaltiges Verkehrsmittel und wir haben uns die Geschichte der Bahn angeschaut.

Aus all den Informationen über die Zukunft der Energie und die Stadt der Zukunft entstanden für eine Ausstellung große Lapbooks in Gemeinschaftsarbeit.

 Nach all der theoretischen Aneignung von Wissen, haben wir praktisch mit Modellen gearbeitet. Wir haben unser Wissen an andere Schüler weitergeben.

Wir haben jüngere Schüler eingeladen und unser Projekt erklärt. Die Solarmodelle haben wir allen Schülern auf dem Schulhof in der Pause gezeigt und erklärt.  Die örtliche Presse besuchte uns und es war eine Artikel in der OTZ/ TLZ. Wir stellten unser Projekt noch in der Geschäftsstelle der Wohnungsbaugesellschaft UNION aus und später im Kino „Metropol“. Viele Kinder und Erwachsene haben unser Projekt gesehen. Wir sind stolz auf die Ergebnisse und die Schüler haben viel gelernt. Sie werden nachhaltiger mit der Energie umgehen und vielleicht später bewusster auf energiefreundlichen Hausbau achten oder umweltfreundliche Autos kaufen. Die Kinder von heute sind die Gestalter der Zukunft.

Im Wettbewerb bis: September

Erich Kästner Grundschule

Filmpatenschaft / Weltklasse

Neben der täglichen Arbeit an den Themen des Lehrplans halte ich die Erziehung zur Nachhaltigkeit im Umgang mit der Umwelt für sehr wichtig und eine Erziehung zur Toleranz und die Anbahnung eines Politik und Demokratieverständnisses. Das zweit durchgeführte Projekt bezieht sich auf die Erziehung zur Toleranz und deines Grundverständnisses zur Demokratie. Gerade jüngere Schulkinder sind dafür noch offen und empfänglich. Im Rahmen des Filmfestivals „Goldener Spatz“ kann man sich um eine Filmpatenschaft bewerben. Da ich diese Bewerbung regelmäßig mache, erhalten wir oft nicht so einfache Filmpatenschaften. In diesem Jahr war es der Film „Die Kinder des Lichts“. Es ist ein Film über fünf syrische Kinder die allein durch den Krieg in Syrien irren und das Land des Lichts suchen. Es war ein nicht so einfach auszuhaltender Film mit verstörenden Szenen. Aber durch intensive Gespräche konnten wir viele Dinge erklären. Die Hauptdarsteller des Films kamen aus einem Flüchtlingslager in der Türkei in Grenznähe. Als Klasse beschäftigen wir uns seit der 3.Klasse sehr intensiv mit dem Thema Krieg –Syrien –Flucht und besonders die Rechte der Kinder. Wir haben einen syrischen Jungen in unserer Klasse und er hat auch eine eigene Geschichte. In der 3. Klasse haben wir uns im Rahmen der Aktion Weltklasse! mit zwei Mitschülern aus Syrien übe ihre Flucht unterhalten. Die Entwicklung eines gegenseitigen Verständnisses füreinander halte ich für sehr wichtig, da doch aus den Familien viele Vorbehalte an die Schüler getragen werden. Unser syrischer Mitschüler zeigte ein auffälliges Sozialverhalten, da er traumatisiert war und ohne Sprachkenntnisse in eine fremde Welt kam. Im Laufe der zwei Schuljahre konnten über Projekte die Schüler ein Verständnis entwickeln und sie lernen besonders „Uns geht es gut und wir können etwas verändern und beitragen!“.

Ablauf
1. Wir haben uns zunächst unseren Patenfilm angeschaut und intensiv darüber gesprochen.
2. Danach haben wir uns mit dem Wort „Krieg“ auseinandergesetzt. Wozu sind Kriege da und wer profitiert davon. Durch andere „Projekte“ z.B. den Film: „Tim Thaler“ haben die Schüler schon realisiert wie Waffengeschäfte und Macht funktionieren. Im Rahmen der Filmpatenschaft haben wir noch ein Theaterstück gesehen „AlleDa!“. Ein tolles Stück über die Unterschiede, die Gleichheit der Menschen. Es passte als Rahmen wunderbar zu unserem Filmprojekt.
3. Wir beschäftigten uns dann mit den fünf Hauptdarstellern und ihrer Geschichte und ihren Persönlichkeiten. Dazu haben wir uns auch intensiver mit dem Krieg in Syrien beschäftigt.
Es entstanden für die Ausstellung wieder Gemeinschaftsarbeiten – Lapbooks.
4. Wir haben einen Mitschüler in der Klasse, er konnte sich nur schwer auf das Thema des Films einlassen. Er hat eine sehr festgelegte und ausgeprägte Meinung zu den Themen des Films. Er konnte sich fast nicht auf das Projekt einlassen, aber er hat einen Beitrag geleistet. Er hat einen Fluchtkoffer zusammengestellt. Das war für ihn ein großer Schritt.
5. Als Höhepunkt des Projekts besuchten uns „Macher des Films“. Wir konnten sie befragen und unsere Arbeit mit dem Film zeigen. Sie waren beeindruckt.
6. Zum Festival wurden unsere Lapbooks in einer Ausstellung gezeigt.
7. Wir haben den Filmemachern Briefe übergeben für die fünf Hauptdarsteller. Ein Kind lebt in der Niederlande und die restlichen vier Darsteller warten in der Türkei mit ihren Familien auf das Ende des Krieges. Jason stellt unsere Briefe vor.
8. Was ist für uns „das Land des Lichts“? Ein Syrien nach dem Krieg. Ein Land was wieder aufgebaut werden muss und die Menschen miteinander leben müssen.
9. Da wir uns sehr intensiv im Laufe von zwei Schuljahren mit den Rechten der Kinder beschäftigt haben, passte die Aktion „Weltklasse!“ auch zu unserer Filmpatenschaft. Wir haben an vier Politiker aus Thüringen die Briefe der Aktion „Weltklasse!“ abgeschrieben und versendet. In den Briefen ging es um die Frage, was machen Politiker um Kindern in Krisenzeiten „Das Recht auf Bildung“ zu verwirklichen. An unserem syrischen Mitschüler haben wir erlebt, welche verheerenden Auswirkung drei Jahre ohne Schule und auf der Flucht haben können. Es fiel ihm sehr schwer in Deutschland, in der Schule, in der Klasse anzukommen. Aber gerade diese Projekte führten zu einer Annäherung auf beiden Seiten.
Ein Politiker besuchte und in unserer Klasse. Der amtierende Kultusminister Benjamin Hoff besuchte uns und unterhielt sich mit uns über die Rechte der Kinder.

Im Wettbewerb bis: September

Nibelungenschule

Schöpfung

Bei unserem Projekt beschäftigten sich die Schüler der zweiten Klasse mit dem Thema Schöpfung, Natur und Nachhaltigkeit. Wir begannen damit, unsere eigene Erde in Form eines Kunstprojekts zu gestalten. Dieses Kunstwerk wurde dann an einer starkfrequentierten Stelle im Schulgebäude ausgestellt. Unser Experiment begann… Wie wird das Bild wohl nach 2 Wochen aussehen? Erste Beobachtungen der Schüler ließen noch hoffen. Viele liefen drum herum, trauten sich nicht drüber zu laufen. Die ersten Regentagen hinterließen ihre Spuren auf dem Bild und auch das vorsichtige drüberlaufen ließ nach. Nach 3 Wochen hing das Bild in Fetzen. Die Schüler merkten schnell, dass es in der Schule genauso zugeht, wie mit unserem Bild. Gemeinsam überlegten wir, worauf wir in der Schule achten müssen, damit unsere Schule erhalten bleibt. Wir erarbeiteten ein Projekt für die ganze Schule, welches dann auch von den Kindern der Klasse 2 in allen anderen Klassen (1-9) vorgestellt wurde. Die Klassen werden im nächsten Schuljahr getestet. Sind die Lichter aus? Ist der Müll richtig getrennt?  und lüften die Klassen ihre Säle richtig?. Für jedes richtige Verhalten gibt es Punkte und am Ende werden wir eine Umweltfuchsklasse küren können.

Im Wettbewerb bis: September

Gemeinschaftsschule am Roten Berg

 Die Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“

Im Mai 2017 wurde an der Gemeinschaftsschule am Roten Berg die alljährlichen Europawochen durchgeführt. Das Programm hierzu ist von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich. In diesem Jahr war die Ausstellung „Der Weg der Sinti und Roma“ ein Programmschwerpunkt. Das Besondere an dieser Ausstellung war, dass Schüler*innen der Schule vorher zu Ausstellungsguides ausgebildet wurden. 

Ablauf des Projektes:

Die Ausstellung wurde von dem Landesverband der Sinti und Roma Hessen ausgeliehen. Im Vorfeld kam der Gestalter der Ausstellung an unsere Schule und bildete 10 Schüler*innen der Schule zu Ausstellungsguides aus. Zusätzlich wurde Arbeitsmaterial für die Vor- und Nachbereitung im Unterricht bereitgestellt. Diese Schüler*innen fungierten dann in der Ausstellungszeit als Guides für die einzelnen Klassen, Lehrer*innen, Bürger*innen des Wohngebietes und Gäste.

Da die Ausstellung während der Europawochen an der Schule war, gab es viele Gäste, die diese Ausstellung besuchten. Es gab eine Ausstellungseröffnung mit Vertreter*innen der Sinti und Roma, Vertreter*innen aus Stadt- und Landespolitik und weiteren Gästen. Da in dieser Zeit auch der Titel Europaschule verliehen wurde, konnten auch Gäste aus dem Kultusministerium begrüßt werden. Neben den Klassen der Schule besuchten auch Schüler*innen anderer Schulen die Ausstellung. Auf für die Bewohner des Wohngebietes wurden Möglichkeiten des Besuches geschaffen werden. Die Finissage gestaltete unser Schirmherr bzgl. des Netzwerkes Schulen ohne Rassismus verbunden mit dem Dank an die Schülerguides für ihre geleistete Arbeit.

Für die Guides gab es dann noch eine eigene Abschlussveranstaltung: Thema war das Leben der Familie Weiß, welche in der Region Erfurt lebte und viel Leid in der Zeit des Faschismus ertrugen mussten. In das Projekt war auch die Gedenkstätte „Erinnerungsort Topf und Söhne“ und die Martin-Niemölller-Stiftung involviert.

Im Wettbewerb bis: September

Geestlandschule Kropp 

Aktivpause in der Grund- und Gemeinschaftsschule Kropp – Wir sind aktiv!

Seit Mai 2017 arbeitet die Elternvertretung zusammen mit der Schulleitung und Schülerinnen und Schülern 1x wöchentlich jeden Mittwoch in einem innovativen Projekt, genannt Aktivpause. Die Idee dahinter ist, dass wir Kindern der Grund- und Gemeinschaftsschule in der Pause neue Erfahrungen im Bereich der Motorik und des sozialen Miteinanders klassenübergreifend bieten möchten. Präventiv wollen wir bestimmte Situationen auf dem Schulhof deeskalierend beeinflussen. Kinder spielen normalerweise in den Pausen mit Klassenkameraden oder stehen einzeln herum, zu oft gibt es Reibereien untereinander, die mit in den Unterricht getragen werden. In der Aktivpause bieten wir in einer gelungenen Mischung aus Eltern, Lehrkräften und Schülern den interessierten Kindern zum Beispiel an, einen Rollerparcours zu fahren, sich körperlich auszulasten, Bottle Flip zu lernen, Sprünge mit Seilen zu erlernen, kreative Steinbilder zu malen, zu musizieren und auch mit unseren Schulbegleithunden unter Anleitung Hundememory zu spielen.

Die Pausenangebote werden sehr gut angenommen, die Kinder lernen andere Kinder aus unterschiedlichen Klassenstufen dabei kennen, es kommt zu einem fröhlichen Austausch, soziale Kontakte entstehen über die eigene Klasse hinaus.  Zudem übernehmen ältere Schüler die Verantwortung für einige Projekte. Sie werden selbstbewusster und trauen sich deutlich mehr zu. In einigen Projektangeboten spielen bis zu 50 Kinder gleichzeitig, wie beispielsweise beim Hundememory, bei dem auf leise Kommunikation gesetzt wird. In anderen Projekten spielen die Kinder mit 6-12 Teilnehmern gemeinsam. Jeder darf ausprobieren. Unsere Homepage unter gs-kropp berichtet darüber, ebenso  Kropp-Stapelholm aktuell, ein Amtsblatt unserer Region. Initiiert wurde die Aktivpause von Frau Orrù, der Koordinatorin und Frau Gohlke, der Schulelternbeiratsvorsitzenden, beide sind Ansprechpartner für die Aktivpause. Bei „Schietwetter“ erarbeiten wir gerade einen Alternativplan. Dazu gehört auf jeden Fall ein Vorleseraum, eine Kynopädagogik Ecke, der Musikraum und der Kunstraum.

Im Wettbewerb bis: September

Melibokusschule 

Bilder und Objekte zu "60 Jahre EU"

Die Klasse 3b der Melibokusschule Zwingenberg ist einem Projektaufruf der Zwingenberger Künstlerin Ulrike Fried-Heufel gefolgt und hat sich mit dem Thema „60 Jahre EU“ beschäftigt.

Die Kinder der Klasse 3b mit Ihrer Kunstlehrerin Verena Ränker waren begeistert von der Idee dieses Projekts, gerade in der aktuellen politischen Zeit. Auch die Kinder im Grundschulalter wissen doch mehr über die EU als Erwachsene vielleicht vermute würden und konnten zu Projektbeginn viel Wissen zusammentragen.

Im Kunstunterricht am 9. Juni 2017 folgte die praktische Umsetzung der theoretischen Beschäftigung mit dem Thema Europa – Europäische Union. Zur Unterstützung haben wir uns die Künstlerin selbst eingeladen, die sofort bereit war mitzuwirken:

Alle Länder der EU sollten in einem Kunstobjekt zu einer Gemeinschaft werden. Die Kinder entdeckten das Motto der EU: „In Vielfalt geeint“. So vielfältig wie die Mitgliedsländer der EU, so vielfältig sollte das Kunstobjekt werden und doch die Gemeinsamkeit dabei erhalten bleiben.

Die Idee wurde „geboren“: Für jedes Mitgliedland der EU wurde von den Kindern ein Fähnchen entworfen, die optische Gestaltung des Fähnchen wurde den Kindern überlassen. Auf jede Fahne kam das Motto der EU „In Vielfalt geeint“ in der entsprechenden Amtssprache. Dies war eine besondere Herausforderung, denn nicht jedes Land der EU hat die gleichen Buchstaben, wie wir in Deutschland.

Die entstandenen Fahnen werden nun zu einem Kunstobjekt zusammengefügt. Dieses wird im Oktober dann ein Beitrag einer Kunstaustellung zum Thema „60 Jahre EU“ sein, zu welcher die Öffentlichkeit eingeladen sein wird. Wir sind gespannt, wie unser Beitrag zur Geltung kommen wird.

Im Wettbewerb bis: September

Schule an der Jungfernheide 

Prometeruse

Wir, der Wahlpflichtkurs Naturwissenschaft, möchte sich bewerben. Wir haben uns innerhalb des Kurses in den letzten Wochen im Juli damit beschäftigt, wie man das Leben 2030 für alle lebenswert machen könnte. Wir haben uns selbst auf den Prüfstand gestellt und haben unser Konsumverhalten sowie unseren CO2 Verbrauch analysiert. Wir haben mit dem Projekt „Prometeruse“ herausgefunden, ob und wie sich das Klima verändert. Auch haben wir uns der Frage gestellt, wie wir das Klima stoppen könnten. Hierzu sind wir im HZB gewesen und haben dort Fotosolarzellen konstruiert und überprüft, sogenannte Grätzel-Zellen. Es stellte sich heraus, dass diese zwar ein interessanter Anfang sind, aber noch lange keine Lösung darstellen.

Wir haben das Bundesinnenministerium darauf hin besucht und uns dort mit unserer Lehrerin Frau Knappstein über mögliche alternative Energien informiert und mögliche Probleme bei unterschiedlichen Projekten sowie deren Durchführung erörtert und diskutiert.

Da stellte sich für uns heraus, dass wir selber handeln wollen und müssen und mit unserem Wahlpflichtkurs nicht nur wir Schüler aktiv werden müssen, sondern die ganze Schule und noch viele Menschen mehr. Wenn nicht jetzt wann dann?!

Da es im Leben 2030 aber nicht nur um die Neubetrachtung von Energie geht, haben wir uns aktiv auch intensiver mit unseren Bienen auf dem Schulgelände beschäftigt. Uns wurde klar, dass ein Leben 2030 auch eine stabile Biodiversität benötigt, die für uns und unsere Zukunft wichtig ist. Ökosysteme und Energienutzung sind unsere Projekte und werden es auch in Zukunft weiter sein.

Im Wettbewerb bis: September

Nibelungenschule 

Wir tun was für Bienen

Die Garten-AG der Nibelungenschule in Lampertheim-Hofheim hat bei „Wir tun was für Bienen“ den 3. Platz erreicht. Begonnen hat unsere Arbeit im September letzten Jahres mit einem gnadenlos verwilderten Stück Grund, durchzogen mit Wackersteinen, die im ersten Halbjahr ausgebuddelt wurden und das ganze Beet umgegraben wurde.

Ab Mai 2017 konnten wir dann endlich mit dem Bepflanzen unseres Schulgarten beginnen. Da unsere GartenAG (bestehend aus 4 und 5 Klasse) mit der Arbeit nicht vorankamen, wurde die 6. Klasse und teilweise auch die 7. Klasse für die schwerst Arbeit herangezogen. Jeden Donnerstag in waren gerade die Sechstklässler ganze 4 Stunden im Garten, ob Regen oder Sonnenschein, man konnte sie garnicht von der Arbeit abhalten. Lag vielleicht auch daran, dass der normale Fachunterricht dafür ausfiel. Kurzum, im Garten arbeiteten 16 Kinder (10 6.KLässler und 6 Gatren-AG Kinder) Ich habe im letzten Jahr mit der GartenAG begonnen, da ich mit den Kindern gerne praktisch arbeite. Jedes Jahr  im Frühjahr kaufe ich  Tulpen und Bohnensamen für meinen Unterricht und jedes Mal dachte ich mir, wenn ich doch einen Schulgarten hätte, dann könnte ich mit den Kindern direkt in der Natur arbeiten. Und nun, da ich gesehen habe, wie viel Spaß die Kinder haben, fühle ich mich trotz der zusätzlichen Arbeit darin bestärkt, es auch im nächsten Schuljahr weiterlaufen zu lassen.

Im Wettbewerb bis: September

Ernst - Barlach - Gymnasium 

Umwelt- und Klimaschutztage

Die Schülerinnen und Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums nutzen die Saure-Gurken-Zeit zwischen der Notenvergabe und den Sommerferien vom 10. Juli bis 12. Juli 2017, um sich intensiv mit dem Thema Umwelt- und Klimaschutz zu beschäftigen. In den ersten drei Tagen der letzten Schulwoche gab es am EBG nur ein Thema: Umweltschutz! In 31 Projektgruppen arbeiteten sich die rund 600 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 - 8, sowie 10 und 11 (die Jahrgangsstufen 5 und 9 führten zu dieser Zeit ihre Klassenfahrten durch) in Themen wie z.B. Artenschutz in Amazonien, Energieeffizienz im Alltag, nachhaltiger Konsum und Müllvermeidung, Geothermie und viele mehr ein.

Wenn wir als Gesellschaft erfolgreich gegen den Klimawandel angehen und nachhaltig unsere Umwelt schützen wollen, müssen wir unsere Lebensweise und unser alltägliches Verhalten überdenken und ändern. Das war der Grundgedanke der Umwelt- und Klimaschutztage am EBG. Ein Projekt, welches umfassend über Aspekte des Umwelt- und Klimamschutzes informieren und zur Unterstützung animieren sollte. Nachdem die Schülerinnen und Schüler jahrgangsstufenintern nach persönlichen Vorlieben die einzelnen Projekkurse angewählt hatten, konnte das Projekt am Montag mit der Einarbeitung in das betreffende Thema starten. Es wurden Filme geschaut, Internetrecherchen durchgeführt, kleine Versuche gemacht, etc.. Ziel war es, die am Dienstag stattfindende Exkursion vorzubereiten und bereits Infromationen für die Präsentation des Themas für die Öffentlichkeit am Mittwoch zu sammeln.

Am Exkusions-Dienstag waren die meisten Gruppen in der ganzen Region unterwegs. Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen besuchten die Zoos in Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen und haben sich über den Artenschutz informiert.

Die siebten Klassen erarbeiteten das Thema Nachhaltigkeit und besuchten dazu unter anderem das Wildgehege im Grutholz, einen Lernbauernhof oder das AGARD Naturschutz­haus im Westfalenpark und haben sich die Arbeit vom Repair Café Castrop-Rauxel und DoCas Blinker erklären lassen.

Die achten Klassen beschäftigten sich mit Energieeffizienz und Müllvermeidung/Mülltren­nung und trafen sich in diesem Zusammenhang mit Naturschutzverbänden wie Greenpeace oder dem WWF und der Verbraucherzentrale NRW. Außerdem besuchten sie den Umweltbus der EnergieAgentur NRW, der an diesem Dienstag am EBG Station machte.

Die Oberstufe untersuchte die erneuerbaren Energien, energieeffiziente Technologien und Recycling und besuchte dazu mehrere Lehrstühle an den Universitäten und Fachhochschulen in Bochum und Dortmund, Schülerlabore, eine Photovoltaikgroßanlage oder das Museum Strom und Leben im Umspannwerk Recklinghausen.

Am Mittwoch wurden die Ergebnisse zu aussagekräftigen Plakaten zusammengestellt und in der Aula und Pausenhalle des EBG ausgestellt, so dass sich jeder die Ergebnisse der anderen Gruppen intensiv anschauen konnte. Neben den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern, waren auch die Eltern der Kinder eingeladen, sich die Ausstellung anzuschauen.

Das Feedback war durchweg positiv. Die Vielfältigkeit der ausgestellten Plakate war enorm und man konnte im Detailreichtum und der liebevollen Gestaltung der Plakate den Enthusiasmus der Schülerinnen und Schüler erkennen. Es konnte sich über den Klimawandel und seine Folgen, den Lebensraumschwund und seine Folgen für die Menschen, Tiere und Pflanzen, bedrohte Tierarten und den Schmuggel dieser, das Potential erneuerbarer Energien, die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik, die Bedeutung des Energie­effizienz­labels, die Bedrohung der Bienen durch die Landwirtschaft und vieles mehr informiert werden. Die Schülerinnen und Schüler haben in den drei Tagen eine rundum interessante, aussagekräftige und lehrreiche Ausstellung mit einer enormen Themenvielfalt geschaffen.

Im Wettbewerb bis: September

Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried 

Ruheoase

Innerhalb unserer Schule, der „Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried“, kurz IGMH, mit ca. 1600 SchülerInnen und täglich ganz viel Action gemeinsam  für SchülerInnen und LehrerInnen eine kleine Ruheoase zu schaffen – das war unser großes Ziel… Und seit Freitag, dem 21. Juli 2017 können wir stolz sagen: Es ist geschafft! :) EXTRA-KLASSE! ;)

Da uns hierfür zum einen kaum Gelder zur Verfügung standen (die SMV und das Schulcafé übernahmen die Ausgaben für Maschinen, Werkzeuge und die Polsterauflagen) und zum anderen angesichts zunehmender Vermüllung und achtlos Weggeworfenem in und um unsere Schule herum seit langem schon die Idee des „Upcyclings – aus ALT mach NEU“ in unseren Köpfen spukte, haben wir im vergangenen Schuljahr auf den Impuls von Nathalie Kersten hin losgelegt. In Arbeitsgemeinschaften  mit freiwilligen Teilnehmern aus den Klassen 7 bis 9 wurde wöchentlich überlegt und geplant, wie man diesen Hof, der umgeben von drei Zeichensälen und unserem Schulcafé die besten Voraussetzungen für solch ein Projekt bietet, mit alten Materialien – Paletten, Hölzern, Stoffen, Schrauben, etc.  – umgestalten und „upcyclen“ könnte.  Wie man ihn zu einem Lebens- und Ruheort inmitten einer lauten, aktiven, quirligen Schule wie der unseren umgestalten könnte.

So richtig aktiv ging es dann in den letzten drei Monaten – von Mai bis Juli – zur Sache:

Es wurde gejätet, gesägt, geschliffen, gebohrt, geschraubt, gemalt, genäht und geputzt wie verrückt – um unseren Innenhof am Ende des Schuljahres und zum Ende unserer Projektwoche vom 17. Juli bis 21. Juli einweihen zu können.  Unterstützung bekamen wir von der Garten-AG um Michael Seifert, welche die Voraussetzungen für einen überhaupt begehbaren Hof schuf:  Altes und morsches Holz wurde entsorgt; es wurde gerodet; Pflanzen wurden beschnitten, etc.

Anfang  Mai wurden in einer ersten Aktion an einem Freitag gemeinsam mit AG-SchülerInnen und einem Teil der Klasse 9h mit Unterstützung eines FH-Studenten aus Rosenheim die ersten Sitzmöbel gefertigt. In den folgenden Wochen kamen weitere Tische in klein und groß hinzu. Alte Metallstühle wurden wieder entdeckt und geputzt. Die AG um Nathalie Kersten nähte bunte Kissenbezüge aus alten Stoffen und KollegInnen, Familie und Freunde spendeten die eine oder andere Palette, Schrauben, Hölzer, Schleifmittel, etc.

In der Projektwoche Mitte Juli wurde schließlich das große Projekt „DIE BAR“ umgesetzt  - wieder mit 11 Schülerinnen und  Schülern aus den 9ten Klassen und fünf Fünftklässlern, die sich das Projekt „Alles paletti: Aus Alt mach Neu im Innenhof“  ausgewählt hatten.  Zudem wurden Bänke und weitere Couchtische gebaut, Schilder aus Palettenresten gebastelt, Windlichter geschaffen, alte Teller bemalt; etc. Und das mit ganz viel Herzblut, Eigeninitiative, Durchhaltevermögen, Kreativität, Energie und Spaß…

Fachübergreifend wurde über gesellschaftliche Aspekte der Müllproduktion und –entsorgung als auch die Wiederverwertbarkeit von Dingen gesprochen; Technik und Arbeitslehre schufen Grundlagen für den Bau und die Gestaltung von Holzmöbeln; die Kenntnisse und  Fertigkeiten aus dem Kunstunterricht ermöglichten ästhetisches Arbeiten und kreatives Gestalten. Dem Projektgedanken folgend haben die SchülerInnen hierbei sehr viel selbst entschieden, demokratisch miteinander ausgehandelt, sich ihre Zeit selbst eingeteilt, und miteinander im Team agiert. Das Ergebnis, so denken wir, kann sich sehen lassen (siehe Fotos im Anhang) und wird meist wiedergespiegelt im Lächeln vieler unserer Kids, die in der Mittagspause auf den Sesseln und Bänken vorzufinden sind – entspannt, „gechillt“ und ins Gespräch miteinander vertieft.  Ab und an kommt auch ein Lehrer oder eine Lehrerin vorbei, die Kaffeetasse in der Hand und lächelnd…

Im Wettbewerb bis: September

Städtische Realschule Lünen-Brambauer 

Lesenacht

Unsere Gemeinschaftshauptschule ist eine Ganztagsschule und  neben der Vermittlung von Wissen in den einzelnen Fächern, auch in den MINT-Fächern, ist unser Anliegen die SuS auf das Leben vorzubereiten. Der Erziehungsauftrag ist uns sehr wichtig, weshalb wir neben sprachsensiblem Unterricht die kleinen Lerngruppen auch noch mit 2 Lehrern besetzen. Mit unserem Konzept versuchen wir als Lehrer näher an die Kinder / Jugendlichen zu kommen, ihr Ansprechpartner zu sein und somit schneller zu erkennen wo ihre Stärken / Schwächen liegen.

Zum Abschluss des Schuljahres 2016 / 17 haben sich die SuS der Klasse 5a eine Lesenacht in der Schule gewünscht und nach Absprache mit der Schulleitung, dem Hausmeister und einer Kollegin war die Planung in vollem Gange.

Zu der Übernachtung gehörte auch die selbstständige Verpflegung und dementsprechend haben die Schüler und Schülerinnen auch eigenständig gekocht. Die einzige Voraussetzung war die Verwendung von gesunden Lebensmitteln, deshalb gab es unter anderem auch keine Limonaden usw.. Abends ging es nochmal raus vor die Schule zu sportlichen und gemeinschaftlichen Aktivitäten, bevor es in den vorbereiteten und gemütlichen Musikraum und zu den Schlafsäcken ging. Nach Mitternacht gab es eine Nachtwanderung mit Taschenlampe durch die Schule und das zufällige Treffen mit dem Wachmann. Hierbei waren die SuS und auch die Lehrer sehr angespannt aber auch neugierig.Das Ziel dieser Veranstaltung war die Klassengemeinschaft der SuS zu fördern. Deshalb auch das absolute Handyverbot.

Im Wettbewerb bis: September

Bernard Overberg Schule 

SMS

Mit dem Prinzip des Peer-Coachings verhelfen „Sprachscouts“ der Bernard Overberg Schule ehrenamtlich, Kindern mit Zuwanderungsgeschichte zu einem besseren Sprachvermögen und -verstehen. Über diesen Ansatz erfolgt langfristig gesehen nicht nur Leseförderung, sondern auch die Stärkung der Lesekompetenz. Letztendlich tragen die Sprachscouts damit auch zur Integration der geförderten Kinder bei.

In einem Workshop lernten die Schüler/innen ihren Aufgabenbereich kennen und erlangten Grundkenntnisse zu folgenden Themen:
• Den Aufgaben eines Sprachscouts
• Den Fähigkeiten eines Sprachscouts
• Dem Sprachkonzept „elleressemenne“
• Den Voraussetzungen für ihren Einsatz

Nach dem Workshop nahmen sie an einer wöchentlichen Arbeitsgemeinschaft teil, in der sie Methoden und Übungen für ihren Einsatz kennenlernen und selbst Übungen entwickelten.
Nach dieser Grundausbildung begann der Einsatz in der Kita oder im Offenen Ganztag der Grundschule. Die Sprachscouts arbeiteten in der Regel im 2er-Team einmal wöchentlich für 60-90 Minuten.
In weiteren Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft erarbeiteten die Sprachscouts weitere Übungssequenzen, reflektierten ihre Arbeit und berieten über aktuelle Themen.
Die Sprachscouts wurden von ihrer Projektbetreuerin bei ihren Einsätzen stellenweise auch besucht. Dabei erfolgte auch der Austausch mit den Einrichtungen.
Als abschließende Aktion planten die Sprachscouts das Sprach-Kultur-Fest zu dem nicht nur alle Schüler der Bernard Overberg Schule, sondern auch die betreuten Kinder aus den Kindertagesstätten und Grundschulen herzlich eingeladen waren.
Die Sprachscouts entwickelten Mitmachaktionen, Spiele und Übungen rund um „Sprache und Kultur“ für die Kinder. Unterstützt wurden sie durch Angebote einzelner Klassen. Abgerundet
wurde das Angebot durch eine „Kulinarische Meile“ auf der selbstgemachte internationale Spezialitäten angeboten wurden.
So hatten über 150 Kita- und Grundschulkinder viel Spaß und freuten sich über ein Wiedersehen mit „ihren“ Sprachscouts in der „großen“ Schule.
Bei dem Sprach-Kultur-Fest erhielten die Sprachscouts auch ihre Zertifikate für ihren ehrenamtlichen Einsatz in den Einrichtungen.

Im Wettbewerb bis: September

Felix-Fechenbach-Gesamtschule 

Vom Hohlziegel zum Fabelwesen

Bereits zum 18. Mal findet dieses Jahr der Schüleraustausch der Felix-Fechenbach-Gesamtschule Leopoldshöhe mit unserer polnischen Partnergemeinde Mysłakowice/ Niederschlesien statt. 14 Schülerinnen und Schüler aus dem 7. Jahrgang haben für eine Woche im Mai einen polnischen Gast aufgenommen.

Am 18.05.2017, unserem ersten gemeinsamen Tag, fuhren wir in das Ziegeleimuseum nach Lage/Lippe. Dort erhielten wir zunächst eine interessante Führung über das Gelände der ehemaligen Ziegelei. Außerdem durften wir Werke des Bildhauers Herbert Grützner bewundern.

Anschließend begann unser Workshop: Wie Grützner auch, so durften wir aus Lehmziegeln eigene Plastiken bauen. Je zwei deutsche und zwei polnische Schüler bildeten ein Team und entwickelten ihre Skulpturen. Dazu erhielt jeder Schüler einen Hohlziegel, den er mit den anderen stapelte, zerschnitt, verformte und mit Lehm verstrich, bis alle mit dem Ergebnis zufrieden waren. Weil die deutschen Schüler kein polnisches Wort sprachen und die Polen erst wenig Übung im Deutschen hatten, mussten wir uns auf andere Weise verständigen. Es wurde viel gelacht und erste Wörter in der fremden Sprache kennengelernt.

Das Werken und Matschen mit Ziegeln und Lehm machte allen großen Spaß, und es sind dabei erstaunliche Kunstwerke herausgekommen. Im August werden unsere Werke sogar im Ausstellungsgebäude der Ziegelei der Öffentlichkeit präsentiert.

Wir waren begeistert, wie schnell wir uns über die kreative Beschäftigung näher gekommen sind, und freuen uns schon auf unseren Gegenbesuch im September in Polen.

Bis dann, na razie!

Im Wettbewerb bis: September

Integrierten Gesamtschule Solms 

Verfilmung von Tierfabeln

Das Projekt war fächerübergreifend und fand an schulischen und außerschulischen Lernorten statt. Nachfolgend wird das Vorgehen stichpunktartig skizziert:

 - Zunächst wurden im Kunstunterricht von den SuS eigene Tierfabelmasken gebastelt, die sie während der späteren Verfilmung trugen.

- Sie bekamen einen Einblick in die verschiedenen Kameraperspektiven und Einstellungsgrößen, indem Mitarbeiter des Offenen Kanals Gießen vor Ort waren.

- Im Musikunterricht wurde ein zweistündiger Exkurs zum Thema "Wirkung von Filmmusik" durchgeführt.

- Die SuS fertigten eigene Storyboards und Drehbüchern (z.T. kreativ) zu von ihnen ausgewählten Fabeln im Deutschunterricht an.

- Vor der Verfilmung übten die SuS in der schuleigenen Aula das Schauspielern mit Mitgliedern der Theater-AG der Schule.

- In der Projektwoche besuchten die SuS vier Tage den Offenen Kanal Gießen und verfilmten ihre Fabeln "professionell".

- Zum Abschluss besuchten die SuS die Phantastische Bibliothek in Wetzlar, wo sie zum ersten Mal alle fertigen Produkte sahen. Sie bewerteten die Filme und am Ende wurde der besten Gruppe ein Oscar (mit Marmorsockel) verliehen.

- Schließlich liefen die Filme im Programm des Offenen Kanals in Gießen und sind aktuell in der dazugehörigen Mediathek zu finden.

Im Wettbewerb bis: September

Freiherr-von-Ickstatt Realschule 

Energie zum Anfassen

„Energie steckt in allem-sogar in dir selbst!“ Mit diesem Satz begann die Führung durch den Energiepark Pfaffenhofen und endete mit dem Hinweis: „Die umweltfreundlichste Energie ist diejenige, die nicht benötigt wird.“

An unterschiedlichen Mitmach-Stationen konnten die insgesamt 124 Schülerinnen und Schüler die Funktionsweise und die Hintergründe zum Thema „Erneuerbare Energie“ erkunden. Dabei lernten sie einiges über die Nutzung der Wasserkraft, sie erfuhren wie aus Sand und Sonne Strom „erzeugt“ wird und warum einige Pflanzen auch „Powerpflanzen-unsere grünen Sonnenspeicher“ genannt werden. Auch die „Windenergie“ wurde nicht nur angesprochen, sondern konnte experimentell von den Schülerinnen und Schülern nachgewiesen werden.

Eines der Highlights war das drehbar gelagerte, mit einer Photovoltaikanlage ausgestattete Dach eines kleinen Häuschens, welches es ermöglichte, die in elektrische Energie umgewandelte Sonnenenergie, je nach Sonneneinstrahlung, zu „variieren“. 

Begleitet wurde dieses Projekt von Herr Muthig, einem der Initiatoren des Energieparks, und von Herr Herschmann, dem Vorsitzenden des Energie- und Solarvereins Pfaffenhofen e. V.

Das gelungene, sehr informative und interessante Projekt fand großartige Resonanz, nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern, sondern auch bei den begleitenden Lehrkräften.

Im Wettbewerb bis: September

Realschule Bogen 

My Fair Lady

Am Freitag, 14.07.2017 erlebten fast vierzig erwartungsvolle Schülerinnen und Schüler der Ludmilla-Realschule in Bogen die Inszenierung des Musicals „My Fair Lady“ (in deutscher Sprache bzw. fränkischem Dialekt) von Frederick Loewe. Begleitet von zwei Lehrkräften und neun interessierten Schülermamas ging es mit dem Bus zum Staatstheater Nürnberg. Dort konnten die Mädchen und Jungen erste Eindrücke von einem Sinfonie-Orchester, Operngesang, Bühnenbild, komplizierter Bühnentechnik und vielem mehr sammeln.
In den Wochen zuvor wurde die Musicalfahrt im Rahmen des Unterrichts entsprechend vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufen erstellten in einem mehrwöchigen (Mai-Juli 2017) gemeinsamen Unterrichtsprojekt der Fächer Musik und Kunst ein eigenes Lapbook zum Thema Orchesterinstrumente. Bewertet wurden die korrekte Schreibweise der Fachbegriffe, die richtige Zuordnung der Instrumentenbilder zur jeweiligen Instrumentenfamilie und natürlich die optische Gestaltung. Viele Schüler bauten Zentangle (= Methode, schöne Bilder mit Hilfe strukturierter Muster zu zeichnen) in ihre Lapbooks ein, die an die Ornamentik des Jugendstils erinnern – das Musical „My Fair Lady“ spielt ja im Jahr 1910, der Zeit des Jugendstils. Mehrere Schülerlapbooks sind im Bildanhang abgedruckt.

„My Fair Lady“ war das große Projektthema im Musikunterricht der fünften und sechsten Jahrgangsstufen in den Wochen nach den bayerischen Pfingstferien. Spielerisch erfuhren die knapp 200 Schülerinnen und Schüler dieser beiden Jahrgangsstufen den Musicalinhalt. Quizfragen zum Musical mussten an Hand eines vorgegebenen Textes bzw. im Internet recherchiert werden. Mit Hilfe der PLICKERS-Methode konnten nicht nur - wie meist üblich – einzelne Schüler ihre Lösungen mündlich vortragen, sondern alle Schüler ihre Lösungen über die PLICKERS-Abstimmkarten abgeben. Diese motivierende onlinebasierte Abfragemöglichkeit ermöglicht auch eine sofortige Auswertung der Ergebnisse (siehe Bildanhang), die mit weiterführenden Informationen durch die Musiklehrkraft ergänzt wurden.

Besonders beliebt bei den Schülern waren die Musikstunden im Computerraum. Das kostenlose Audio-Editorprogramm Audacity und seine vielen Effektmöglichkeiten lernten die Schüler anhand des Liedes „Bringt mich pünktlich zum Altar“ kennen. Sie durften einzelne Passagen herausschneiden und beispielsweise mit Hall-Effekten „verschönern“, oder anhören, wie das Stück wohl rückwärts klingt. Nebenbei lernten sie die Melodie dieses Musicalsongs so gut kennen, dass es von den Schülern in der Folgestunde beim gemeinsamen Singen im Musiksaal sofort wiedererkannt wurde.
Mit dem Sequenzerprogramm Magix Music Maker arbeiteten immer zwei Schüler gemeinsam an von der Lehrkraft vorgegebenen Aufgaben. Das den Schülern vorgelegte Hörbeispiel „In der Straße, mein Schatz, wo du lebst“ musste mit einer Bilderfolge unterlegt werden, die passend zum Liedtext sein sollte. Im Rahmen eines Medienkompetenztrainings lauschten die Schüler interessiert, WELCHE Bilder aus dem Internet jederzeit verwendet werden dürfen und bei welchen Bildrechte zu beachten sind. Auch hier lernten die Schüler neben dem kompetenzorientierten Umgang mit digitalen Medien ein weiteres Musicalstück kennen.

Das bekannteste Stück aus dem Musical „My Fair Lady“ ist „Es grünt so grün“. Dieses Lied wurde den Schülern in zerstückelter und vertauschter Reihenfolge der einzelnen Sequenzen
als Magix Music Maker-Datei vorgegeben. Mit Hilfe des als Audacity-Datei vorliegenden Original-Hörbeispiels sollten die Schüler die einzelnen Hör-Puzzle-Teile zu einem Gesamtstück in richtiger Reihenfolge zusammenbasteln. Das häufige Anhören und Überprüfen führte dazu, dass ein Schüler am nächsten Tag meinte, dass er einen richtigen Ohrwurm hat – den ganzen Nachmittag hat er „Es grünt so grün“ vor sich hingesungen.

Die pädagogischen Ziele dieses Projekts waren vor allem das Kennenlernen eines Musicals und einzelner Songs aus dem Musiktheaterstück, sowie die Instrumente eines Sinfonie-Orchesters und ihre zugehörigen Instrumentenfamilien. Bei der Lapbookerstellung waren die Schüler kognitiv, affektiv und psychomotorisch gefordert. Ein kognitiver Lernfortschritt sollte sich durch die eigene (Internet-)Recherche und anschließende fachlich korrekte Darstellung der Instrumentenfamilien ergeben. Eine optisch ansprechende Arbeit abzuliefern, diese verziert mit Ornamenten und Zentangle-Bildern, zählt zu den affektiven Lernzielen. Viele kreative Ideen, der Einsatz von Schere und Kleber, der technisch versierte Umgang mit dem PC bei der Internetrecherche nach Bildern (z.B. auf der Internetseite von www.pixabay.com) oder mit den Musikprogrammen Audacity und Magix Music Maker können zu den psychomotorischen Fähigkeiten gezählt werden.
Inhaltlich gut gerüstet erlebten wir eine wunderbare Musicalaufführung. Hin und wieder drehten sich Schüler, die einer Reihe vor mir saßen, während der Aufführung zu mir um und lächelten freudig, wenn sie wieder eines der aus dem Musikunterricht bekannten Songs wiedererkannten.

Im Wettbewerb bis: September

Schule an der Altmühl 

Wir in einer Fotostory!

In dem sonderpädagogischen Förderzentrum "Schule an der Altmühl" in Eichstätt wurde vom 03.07. bis 10.07.2017 in der Klasse 5/6g eine Fotostory zum Thema Freundschaft erstellt. Das Projekt umfasste 12 Unterrichtsstunden. Die insgesamt 14 Schüler haben in zwei Gruppen ausgehend von einem literarischen Text verschiedene Storyboards entworfen und mit diesen ein Fotoshooting gestaltet. Ihre jeweiligen Rollen und Drehorte, Requisiten und Materialien haben sie sich mit Hilfe der Lehrkraft selbst organisiert. Anschließend haben sie die Fotos digital bearbeitet und verändert sowie eine Powerpoint-Präsentation dazu entworfen. Das Projekt wurde anschließend im Klassenzimmer vorgeführt und auf Plakaten im Schulhaus ausgestellt.
Das Projekt wurde von der Referendarin in der Klasse organisiert und angeleitet, die zum Ziel hatte, die Kooperationsfähigkeit in der Klasse zu fördern. Somit waren vor allem soziale Kompetenzen als auch Medienkompetenz gefragt. Beide Gruppen in der Klasse haben das Projekt insgesamt als sehr positiv erlebt und haben sich über sehr über die positiven Rückmeldungen der anderen Schüler gefreut, als ihre Plakate im Schulhaus ausgestellt wurden. Sie waren stolz auf ihre Ergebnisse und haben auch das Produkt der jeweilig anderen Gruppe geschätzt.

Im Wettbewerb bis: September

Kurt-Tucholsky-Schule 

Handyführerschein für Senioren

Die Projektziele sind der Austausch zwischen jüngeren und älteren Menschen und der Abbau von (beiderseitigen) Berührungsängsten und Vorurteilen gegenüber unterschiedlichen Generationen. Darüber hinaus stärken die Schüler*innen ihre Kommunikations- und Demokratiekompetenz und erkennen ihre Selbstwirksamkeit in einer Zivilgesellschaft.

Umsetzungsphase
Die Schüler*innen eines 10. Jahrgangs haben sich im Rahmen des Faches Wirtschaftslehre in den Themenbereichen „Jugendliche in einer sich wandelnden Gesellschaft“ und „Medienkompetenz“ mit den Betriebssystemen „android“ und „ios“ von Smartphones auseinandergesetzt und die Nutzungsmöglichkeiten der Smartphones auf die Bedürfnisse älterer Menschen heruntergebrochen.
Die Schüler*innen haben reflektiert, welche Nutzungsmöglichkeiten der Handys für Senioren von Bedeutung sind. Anschließend wurden Power Point Präsentationen zu folgenden Grundfunktionen von den Schüler*innen in Zweier- und Dreierteams erarbeitet: Tastenfunktion/Display, Adressbuch, Telefonieren, SMS, Internetnutzung, Apps, Whatsapp, Kalender/Wecker/Erinnerungsfunktion, Fotos.
In einer Generalprobe haben die Schüler*innen ihre Präsentationen bewertet und abgestimmt, welche bei der Veranstaltung mit den Senioren zum Einsatz kommen sollen. Außerdem entwarfen die Schüler*innen einen Handyführerschein und designten Namensschilder. Die Veranstaltungen wurden im AWO Stadtteilcafé des Servicehauses Sandberg und im Alten Heizwerk außerhalb der Unterrichtszeit durchgeführt.

Projektidee und Projektentwicklung
Die Kurt-Tucholsky-Schule plante mit der AWO Flensburg, dem Netzwerk Tarup und der Fachstelle 50+ der Stadt Flensburg ein Mehrgenerationenprojekt zum Thema Medienkompetenz (Umgang mit dem Handy). In diesem Lernen durch Engagement Projekt führten die Schüler*innen die Senioren in die Grundfunktion eines Handys ein und zeigten den Teilnehmer*innen die Nutzungsmöglichkeiten ihres Handys. Dies geschah durch die Power Point Präsentationen der Schüler*innen und insbesondere dadurch, dass die Schüler*innen in einer 1-zu-1 Beratung auf die Senioren zugegangen sind und diese individuell beraten haben.
Aufgrund des großen Erfolges der ersten beiden Veranstaltungen und der weiterhin großen Nachfrage nach einer Folgeveranstaltung haben die Schüler*innen selbständig einen Flyer kreiert, gedruckt und in mehreren Anlaufstellen ausgelegt.
Für eine dritte Veranstaltung wurden die Senioren in die Schule eingeladen, um neben der 1-zu-1 Betreuung in einem anschließenden gemeinsamen Imbiss generationsübergreifend zum Thema „Schule heute und früher“ mit den Senioren ins Gespräch zu kommen. Für diese Veranstaltung haben die Schüler*innen selbständig das Catering organisiert, indem sie sowohl Einkaufslisten erstellt, die Einkäufe organisiert als auch die Speisen und Getränke zubereitet und angerichtet haben.
In dieser positiven Atmosphäre gelang es den Schüler*innen, Hemmschwellen bei den Senioren und Ängste beim Umgang mit dem Internet abzubauen und mit großer Geduld auf die vielen Fragen der Senioren einzugehen.
Kurt-Tucholsky-Schule ∙ Richard-Wagner-Str. 41 ∙ 24943 Flensburg
Da die Nachfrage sehr groß und die Wartelisten für diese Veranstaltung sehr lang waren, führten die Schüler*innen im Mai und Juni weitere Veranstaltungen „Handyführerschein für Senioren“ in der Schule durch.
Die Schüler*innen beteiligten sich mit diesem LdE Projekt an dem Wettbewerb „Doing good challenge“ und wurden mit dem 1. Platz ausgezeichnet.

Lernen durch Engagement
Lernen durch Engagement (LdE) ist eine innovative Lehr- und Lernform, die fachliches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement verbindet. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich für das Gemeinwohl ein und engagieren sich im sozialen, politischen, kulturellen, ökonomischen oder ökologischen Bereich und wenden dabei die Lehrplaninhalte praktisch an. So verstehen sie zum einen die Relevanz des schulischen Lernens, übernehmen Verantwortung und tun etwas für andere Menschen und für die Gesellschaft.
Die Kurt-Tucholsky-Schule ist seit 2012 Netzwerkschule der Freudenberg-Stiftung „Lernen durch Engagement“ und führt regelmäßig Projekte nach den Qualitätsstandards von Lernen durch Engagement – Service Learning (LdE) durch. Seifert/Zentner und Nagy (Praxisbuch Service-Learning. „Lernen durch Engagement“ an Schulen. Weinheim und Basel: Beltz. 2012, S. 14) führen sechs Qualitätsstandards auf, die für solche Projekte kennzeichnend sind: Realer Bedarf, Curriculare Anbindung, Außerschulischer Lernort, Partizipation, Reflexion, Abschluss und Anerkennung.

Im Wettbewerb bis: September

Grundschule Adelby 

Klimaprojekt

In unserer Schule wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder frühzeitig lernen, ihr Handeln zu durchdenken und die Verantwortung hierfür zu übernehmen. Sie bestimmen den täglichen Schulalltag entscheidend mit. Dies wird im sozialen Miteinander z.B. dadurch deutlich, dass die Kinder regelmäßig im Klassenrat oder Schülerparlament zusammenkommen, eine Schüleraufsicht die Lehreraufsicht unterstützt und ausgebildete Schüler-Streitschlichter als Ansprechpartner für die Kinder zur Verfügung stehen. `Extra-Klasse´ fanden wir aber unsere Aktionen, die gezielt im vergangenen Vierteljahr zum Thema `Klimaschutz´ und `Nachhaltigkeit´ stattfanden. Inspiriert durch den Klimapakt der Stadt Flensburg mit dem Ziel, den CO²-Ausstoß zu senken, stellten wir drei Klimasäulen (Foto) für unsere Schule auf, im Rahmen derer sich verschiedenste Projekte ansiedelten.

Wir nahmen am angesprochenen Projekt der Stadt Flensburg teil, indem wir dafür Punkte sammelten, dass wir zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kamen. Hierfür wurden wir, gemeinsam mit anderen Schulen, im Juni ins Rathaus eingeladen. Wir forschten im Mai/Juni in einem schulübergreifenden Projekt mit der benachbarten Kurt-Tucholsky-Gemeinschaftsschule zur Solar- und Windenergie, wobei unsere Grundschüler von Zwölftklässlern der Gemeinschaftsschule angeleitet wurden 

Wir wurden unterstützt durch Projekte, für die wir uns beworben hatten, z.B. durch den `Forschungsexpress´ des IPN Kiel, welcher unter chemischen Gesichtspunkten mit einigen Klassen zu Themen, wie z.B. Energie, CO², Wasser, etc. forschte und für uns Lehrer eine Fortbildung zu den Themen `Plastik´ und `Stärke´ durchführte (Foto). Weiterhin wurden wir unterstützt von den `Küstenwächtern´ der `Lighthouse foundation´, die uns Material zum Erforschen unseres Küsten-Lebensraums zur Verfügung stellten und als Ansprechpartner für uns da waren. Wir überlegten, was wir in der Schule tun können, um zum Klimaschutz beizutragen und gründeten einen neuen `Schüler-Chefposten´, nämlich den Energie-Chef. Wir bekamen die Chance, einen in sein natürliches Bett zurückgeführten Bach in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule zu erforschen, als Lernraum zu nutzen, die Entwicklung zu beobachten und eine Patenschaft hierfür anzubahnen. Hierbei wurden wir intensiv von ehrenamtlich tätigen Helfern aus dem Umfeld unterstützt. Zuletzt bekamen wir die Chance, eine brachliegende Fläche neben der Schule zu einer Wildblumenwiese umzugestalten. Hierzu pflügten wir, ebenfalls mit ehrenamtlicher Unterstützung eines Bauern aus dem Ort mit seinem Traktor, den Boden, eggten ihn, säten und walzten. Mittlerweile blühen bereits zahlreiche Blumen und bieten eine Nahrungsgrundlage für Insekten und für unsere Kinder einen weiteren tollen Lernraum.

Mitte Mai fand für die ganze Schule eine Projektwoche zum Thema `Klasse Klima´ statt, während der alle Klassen klassenübergreifend zu verschiedensten Umwelt-Themen arbeiteten. Es wurden Müllentsorgungsbetriebe besucht, Müll gesammelt und getrennt, aus Müll Neues und Schönes gestaltet, es wurden Ausflüge in die nähere Umgebung unternommen, die den Lebensraum der Kinder bewusster machten und den Schutzaspekt somit umso bedeutsamer. Es wurden Solarautos gebaut und auf verschiedene Arten alternative Energieformen erforscht. Die Projektwoche schloss für die ganze Schule Ende Mai mit einem Vortrag des Meeresbiologen und Forschungstauchers Robert Marc Lehmann ab, den uns der Förderverein der Schule `schenkte´ und der bei allen Kindern und Lehrern durch seine Intensität einen extrem bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Herr Lehmann zeigte auf sehr unterhaltsame Weise Bilder, dokumentierte und erzählte, so dass jeder gebannt zuhören musste.

In der folgenden Zeit bis zu den Sommerferien lief das Projekt auf unterschiedliche Art und Weise klassenintern in verschiedenen Bereichen des Unterrichts weiter. Ich kann für meine Klasse berichten, dass die täglichen Möglichkeiten des Klimaschutzes (wiederverwertbare Trinkflasche, weniger Plastik in der Brotdose, Licht aus, mit dem Fahrrad fahren, Müll trennen…) in den Köpfen der Kinder viel Raum fanden. Aufbauend auf dem Vortrag Lehmanns lasen wir die Lektüre `Sams Wal´ im Deutschunterricht und arbeiteten zu Walen und Delfinen im HWS-Unterricht. Wir machten uns die Müllproblematik im Meer bewusst und gestalteten eine entsprechende Collage (Foto), so dass sich das Thema `Klimaschutz´ wie ein roter Faden bis zum Ende des Schuljahrs durch den Unterricht zog.

Wichtig war und ist uns, dass durch diese intensive Arbeit alle Kinder für sich den Eindruck gewonnen haben: „Wir können unseren Lebensraum schützen, wir können mithelfen, etwas zu tun und somit etwas bewegen!“

Im Wettbewerb bis: September

Oberschule Velten 

Honigfest

Am Freitag, 14. Juli 2017, fand unser diesjähriges Honigfest statt. An verschiedenen Stationen konnten sich alle Schüler/innen der Schule nicht nur mit dem Thema "Honig", sondern auch mit anderen "Naturthemen" beschäftigen. Es wurden Kräuterquarks, Lippenbalsam und Blumenkränze hergestellt. Alkoholfreie Mixgetränke, Fleischspieße und Kuchen, die alle mit Honig verfeinert waren, wurden zum Verkauf angeboten. Honig wurde frisch aus den Waben geschleudert, in Gläser abgefüllt, verkostet und verkauft. Künstlerisch wurde sich im Bereich Musik und Wachsmalerei mit dem Thema "Bienen" auseinandergesetzt.
Das Wetter spielte mit und somit wurde das Fest ein voller Erfolg. Marvin, der als "Bienchen" stundenlang in dem Kostüm unterwegs war, kam ganz schön ins Schwitzen, aber er hat tapfer durchgehalten. Dank an die Stadtwerke Velten, die uns das Kostüm kostenlos zur Verfügung stellten.
Das Fest war der Höhepunkt eines Arbeitsjahres mit unseren Schulbienen.

Im Wettbewerb bis: September

Otto-Graf-Realschule  

Ozeane und Meere in Gefahr

Die 7c der Otto-Graf Realschule in Leimen hat sich seit März 2017 bis Juni 2017 in verschiedenen Arbeitsblöcken mit dem Thema „Plastik – aufwachen, verstehen, denken, handeln…“ auseinandergesetzt. Aus aktuellem Anlass, das Jahr 2017 ist das Wissenschaftsjahr der Meere und Ozeane, beschäftigten sich 29 Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin in Gruppen mit der Plastikherstellung, dem Plastikkonsum, dem Vorkommen von Plastik im Meer, dessen Auswirkungen und schließlich mit der Frage, was jeder einzelne von uns tun kann. Abschließend untersuchten wir am 21.06.2017 dazu einen Flussabschnitt des Neckars auf Mikroplastikvorkommen im Wasser und Müllverschmutzung der verschiedenen Uferzonen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Strömungsgeschwindigkeit von den Schülern ermittelt, Anwohner zum Thema „Plastikmüll“ interviewt und die Tier- und Pflanzenwelt am Neckar erkundet.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler die Bilder von Seevögeln, die durch Fischernetze stranguliert waren oder Mägen voller Plastikmüll hatten, sahen, waren sie sehr betroffen. Zudem motivierte sie der Gedanke, dass pro Jahr über eine Million Seevögel sowie 100000 Delfine, Wale, Schildkröten und andere Meeresbewohner durch Plastikmüll sterben, mehr über das Thema zu erfahren und so machten wir uns an die Arbeit.

Für unsere Wissensrecherche nutzten wir das vom Bundesministerium herausgegebene Material zu den „Plastikpiraten“, sowie die Meeresfibel von Deep Wave e.V. und den Film von Planet Wissen „Plastik Fluch oder Segen“. Außerdem nahmen wir an einer Veranstaltung im Globalen Klassenzimmer in Heidelberg zum Thema „Plastik“ teil, hatten Besuch von Herrn D. Hahn, Referent von Sharkprojekt, der uns über die Besonderheiten von Haien und deren Gefährdung aufklärte und jeder Schüler recherchierte zusätzlich selbstständig im Internet.

Unser Ziel war es möglichst viel Wissen über das Thema Plastikherstellung, - konsum, - Auswirkungen auf die Umwelt zu erfahren und Handlungsmöglichkeiten für jeden von uns zu entdecken. Neben der Information unseres Bekannten- und Familienkreises wollten wir außerdem durch einen Sponsorenlauf einen Betrag für Deep Wave eV und das Heidelberger Wäldchen in Brasilien spenden, um aktiv etwas für die Umwelt zu tun.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Friedrich-Hecker-Gymnasium 

Vom verwilderten Innenhof zum wertvollen Schulgarten

Unter dem Motto der diesjährigen Projekttage am Friedrich-Hecker-Gymnasium Radolfzell „Gesicht zeigen –Farbe bekennen“ wurde der Innenhof neu gestaltet. Die ursprünglich angelegte Bepflanzung noch vom Bau der Schule war stark ausgewachsen. Die Schildkröten waren die Letzten, die das Durcheinander aus Brombeeren, altem Bux und Ginster nicht störte; Biologen und Chemiker wünschten sich schon lange einen Schulgarten an diesem Ort, der sowohl im als auch außerhalb des Unterrichts genutzt werden könnte.

Am Freitag, 23.06.2017 fand der erste Teil des Projektes Schulgarten statt:

Schüler der 10c und viele Kollegen aus der Projektgruppe karrten aus dem Innenhof mit vereinten Kräften und mit tatkräftiger Unterstützung der Firma Joos 7 Kubikmeter alte Erde und Steine aus dem Hof über die Rampe durch die Aula in die Mulde. Nach getaner Arbeit wurde der Bagger fachmännisch wieder durch die Aula ins Freie gefahren. Gemeinsames Grillen rundete diesen Nachmittag ab.

Ohne die fachmännische Unterstützung durch die Firma Joos hätten wir dieses Ergebnis in nicht erreicht und auch Herrn Moos (Referendar), der professioneller „Baumpfleger“ ist und die Vorarbeiten leistete, verdient Erwähnung.

Vom 21.-23.07.2017 fand im Rahmen der Projekttage der zweite Teil statt:

In drei Projektgruppen mit insgesamt 36 Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Klassen und sechs betreuenden Lehrkräften (Sinje Schulz, Elke Luckner, Ulrike Graumann, Andreas Köbele, Bettina Terrell, Lena Wunderlich) wurde die Neubepflanzung geplant und durchgeführt. In nur einem Vormittag füllten die hochmotivierten Schülerinnen und Schüler, die noch zum größten Teil aus der Unterstufe waren, gute Erde, Sand und Kies in den Innenhof. Die Idee war, typische Landschaften um den Bodensee im Kleinen nachzustellen, wobei ein neu angelegter und um ein vielfaches größerer Schildkrötenteich den „Bodensee“ repräsentierte. Außerdem wollten wir eine Streuobstwiese in klein und bienenfreundliche Kräuter und Blütenpflanzen für einen Duftgarten. Auch eine Weinrebe sollte nicht fehlen.

Parallel dazu wurden die Bäume auf dem Schulhof bestimmt und mit einer computer-gesteuerten Fräse Schilder angefertigt, die nach einem Puzzlestecksystem ein selbst-kontrolliertes Bestimmen durch Schülerinnen und Schüler in Lerngängen ermöglichen werden.

Am zweiten Vormittag fuhren die Projektgruppen zu verschiedenen Baumschulen und Staudengärtnereien, um sich in Führungen informieren zu lassen und Pflanzen auszusuchen und zu kaufen. Noch am selben Vormittag wurden die ersten Obstbäumchen gepflanzt, die im Zentrum unserer Mini-Streuobstwiese stehen sollten.

Am letzten Vormittag wurden die übrigen Kräuter, Beerensträucher und bienenfreundliche Stauden gepflanzt, beschriftet und kreativ dekoriert. Alle Schülerinnen und Schüler verewigten sich noch auf einem Tontopf/Ohrenzwickerhaus. Am Nachmittag fanden im Rahmen unseres Schulfestes Führungen durch den neuen Innenhof statt.

 Das Besondere an diesem Projekt:

Abgesehen davon, dass wir dank guter Planung und hochmotivierter Schülerinnen und Schülern dieses Projekt Schulgarten in unglaublich kurzer Zeit realisiert haben, bot es viele Möglichkeiten, selbst gestalterisch tätig zu werden und zog auch Teilnehmer anderer Projekte an. Nicht nur beim Schubkarren fahren bekamen wir Hilfe von Lehrern und Schülern, die vorbeikamen und spontan mit anpackten, auch während der Projekttage boten zum Beispiel Gruppen, die „Upcycling“ zum Thema hatten, neu lackierte Stühle für eine Sitzecke oder Pflanzschilder aus Tonscherben an und stellten sie her. Die Schülerinnen und Schüler, die das Projekt gewählt hatten, stellten in Eigenregie ein Insektenhotel im Werkraum her oder überlegten, welche Pflanzen aus einem früheren Schulgarten gerettet und umgepflanzt werden könnten. Bemalte Steine aus einer Kunststunde der Klasse 6b wurden zur Dekoration zur Verfügung gestellt, und einfach alle waren trotz zum Teil sehr sommerlicher Temperaturen und Gewitterschauer unermüdlich dabei. Das Fräsen stellte sich als sehr anspruchsvoll heraus, aber es bot für technisch interessierte und versierte Schüler die Möglichkeit Experten zu werden und sich auf diesen Projektteil zu spezialisieren.

In der Rückmeldungsrunde am Ende des Projektes sollten sich die Schülerinnen und Schüler an einer Skala von 0 bis 10 aufstellen, wie gut ihnen dieses Projekt gefallen hat; sie standen alle bei 8,5 bis 10! Ein Fünftklässler, der besonders eifrig Löcher für die Obstbäume gegraben hatte, stand sogar bei 11. Damit hatten sich unsere Sorgen, wie wir vor allem Jungen aus der fünften und sechsten Klasse fürs Gärtnern begeistern sollten, endgültig erübrigt.

Da der Schulgarten auch ein Nutzgarten sein soll, wurde gleich Zitronenmelissetee gekocht und am Schulfest verkauft.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Sonderpädagogische Förderzentrum Nürnberg Langwasser

„LOGO- das sind wir!“

Wir, das sind ca. 280 Schülerinnen und Schüler und über 40 Lehrerinnen und Lehrer.

Wir, das ist das Sonderpädagogische Förderzentrum Nürnberg Langwasser.

Wir, das ist ein bunter Haufen, der zusammen den Schulalltag gestaltet und erlebt.

Unser Projekt hatte oben stehendes Motto als Thema, da wir seit neuem ein Schullogo haben (s. Briefkopf), das wir auf unserem Frühlingsfest (am 12.05.2017) gerne den Eltern näher bringen wollten. Deshalb haben sich alle Klassen dazu Folgendes (eine Auswahl) einfallen lassen:

-       Logos erkennen: wer kann sagen, zu wem das Logo gehört? àNatürlich ist unser Logo auch dabei

-       Logo-Buttons: selber gemachte Buttons mit unserem Log wurden hergestellt (sehen toll aus auf der Kleidung oder auf dem Federmäppchen)

-       Fotos mit Schülern, die unser Motto darstellen

-       Selbst gestaltete Postkarten mit unserem Logo (diese Postkarten konnten umsonst mitgenommen werden. Der Rest wird von der Schule für Weihnachtskarten, Einladungen, etc. her genommen)

-       Künstlerische Produkte: Klecksbilder, Unser Logo hat Augen, Unser Logo aus geknülltem Papier, Unsere Schule in den Farben unseres Schullogos, marmorierte Bilder, etc.

-       Lied: „Eine Schule mit zwei Türmen“ (nach der Melodie von Jim Knopf) àEinstudieren des Liedes

-       Einstudieren eines Tanzes mit bunten Tüchern passend zu unserem Logo

Das alles haben wir in unseren Klassen und in unseren Arbeitsgemeinschaften eine bis zwei Wochen vor dem Frühlingsfest erarbeitet. Auch unser offener Ganztag (Träger KJR) war dabei. Und dann durften wir es auch unseren Eltern auf unserem Frühlingsfest präsentieren. Natürlich gab es an diesem Tag auch noch mehr Angebote: bunt bemalte Steine, mit der Waschtrommel Bilder gestalten, Cocktails und Waffeln in den Farben unseres Logos, buntes Eis, kunterbunte Tombola, Sportstationen, Verkauf von Kuchen durch den Elternbeirat, etc.

Wir haben viel positive Rückmeldung zu unserem tollen Fest bekommen!

In der Woche drauf gingen viele Klassen durch die Ausstellung in unserer Aula und haben alle tollen Ergebnisse noch einmal in Ruhe angeschaut!

Im Wettbewerb bis: Oktober

DLP-NMS Wien

Kunst Kultur Mitmachen

In unserem Projekt wird einmal pro Monat mit den Schülerinnen und Schülern aus allen Schulstufen unserer Schule in Begleitung von Lehrpersonen als unverbindliche Übung eine kulturelle Veranstaltung besucht.

Ziel des Projektes ist es, allen Schülerinnen und Schülern eine fächerübergreifende  Ergänzung und Erweiterung  zu den erlernten Inhalten zu bieten und sie mit der europäischen Kultur vertraut zu machen. Interkulturelles Lernen und sprachsensibler Unterricht finden sich im Konzept „KuKuMima“ wieder. Das gemeinsame Erleben einer Veranstaltung eröffnet Raum für einen Dialog. Schülerinnen und Schüler können ihre Eindrücke in Worte fassen, Feedback geben oder sind teilweise auch aufgefordert aktiv in einigen Veranstaltungen mitzumachen. Sprache dient als verbindendes Instrument. Unabhängig der unterrichtssprachlichen Kompetenz können alle Schülerinnen und Schüler am Projekt teilnehmen und in die Vielfalt des Kulturangebots eintauchen und neue Erfahrungen sammeln.

In der  Vorbereitungsphase, werden die Veranstaltungen von den projektleitenden Lehrpersonen ausgesucht, organisatorisch geplant und an die Schülerinnen und Schüler herangebracht. Themenabhängig werden auch Nachbesprechungen abgehalten.

Eine unserer Veranstaltungen, die wir im Rahmen von KuKuMima im Mai 2017 besucht haben, hieß: „Deutsch im Museum“.

Der Workshop „Deutsch im Museum“ fand im Oberen Belvedere in Wien statt und ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Verbesserung ihrer individuellen sprachlichen Fähigkeiten.

Das Ambiente des Belvedere sprengt den Rahmen des schulischen Deutschlernens, die Gemälde dienen dabei als Anlass den Schülerinnen und Schülern die Vielfalt des Sprachgebrauchs bewusst zu machen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begegnen den großen Meisterwerken mit verschieden Aufgaben, dessen Ziel ist es die eigenen Erfahrungen, den bereits erlernten Wortschatz  und die neuen Vokabeln in die Beschreibungen, eigene Meinungen und Reflexionen über die ausgesuchte Werke einzubringen. Jugendliche blicken hinter die ihnen oft verschlossenen Museumstüren und betrachten das kulturelle Angebot eines Museums aus einem anderen Blickwinkel.

In der Nachbearbeitungsphase des Workshops hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich kreativ auszudrücken, eigene Gemälde zu gestalten und über ihre eigenen Werke zu sprechen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Bodenseeschule St. Martin Friedrichshafen.

Kann ein rohes Ei den freien Fall überleben?

Wir sind die Klasse 7c der Bodenseeschule St. Martin aus Friedrichshafen. Wir sind eine Ganztagesschule, eine Werkrealschule mit angegliedertem Sozialpädagogischem Gymnasium. Vom 8.Mai – 19.Mai sind wir zusammen mit unserer Parallelklasse 7a, ins Waldschulheim nach Indelhausen gefahren – auf die Schwäbische Alb. Dort lebten wir und arbeiteten für 2 Wochen zusammen im Wald – angeleitet von dem dort angestellten Förster. Wir konnten vielfältige Erfahrungen im Umgang mit der noch intakten Natur, dem Ökosystem Wald, machen und haben erfahren, was tägliche, körperlich ungewohnte Arbeit bedeutet. Am Nachmittag konnten wir lernen und vielerlei Spiele, Aktionen und Freizeitaktivitäten erleben. Wir waren insgesamt 54 Schüler und 5 Lehrer. Eines Nachmittags bekamen wir die Frage gestellt: Kann ein rohes Ei den freien Fall überleben? – Ein Fall aus ca. 3m Höhe ungebremst auf den nackten Betonboden?

Dazu wurden wir in Gruppen zu 6-7 Schülern eingeteilt – diese Gruppen waren zufällig und klassenübergreifend. Wir bekamen jede Gruppe ein rohes Ei und durften mit einem Spielbudget diverse Materialien einkaufen: Luftballons, Schnüre, Paketband, Holzspateln, Holzspieße, einen Bogen Zeitungspapier, Trinkhalme; alles „kostete“ 1 Euro und wir hatten insgesamt 20 Euro zur Verfügung. Dazu eine Stunde Bedenkzeit, um mit der Gruppe eine Konstruktion zu überlegen und in die Tat umzusetzen. Am Ende kamen alle Gruppen zusammen und ließen ihre Konstruktionen aus ca. 3m Höhe fallen – zumindest diese konnten den Fall ausprobieren, deren rohes Ei den Bastelprozess überlebt hatte!

Am Ende kann gesagt werden, dass Verpackungen mit Zeitungspapier ausreichen, damit ein rohes Ei den Fall überleben kann – es muss nur möglichst gut gepolstert sein.

Pädagogische Ziele:
- Klassenübergreifende Gruppenmischungen mit Mädchen und Jungs, um Klassenidentitäten aufzubrechen und in der Großgruppe besser zusammenzuwachsen
- gemeinsames Basteln an einem physikalischen Experiment in der Realität – was mindert den freien Fall? – Auftrieb, Widerstand, Erdanziehung – wie kann ich sie überwinden?
- achtsamer Umgang mit einem rohen Ei – Erziehung zur Achtsamkeit
- Austausch von Ideen und gemeinsames Entwickeln von möglichst kuriosen und kreativen Konstruktionen (Kann ein Ei in einen Luftballon kommen, der dann aufgeblasen wird?....)
- Unterscheiden von Materialien, die in die Irre führen und solchen, die uns wirklich weiterhelfen können

Schülerreaktionen:
- Alle Gruppen machten sich an die Einkäufe – manche „hirnlos“ – Hauptsache, so viel Material, wie möglich. Andere kauften gezielt, nachdem sie eine Konstruktion überlegt hatten. Die „Hirnlosen“ hatten das Problem, dass sie aus den gegebenen Materialien etwas basteln mussten – die Idee daraus zu entwickeln war nicht immer leicht. (Was machen wir mit Trinkhalmen, Holzspateln….??).
- Manche Gruppen zerstritten sich und das Ei brach. Schade.
- Spannend war der freie Fall – am Ende, wenn die Verpackung aufgeschnitten wurde. Groß war die Freude, wenn es tatsächlich überlebte! (50% der Fälle!).
- Die Ideen für die Konstruktion waren teilweise riesig – von Zeppelinen, über sämtliche Abfeder-und Polsterungsmöglichkeiten; immer wieder mussten ihre Ideen der Realität und Banalität der gegebenen Materialien angepasst werden. Ein wilder Debattierprozess war teilweise im Gange.
- Gruppenarbeit funktionierte unterschiedlich: Von demokratisch ausgewogen (jeder wurde respektiert und gehört) bis hin zu total zerfallenen Gruppen (ein Macher, der Rest steigt aus…..bis das Ei sogar zerbricht) oder wir streiten, wer das Sagen hat!
- Insgesamt hatten alle viel Spass und es drang die Erkenntnis durch, dass so ein rohes Ei wesentlich widerstandsfähiger ist, als alle dachten!

Im Wettbewerb bis: Oktober

Gesamtschule Fröndenberg  

Fledermäuse im MINT-Forscher-Park der Gesamtschule Fröndenberg

Tagsüber sind der Schulhof und der angrenzende MINT-Forscher-Park der Gesamtschule Fröndenberg erfüllt von lautem Lachen, Lärmen und Spielen der Schülerinnen und Schüler. Im MINT-Forscher-Park (ein knapp 2 ha großes Wiesengelände, das an die Gesamtschule angrenzt und zum Forschen in MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) einlädt) vermessen Schüler das Gelände, stoppen die Zeit eines Blütenblattes, die es benötigt, um eine festgelegte Strecke hinter sich zu bringen, um so die Fließgeschwindigkeit des Baches zu ermitteln, nehmen Bodenproben, untersuchen den Teich auf Lebewesen, pflocken den Bereich für die geplante Ökolaube ab, beobachten Vögel und andere Tiere, die sich im MINT-Forscher-Park wohlfühlen.

Doch was passiert nachts? Liegt der Schulhof dann einsam und verlassen da und wartet auf die Kinder am nächsten Tag? Das Wasser im Bach wird wohl kaum stillstehen. Verkriecht sich alles Leben im Wassertropfen unter den Steinen und wartet nur darauf, dass die Schüler diese am nächsten Tag umdrehen und sie entdecken? Schlafen alle Tiere? Dieser Frage wollen Schülerinnen und Schüler der Klasse 8.5 nachgehen. Soviel wissen sie: Es gibt nachtaktive Tiere wie die Fledermäuse. Aber sind diese auch im MINT-Forscher-Park zu finden? Die Schüler und ihre beiden Klassenlehrerinnen verbinden den von der Schule angesetzten „Klassentag“ am 13. Juli (letzter Tag vor der Zeugnisausgabe) mit einem Abenteuer. Da die Fledermäuse erst mit Einbruch der Dämmerung aktiv werden, ist es zum Glück notwendig, mit Zelten auf dem Schulgelände zu campieren. Teils eine große technische Herausforderung, wie sich später zeigt. Vergessene Zeltstangen und fehlende Heringe rufen auf zur Kreativität. Abspannen mit Zeltleinen können so manches Zelt doch noch gerade rücken. Wohlgemeinte Tipps derer, die schon fertig sind. Kurz vor der Dämmerung steht die kleine Zeltstadt. Derweil zaubern Eltern, die mit zum Fledermaus-Projekt eingeladen sind, ein reichhaltiges Buffet und eine Grillstation. Gemeinsam kann man schlemmen, quatschen, lachen und sich auf die nachfolgende Aktion mit den Fledermäusen freuen.

Seit dem Mittelalter faszinieren Fledermäuse den Menschen. Zahlreiche Mythen ranken sich um diese nachtaktiven Säugetiere. Nachts flattern sie schauerlich durch die dunkle Stille. Sie gelten als gefährliche Blutsauger, die ihren Opfern mit spitzen Zähnen den roten Lebenssaft schmerzlich entziehen. Man munkelt, sie setzen sich in die Haare der Menschen. Zudem seien sie blind. Das hört Herr Paul Schlücking vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) nicht gerne. Er ist
Experte für Fledermäuse und setzt sich für deren Erhalt ein. Die Klassenlehrerinnen der Klasse 8.5 haben ihn für ihre Aktion gewinnen können. An Modellen, Zeichnungen und einer Präsentation kann Paul Schlücking zahlreiche Fragen der Schüler beantworten und manche Mythen richtig stellen. Fledermäuse sind nicht blind, aber die Augen sind nicht so gut wie die des Menschen. Dennoch können sich Fledermäuse selbst in absoluter Dunkelheit mühelos orientieren. Dies verdanken sie ihrer Echoortung. Um nachts zu navigieren, stoßen Fledermäuse bis zu 200 Mal in der Sekunde hochfrequente Ultraschalllaute aus, die von Beutetieren wie vor allem Insekten zurückgeworfen werden. Mit Hilfe des reflektierten Echos erkennt die Fledermaus Größe, Ort und Flugrichtungdes Insekts. Sie braucht die ausgemachte Beute nur noch im Flug schnappen. Mit ihren langen spitzen Zähnen können auch größere Insekten besser gepackt und ein harter Chitinpanzer geknackt werden.

Endlich wird es dunkel und man kann in den MINT-Forscher-Park ausrücken. Herr Schlücking hat zwei Fledermausdetektoren mitgebracht. Sie sind notwendig, um die Ultraschallaute der Fledermäuse in für Menschen hörbare Töne zu übersetzen. Denn die Ultraschallaute sind für den Menschen nicht wahrnehmbar, da der Mensch nur in einer Frequenz bis maximal 20 kHz hören kann, die Frequenzen der Fledermäuse aber höher liegen. Dann geht es los: Die Schüler blicken gebannt in den dunklen Himmel, in der Hand der Detektor. Da flattert eine Fledermaus. Alle Zeigefinger weisen in deren Richtung. Die Fledermaus kommt näher, gleichzeitig wird der Ton aus dem Detektor immer lauter, die Abstände zwischen den Rufen werden immer kürzer. Die Fledermaus schnappt sich ihre Beute und – schnell ist sie auch schon wieder weg und die Rufserie bricht ab. Etliche Male beobachten alle Anwesenden dieses faszinierende Spiel. Manchmal biegt die Fledermaus nur kurz vor dem Gesicht nach Schnappen der Beute blitzschnell wieder ab. In die Haare setzt sich übrigens keine Fledermaus.

Luisa freut sich: Sie hatte gedacht, dass man ewig warten müsse, bis mal eine Fledermaus kommt. Dass die Fledermäuse nahezu ununterbrochen am Himmel flattern, hat sie nicht geahnt. Lea und Maike betteln, noch länger im MINT-Forscher-Park Fledermäuse aufspüren zu können. Sie genießen die nächtliche Stille, nur unterbrochen durch die Rufe der Fledermäuse. Weniger ruhig geht es anschließend auf dem Schulhof zu. Schulhof bei Nacht, auch das ist ein besonderes Erlebnis. Man sitzt im großen Kreis und spielt „Werwölfe“ oder „Black Stories“. Aber irgendwann verkriechen sich alle in ihre Zelte, auch dieses Abenteuer ist für manch einen Schüler neu - übernachten im Freien. Vor Morgengrauen werden die ersten Vögel im MINT-Forscher-Park zwitschern, aber das bekommt kaum einer in seinem Tiefschlaf mit. Das Feedback aller Beteiligten bestätigt: Insgesamt eine gelungene Aktion. Das gemeinsame Erleben stärkt den Klassenzusammenhalt. Spaß in der Natur rund um die Schule. Die Schüler wünschen sich eine Wiederholung beim nächsten Klassentag. Kein langweiliger Museumsbesuch mehr, bei dem man sich etwas im Rundgang ansieht, was im Freien beobachtbar und erlebbar ist.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Johannes-Kepler-Realschule  

AG MedienKUNST / Kepler Band

Unsere seit Jahren sehr gefragte und mit zahlreichen fantastischen Musikern bestückte Schulband "Kepler Band" der Johannes-Kepler-Realschule in Bayreuth hat sich dieses Schuljahr mit der AG MedienKUNST zusammengetan und tolle, einmalige Produkte geschaffen:

 * Die acht Mitglieder der Kepler Band schrieben teilweise allein, teilweise zu zweit oder mit der Band zusammen 12 eigene Songs. Diese Songs begleiteten die Auftritte der Schultheatergruppe und wurden bei Szenen neben der Bühne live gespielt, wo sie inhaltlich hingehörten. Im Frühjahr 2017 hat unsere Band mit ihrem Leader und unserem Musiklehrer Christian Hösch diese 12 Songs in einem professionellem Aufnahmestudio auf CD festgehalten, damit diese schönen Momente nicht verloren gehen.

Diese CD wird auch im Internet beworben und kann in der Schule gekauft werden. Im Musikunterricht der Schule gibt es seit April kein anderes Thema mehr...

 * Der Internetauftritt, die Flyer, das CD-Cover mit aufwendigem Booklet, Autogrammkarten der drei Frontmänner bzw. -schüler, Plakate, Anstecker usw. wurden parallel von der AG MedienKUNST gestaltet. Diese setzt sich aus acht Schülerinnen und unserer Kunsterzieherin Claudia Weidmann zusammen. An unserer Realschule ist Kunsterziehung eines der vier Wahlpflichtfächer, die die Schüler bis zur Abschlussprüfung wählen können, deshalb bereichern diese Marketingaktion und deren kreative Aufbereitung sowohl das Wahlfach AG MedienKUNST als auch den Kunstunterricht mit den innovativen Produkten, die hier nahezu professionell hergestellt wurden.

 Im Anhang (in mehreren Mails mangels Speicherplatz) finden Sie Fotos von den Aufnahmen, einen Zeitungsartikel von der Release Party in der Schule am 18.07.2017 und von den Produkten - leider durften wir ja die CD nicht einreichen, aber das holen wir gerne nach :-). Mit diesen Aktionen soll auch unsere langjährige Theatergruppenleiterin und Kunsterzieherin Renate Stieber vor ihrer baldigen Pensionierung besonders gewürdigt werden - denn sie hat die Kombi Theater & Mehr (sprich: & Musik) vor Jahren angestoßen.

Seit Wochen bereichert diese publikumswirksame, lehrreiche und kreative Aktion unser Schulleben auf besondere und innovative Weise. Sowohl die Musikalität der Schüler, als auch die kreative Begabung bei der Gestaltung der Zusatzmaterialien und Marketingprodukte erfüllen die ganze Schule mit (bescheidenem) Stolz und gaben dem Monat Juli 2017 einen besonderen Zauber. "So was hat keine Schule weit und breit!" - "Haben die das echt allein gemacht?" - "Das war bestimmt viel Arbeit für alle Beteiligten!" - dreimal JA und es hat allen auch besonders viel Freude gemacht und alle motiviert für künftige Aktionen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Gymnasium Marktbreit  

Wir schauen über den eigenen Tellerrand

Die Fachschaft Kunst und Religion gestalten ein Projekt als Installation mit dem Ziel, die Schüler für das Thema Wasser und den verantwortungsvollen Umgang mit diesem Element zu sensibilisieren. Es soll bewusstgemacht werden, dass keineswegs allen Menschen die gleiche Menge und die gleiche Qualität von Wasser zum Leben zur Verfügung steht.

In das Projekt sind alle Schüler und Lehrer eingebunden. Der Aktionsraum, d.h. der Ort der Installation ist das etwa 200qm große abgeschlossene durch Glasscheiben von allen Seiten einsehbare Atrium des Gymnasiums Marktbreit 600 Gefäße (flache, höhere, Teller, Tassen…) verschiedener Größen sind von den Schülern bemalt oder mit Namen versehen und im Atrium aufgestellt. Diese Gefäße sind über einen längeren Zeitraum Wind, Regen und Sonne ausgesetzt. Je nach Standort wird eine unterschiedliche Menge an Wasser in den Gefäßen gesammelt. Je nach Öffnung des Gefäßes nimmt es eine bestimmte Menge an Wasser auf und je nach Größe speichert es eine unterschiedliche Menge an Wasser. Der Einfluss der Natur auf die Installation wird in Abständen dokumentiert.

Dem Betrachter wird bewusst, dass uns Menschen nicht die gleiche Menge Wasser zur Verfügung steht. Unser Überfluss an Wasser fordert unsere Verantwortung für die Menschen in wasserarmen Gebieten heraus. Beim fast täglichen Begehen der Installation verdeutlichen die geringen Niederschläge im Juni uns allen, wie kostbar das Wasser auch bei uns sein kann und sollte. Aber wir wollen über den eigenen Tellerrand schauen. Daher bauen wir diese Installation auch in der ehemaligen Synagoge Obernbreit auf, um sie einem außerschulischen Publikum zugänglich zu machen. 

Die Schüler der 8b erweitern diese Installation. Sie stellen die Bedeutung und unseren Umgang mit Wasser in Alltag dar sowie die Symbolkraft des Wassers in den Weltreligionen. Zum Schulfest wurden die Teller, Tassen, Schüsseln gegen eine Spende an die Schüler weitergegeben. Der Erlös dieser Aktion wurde an das Projekt „Nigeria-sauberes Wasser“ gespendet.

Dieses Projekt wurde großzügig von der Porzellanfabrik Seltmann-Weiden unterstützt. Die Schüler übergaben Frau Monika Graef als Misereor Beauftragte die Spende von 540 Euro aus dieser Aktion für ein Wasserprojekt in Nigeria, das Menschen in der Halbwüste den Zugang zu sauberem Trinkwasser möglich machen wird.  Die Lehrer und Schüler des Gymnasiums Marktbreit blicken über den eigenen Tellerrand und können dadurch anderen Menschen eine Lebensgrundlage ermöglichen. Diese Blickrichtung bereicherte alle Beteiligten.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Grundschule Dabel

Buchstabenfest und Buchstabenwoche

Eines der wichtigsten Ziele in der 1. Klasse ist das Erlernen aller Buchstaben und das damit verbundene Lesenlernen. Nach dem wir den letzten Buchstaben konnten, würdigten Eltern und Lehrer die Leistung der Kinder und feierten gemeinsam. Am 13. Juli 2017 begann dann unsere Buchstabenwoche mit dem großen Buchstabenfest. Dazu wurden alle Schüler und Eltern herzlich eingeladen. Im Vorfeld zogen die Mädchen und Jungen einen Buchstaben, welcher für die anderen Kinder geheim war. Jedes Kind sollte sich nach dem Buchstaben verkleiden oder ein Teil bei sich tragen, woran man den Buchstaben erkannte. Einige Kinder verkleideten sich somit als Hexe, Ampel, Prinzessin oder trugen einen Pinsel oder eine Erdbeere bei sich. Das Fest wurde mit einem ABC Gedicht durch die Schüler eröffnet. Desweiteren brachten Eltern und Kinder Trinken und Essen mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben mit. Es entstand ein reichlich gefülltes Buffet. (S wie Schnitzel, Salat, Saft, oder B wie Brot, Bouletten und Brause) Damit die Gemeinschaft gestärkt wird, gab es die Aufgabe sich zu dem gezogenen Buchstaben ein Spiel zu überlegen, das gemeinsam mit den Kindern und Eltern gespielt wurde. Auch bei dieser Aufgabe waren die Eltern sehr kreativ und das B spielte Bonbonzielwerfen, A- Apfel balancieren, S- Sackhüpfen und das H überlegte sich das Spiel "ich packe meinen Hexenkoffer" um die Konzentration zu fördern. Kinder, Eltern und Lehrer waren von der Organisation und dem Ablauf des Festes sehr begeistert und möchten in Zukunft jedes Schuljahr mit solch einem Fest beenden.


Die darauffolgende Woche war dann unsere Buchstabenwoche. Mit verschiedenen Aufgaben beschäftigten wir uns und festigten alle Buchstaben des Alphabets. Die Kinder backten Buchstabenplätzchen, aßen Buchstabensuppe, stempelten Wörter, schrieben die Steine auf dem Pausenhof mit Buchstaben voll, nahmen an einer Buchstabenrallye durch das Dorf teil, stellten mit Bügelperlen ihren Lieblingsbuchstaben her, spielten ein ABC Würfelspiel, lernten den Anlauf Rap und bewiesen ihr Können noch an weiteren Stationen.
Zum Abschluss der Woche bekam jeder Schüler eine Leseurkunde und wurde mit dem Zeugnis in die Sommerferien verabschiedet.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Regionale Schule " Am Lindetal"  

Ikarus fliegt!

Im Rahmen unserer Projektwoche vom 17. - 19. Juli 2017 haben sich die 102 Schüler unserer vier 6. Klassen mit dem Thema Griechenland auseinander gesetzt. Hierzu konnten sich die SchülerInnen aus folgenden Stationen pro Projekttag (Montag, Dienstag) eine Station aussuchen, die dann am Mittwoch ihre Ergebnisse in der Aula unserer Regionalen Schule " Am Lindetal" vorstellten: 

  • Mode in Griechenland (Nähen typischer Kleidung und Vorbereitung einer Modenschau) - Präsentation: Modenschau mit Musik, Models, Ansager
  • Die griechische Sage "Dädalus und Ikarus" - Ergebnis Montag: Film (siehe Anhang), Ergebnis Dienstag: Hörspiel (siehe Anhang)
  • Griechisches Essen (gemeinsames Kochen) - Präsentation: Verpflegung aller Beteiligten mit u.a. selbst gebackenem Fladenbrot mit Tsatziki, griech. Joghurt etc.
  • Das Leben des Archimedes - Präsentation: Theaterstück zum Leben des Archimedes
  • Geschichte Griechenlands: Präsentation: Powerpointpräsentation zu ausgewählten Themen
  • Die Olympischen Spiele: Präsentation: Plakat mit Vorstellung
  • Griechische Tänze: Präsentation: Vortanzen

Aus der Fülle an Ergebnissen haben wir Ihnen im Anhang das Hörspiel und den kleinen Film zur griechischen Sage  "Dädalus und Ikarus" angefügt. Sicherlich sehen und hören Sie hier die Freude der beteiligten SchülerInnen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

GG Uhrschule 

Projektwoche: Sonne Mond und Sterne

Der Start des Projekts war in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien 2016. Ein Schuljahr lang hat sich die Uhrschule mit professioneller musikalischer Unterstützung von Musiklehrern der Musikschule Moers, die auch im Rahmen des Jeki/Jekits Unterrichts an der Uhrschule tätig sind mit dem Thema „Weltraum und Zukunft“ auseinandersetzen. Die Schüler haben das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven genre- und fächerübergreifend betrachtet und bearbeitet: Musikalisch/künstlerische als auch sachunterrichtlich/naturwissenschaftliche Schwerpunkte wurden im Laufe des Jahres entdeckt und in vielfältiger Weise umgesetzt. Von unserem Schuljahresthema wurden Jungen und Mädchen gleichermaßen angesprochen, so dass wir damit auch dem Anspruch  einer genderorientierten Arbeit gerecht wurden.

Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler

  • die Welt im Kleinen und Großen bewusst wahrnehmen
  • erfahren, dass sie und ihre Ideen wichtig für die Welt sind
  • ihre Neugier und ihr Wissen erweitern
  • zum Experimentieren angeregt werden
  • Phantasie und Kreativität entwickeln
  • Utopien entwickeln und philosophieren
  • an einem Sachthema handlungsorientiert in ihrer sprachlichen Entwicklung gefördert werden
  • Musik und Körperarbeit erleben und erfahren
  • die Improvisation als Ausdrucksform kennenlernen
  • unterschiedliche Ideen erkennen und tolerieren
  • den Ort Schule als einen Ort der gelebten Gemeinschaft erfahren
  • sich selbstständig mit der eigenen Persönlichkeit im Bezug zum Verhalten in der Gemeinschaft auseinandersetzen

Das Thema bot im wahrsten Sinne des Wortes viel Raum und Stoff für eine lustvolle und vielfältige kreative Beschäftigung mit dringenden  Fragen unserer jetzigen Zeit und Lebenswelt sowie deren Umsetzung in künstlerische Antworten. In einer Zeit des Umbruchs und der Krisen, wollten wir den Kindern in unserem Stadtteil einen positiven und mutigen Zugang zur Zukunft und einer möglichen Welt von morgen vermitteln. Kreative Workshops mit Musikern und Theatermachern ermöglichten den Kindern und auch den Lehrerinnen einen anderen Blick auf unseren Planeten und unser Erdendasein. Mit viel Freude und Fantasie wurden Zukunftsvisionen erschaffen sowie auch andere Visionen von einem eigenen Leben in der Zukunft mit entwickelt.

b) Die Projektwoche

Die eigentliche Projektwoche auf die sich die Bewerbung bezieht fand dann in der Zeit vom 15.5. – 19.5.2017 statt. In deren Vordergrund stand die musikalisch/künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema: Sonne Mond und Sterne. Eingeleitet wurde sie mit einem gemeinsamen Besuch der gesamten Schule ins Planetarium nach Bochum am 10.5.2017. Dort sollten den Kindern weitere Inspiration und Wissenserweiterung zum Auftakt der Projektwoche angeboten werden. Dann begann die eigentliche Projektwoche, in der die Kinder in den einzelnen Klassen jeweils einen eigenen Programmpunkt für die gemeinsame Präsentation und Aufführung entwickelten. Eine Darbietung in Form eines Liedes, eines Tanzes mussten entwickelt und eingeübt werden, sowie Kostüme erstellt werden.

Die Vorbereitung der Abschlusspräsentation wirkte sich äußerst gewinnbringend auf die Motivation, Anstrengungsbereitschaft, Konzentration und den Lernerfolg bei den Kindern und allen Beteiligten aus.

Für die abschließende Aufführung wurde extra die Aula einer nahe gelegenen Gesamtschule angemietet wurde, da dort eine repräsentative Bühne mit dem entsprechenden technischen Equipment bereitgestellt werden konnte.

Den Abschluss fand die Projektwoche dann am Samstag den 20.5.2017 in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule vor einem vollen Haus. Eltern und Interessierte füllten die Reihen. Der Förderverein sorgte für das leibliche Wohl. Die in der Woche erarbeiteten Ergebnisse wurden in einer großen Weltraum- und Zukunftsshow mit Musik, Theater, Schaubildern und künstlerischen Objekten präsentiert. Alle musikalischen Beiträge wurden live gespielt. Die Show dauerte ca. 1 ½  Stunden. Auf einer Videoleinwand wurden Bilder und Bastelarbeiten, die in der Projektwoche erstellt wurden, gezeigt.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Johannes-Brahms-Schule

Bienen-Projekt

12 Kinder aus den Klassenstufen 5-8 nahmen an dem Bienenprojekt teil. Unterstützt wurde ich stundenweise von einer engagierten Mutter und einer (Kunst)-Kollegin. Am ersten Tag beschäftigten wir uns mit dem Aussehen, der Anatomie und der Entwicklung der Honigbiene vom Ei zum fertigen Insekt. Mit Hilfe des Arbeitsblattes „Die Honigfabrik – Eine Betriebsbesichtigung“ erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Aufgaben und Tätigkeiten, die eine Arbeitsbiene im Laufe ihres Lebens abolviert. Am Bienenstand konnten die Kinder ihr erworbenes Wissen sofort anwenden und den Arbeiterinnen die „Berufe“ durch Beobachten ihres Verhaltens zuordnen. Auch die kreative Seite kam nicht zu kurz. Aus alten Dosen und Plastikflaschen entstanden lustige „Up-cycling-Bienen“, die nun den Innenhof der Schule verschönern. Am Dienstag widmeten wir uns den Besonder-heiten des Sammelbeines der Honigbiene und ihrer Bestäubungsarbeit, die sie zum 3. wichtigsten Nutztier des Menschen macht. Der Rest des Tages stand ganz im Zeichen des Baustoffes der Bienen: Dem Wachs. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten die besondere Architektur der Waben auf Stabilität und Materialverbrauch. Eine Wabe besteht aus nur 40 g Wachs und kann unglaubliche 2 kg Honig bevorraten. Natürlich durften die Kinder auch Wachs einschmelzen und ihre eigene Bienen-wachskerze gießen. Aus Seifenflocken, Wachsresten, ver-schiedenen Ölen und Honig kneteten die Projektteilnehmer im Anschluss wohlrichende und pflegende Honigseife.

Highlight am Mittwoch war natürlich die Honigernte! Zunächst wurden die Waben vom Deckelwachs befreit, ehe der Honig in Teamwork geschleudert wurde. Mit einem sehr feinem Sieb wurden die letzten Wachsreste aus dem Honig entfernt. Abgefüllt wurde der frisch geschleuderte Honig in Gläser mit liebevoll gestalteten Etiketten.

Viel Spaß hatten die Kinder bei der Entwicklung und Gestaltung eines Bienen-brettspieles. Der „Bee-Simulator 1.0“ dient zum einen dem spielerischen Wiederholen und Verfestigen von „Bienen-fachwissen“, zum anderen können die Mitspieler größere Zusammenhänge erkennen, die zum aktuellen Bienensterben beitragen (z.B. Schwächung der Bienen durch Parasiten wie der Varroamilbe oder Gefährdung durch Nahrungsarmut, bzw. Monokulturen usw.). Die Mitspieler begleiten ihre Bienenkönigin mit ihrem Volk durch das Bienenjahr. Auf einigen Feldern werden Wissensfragen gestellt, auf anderen Ereignisse verlesen, die das (Über)-Leben der Bienen beeinflussen. Die Schülerinnen und Schüler erfahren nicht nur Details, die ein Imker im Umgang und der Pflege der Bienen beachten muss, sondern werden auch zu einem respektvollen Umgang mit unserer zerbrechlichen Umwelt angeregt.

Die Präsentation unseres Projektes am letzten Projekttag war ein voller Erfolg! Das Interesse war groß und der selbsgeschleuderte Honig wurde uns nicht nur von Mitschülern, sondern vor allem auch von Lehrern aus den Händen gerissen. Am Bienenschaukasten verloren alle Interessierten schnell die Scheu gegenüber den vermeindlich gefährlichen und schnell reizbaren Insekten. Sie ließen sich einfach von den Projektteilnehmern, die mittlerweile kleine Bienenexperten waren, in ihrer Begeisterung anstecken. Die meisten hatten vorher auch noch nie in ein Bienenvolk „reingeschaut“. Das Fazit Nicht nur viele Schülerinnen und Schüler, auch Lehrer und Eltern hatten gewisse Vorstellungen von (stechenden und aufdringlichen) Bienen. Während der Präsentation am letzten Tag der Projektwoche und auch noch danach ergaben sich nette Gespräche meist vor dem Schaukasten und meine Schüler und ich wurden mit Fragen durchlöchert. Wir konnten Wissenlücken füllen, Halbwissen korrigieren und viel Aufklärungsarbeit leisten.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Schulen Grauholz

Tanzendes Klassenzimmer

In diesem Zeitraum fanden die Projekttage statt. Aus einem Themenkatalog wählten die Schülerinnen aus und wurden in Kleingruppen eingeteilt.

Sie erlebten kleine tänzerische Intermezzi im Klassenzimmer, im Treppenhaus und als Abschluss eine Schulvorstellung. Vom letzteren habe ich leider kein Bildmaterial, aber ein Video vom Üben für die Schulvorstellung, das einen Einblick gewährt.

Ablauf: Sie lernten unterschiedlich kurze Choreographien kennen und daraus entstand ein Gruppenspektakel mit selbstentwickeltem Bewegungsmaterial zu  ihrer Lieblingsmusik. Zwischendurch als Verschnaufpause bekamen sie einen Tanzfilm geboten.

Pädagogische Ziele:

  • sich im Raum orientieren
  • vorgegebene Abläufe erlernen
  • voneinander lernen
  • aufeinander eingehen
  • individuelle Umsetzungen abschauen, inspirieren lassen
  • immer wieder neue Bewegungen suchen
  • Mut zeigen + es schaffen als Gruppe präzise zu sein
  • Isolierte Körperteile zum Reden bringen
  • Miteinander kreieren, Spass haben

Im Wettbewerb bis: Oktober

Gesamtschule Oelde  

Verborgene Zeit

Dies ist das zweite Buch, das ich mit den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Oelde erarbeitet habe. Das erste Werk der Kinder handelte von den Schicksalen der Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und Zuflucht in einem fremden Land suchten. Bei diesen Geschichten haben die Kinder ihre Texte frei erfunden und sich in die Lage der Betroffenen versetzt. Wegen der Aktualität des Themas wurde das Buch auf der Frankfurter Buchmesse ausgestellt. Die Gesamtschule und der Jean Verlag haben damit einen wichtigen Beitrag zum Thema „Flucht vor Krieg“ geleistet. Das Buch fand schnell eine breite Resonanz.

In dem neuen Band „Verborgene Zeit“ machen die Kinder eine Reise in die Vergangenheit. In intensiven persönlichen Gesprächen mit Senioren über den Zweiten Weltkrieg, zu dessen Folgen Armut und Krankheit gehörten, haben die Schülerinnen und Schüler sich den Erinnerungen der alten Menschen gewidmet. Es war noch eine Welt ohne Internet und Handy. So ein Leben ohne Smartphone war für die Kinder erst einmal unvorstellbar. Die Kinder haben die Geschichten, die die Senioren ihnen erzählten, neu und spannend in ihre Weltsicht übersetzt.  Wieder entsteht trotz der vielen Verfasser ein erstaunlich homogener  Erzählband. Die jungen Autorinnen und Autoren führen in diesem Buch einen Dialog zwischen den Generationen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Kerschsteinerschule

HOCH, HÖHER, AM HÖCHSTEN- unser Projekt über die Hochhäuser Frankfurts!

Vom 15. bis zum 19. Mai 2017 fand an der Kerschensteinerschule (Grundschule) eine Projektwoche zum Thema "Frankfurt" statt. Die Klasse Flex 4 wählte als Schwerpunkt die Hochhäuser und Wolkenkratzer der Stadt Frankfurt am Main. Für die Kinder dieser Altersstufe sind die Skyline und Wohnhochhäuser immer präsent und sehr beeindruckend. Für sie wird ihre Stadt durch diese stark geprägt und strukturiert. 

Zudem leben viele der SchülerInnen in Hochhäusern. Sie gehören zu ihrem Alltag fest dazu. In der Klasse Flex 4 sind 21 SchülerInnen, die an dem Projekt teilnahmen.

Für die meisten Schülerinnen war die Aussicht vom Main Tower ein Höhepunkt gleich zu Beginn der Projektwoche. In den folgenden Tagen haben die Kinder engagiert und motiviert ihre eigenen Hochhäuser gestalten wollen. Ihre Eindrücke und Ideen konnten alle während der Woche in ihrer eigenen Projektmappe festhalten und weiterentwickeln. Während des Arbeitens an der eigenen Skyline fand in den Kleingruppen ein reger Austausch sowohl über die Erlebnisse als auch über die Art der Gestaltung statt. Mit Pappkartons, Zeitungspapier, Kleister und Kreativität entstand im Laufe der Woche nach und nach die Skyline der Flex 4.

Die SchülerInnen haben in dieser Woche viel gemeinsam erlebt, sie haben Ideen entwickelt, zusammengearbeitet und in dieser Woche ein Thema gefunden, mit dem sie sich sowohl als Einzelperson aber auch in der Klassengemeinschaft identifizieren konnten.  

Im Wettbewerb bis: Oktober

Gemeinschaftsschule Neubulach

Rome-Ance: Ein Abend im Alten Rom

 

In der sechsten Klasse haben wir im zweiten Halbjahr eine Geschichteeinheit zum Thema “Das Alte Rom” durchgenommen. Es war unser drittes großes Geschichteprojekt mit unserer

 

(Lieblings-) lehrerin Frau Theimel. Wir haben von ihr gelernt, dass man für Projekte recherchieren muss, und das mit dem Recherche-Zyklus von Kath Murdoch am einfachsten geht. Diesen haben wir auch im Geografieunterricht genutzt, also kennen wir in nach zwei Jahren schon echt gut.

 

Wir arbeiten meistens fächerübergreifend: Für unsere Projekte nutzen wir nicht nur die Geschichte- oder Geo-Stunden, sondern auch die Computerstunden, die Musik- und Kunststunden und oft auch unsere IL-Zeit (Individuelle Lernzeit). In diesem Projekt haben wir in Kunst, Medienbildung und Geschichte miteinander verbunden und haben in der IL-Zeit in Gruppen gearbeitet. Wie das alles abgelaufen ist, kommt jetzt: ()

 

Tuning In: Die erste Phase geht ca. eine Woche und ist dafür da, dass man das neue Thema erst mal kennenlernt. Außerdem möchten unsere Lehrer wissen, was wir denn schon zum Thema sagen können und welche Fragen wir haben oder was uns besonders interessiert. Die erste Stunde beginnt darum normalerweise mit einem Brain-Storming. Wir haben diesmal in einer Mindmap aufgeschrieben und sortiert, was wir schon wissen. Anschließend haben wir den „Book Browse“ gemacht. Dazu bringt Frau Theimel immer eine große Box mit Büchern mit, die wir mit Freunden in der Leseecke oder im Lernflur abwechselnd durchschauen. Interessante, neue Sachen haben wir mit einer anderen Farbe in die Mindmap geschrieben und wir nehmen immer grün, um unsere Ideen mit einem Häkchen zu bestätigen und rot um sie mit einem Kreuz zu negieren. Danach haben wir ein Video angeschaut (DVD- Was ist Was: Das alte Rom) und durften uns dabei weitere Notizen auf die Mindmap machen. Als Abschluss haben wir mit den Mindmaps einen „Chalk Talk“ gemacht- dabei laufen alle Schüler durch das Zimmer und schreiben weitere Ideen oder Fragen bei den anderen Mindmaps dazu. So haben wir jeder schon echt viele Infos zum neuen Thema. (Vanessa, Julia)

 

Finding Out: Im zweiten Schritt sollten wir aussuchen, welches Unterthema uns am meisten interessiert. Dazu brauchten wir noch mehr Infos, weil am Anfang immer alle Unterthemen gut klingen. Also haben wir uns einen Film zusammen angeschaut, der alle Themen behandelte, damit wir uns besser entscheiden konnten. Manche haben in der IL-Zeit auch einen zweiten Film angeschaut. Bei den Filmen haben wir uns Notizen gemacht. Das dürfen wir so machen, wie wir es am besten finden: Manche machen Post-it’s als verschiedene Kategorien, manche machen eine Liste mit Spiegelstrichen und manche machen eine neue Mindmap.

 

Am Ende der zweiten Woche suchen wir uns aus, auf welchem Niveau und zu welchem Thema oder Themen wir mehr wissen möchten. Das wird dann unser Expertenthema für die Einheit. Es ist egal, ob wir alleine oder mit anderen arbeiten möchten. Das Thema ist das Wichtigste und man kann unterschiedliche Unterthemen auch mit unterschiedlichen Leuten bearbeiten. (Simon, Josi, Giovina)

 

Sorting Through: Damit wir genug Informationen zu unseren Expertenthemen finden und auf sicheren Seiten recherchieren, haben wir zu unserem Thema eine Übersicht mit QR Codes von Frau Theimel bekommen. Die nutzen wir für die Tablet-Recherche. Wenn wir im Internet-Café sind und am Computer recherchieren, sollen wir auf die Quellen achten und Frau Theimel erinnert uns immer wieder daran, dass wir der Filter für Informationen sein müssen. Das ist schwieriger aber manche Schüler mögen das lieber.

 

Außerdem gibt es an der Lerntheke Texte für jedes Unterthema, die unsere Lehrerin mit Niveaustufen-Stickern beklebt hat. Man kann auch auf dem grundlegenden Niveau Texte lesen und trotzdem später auf dem erweiterten Niveau weiterlesen. Die Informationen sind bei den Texten vom grundlegenden Niveau leichter zu verstehen und auf dem mittleren Niveau sind sie etwas schwieriger. Beim erweiterten Niveau sind die Wörter oft schwieriger und es gibt weniger Bilder.

 

Zu vielen Unterthemen hat Frau Theimel an der Lerntheke auch DVDs oder ein LÜK-Heft, das wir benutzen können um zu lernen.

 

Wir haken auf Checklisten ab, was wir mit wem bearbeitet haben und mit einem farbigen Smilie sagen wir, ob es hilfreich war. Unsere Ergebnisse schreiben wir auf. Dazu nehmen wir Graphic Organizers, die Frau Theimel aus Harvard mitgebracht hat. Welcher Organizer am besten passt, müssen wir uns nach dem Lesen überlegen und in der Zwischenzeit, können wir das auch schon gut selbst entscheiden. Es gibt zum Beispiel „See Think Wonder“, „Color Symbol Image“, „Connect Extend Challenge“ oder  Viewpoints. (Jonas, Samuel und Leon)

 

Making Connections: In der vierten Phase haben wir viel zu überlegen- wir entscheiden, welche Informationen wichtig sind und sortieren aus; das heißt „Trash or Treasure“. Wenn wir sehen, dass noch etwas fehlt, können wir nochmal nachschauen, ansonsten fassen wir unsere Ergebnisse zusammen.

 

Danach haben wir die Ergebnisse von Mitschülern bewertet- und die anderen unsere. Mit einem Feedbackbogen, den wir mit Frau Theimel entwickelt haben, haben wir uns Punkte durch Smilie Gesichtern gegeben. Wir haben selbst auch durchgeschaut und uns bewertet. Danach haben unsere Eltern unsere Recherchemappen auch noch angeschaut und Kommentare geschrieben.

 

Das Feedback haben wir dann benutzt um herauszufinden, wo wir noch mehr Informationen brauchen, z.B. wenn die Eltern eine Frage gestellt haben, zu der wir noch keinen Text hatten. Das mussten wir nacharbeiten. (Alina und Amelie)

 

Drawing Conclusions: Unsere Infos haben wir gegen Ende des Projekts in eigene Ebooks verwandelt. Das ging so: Zuerst haben wir die App „BookCreator“ genutzt und ein Deckblatt und ein Inhaltsverzeichnis gestaltet. Dann haben wir Seiten eingefügt, auf denen wir beschrieben haben, was wir zu einzelnen Themen herausgefunden haben. Wir konnten Bilder und Schaubilder aus dem Internet von pixabay einfügen und manche haben auch selbstgedrehte Filmchen genutzt. Man konnte Audiodateien aufnehmen, wenn man wollte. Das fand ich besonders gut, weil ich schwierige Text dann ablesen konnte und nicht beim Präsentieren ins Stottern komme. Das Ebook haben wir gegenseitig kontrolliert und uns Feedback gegeben, damit noch Kleinigkeiten verbessert werden konnten, bevor die Eltern kamen. (Leon, Chiara)

 

Going Further: Frau Theimel gab uns Schachteln, die man aufschieben konnte. Das war perfekt, denn wir bauten in die Schachteln jeder ein 3D Modell von einer Szene unserer Themen. Wir haben Holz, Stoff, Wasserfarben und Steine benutzt und unsere Szenen waren zum Beispiel: Gladiatorenkampf, die römische Toilette, die Varusschlacht. Es war nicht einfach; erst, sich eine Szene zu überlegen und dann mit dem Material alles so hinzukriegen, wie wir es gerne wollten. (Ami, Leon, Akaki)

 

Taking Action: Endlich war es soweit! Wir haben uns Hilfekarten mit Stichworten geschrieben, damit wir beim Präsentieren nichts vergessen. Dabei haben wir unseren Arbeitsgang beschrieben, gesagt, was uns leicht und was uns schwer gefallen ist und wie wir die ebooks und Dioramen gefunden haben. Am Rom-antischen Abend haben wir haben unseren Eltern ein Clipboard mit Feedbackbögen gegeben und dann durften sie bei den Diorama-Boxen raten und schauen, und bei den Ebook Stationen einfach nur zuhören oder nachfragen. Es hat echt Spaß gemacht, zu zeigen, was wir alles so gelernt und hergestellt haben. Die meisten Eltern hatten noch nie ein Ebook gemacht! Es war ein toller Abend! (Zoe, Saskia)

Im Wettbewerb bis: Oktober

Dr.-Max-Josef-Metzger Realschule 

Tanzprojekt

Die Klasse 8f mit 24 Schüler/Innen der Dr.-Max-Josef-Metzger Realschule in Meitingen nahm freiwillig und zusätzlich zum Regelunterricht am 28.06., 30.06 und 05.07.2017 nachmittags an einem Tanzprojekt teil.

Dieses Projekt wurde von mir als Musiklehrerin initiiert und in Zusammenarbeit mit „Tanz und Schule Augsburg“ durchgeführt.

 Zur Situation der Klasse:

Die Klasse 8f ist eine Kunstklasse, die einerseits sehr „pflegeleicht“, d.h. sehr ruhig und fast schon lethargisch, war. Andererseits schwebte sie fachlich, besonders in den Kernfächern, oft in der Nähe des Abgrundes. Untereinander gab es wenig Austausch, der meist von Disharmonie geprägt war. So kam mir die Idee ein Tanzprojekt durchzuführen, um Kunst und Erfolg, Austausch und Gemeinschaft herauszufordern.

Wir trafen uns an den oben genannten Terminen mit 2 Tanzpädagoginnen. In den täglichen Warm-ups wurden der Klasse die Basics einer Tanzchoreographie, wie „Ebenen“, „Bewegungsformen“, etc. vermittelt. Anschließend bekamen die Schüler und Schülerinnen einige Inputs durch Musik und verschiedene Bewegungsabläufe, wie z.B. „Tekken“. Daraus entwickelten sie in selbstständigen Gruppen- und Partnerarbeiten Tanzbausteine und Soli, die zu einer Gesamtchoreographie gemeinsam zusammengestellt wurde: „Black and White“.

 Unbewusst verarbeiteten die Schüler/innen ihre Sehnsucht nach Gemeinschaft und Frieden in der Klasse, was sie wunderbar auf die Bühne brachten und aus den kurzen Statements eindeutig ersichtlich ist. Während des Erarbeitungsprozesses wurden die Schüler/innen lebendiger und praktizierten regen fröhlichen Austausch. Sie konnten am Ende in einer Reflexionsrunde die „eigene Ebene“ verlassen und einen „weltpolitischen“ Zusammenhang knüpfen.

Zur Krönung durfte die Klasse ihr gelungenes Stück im Kulturzentrum „Abraxas“, Augsburg, bei „Kids on Stage“ öffentlich aufführen, was für die Schüler/innen ein Highlight und eine besondere Ehre war. Die Klasse ist nun wie verwandelt: Die Schüler/innen kommunizieren auf schöne Art und Weise miteinander. Es verbindet sie ein gemeinsames und erfolgreiches Erlebnis.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Pestalozzischule Stuttgart-Rohr

Unser Ort

Vom 10.-14. Juli 2017 trafen sich 40 Schüler der 3a und 3d der Pestalozzischule Stuttgart Rohr im evangelischen Waldheim auf der Rohrer Höhe. Jeder wusste worum es geht. Aus ca. 100Tausend Legosteinchen sollten Vaihinger Gebäude passend zum Thema „Unser Stadtteil“ nachgebaut und alles in einem Clip dokumentiert werden.

So brachten einige Schüler Bücher aus vergangenen Zeiten mit, in denen schon abgerissene Vaihinger Gebäude zu sehen waren, andere bedienten sich Fotos von aktuellen Gebäuden wie beispielsweise das Rathaus. Leicht war das nicht, denn von Seitenansichten zu einem 3D Gebäude zu kommen und dann nicht genau die gleichen LEGO-Bauteile zu haben, die man brauchte, bedurfte der Kreativität der Schüler. „Ich fand es eigentlich gar nicht so schwierig“, sagte Leonie, die das Vaihinger Freibad nachbaute.

Philipp baute einen Kran, den man hier und da auch im Stadtteil sieht. Er hatte eine Anleitung dazu und „jede Menge Lust“ darauf.

Eine Mutter meinte, dass sie in den Wochen davor echt Mühe hatte ihre Tochter aus dem Bett zu bekommen, doch in dieser Woche wollte sie sogar früher im Waldheim sein, um weiter an ihren Projekten zu bauen. Denn neben den Gebäuden entstanden auch Video Clips, die mit Hilfe der Stopp Motion APP und ausgeliehenen IPad’s vom Stadtmedienzentrum entstanden. Herr Glass und Frau Brokate, die betreuenden Lehrer, besuchten eine Woche davor noch eine Fortbildung im Stadtmedienzentrum zu diesem Thema und hatten dabei selbst jede Menge Spaß. Die Schüler waren daraufhin sehr schnell eingelernt und beherrschten die APP in 5 Minuten. Entstanden sind Clips zwischen 10 sec und 3 Minuten mit über 1000 Bildern. Zu sehen sind die Entstehung der Gebäude oder Geschichten, wie beispielsweise „Ein Tag im Hotel Pullmann“ oder „Die entführte Braut“.

„Schwierig war das schon die Clips zu vertonen“ meinte Luana, „denn wenn man sich versprochen hatte, musste man alles neu machen.“  Aber selbst Musik und verschiedene andere Geräusche unter den Clip zu legen, war nach 3 Tagen für einige Schüler gar kein Problem mehr.

Sowohl die Gebäude als auch die Clips wurden schließlich am Schulfest ausgestellt und motivierte so einige Schüler selbst in den Sommerferien LEGO- Geschichten zu verfilmen.

 Pesta rockt!

Im Wettbewerb bis: Oktober

Glockenbergschule

Schulbandfestival

An unserer Schule wurde am 20. Juli 2017 ein Schulbandfestival zu Gunsten der Stiftung krebskranker Kinder in Coburg veranstaltet. Federführend war unser Kollege Michael Balling mit seiner Klasse 4. Unterstützt wurden sie vom Kollegium und anderen Schülern, die die Gäste mit Speisen und Getränken versorgten. Es war ein großer Erfolg und brachte auf diese Weise Eltern und Schüler verschiedener Schularten zusammen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Cäcilien-Schule  

Inklusives Musikensemble- Der Zauberlehrling“

Das Projekt ist eine Kooperations-Veranstaltung von Frau Eva Rabak (M A. Musikpädagogik), dem Institut für Musikpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Cäcilien-Schule der Stiftung Kinderhilfe und der Grundschule Philipp-Weiß in Fürstenfeldbruck. Dort ist eine Partnerklasse der Cäcilien-Schule im 3. Schuljahr eingerichtet.
An dem Ensemble-Spiel mit Instrumenten nahmen alle Kinder der Grundschulstufe 3 der Cäcilien-Schule teilnehmen. Dies sind 9 Kinder im Alter von 8-9 Jahren, die im 3. Schuljahr in Folge in der nahen Grundschule Philipp-Weiß untergebracht sind. Darunter sind auch einige nicht sprechende Kinder und Kinder mit Störungen aus dem Autismus-Spektrum. Seit dem 1. Schuljahr kennen sie die Kinder der 3. Grundschul-Partnerklasse, treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Tun in den verschiedensten Bereichen. Aus der Grundschulklasse nahmen 11 Kinder teil. Die Teilnahme war freiwillig. Einige Kinder brachten auch Vorerfahrungen aus dem privaten Instrumentalunterricht mit ein. Diese sollten natürlich mit einfließen in das gemeinsame Musizieren.
Gemeinsames Musizieren oder Singen in einem Ensemble ist nachgewiesener Weise eine für Menschen äußerst gewinnbringende Erfahrung. Sie verbindet emotional positives Erleben des eigenen Ausdrucks und Könnens mit dem Handeln in einer Gruppe, die ein gemeinsames Ziel verfolgt. Kinder mit einer geistigen Behinderung haben äußerst selten die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen. Während der Unterrichtszeiten einer Musikschule besuchen sie meist eine Heilpädagogische Tagesstätte oder sie werden dort gar nicht aufgenommen, da Musikschulen für Kinder mit einer geistigen Behinderung noch selten über ein Konzept verfügen.

In einem inklusiven Ensemble lernen alle Teilnehmer, dass jeder sich nach seinen Fähigkeiten einbringen darf und kann. Dies war in dieser Zusammensetzung ein sehr breites Spektrum sein an Möglichkeiten, Voraussetzungen, Motivationen und Lerneffekten bei den Kindern. Deshalb war es wichtig, dass es unter der fachlich versierten und erfahrenen Anleitung einer Musikpädagogin zusammen mit einer Sonderpädagogin und Kinderpflegerin durchgeführt wird. Ziele für die Teilnehmer waren: Förderung der musikalischen Kompetenzen Erhöhung des Selbstbewusstseins sich als wichtiges Mitglied einer Gruppe erleben Verantwortung übernehmen für das Gelingen einer Aufführung, kreativ sein. Inhaltliche Ziele: Zwischen der musikalischen Arbeit sind regelmäßige Komponier-Einheiten, in denen die Gruppe zum Thema "Musikalischer Zauberlehrling" selbst Musik erfinden konnten.
Weiterführende Ziele: Erforschung der Entwicklungsschritte bei den Teilnehmern durch Beobachtung und Dokumentation im Rahmen einer Dissertation Auswertung der Ergebnisse Veröffentlichung des Projektverlaufs und der Ergebnisse

Nach einer ausführlichen Vorbesprechung zwischen Frau Rabak, den Klassenleiterinnen und Schulleiterinnen über Ideen, Rahmenbedingungen und Ziele des Projekts hospitierte Frau Rabak in den Klassen, um die Kinder kennenzulernen. Die Eltern beider Klassen wurden informiert. Die Klassenleiterin der Grundschule übernahm die Auswahl der teilnehmenden Grundschulkinder ihrer Klasse Ab Anfang März 2017 traf sich das Ensemble jeweils am Mittwoch Vormittag für 60 Minuten zum gemeinsamen Musizieren. Es kamen Instrumente aus dem Orff-Instrumentarium zum Einsatz, ebenso wie Veeh-Harfen, Boomwhackers und Bodypercussion und Instrumente, die die Grundschulkinder evtl. aus ihrem eigenen Besitz mitbrachten. Nach jeder Projekteinheit trafen sich Lehrkräfte und Projektleiterin zu einem Reflexions- und Planungsgespräch. Aus den sich im Laufe der Zeit entwickelnden Ergebnissen und Kompositionen wurde ein Bühnenprogramm entwickelt und eingeübt. Am 26.07.2017 gab es eine erfolgreiche Bühnenaufführung, ein Konzert für die Eltern und interessierte Klassen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Friedrich-von-Saarwerden-Schule

Das geheime Leben der Piraten

Es sollte ein ganz besonderer Abschied der Viertklässler von der Grundschulzeit werden. Frau Fiegert, die Musiklehrerin und Chor-AG-Leiterin der Friedrich-von-Saarwerden-Schule, hatte eine tolle Idee. Zum Abschluss gibt es ein Musical. Und sie brachte auch direkt den konkreten Vorschlag mit: „Das geheime Leben der Piraten“.

Die Kinder waren direkt begeistert von der Idee und auch die Klassenlehrerinnen überlegten direkt mit. Frau Scholz aus der 4a als Regisseurin und Frau Woitzik aus der 4b als Strippenzieherin für den Kulissenbau und die Bühnengestaltung. Es sollte alles live sein, keine Musik aus der Konserve. Die Schulleitung war schnell überzeugt und die Songhefte und das Aufführungsrecht wurden eingekauft.

Alle 41 Kinder beider Klassen übten seit Mai die Piratenlieder und Piratentexte, ließen sich für die besonderen Rollen casten, malten mit an den Bühnenbildern, lieferten Ideen, übernahmen einen Teil der Instrumentierung und fragten in den Elternhäusern nach weiterer Unterstützung. Und die kam:

Väter, die eine Segelanlage bauten, ein ehemaliger Lehrer als Schlagzeuger, eine Mutter als Bratschenspielerin und Flötistin, eine Mitarbeiterin aus dem Offenen Ganztagsbereich als kreative Gestalterin von Bühnenelementen, Eltern zum Schminken, vielfältige Kostüme, Hilfen für die Proben, …

Im Musik-, Kunst- und Klassenunterricht wurde in den letzten Schulwochen so intensiv gearbeitet, wie man sich das immer wünschen würde. Und es gab ein verbindendes gemeinsames Ziel: Drei große Aufführungen

  • Die erste als Generalprobe vor allen Mitschülerinnen und Mitschülern der Klassen 1 bis 3 am Dienstagmorgen 11.7.17.
  • Eine Spätnachmittagsaufführung für rund 150 Besucher, besonders auch die Schulneulinge aus den Kindergärten am 12. Juli 2017.
  • Die Aufführung vor den eigenen Eltern bei der Verabschiedungsfeier der Viertklässler am letzten Schultag, dem 17. Juli 2017, mit annähernd 100 Gästen.

Die Kinder (und Lehrerinnen) spürten, dass das gemeinsame konzentrierte Üben sie schnell auf dem gewählten Weg voranbrachte. Da war es viel leichter, auch mal abzuwarten oder zu sehen, dass die Idee einer Mitschülerin umgesetzt wurde. Als Besonderheit musste noch das Ende des Stückes neu geschrieben werden und auch dafür fanden sich tolle Ideen der Kinder. Gespielt wurde schließlich das Auffinden eines Bücherschatzes zum Lesenlernen. Alle Zweifel, ob die Kinder sich über Wochen zusammenraufen würden, waren sehr schnell verflogen. Besonders ansprechend an der Handlung des Piratenstückes ist, dass - genau wie im Schulleben - die Piraten sehr unterschiedlich sind, ihre Ängste haben und zum Teil verstecken und dass letztlich jeder wichtig ist und seinen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg leistet.

Zwischendurch gab es Schwierigkeiten mit der Technik. Schließlich sollte man alle Solisten und Solistinnen auch gut hören können. Doch Frau Fiegert und die Kolleginnen überlegten weiter. Es wurden noch zusätzliche Mikrophone ausgeliehen und die Familie eines kommenden Schulkindes unterstützte uns bei der Verkabelung und Einstellung der technischen Komponenten.  Es war eine intensive Arbeitszeit und eine tolle Gemeinschaftserfahrung, die alle gerne (nach etwas Erholung) wiederholen würden. Sicher nehmen die Piraten und Piratinnen eine tolle Erinnerung an ihre Grundschulzeit mit zur nächsten Schule und im besten Fall fühlen sie sich durch ihre Erfahrungen mit der Musicalarbeit gestärkt und selbstsicherer.  Bei allen Aufführungen waren die Zuschauer sehr begeistert und es mussten Zugaben gegeben werden. Es konnten sogar noch Spenden für die Schulmusik gesammelt werden.

Im Wettbewerb bis: Oktober

VS im Mühlviertel  

Theater und Chorprojekt

Schon zum zweiten Mal haben wir, die Theatergruppe „TheCho“ eine Theaterproduktion mit 26 Kindern im Alter von sechs bis vierzehn Jahren (schulübergreifend) aus den umliegenden Gemeinden um Gramastetten, einstudiert. Viel Herzblut, Zeit und Ehrenamtlichkeit wurde von den vielen freiwilligen Helfern in das Projekt gesteckt und seit Ostern wurde an dem Stück mit den Kindern geprobt. Das „Mausical“, die musikalische Umsetzung der Geschichte, in der die kleine Landmaus ihre Cousine in der großen Stadt besucht,  wurde am 1. und 2. Juli 2017 am Kulturgasthof Etzlberger, in Gramastetten aufgeführt.

Zur Geschichte: Adelheid, eine hübsche Waldmaus, hält es in der Stille des Waldes nicht mehr aus. Sie findet es dort einfach langweilig, und möchte etwas erleben. Da erinnert sie sich an eine Einladung ihrer Cousine Josefine, die in der Stadt lebt. Ihre Großmutter und ihre Nachbarn, die Hasen wollen sie von ihrer Idee, in die Stadt zu wandern wieder abbringen, und machen sie auf die Gefahren einer solchen Reise aufmerksam. Aber Adelheid will nichts davon wissen. Auf dem Weg dorthin passieren viele aufregende Dinge. Sie trifft auf zwei Hunde, auf den Igel, auf vier gackernde Hühner und zuletzt auf zwei hochnäsige Stadtratten.

Bei Josefines Haus angekommen, ist die Geburtstagsfeier ihrer Cousine Josefine schon im Gange. Adelheid hat sich extra herausgeputzt und lernt Adalbert, den Mäuserich kennen. Sie verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Da die Mäuse ja auch hungrig werden, verschwinden sie in der Speisekammer, um nach Leckereien zu suchen. Doch dort ist Vorsicht geboten, da der Hauskater Wache hält. Adelheid ist diese ganze Aufregung zu viel, und sie sieht ein, dass das Stadtleben doch nichts für sie ist. Darum beschließt sie, wieder in den Wald zurückzukehren. Die Hasen warten schon gespannt auf Adelheids Rückkehr und als sie Adelheid sehen, sind sie überglücklich, dass ihre Freundin wieder zu ihnen in den Wald zurückgekehrt ist.

Textbearbeitung: Die Originalfassung des „Mausicals“  von Franz Moser besteht aus einem Erzähler und vielen Liedern. Unsere Motivation ist die Stärkung der Persönlichkeiten von schulpflichtigen Kindern durch Theaterspielen und Singen. Auf der Bühne zu stehen bedeutet Mut und fördert die Selbstsicherheit „unserer“ Kinder enorm. Um für alle Kinder entsprechende „Rollen“ zu kreieren, haben wir das Stück in ein Drehbuch umgeschrieben und so viele Rollen dazu erfunden, dass jedes Kind sich in einer Rolle verwirklichen konnte. So lernten die Kinder sich sprachlich und musikalisch besser auszudrücken.

Pädagogische Ziele: Der soziale Aspekt, dass es unerlässlich ist, beim Theaterspielen aufeinander zu reagieren und einzugehen, Rücksicht zu nehmen, die Jüngeren zu unterstützen, um schließlich ein gemeinsames Theaterstück auf die Bühne zu bringen, ist außerdem von großer Bedeutung für unsere Heranwachsenden. Die Probenarbeit dauerte fast drei Monate, doch das Gemeinschaftserlebnis wird den Jugendlichen sicher für viele Jahre unvergesslich bleiben. Die Aufführungsdauer erstreckte sich über etwa eineinhalb Stunden.

Das Feedback der Kinder und auch Eltern war, dass sie Einblick in eine Theaterarbeit erhielten, in einer so umfassenden Art, wie sie es vorher nicht für möglich gehalten haben. Damit ist gemeint: Drehbuch schreiben und auch weiterentwickeln, Lieder lernen und die dazu nötige chorische Arbeit mit einem Pianisten, Kostüme selbst nähen und gestalten, schminken, Ausdrucksarbeit bei den Theaterproben (einschließlich  Probenplan), Kulissen gestalten, Requisiten beschaffen, …..

Für die Eltern war vor allem die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder sehr offensichtlich und bedeutsam. Aus teilweise schüchternen Kindern entwickelten sich während unserer intensiven Arbeit schon außergewöhnlich begabte junge „Schauspielerpersönlichkeiten“. Auch die Rückmeldung, dass die Kinder immer so strahlend und zufrieden von den Proben nach Hause kamen, war für uns sehr erfreulich.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Albert-Schweitzer-Schule  

Musical

36 Musical-Kinder des letzten 4. Jahrgangs haben mit dem Schulchor (120 Kinder) daran gearbeitet, ein gemeinsames Musical auf die Bühne zu bekommen. Das bedeutet, dass jedes 3. Kind der Schule an diesem Projekt beteiligt war. Die 2 Aufführungen fanden im Rahmen der Schultheatertage der Stadt Menden in einem richtigen Theater (Wilhelmshöhe Menden, 130 Sitzplätze) mit Licht- und Tontechnik statt. 

Für das jährlich wiederkehrende Projekt mit unterschiedlichen Musicals ist der Gemeinschaftsaspekt von großer Bedeutung, weil während der Proben und Aufführungen spürbar ist, wie das gesamte Ensemble zusammenwächst. Alle Rollen sind zweifach besetzt, es gibt zwei Aufführungsgruppen, die sich jedoch gemeinsam vorbereiten. Gleiche Rollen werden schauspielerisch und gesangstechnisch im Team geübt, man berät sich gegenseitig und gibt sich Tipps. Die Schülerinnen und Schüler lernen, nicht nur für sich, sondern für andere mitzudenken und sich einzubringen. Es wird gemeinsam an den Kostümen und der Kulisse gearbeitet.

Am Chor nehmen bewusst auch Kinder mit verschiedenen Förderbedarfen oder Auffälligkeiten teil. Bei allen Schülerinnen und Schüler entwickelt sich ein enormes Gemeinschaftsgefühl, viele wachsen über sich hinaus und alle machen die Erfahrung ein wichtiger Teil eines Ganzen zu sein und setzen sich damit mit großem Engagement für dieses Gemeinschafts-Projekt ein. Diese Erfahrung spiegelt sich im Nachhinein in vielerlei Verhaltensweisen im Unterricht positiv wieder, wie die Klassenlehrer / innen immer wieder berichten.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Otto-Graf-Realschule  

Spende für Kasnoma

Im April habe ich mit meiner Klasse (19 Schüler, 12-13 Jahre alt) einen englischen Text gelesen, der nicht ohne Folgen blieb: amerikanische Schüler haben zu Hause kleine Aufgaben für die Eltern erledigt. Das so verdiente Geld wurde einer humanitären Organisation überwiesen. Nach der Lektüre kamen plötzlich Stimmen auf wie: „Wow, toll, das macht wirklich Sinn!“ und „Das könnten wir doch auch!!“ Und schnell haben wir ein Projekt gefunden, für das wir uns engagieren wollten: eine kleine schweizerische Organisation, welche sich im Kongo für Kinder mit der Krankheit NOMA einsetzt (www.kasnoma.ch – im Moment nur Französisch).

Im Verlauf der letzten Schulmonate haben wir folgende Projekte realisiert:
• Backen und Verkauf von Süsswaren vor einem Supermarkt
• Ausführen von kleineren und grösseren Aufgaben bei den Eltern zu Hause
• Verpackung und Verkauf von getrocknetem Zitronengras (Tee) aus dem Kongo
• Waschen der Autos der Lehrer / Lehrerinnen der Schule

Zur Vorbereitung haben wir verschiedenste fachübergreifende Kompetenzen mobilisiert, welche für mich als Lehrperson (neben der humanitären Seite) ein Hauptziel waren:

• Für den Verkauf der Süsswaren mussten die Schüler sich gut über die Krankheit NOMA und die Organisation KASNOMA informieren. Sie haben kleine Plakate geschrieben und darauf die Gründe für ihr Engagement erklärt. Hier gab es sehr berührende Erklärungen, welche zeigten, dass die Schüler sich auch emotional stark engagierten.

• Für diesen Verkauf mussten sie auch lernen, auf die Passanten zuzugehen und das Projekt zu „verkaufen“. Dazu haben wir Rollenspiele in der Klasse gemacht. Es ging auch darum, mit Abweisungen und unfreundlichen Reaktionen umzugehen.

• Für die Hausarbeiten mussten sie die Eltern vom Projekt überzeugen und sich dann über einige Wochen hinweg wirklich engagieren.

• Das Herstellen, Dekorieren und Verpacken von Zitronengras hat handwerkliche Fertigkeiten gefordert. Ungeschicktere Schüler konnten hier auf Mithilfe von anderen rechnen – es war sehr schön, die Schüler in dieser Situation zu beobachten.

• Für das Autowaschen haben die Schüler ein Informationsblatt an die Lehrer geschrieben. Ich habe ihnen im Computerraum eine Liste mit den zuvor diskutierten Fakten gegeben (vereinbarte Preise etc.). Sie mussten nun die im Informatikunterricht im Verlauf des Jahres gelernten Kenntnisse anwenden (eine Tabelle erstellen, ein Bild einfügen und zentrieren etc.).

• Das Autowaschen über einen Tag hinweg hat die Schüler körperlich gefordert und ihnen Einiges an Durchhaltewillen abverlangt. Wir haben es aber geschafft, alle zur Verfügung gestellten Wagen zu waschen.

• Für beide Verkaufsaktionen (Süsswaren und Autos waschen) haben die Schüler überlegt, was sie verlangen könnten, welche Strategien die Leute evtl. dazu bringen könnte, etwas mehr zu geben etc.

Wir haben die stolze Summe von 3500 CHF gesammelt und Anfang Juli der Organisation KASNOMA übergeben. Dieses Projekt hat sich wie erwähnt relativ spontan ergeben. Wir haben Vieles in der sogenannten „Klassenlektion“ (1 Stunde / Woche) organisiert, die für alle anfallenden Fragen, Probleme etc. vorgesehen ist. Das Schülerfeedback am Schluss des Projekts hat gezeigt, dass meine Schüler im Verlauf des Projekts zahlreiche Dinge gelernt haben, auf die sie wirklich stolz waren: sich ein Ziel setzen und daraufhin arbeiten, nicht nur an sich selber denken, zusammen mit anderen etwas realisieren, ohne Scheu auf die Passanten zugehen etc. Wir haben recht viel Zeit und Energie investiert. Natürlich waren wir am Schluss mächtig stolz auf die gesammelte Summe – aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Projekt vor allem für meine Schüler ein Riesengewinn war.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Mauritius-Schule  

Selbstfinanzierung einer mehrtägigen Schülerreise

Ich, als Klassenleiterin der FP2 (Förderschwerpunkt praktische Arbeiten), einer kleinen Schülergruppe mit erheblichen Beeinträchtigungen, fand es unseren Jugendlichen gegenüber ungerecht und sehr schade, dass ihnen eine Abschlussreise vorenthalten wurde. Den Bedürfnissen entsprechend, habe ich einen pädagogischen Bauernhof in den belgischen Ardennen als angepasstes Reiseziel gewählt. Da unsere Gruppen sehr klein sind (6 – 7 Schüler) macht eine Reise nur halb so viel Spaß. Also haben wir noch 3 weitere Gruppen (Autisten & Mehrfachbehinderte Schüler) zu unserer Klassenfahrt eingeladen. Der Bauernhof befindet sich im französischsprachigen Raum Belgiens und verfügt über geschultes Personal, welches die Aktivitäten fachmännisch Begleitet.

Die 6 Schüler der FP2 waren glücklich über die anstehende Schülerreise und haben hochmotiviert zahlreiche Arbeiten & Aufgaben zur finanziellen Unterstützung der Reise durchgeführt. Da die 3 anderen Gruppen manuell kaum in der Lage sind eigenständig eine produktive Leistung bringen zu können, war es eine Meisterleistung der 6 Jugendlichen, alles alleine zu schaffen.

Bereits im Herbst haben die ersten Vorbereitungen dazu stattgefunden. Es wurden viele Aktionen & Arbeiten mit dem Ziel, durch den Verkauf der Hergestellten Produkte Geldeinnahmen zur finanziellen Unterstützung der eigenen Klassenfahrt zu machen.

  • 160 kg selbst aufgelesene Äpfel & Birnen wurden zu Sirup (Streichbarer Brotaufstrich) verarbeitet
  • 616 kg selbst aufgelesene Äpfel wurden zu Apfelsaft verarbeitet
  • 80 kg selbst aufgelesene Walnüsse wurden in monatelanger Arbeit geknackt, sortiert und anschließen zu Walnussöl verarbeitet
  • Aus den trockenen Walnussabfällen des Öls haben wir einen köstlichen schokoladenbrotaufstrich hergestellt
  • Beerenobst aus dem Schulgarten haben wir zu köstlicher Marmelade verarbeitet
  • Alle Produkte wurden mit selbstgestalteten Etiketten ausgezeichnet
  • Den Verkauf der Produkte haben die 6 Schüler innerhalb des Lehrerkollegiums und ihrer Familien & Nachbarschaften gemacht

Diese Mühe hat sich gelohnt! Denn insgesamt haben alle 24, an der Klassenfahrt teilnehmenden Schüler, eine Vergünstigung von rund 30% der Eigenbeteiligungskosten erhalten.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Rudolf-Diesel-Realschule  

Nistkästen für Höhlenbrüter

Auf unserem neuen Schulgelände gibt es viele Bäume, die als Wohnort bisher unbewohnt sind. Um den Vögeln einen Anreiz zum Brüten zu geben, überlegten wir uns, für sie Nistkästen in der Luxusausführung als Anreiz zu bauen. Mit vier Klassen arbeiteten wir im Werken am Projekt Nistkasten für Höhlenbrüter.

Nach längeren Erkundigungen im Internet über die Bedingungen und Voraussetzungen vom Nistverhalten der Höhlenbrüter, machten wir verschiedene Pläne zum Bau von Nistkästen. 

Die 9. Klasse entwarf zunächst in TZ Baupläne und zeichnete diese im Maßstab 1:1. Weiter stellten sie Teilelisten zusammen und fertigten Schablonen für unseren Serienbau an. Die Klasse selbst entschied sich für ein Model, das wir „Luxusvilla mit Balkon“ nannten. Der Vorteil bei diese „Balkonvilla“ ist, dass die Jungvögel vor und nach dem Ausflug im geschützten Balkon ausruhen können. Die Frontplatte unterhalb des Balkons ist zur Reinigung aufklappbar.

Die 8. Klasse fertigte die „Dreieckshöhle“. Vorteil dieses Modells: Die Frontplatte lässt sich zur Reinigung abnehmen. Eingesägte Querrillen im Innenraum erleichtern das Aufsteigen zum Flugloch, das bei diesem Modell 32 mm beträgt. Ideal für Finken und andere Höhlenbrüter. Durch die Dreiecksform, mit Dachpappe abgedeckt, ergibt sich bester Witterungsschutz.

Die 7. Klasse baute die „Standardversion“. Diese kann besonders gut in Serie vorproduziert und mit Hilfe von Arbeitsstationen zusammengebaut werden. Auch bei diesem Modell kann die Frontplatte aufgeklappt werden, zur besseren Reinigung. Aus umwelttechnischen Gründen haben wir die verwendeten Rohholzbretter nicht behandelt, sondern die Deckplatte weit überstehen lassen und mit Dachpappe geschützt.

Für die „Holzwürmer“ in den Klassen wurde noch diese Version angeboten. Dabei wurde der Baumstamm ausgehöhlt. Zunächst mit der Bohrmaschine nach „Schweizer Käsemanier“ durchlöchert und dann mit den Stechbeitel sauber ausgehöht. Viel Schweiß und Ausdauer waren für dieses Sondermodell notwendig. Aber einige der Schüler, die wir dann liebevoll als „Holzwürmer“ bezeichneten, fertigten in Partnerarbeit diese Modelle an, hatte einer bereits Schwielen an den Händen, sprang der zweite ein. 

Dann brachten wir die Luxusvillen und Standardhäuser an unseren Bäumen an und werden testen, welche Vögel hier Einzug halten werden

Bei unserem Sommerfest am 25. Juli 2017 haben wir dann unsere übrigen Modelle vorgestellt und erfolgreich an den Mann bzw. an die Frau gebracht. Ein gelungener Abschluss unseres Projektes.                          

Wir sind die Holzmichels

Wir, das ist eine Gruppe von engagierten Schülern und ihr Lehrer Christoph Rehbach. Wir, das sind Leute, die auch außerhalb der Regelschulzeit gerne mit Holz arbeiten, mit Maschinen hantieren, bohren, schleifen, tackern, nageln, eben einfach tolle Burschen. Die Idee war, unsere bisher langweilige, etwas verstaubte und nicht so attraktive Schülerbibliothek zu neuem Design zu verhelfen. Dank einer Spende unserer Lehrerin Frau Duschner, die uns ausgediente Europalletten brachte, konnten wir schnell die Grundlandschaft bauen. Mit Spanplatten haben wir dann diese Grundgerüste beplankt, bzw. verkleidet.Das war viel Arbeit, weil natürlich Europaletten leicht unterschiedliche Masse haben und schon gar nicht winkelgerecht sind. Als unser Gerüst nach vielen, vielen Arbeitsstunden fertig verkleidet war, ging es ans Bodenlegen. Rechtzeitig zum Sommerfest waren wir fertig, da wurde unsere Bibliothek mit einer Lesung eingeweiht. Wir haben das geschafft,  “die Holzmichels“. Jetzt steht dem gemütlichen Lesen in einer neu ausgestatteten Bibliothek nichts mehr im Weg.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Johann-Christoph-Winters-Schule für Kranke"  

Der Planetenweg - Astronomische Kunst oder künstlerische Astronomie

Unser Projekt fand im Physik-Unterricht zwischen dem 29.05. und 10.07.2017 statt. Die Schülergruppe setzt sich sehr heterogen zusammen aus (bis zu acht)
Schüler*innen aller Regelschulformen, die das 8. bis 10. Schuljahr besuchen. Während ihrer Behandlungszeit in der Tagesklinik Pionierstraße, eine Klinik für
Kinder- und Jugendpsychiatrie, besuchen die Schüler*innen eine Außenstelle der Johann-Christoph-Winters-Schule für Kranke (ein kleines Container-Gebäude
unmittelbar neben der Tagesklinik).

Für den Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern ist wöchentlich eine Zeitstunde im Stundenplan vorgesehen. Die Zusammensetzung der Schülergruppe ist selten über mehrere Wochen konstant, da immer wieder Schüler*innen entlassen oder aufgenommen werden oder außerplanmäßige Termine der Tagesklinik Vorrang haben. Unsere kleine Außenstelle verfügt über keine naturwissenschaftlichen Fachräume oder Materialsammlungen. Zu diesen unterrichtsorganisatorisch nicht immer einfachen Bedingungen kommt häufig eine recht geringe Motivation der Schüler*innen bzgl. des (naturwissenschaftlichen) Unterrichts. Zum einen fällt vielen das schulische Arbeiten aufgrund ihrer psychischen Belastung grundsätzlich schwer,
zum anderen haben leider immer wieder schlechte Vorerfahrungen oder Vorurteile bzgl. der NW-Fächer negativen Einfluss auf unseren Unterricht.
Ich versuche diesen Faktoren mit einem projektorientierten Unterricht, in den man trotz laufender Unterrichtsreihe möglichst problemlos einsteigen kann, zu begegnen.

Das fachliche Niveau entspricht dabei nicht immer den Richtlinien und Lehrplänen der Schulform/-stufe der Schüler*innen. Mein Ziel ist es vorrangig, bei den Schüler*innen Interesse an den naturwissenschaftlichen Inhalten zu wecken und Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Schön ist es, wenn eine Schülergruppe – wie bei diesem Projekt – das Ergebnis begutachtet, positive Rückmeldungen von verschiedenen Seiten erhält und stolz darauf ist.

Das eigentliche Projekt – das Sonnensystem maßstabsgetreu auf einem Gehweg abzubilden – war am 03.07. beendet, am 10.07. fand dann noch ein Unterrichtsgang in ein Planetarium statt. In den letzten beiden Schulwochen vor den Sommerferien erhielten meine Schülergruppe und ich sehr viele positive Rückmeldungen zu der „Gehweggestaltung“. Bei einem Sommerfest der Tagesklinik, das auch noch in dieser Zeit stattfand, erklärten einige der Schüler*innen, die an dem Projekt teilgenommen haben, ihren Familien und anderen Kindern, was es genau mit der Größe und den Abständen der Planeten auf sich hat… eine Lernstandsüberprüfung der etwasanderen Art!

Im Wettbewerb bis: Oktober

Mauritius-Schule  

Stabpuppenspiel zum englischen Kinderbuch : The Smartest Giant in Town

Die Kinder der Klasse 4a der Kath. Grundschule St. Mauritius in Meerbusch, bestehend aus 29 Schülerinnen und Schülern, haben Anfang des Jahres im Englischunterricht, als sie sich mit dem Thema „Clothes“ beschäftigt haben, das englische Kinderbuch „The Smartest Giant in Town“ von Julia Donaldson und Axel Scheffler kennengelernt. Die Geschichte hat ihnen sehr gefallen und sie konnten schnell einige Passagen mitsprechen und das Lied mitsingen. Daraus entstand die Idee, den Text etwas zu vereinfachen, ihn dann auf Englisch einzuüben und die Geschichte als kleines Stabpuppenspiel aufzuführen.

Mit großer Begeisterung haben sich die Kinder den englischen Text erschlossen, ihn geübt und sich immer wieder die CD angehört, um Intonation und Aussprache zu verbessern. Je nach Rolle gab es anspruchsvolle und weniger anspruchsvolle Textpassagen, sodass jedes Kind einen Teil des Textes lesen konnte.

Parallel dazu haben sie dann im Kunstunterricht erarbeitet, was ein Schattentheater ist und Materialien gesammelt, die dafür benötigt werden. Es wurden alle Figuren und Gegenstände aus dem Stück aufgelistet und die Schüler haben selbstständig entschieden, wer welche Stabfigur erstellen wird. Weiterhin haben die Kinder in den ersten Stunden Kriterien aufgestellt, wie die Figuren aussehen müssen, damit sie deutlich auf der Leinwand zu erkennen sind. Sehr schnell entdeckten sie experimentell, dass Schärfe und Größe der Figur von der Nähe zur Leinwand abhängen. Ist sie nah an der Leinwand,  ist das Abbild scharf und sie erscheint weitgehend in Originalgröße. Wird die Figur von der Leinwand zurückgezogen, fällt mehr Licht um sie herum und sie wird größer und die Umrisse werden unschärfer.

In den darauffolgenden Stunden haben die Kinder Skizzen zu den Figuren und den Gegenständen aus dem Schattentheater gezeichnet. Diese Skizzen wurden im Anschluss auf Pappe übertragen und mit farbigen Folien ausgestaltet. Die Kinder waren stolz, ihre Figuren zeichnen zu können. Passend zu den einzelnen Szenen wurden noch Hintergrundfolien gemalt, diese wurden dann während der Aufführung zum Beleuchten der Leinwand auf die Projektoren gelegt, die zum Beleuchten der Leinwand nötig waren. Einige Kinder hatten großes Interesse an der Technik und bedienten die Projektoren sehr gerne.

Nachdem alle Vorbereitungen für das Stück beendet waren, haben die Kinder eigenständig experimentiert und überlegt, wie man mit den Figuren richtig umgehen muss, wie diese hinter der Leinwand gehalten werden müssen, damit alles für die Zuschauer gut zu erkennen ist. Daraufhin wurden Kinder bestimmt, die die Stabfiguren bewegen sollten.

Außerdem wurden Kinder ausgewählt, die für zwei Projektoren verantwortlich waren, damit unterschiedliche Hintergrundbilder aufgelegt werden konnten. Die Kinder waren sich auch sehr schnell einig, dass die Wirkung besonders groß ist, wenn der Riese durch ein Kind aus der Klasse dargestellt wird. So wurde Figurenschattentheater zum Menschentheater ergänzt und kombiniert, um weitere Effekte zu erzielen. Im Englischunterricht wurden die Leser für den Text ausgewählt.

Es war für die Kinder ein besonderes Erlebnis, die Figuren in die Hände zu nehmen und mit ihnen die Geschichte zu erzählen. In den nächsten Stunden wurde das Schattentheater fleißig eingeübt, bis die Kinder sicher und passend zum englischen Text alle Rollen und Bewegungen ausführen konnten. Während des Übens entstand noch die Idee, Musikinstrumente zur Erzeugung von Geräuschen einzusetzen. Die Kinder überlegten, an welchen Stellen es nötig ist und welche Instrumente sich dafür eignen würden. Aus dem Grund wurden noch weitere Stunden benötigt, damit Text, Beleuchtung, Hintergrundbilder, Riese, Stabfiguren, Geräusche, Musik und Gesang aufeinander abgestimmt werden konnten und die Kinder das Stück sicher aufführen konnten. Jedes Kind hat eine Rolle übernommen, sei es als Leser, als Bediener der Overhead-Projektoren, als „Musiker“, als Beweger der Stabpuppen, oder als Riese. Das Lied zum Buch haben alle gemeinsam gesungen.

Während der ganzen Übungsphase waren die Kinder hochmotiviert – nicht zuletzt weil jeder seinen Interessen und Begabungen entsprechend eine Rolle gefunden hatte - und sie haben das Gesamtprojekt mit viel Begeisterung verfolgt. Die einzelnen Gruppen gaben sich immer wieder gegenseitig Tipps und konnten sich noch weiter steigern. Diese Wochen haben allen Kindern und den begleitenden Lehrern sehr viel Spaß gemacht. Es war ein gelungenes Projekt.

Gebannt verfolgten die Kinder der 2. Klassen die 15minütige Aufführung und waren ganz von dem Stück fasziniert. Dank der wunderschön gestalteten Bilder und Szenen konnten sie eine englische Geschichte verstehen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Herzog-Heinrich-Mittelschule  

Viele Länder – eine Schule

Die Mittelschulen in Oberbayern wählten für das Schuljahr 2016/2017 den Leitgedanken „Respekt kennt keine kulturellen Unterschiede“. Da Schüler aus mehr als zehn unterschiedlichen Nationen unsere Schule besuchen, entwickelte das Organisationsteam aus diesem Leitgedanken für unser diesjähriges Schulfest das Motto: „Viele Länder – eine Schule“.

Jeder Klasse wurde eines der unterschiedlichen Herkunftsländer zugelost und die Schüler beschäftigten sich im Rahmen des Unterrichts mit dieser Nation. Um möglichst viel über das zugeloste Land zu erfahren, nutzten die Klassen natürlich die Schüler aus den Übergangsklassen 7cÜ und 8cÜ als Informationsquellen und luden sie als Experten in ihren Unterricht ein.

Zeitgleich erarbeitete die AG Schulhausgestaltung große Tafeln für die Aula, die Begrüßungen in allen Sprachen und Schriftzeichen unserer Schüler zeigen.

Beim Schulfest am Mittwoch, den 24. Mai 2017, wurden die Ergebnisse anhand von Plakaten, verschiedenen Spielen und mehreren Quizzen präsentiert. Kulinarische Highlights verwöhnten den Gaumen der Besucher.

Natürlich sollten die beiden Ü-Klassen beim Schulfest vertreten sein: sie beschäftigten sich genauer mit ihrem Gastland Deutschland, beziehungsweise dem Freistaat Bayern und haben dabei ein paar typische Bräuche wie zum Beispiel das Maßkrugstemmen kennengelernt.

Dazu passte auch der Maibaum, der zu diesem Anlass aufgestellt wurde. Dafür hatten die Abschlussschüler der neunten Klassen schon in den Wochen vorher neue Schilder angefertigt, welche die Schulfächer zeigen, in denen sie immerhin fünf Jahre lang unterrichtet wurden.

Der gemeinsame Flashmob zeigte, dass Musik und Tanz alle Länder und Kulturen gleichermaßen anspricht und verbindet.

Wer sich über die einzelnen Nationen an den Ständen informiert hatte, konnte auch die Fragen des Laufzettels richtig beantworten, sich die begehrten Stempel abholen und bei der abschließenden Verlosung teilnehmen. Als Preise  winkten ein Cap, ein T-Shirt und als erster Preis ein Hoodie.

Auch während des Schulfestes ist etwas Bleibendes entstanden: neben dem Wissen über das Leben in anderen Ländern schmückt ein „Länderpfahl“ jetzt unseren Pausenhof. Er soll uns an Verständnis und Toleranz gegenüber Menschen aus anderen Nationen erinnern.

Während der altersgemäßen Auseinandersetzung mit einer „fremden“ Kultur entdeckten die Schülerinnen und Schüler häufig Bekanntes. Sie lernten, dass die Märchen aus dem Orient längst Eingang in ihre eigene Kultur gefunden hatten und nicht mehr als fremd empfunden werden. Auch der Spaß am Spiel ist in allen Kulturen verbreitet, was die Kinder und Jugendliche erfahren konnten. Daneben wurde ihnen bewusst, dass wir auch auf kulinarischem Gebiet vielseitig beeinflusst werden und gerne neue Geschmacksrichtungen genießen. Daneben zeigte sich, dass der Umgang mit afrikanischen und orientalischen Zutaten reizvoll ist und zum Ausprobieren animiert, ebenso sehr wie das anschließende Verkosten der Speisen.

Für die Schülerinnen und Schüler der Übergangsklassen war es eine neue Erfahrung, plötzlich als Experten befragt zu werden und viel zum Schulleben beitragen zu können. Es verlieh einigen neues Selbstbewusstsein. Durch die Einladung in die anderen Klassen konnten neue Kontakte geknüpft werden, die auch weiterbestehen. Durch die Zusammenarbeit mit den „Neuen“ konnten bei den deutschen Schülern als auch bei den Schülern mit ausländischen Wurzeln, die schon längere Zeit in Deutschland leben oder hier aufgewachsen sind, Hemmschwellen überwunden werden. Sie erkannten, dass es zahlreiche Ähnlichkeiten zu ihrem eigenen Leben gibt. Der Kontakt zu einem Schüler aus der Übergangsklasse, bzw. einer kleinen Gruppe von Schülern baute Ängste ab und erleichterte die Zusammenarbeit in Fächern wie Technik, Soziales oder Wirtschaft.

Zusammengefasst verhalf das „Fest der Nationen“ unserer Schulfamilie zu einem besseren Miteinander und einem neuen Gemeinschaftsgefühl.

 

Im Wettbewerb bis: Oktober

Neue Mittelschule Horitschon

Gartl-Projekt

Das „Gartl-Projekt“ mit Asylwerbern in Horitschon wurde schon im Herbst 2016 mit der Religionslehrerin Manuela Rutter, der Direktorin Eva Reumann, einigen Kolleginnen und Schülerinnen und Schülern gestartet: Besuch des Erntefestes, wobei die Religionslehrerin auch schon bei der Zubereitung des Gemüseeintopfes geholfen hat.

Dadurch wurden die Lehrerin und auch die Schülerinnen und Schüler motiviert in diese Richtung weiterzuarbeiten. Außerdem war die Schule zu Beginn des Schuljahres 2016/17 auf dem Weg zur Pilgrim-Schule.

Somit konnte die Verwirklichung mit einer Klasse beginnen: Da sich die 3b Klasse mit ihrem Klassenvorstand Gabi Schreiner gerne für Soziales engagiert, wählte die Religionslehrerin Manuela Rutter eben diese Klasse aus, um näher mit den Asylanten in Kontakt zu treten.

Am 15. Mai 2017 war es soweit und die 3b marschierte „bewaffnet“ mit Gartenwerkzeug und vielen Jungplanzen zum „Gartl“ etwas außerhalb von Horitschon:

Am Montag in der letzten Schulwoche begab sich die 3b wieder zum „Gartl“ um die Erde zu lockern, Unkraut zu zupfen und Tomatenpflanzen anzubinden. Auch die Religionslehrerin und der Klassenvorstand konnten sich davon überzeugen, dass das Gemüse hervorragend gedeiht. Es war auch wieder nett, dass wir mit einigen Asylanten ins Gespräch kamen. Sie erzählten uns z. B. über ihre Saisonarbeit bei Kirschenpflücken und über den Fastenmonat Ramadan. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich ein möglicher Termin für das Herbst-Erntefest festgelegt: Samstag, 9. September 2017.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Berufsbildungszentrum Sulzbach 

Gesundheitstag

 Zu Beginn des Schuljahres 2016/17 haben 11 Klassen (ca.200 Schülerinnen und Schüler)1 der kaufmännischen Abteilung des Berufsbildungszentrums Sulzbach (Standort Sulzbach) über verschiedene Möglichkeiten eines Projekttages nachgedacht. Gesunde Ernährung sowie sportliche Aspekte der Gesundheit kristallisierten sich als Ergebnis eines Brainstormings über alle Klassen hinweg heraus. Das Projekt „Gesundheitstag“ war geboren und wurde in der letzten Schulwoche für den Dienstag, 27. Juni 2017 terminiert. Die Klassen definierten die Zielsetzung und einigten sich auf die Organisation in zwei Böcken (siehe Organisationsplan).

„Der Gesundheitstag am Standort Sulzbach des BBZ Sulzbach soll die Schülerinnen und Schüler zu einem bewussteren Umgang mit ihrer Gesundheit bewegen“ umschreibt Frau Fäh (Projektleiterin und Sportlehrerin) das gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler definierte Ziel.
Im ersten Teil über zwei Zeitstunden standen die Ernährung und der Körper im Mittelpunkt. Organisatorisch durchliefen die Klassen einen Zirkel mit zahlreichen Probieraufgaben sowie verschiedenen Aufgabenstellungen zu Körper und Ernährung. Der Zirkel war im Vorfeld unterrichtlich vorbereitet worden. Am Gesundheitstag unterstützte Frau Barbknecht (Mitarbeiterin des Gesundheitszentrums Saarbrücken) nicht nur die Durchführung des Zirkels, sondern zeichnete sich zudem auch für dessen inhaltliche Vertiefung aus.

Während eines gemeinsamen und von Schülerinnen und Schüler sowie von Lehrkräften selbst zubereiteten Frühstücks wurden die einzelnen Nahrungsmittel hinsichtlich ihrer Effekte und Auswirkungen auf den Körper analysiert. Zudem wurden spezielle Ernährungsformen sowie Krankheitsbilder aufgrund von Mangel- oder Überversorgung diskutiert und im Hinblick auf eine vollwertige Ernährung durchleuchtet.

Im Anschluss daran gab es als 2. Schwerpunkt eine gruppenweise sportliche Vertiefung weiterer Aspekte des Themenfeldes Gesundheit. Dazu wurden Sportangebote aus den Bereichen Reha-/Fitness- und Entspannung sowie zu Outdooraktivitäten angeboten. Hierbei vertiefte jede Klasse ein selbst gewähltes Themenfeld der Gesundheitsförderung. Die Auswahl des Sportprogramms umfasste gezielt Sportarten und Sportbereiche, die die Schüler bisher weniger in ihrer Freizeit betrieben. So sollte ein Zugang zu neuen Sportfeldern und präventiven Maßnahmen geschaffen werden. Angeboten wurden Yoga, Kickboxen, Judo, Parcours, berufsspezifische Förderung und Prävention des Muskelapparates durch das Team von Hager-Athletik, ein Trainingsprogramm in freier Natur durch das Team von Outdoor Nation sowie eine Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Körper (Gesundheitszentrum Saarbrücken).

Im Wettbewerb bis: Oktober

Hans-Peter-Ruf-Schule und Christian-Maar-Schule

Kooperationsprojekt „Gemeinsam lernen macht Spaß“

 1. Unterrichtseinheit - Thema: „Kennenlernen im Schülercafé Schneckerla“
Im Schuljahr 2016/17 trafen sich die Schülerinnen und Schüler der G3 aus der Hans-Peter-Ruf-Schule und der Klasse 3/4 der Christian-Maar-Grundschule
zu unterschiedlichen gemeinsamen Unterrichtseinheiten. Das erste Kennenlernen fand in lockerer und entspannter Atmosphäre im Schülercafé „Schneckerla“ statt. Bei Leckereien wie „Hansi“, „Käsegesicht“ oder einer gesunden „Pausentüte“ fiel es nicht schwer, erste Kontakte zu knüpfen. Ungehemmt ließen sich alle Teilnehmer ihre kulinarischen Spezialitäten schmecken und hatten dann noch viel Spaß beim Erkunden der Außenanlagen. Gemeinsam wurde geschaukelt, balanciert und Fußball gespielt. Ein gelungenes Treffen. Alle freuen sich schon auf die nächste Veranstaltung und sind gespannt, was sie erwartet.

2. Unterrichtseinheit - Thema: „Wir gestalten unsere Traumstadt“
Im November 2016 trafen sich die Klassen zum Kunstprojekt „Wir gestalten unsere Traumstadt“ Beide Klassen lernten im Unterricht den Künstler Friedensreich Hundertwasser und dessen Werke kennen. Bei einer gemeinsamen Lerneinheit hatten die Schülerinnen und Schüler viel Spaß daran vorbereitet Hausschablonen kreativ mit Filzstift zu kolorieren und mit Schlaggold zu verzieren. Die fertigen, farbenfrohen Häuser und „Lollipop-Bäume“ wurden auf einer vorbereiteten Leinwand arrangiert und es entstanden fantasievolle Traumstädte.

3. Unterrichtseinheit - Thema: „Winterspiele an Stationen“
Am 13.1.2017 trafen sich die 35 Kinder der beiden Kooperationsklassen zur zweiten außergewöhnlichen Unterrichtstunde. Sport in der Goldschlägerhalle der Christian-Maar-Schule in Schwabach. Nach einer kurzen Begrüßung folgte auch schon das erste Spiel. Aufwärmspiel und Gruppeneinteilung: Wie auf einem großen Markt tauschten die Kinder Farbkarten. Die vier Grundfarben waren in gleicher Anzahl vorhanden. Stoppte die Musik, lief jede Schülerin und jederSchüler zu dem Hütchen mit seiner Farbe. Auf diese Weise wurden die Kinder „gemischt“ und nach mehrmaliger Wiederholung zum Aufwärmen, waren die Gruppen
für die weiteren Übungen eingeteilt.

An Stationen bewältigten Jungs und Mädchen verschiedene Aufgaben passend zur Jahreszeit: Zunächst galt es die „Abfahrt“ zu bewältigen. Mit einem Blatt Zeitungspapier so schnell Slalom laufen, dass das Blatt ohne Festhalten am Bauch hängen bleibt. Anschließend Langlauf auf Teppichfliesen und in Partnerarbeit den Luftballontransport. Großen Spaß machte auch die Schlittenfahrt auf dem Rollbrett und das Schneemann bauen aus verschiedenen Bällen. Zu guter Letzt durfte bei den Winterspielen auch der Krankentransport nicht fehlen. Hier wurde ein Medizinball auf zwei Stangen gelegt und von vier Kindern getragen.

4. Unterrichtseinheit Thema: „Wir gestalten Gips- Shirt- Skulpturen“
Im Juni trafen sich die beiden Kooperationsklassen der Hans-Peter-Ruf-Schule und der Christian-Maar-Schule erneut zu einem gemeinsamen Kunstprojekt. Dieses Mal wurden die Lehrkräfte tatkräftig durch eine Kunstpädagogin unterstützt. Motiviert und mit viel Ausdauer rührten die Schülerinnen und Schüler
zusammen mit Frau Kempf Gips in einer großen Wanne an. Anschließend tauchten die kleinen Künstler ihre mitgebrachten T-Shirts in die flüssige Gipsmischung. Es entstanden unterschiedlichste „Shirt-Gips-Skulpturen“.

5. Unterrichtseinheit - Thema: „Modedesigner werden kreativ“
Nach einer Woche Trocknungszeit der T-Shirts trafen sich die kleinen „Modedesigner“ erneut und verschönerten ihre „Shirt-Skulpturen“. Mit Begeisterung besprühten die Kinder ihre „Shirt Skulpturen“ oder bemalten sie kreativ und farbenfroh. Stolz präsentierten die Künstler ihre entstandenen Kunstwerke.

6. Unterrichtseinheit - Thema „Bunte Spuren“
Bei der 6. Unterrichtseinheit entstand als Gemeinschaftsaktion ein farbenfrohes Kunstwerk. Auf weißem Stoff ließ die Gruppe in Farbe getauchte Tennisbälle hin- und herrollen. Dadurch entstand ein individuelles Gesamtprojekt. Alle hatten sichtlich Spaß und jeder konnte sich an der Aktion beteiligen. Auch ein schwerstbehinderter Schüler war voll in das Gruppengeschehen mit einbezogen.

Fazit:
Alle Schülerinnen und Schüler waren während aller Unterrichtseinheiten mit Begeisterung dabei. Gerade beim Sport- und Kunstunterricht konnten auch die Förderschüler ihre Stärken zeigen. Spielerisch und in lockerer Atmosphäre lernten sich die Kinder kennen. Das Kooperationsprojekt wird im Schuljahr 2017/18 fortgesetzt. „Kooperation überwindet Grenzen“

Im Wettbewerb bis: Oktober

Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium  

Allgäuer Dreckspatzen – Obstacle Mud Race

Seit Januar 2017 hatte das P-Seminar Sport des Gertrud-von-Le-Fort Gymnasiums Oberstdorf ein „Obstacle Mud  Race“ – also ein Hindernis- und Schlamm Rennen - für Schüler und Schülerinnen umliegender Allgäuer Schulen geplant und organisiert. Dreizehn Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe, die sich den Namen „Allgäuer Dreckspatzen“ gegeben hatten, kümmerten sich um alles, was mit einem so großen Sportevent einher geht: Die erste große Hürde war, eine passende Strecke zu finden, wobei sich schnell herausstellte, dass öffentlicher Grund vielen Eigentümern gehört, die alle dem Projekt und der Nutzung ihres Stück Weges oder Waldes zustimmen mussten. Danach kam die große Suche nach Sponsoren. Ohne Geld konnte das Projekt so, wie es sich das Team vorgestellt hatte, nicht stattfinden. Also wurden Sponsoren gesucht und gefunden, die nicht nur Gelder zur Verfügung stellten, sondern auch Wasser, Verpflegung und Preise für die Läufer, oder notwendige Materialien zum Bau der Hindernisse.

In vielen kleinen Schritten, mit viel Engagement und Leidenschaft, wurde schließlich ein Sportevent auf die Beine gestellt, bei dem an die 170 Läufer und Läuferinnen und 60 Helfer, darunter die Lehrkräfte, die die Teams begleiteten und betreuten, teilnahmen.

Am 18. Juli, bei bestem Wetter, traten die Teams, bestehend aus drei bis fünf Läufern, gegeneinander an. Sie mussten einen 2,5 km langen Rundkurs zweimal durchlaufen und dabei verschiedene Hindernisse bewältigen: Los ging es gleich mit einer Sandgrube, durch die gerobbt werden sollte. Am glitschigen Steilhang mussten sich die Schüler gegenseitig helfen, um ihn zu erklimmen, und dann auf der anderen Seite hinunter rutschen. Nach einer kurzen Laufstrecke ging es durchs Labyrinth und über den Reifenberg zum Bach, der durchquert werden musste. Weiter ging es durch den Wald und bäuchlings durch die Matschpfütze auf die zweite Runde. Ins Ziel gelangten die Läufer erst nach einem beherzten Sprung in den Wassercontainer.

Dreckig, nass und erschöpft, aber mit strahlenden Augen und einem Lachen im Gesicht – so präsentierten sich die Teilnehmer nach dem Rennen. Die tage- und wochenlange Vorarbeit, der zwei-tägige Aufbau, der organisatorische Stress kurz vor dem Start – all das hatte sich gelohnt. Das Event war ein voller Erfolg. Nicht nur, weil die Läufer Spaß hatten, sondern vor allem, weil sie im Team – teils bestanden diese aus Läufern aus verschiedenen Schulen - zusammen gearbeitet hatten, an ihre Grenzen gegangen und aus ihrer Komfort-Zone ausgebrochen waren. Dieser besondere Schultag wird wohl vielen für lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Die vielen positiven Feedbacks auf Facebook oder Instagram, bzw. der Schulleitung, des Elternbeirats, der beteiligten Lehrkräfte und Zuschauer sprechen für sich.

Die vielen Helfer des Oberstdorfer Gymnasiums, die sich freiwillig zum Kuchenbacken, Verteilen von Getränken oder als Streckenposten zur Verfügung gestellt hatten, haben gezeigt, was viele Hände gemeinsam erreichen können. Dank ihres Einsatzes lief das Rennen nicht nur reibungslos, sondern vor allem auch sicher ab. Das Organisationsteam musste zwar nach der Siegerehrung noch einige Stunden abbauen und aufräumen, aber wie schon zuvor packte jeder bis zum Schluss mit an. Bei der Evaluation am darauf folgenden Tag wurde die Organisation analysiert, um bei zukünftigen Projekten Fehler zu vermeiden bzw. noch effizienter zu arbeiten. Auch die pädagogischen Ziele wurden evaluiert: von der Zusammenarbeit mit externen Partnern über das Erlernen von Methoden des Projektmanagements, bis hin zum Erwerb neuer Sozial- und Selbstkompetenzen. Man kam zum Ergebnis, dass bis auf kleinere, teils organisatorische Mängel, die Planung und Durchführung absolut erfolgreich waren. Die Teilnehmer des P-Seminars können stolz auf ihre Leistung sein, und es gab schon viele Nachfragen für eine Wiederholung des Events im nächsten Jahr. Eins ist sicher: sowohl für die Organisatoren als auch die Teilnehmer wird dieser Tag unvergesslich bleiben.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Grund- und Mittelschule Weil 

Pflanzen kennenlernen mit allen Sinnen

Beschreibung des fächerübergreifenden Projekts (Deutsch, PCB, Kunst):

  • Jede/r Schüler/in  sucht sich ein Kraut, eine Pflanze aus, die er/sie näher kennenlernen möchte.
  • In den Pfingstferien nähern sich die Schüler ihrer Pflanze an (Geruch, pflücken, trocknen nach Anleitung im Deutsch-Regelheft als Eintrag, Ausprobieren von Rezepten)
  • Im Deutschunterricht stellt jede/r Schülerin  seine Pflanze mittels eines Kurzreferats vor (Name(n), Aussehen, Vorkommen, Heilkraft, Rezept(e)).
  • Pflanzen/Kräuter werden im Klassenzimmer getrocknet und in Gläser abgefüllt (für Tee, Badesalz… gedacht). Bei jedem Referat können die Schüler die frische, mitgebrachte Pflanze und die getrocknete betrachten.
  • Im PCB-Unterricht wird ein Lapbook zur Pflanze erstellt (wichtige Informationen über die Pflanze wurden eingeholt, die mit in die Gestaltung einfließen).
  • Am 21.6. fand mit der Kräuterpädagogin Johanna Gruber eine Kräuterwanderung statt, die das Wissen der SchülerInnen ergänzte und ausweitete, zudem die Liebe zu den Pflanzen wachsen ließ.
  • Jede/r Schülerin sucht sich zu seiner Pflanze ein Rezept, das er/sie am Mi, 27.7. zu einer Pflanzenverkostung mit Eltern und Schülern mitbringt.
  • Im Kunstunterricht bzw. an einem Kunsttag fertigen die Schüler und Schülerinnen Schmuck mit Blüten aus Fimo an und Windlichter aus getrockneten Pflanzen.
  • Ausblick: Die getrockneten Kräuter sollen im Herbst zu Badesalz, Tee, Lavendelsäckchen usw. verarbeitet werden und am Weihnachtsmarkt der Schule verkauft werden.

Pädagogische Ziele:

  1. Über die Ziele des Lehrplans hinaus sollen sich die SchülerInnen gezielt mit ihrer Lieblingspflanze nicht nur theoretisch, sondern auch optisch (beobachtend über einen längeren Zeitraum) und haptisch befassen.
  2. Die Schüler sollen einen Überblick bekommen über wichtige Heilpflanzen unserer Heimat und ein Wissen hinsichtlich Eßbarkeit, Verwertung und Heilkraft aufbauen.
  3. Zudem sollen sie die Liebe zur Natur erfahren und die Pflanzen wertschätzen lernen.
  4. Darüber hinaus werden sie in ihren Neigungen gestärkt, z.B. interessieren sich einige für die Arbeit im Schulgarten, in welchem sie nächstes Schuljahr mitmachen wollen.

Ergebnisse und Erfahrungen:

Der Vorstellung ihrer Lieblingspflanzen im Unterricht folgten die SchülerInnen aufmerksam und interessiert. Sie brachten ihr Vorwissen mit ein, suchten die Pflanzen im Schulgarten, ihrem eigenen Garten und in der Natur (Kräuterwanderung, aber auch in der Freizeit), brachten Pflanzen mit, die wir dann bestimmten und lernten  recht praktisch, auch durch Ausprobieren (Beispiel: Zerreiben der Blätter des Spitzwegerich zur Linderung von Insektenstichen). Es war eine Freude, mitzuerleben, wie wirklich bei den meisten Schülern eine Beziehung zu ihrer Pflanze gewachsen war, sie diese sofort überall, wo wir hinkamen, erkannten und Geschichten erzählen konnten.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Auerberg-Werkrealschule

Projekt „Generationen verbinden“ – „Aktiv am Mittwoch“

Unter der Regie von Lehrerin Ute Pföhler besuchen Schüler der Auerberg-Werkrealschule jeden Mittwochnachmittag außerhalb der regulären Schulzeit von 14:00 bis 16:00 Uhr auf freiwilliger Basis jeweils 2 Schuljahre lang das Geriatriezentrum „St. Josef“ und das AWO-Pflegeheim „Maria Rast“ in Walldürn. Die Jugendlichen bekommen Einblick in den Ablauf eines Seniorenheimes, was allen beteiligten Schülerinnen und Schüler ganz offensichtlich immer wieder viel Spaß und Freude bereitet und außerdem ihre soziale Kompetenz in ganz entscheidendem Maße fördert. Sie umsorgen die Seniorinnen und Senioren und bringen somit Abwechslung in das Leben der Bewohner und übernehmen kleine Handreichungen und Aufgaben.

Sie unterstützen die Alltagsbegleitung und  unterhalten, singen, spielen und basteln. Der zunächst eher zögerliche Umgang zwischen Jung und Alt wandele sich dabei in kurzer Zeit zu einem herzlichen Miteinander, von dem beide Seiten profitieren.Aber auch der von der Schulpolitik geforderte Unterricht in Projekten sollte damit umgesetzt werden und soziale Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Verantwortungsbewusstsein sollen vermittelt werden.

Fester Bestandteil des Projektes ist die Vorbereitung und Gestaltung eines Frühlings- beziehungsweise Osterfestes, das im jährlichen Wechsel in einem der beiden Altersheime stattfindet und bei Bewohnern, Mitarbeitern und Gästen immer großen Anklang findet. Für das Fest wird ein Programm ausgearbeitet mit Tisch und Fensterdekoration, selbstgebackene Kuchen und Torten, Gedächtnistraining, Mobilisation und gemeinsames Singen.  Immer häufiger entscheiden sich Schüler nach dem Durchlaufen der beiden Projektjahre für einen Beruf im pflegerischen Bereich.

Ebenso helfen die Schülerinnen und Schüler mit bei der Durchführung der Krankenwallfahrt in die Basilika. Walldürn ist ein Wallfahrtsort. Die Jugendlichen begleiten die Seniorinnen und Senioren zu einem festlichen Gottesdienst. Ein Tross aus Rollstühlen und Rollatoren macht sich auf den Weg durch Walldürn zur Kirche und wieder zurück.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Otto-Graf-Realschule   

Das wandernde Klassenzimmer

Wir, die Klasse 7a der Otto-Graf-Realschule Leimen, stürzten uns ins Abenteuer. Wir stellten uns gemeinsam vom 10. bis 14. Juli einer „Challenge.“ Von Neckargerach aus gingen wir (26 SchülerInnen und Schüler plus 4 Begleiter) 75 Kilometer auf dem Neckarsteig in 5 Tagesetappen nach Leimen zurück zu unserer Schule zu Fuß. Alles, was wir benötigten, trugen wir auf dem Rücken mit. Um das Ziel zu erreichen, war Durchhaltevermögen und Verantwortungsübernahme für sich und andere besonders wichtig. Wir stellten uns dieser Challenge, um als Klassengemeinschaft und als Person zu wachsen und unsere eigenen Grenzen zu überwinden. Wir entdeckten viele bisher unbekannte Seiten an uns selbst und an unseren Mitschülern. Getreu dem Wahlspruch „Einer trage des Anderen Last“ blieb keiner zurück, wenn er nicht mehr konnte, sondern Gruppenmitglieder übernahmen dann sein Gepäck und alle halfen mit, dass keiner aufgeben musste. Wir planten 5 Tagesetappen. Jeden Tag war eine andere Gruppe für die Streckenfindung mittels Karte verantwortlich. Die Lehrer
waren nur als „Schatten“ dabei und griffen nur im äußersten Notfall ein – wir waren auf uns selbst gestellt. Die verantwortliche Gruppe musste den kompletten Tag organisieren und finanzieren. Wir hatten uns fest vorgenommen, dass wir die benötigten Gelder für die Übernachtungen und die Verpflegung selbst im Vorfeld verdienen werden. Das heißt, dass die gesamten Kosten der Challenge von uns selbst vor Beginn der eigentlichen Herausforderung erarbeitet wurden- dazu gab es viele kleinere und größere Aktionen! Voller Stolz verdienten wir uns 2200 Euro, mit denen wir aus eigener Tasche- ohne unsere Eltern- die komplette
Herausforderung finanzieren konnten. Wir haben unser ABENTEUER selbst verdient.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium  

Integration und Kennenlernen mit Skype

 Im Rahmen eines Projekts anlässlich der schriftlichen Hausarbeit des StRef Fries wurde Ende Juni 2017 über einen Austausch von Steckbriefen zwischen Willkommensschülern aus Nürnberg (Kinder von Einwanderern und minderjährige Flüchtlinge) und den Jugendlichen der 8c am Reinhart-Gymnasium in Hof erste Kontakte geknüpft.

Nach einem Fachvortrag von Frau Uschold von der Diakonie Hochfranken zum Thema „Flucht und Vertreibung“ mit einem Schwerpunkt auf lokalem Einsatz und Ehrenamt vor Ort, sowie einer Fragerunde mit Asylbewerbern aus dem Landkreis Hof am 05.07.2017 erstellten die Schüler/Innen der 8c im Geographieunterricht eigenständig Plakate zu den Themen Kinderrechte, Asyl, Flucht aus Syrien, GIZ, SeaWatch und bedrohte Kindheit.
Anschließend, am 21.07.2017, fand ein Projekttag statt, an dem die Schüler/Innen sowohl der 8c als auch der Ü7/8 sich und ihren Mitschülern ihre eigene Multikulturalität im Rahmen eines internationalen Frühstücks näherbrachten, an dem Schüler/innen mit Migrationsgeschichte oder außerdeutschen Wurzeln typische Gerichte dieser Länder zubereiteten. Dabei waren Schüler/Innen mit Wurzeln in folgenden Ländern vertreten:
Indien, Peru, Türkei, Tschechien, Polen, Ungarn, Irak, Syrien, Bosnien, Rumänien, Griechenland, Äthiopien und Deutschland.
Nach dem Frühstück hatten die Schüler/Innen der beiden Klassen die Möglichkeit, über ein Skype-Gespräch mit der jeweils anderen Klasse mehr über die ihnen fremden Lebenswelten der Gleichaltrigen zu erfahren. Während der circa 60-minütigen Konferenz reichte das Fragenspektrum, dass die Schüler/Innen beider Klassen zuvor selbst erarbeiten durften von der Frage nach der Leibspeise, über die Umstände der Migration nach Deutschland, bis hin zu der Frage, ob die jeweils anderen Schüler/Innen schon einmal verliebt waren. Dabei konnten auf beiden Seiten Vorurteile und Ängste abgebaut werden und die Schüler/innen lebten Integration auf einer ganz persönlichen Ebene.

An das Skype-Gespräch anschließend wurden mit der Methode „Gallery Walk“ die angefertigten Plakate präsentiert und diskutiert bevor diese in der Aula der Schule ausgestellt wurden. Beschlossen wurde das Projekt mit einer Feedbackrunde und einer schriftlichen Evaluation, die durchweg positive Resonanz erbrachte.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Grundschule des Bildungszentrums von Haslach i. Kinzigtal  

3 Tage Tipilager mit drei vierten Klassen als Abschlussfahrt

1. Tag 18.07.2017 Unter dem MNK- Thema Ritter starteten wir zu unserer Abschlussfahrt mit einer Wanderung als Ralley und Rätselwanderung mit unseren 60 Kindern auf der Burgruine Walkenstein. Von dort aus führten viele Pfade uns 3 Lehrerinnen und die 10 jährigen auf 11 Kilometern und über 450 Höhenmeter zum Äckerhof nach St. Roman. Mit Hilfe einiger Elternteile wurde zu den 4 Tipis noch einige eigene Zelte aufgestellt, Spaghettis gekocht und der erste Tag ging mit vielen Gruppenspielen, gemeinsamen Abwasch und Erkunden der Heimat für drei Tage zu Ende. Zum Glück zog das Gewitter über uns vorbei und die bunt gemischten Kinder der Klassen konnten beruhigt in ihre Zelte schlüpfen. Eines unserer Ziele, die Kinder aller drei Klassen, die wir schon seit 2 Schuljahren bunt durcheinander gemischt in verschiedenen Fächern unterrichtet haben, noch mehr aus den einzelnen Klassengruppen zu lösen war weiter geglückt.

2. Tag 19.07.2017 Das pädagogische Team der Erlebnispädagogik von EOS aus Freiburg stieß mit 5 Personen zu uns dazu, nachdem noch einmal die Eltern im Einsatz gewesen waren, um uns mit einem herrlichen Frühstück zu verwöhnen. Nun standen ritterliche und andere Workshops auf dem Vormittagsprogramm, für die die Kinder sich in eigene Gruppen einteilen durften je nach Interesse. Von Bogenschießen über Stockkampf, Traumfänger basteln und Frisbeewettbewerb gab es einiges auszuprobieren. Aber genauso wichtig und beliebt war das Kochteam, das für die kommenden Mahlzeiten zuständig war. Aufgaben wie Spüldienst, Lager-Platzkontrolle, Tischdeckdienst,… machten die Kinder in Gruppen, die sich schon im Vorfeld als Schlafteams gefunden hatten und die sich ritterliche Namen wie „die 4 Bergfräuleins“ oder „die Kings“ gegeben hatten. Der Nachmittag stand unter dem Motto: Erlebnispädagogik, in wieder anderen Gruppen, so eingeteilt wie die Kinder im kommenden Schuljahr an den weiterführenden Schulen sein werden. Auch dort gab es viel zu entdecken und Begegnungen anderer Art mit allen Teilnehmern. Manchen Kindern konnte man die Begeisterung am Gesicht ablesen, andere waren ganz schön kaputt, war es doch schon der 2. sehr heiße Tag mit über 30°C und dazwischen einer eher kurzen Nacht. Am Abend stand grillen, Stockbrot, schnitzen und Gesang am Lagerfeuer auf dem Programm. Auch unsere selbstgedichteten Strophen zu den Rittersleuten schallten über den Lagerplatz und nur ungern schlüpften die Kinder in ihre Zelte. 3. Tag 20.07.2017

Frühstück, Workshops mit Proben für die Aufführung und noch eine kurze Probe in der Klassengruppe, da Regen nahte auch schon einige Zelte abbauen, Gepäck in das große Tipi bringen und den Platz umbauen zum Bühne für die Abschlussfeier mit den Eltern. Diese konnte zum Glück hier oben unter freiem Himmel stattfinden, sonst hätten wir alles verlagern müssen in die Schule unter das schützende Dach des Gebäude C, das auf Betonpfeilern steht. Doch das Zittern bei der Entscheidung wurde belohnt und die über 150 Eltern und Geschwisterkinder, die zu uns nach St. Roman gereist kamen konnten einen tollen Abschlussabend unter freiem Himmel erleben. Ein tolles Elternbuffet, spielende Geschwisterkinder und viele mitgebrachte Campingstühle machten das Gefühl von Urlaub perfekt. Doch 2 aufgeführte Interpretationen des Zauberlehrlings mit „Walle, walle, manche Strecke, dass zum Zwecke Wasser fließe…“ machten auch den Himmel munter, und als fast alles um war, öffnete er seine Schleusen und trieb mit einem Schauer alle unter das große Mannschaftszelt und auch eher flott nach Hause. 3 wunderbare, anstrengende Tage, die wir alle und die Kinder sehr genossen hatten.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Albert-Schweitzer-Grundschule

 Wer lesen kann …

… kann anderen etwas vorlesen. Und da die Achtklässler mittlerweile Leseprofis sind, nahmen sie am Freitag vor den Pfingst-Ferien die Schüler der 1a mit in die Stadtteilbücherei im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Aber nicht einfach so! Um den Spaßfaktor noch etwas zu erhöhen, überlegten sich die „Großen“ bereits im Vorfeld, auf welchem Weg sie eine Gruppe von „Kleinen“ zur Bücherei führen wollten. Natürlich waren die Wege gespickt mit Aufgaben, Rätseln, Spielen, versteckten Schätzen … . Die Grundschüler ließen sich prima motivieren, während die Schüler der Mittelschule gespannt und begeistert zuschauten, wie eifrig die jüngeren Mitschüler die ihnen gestellten Aufgaben meisterten. Dem sonnigen Wetter angemessen, kühlten sich die Schüler am Ziel bei einem Wassereis ab, ehe es dann ins Untergeschoss der Bibliothek in die Kinderbuchabteilung ging. Dort empfing der „Bücherschnapp“ die beiden Klassen, ein Buch, das eine Angestellte der Bücherei den gespannt lauschenden Schülern vorlas. Im Anschluss daran schnappte sich jeder Erstklässler ein Buch und einen Achtklässler, und es wurde gemeinsam gelesen, was die Bücherei so hergab. Ein angenehmes Gemurmel erfüllte ab diesem Zeitpunkt die Bücherei, das nur ab und zu einmal von Gelächter durchbrochen wurde. Dass die Erstklässler schon so gut lesen können, überraschte die Schüler der Mittelschule. Der Weg in die Bücherei war auf keinen Fall umsonst, denn nun wissen Groß und Klein, wo es langgeht, wenn man neuen Lesestoff braucht. Hoffentlich finden die Grundschüler auch in Zukunft den Weg in die Bücherei, auch ohne die „Großen“!
Lernziele des Projektes

Für die Erstklässler:
- Freude am Lesen erfahren
- mit altersgerechter Literatur vertraut werden
- die Stadtteilbücherei kennenlernen
- die Schüler/innen der M8 kennenlernen und gemeinsam etwas erleben
- zuhören

Für die Achtklässler:
- Verantwortung für jüngere Schüler übernehmen und in einer Gruppenarbeit einen, für diese interessanten, Weg zur Bücherei gestalten
- Einfühlungsvermögen für Bedürfnisse jüngerer Schüler schaffen
- eigene Lesefertigkeit anwenden
- Leseinteresse bei Grundschülern wecken und Lesefreude vermitteln
- zuhören

Feedback:
Die Erstklässler waren hellauf begeistert. Sie würden gerne das Projekt nochmals wiederholen. Zahlreiche Kinder haben, dadurch angeregt, sich eine Ausleihkarte ausstellen lassen und besuchen teilweise nun mit ihren Eltern die Bücherei.
Für die Mittelschüler war es toll zu sehen, wie begeistert die Grundschüler sich auf den Weg zur Bücherei machten. Schon bei den Vorbereitungen für die verschiedenen Wege zur Bücherei machten sich die Mittelschüler Gedanken, was die Kinder in der ersten Klasse wohl leisten könnten, und sie zeigten bei der Auswahl ihrer Aufgaben viel Empathie für die Kleinen. Die Verantwortung für die Grundschüler zu übernehmen machte den Jugendlichen sichtlich Spaß, sie schienen durch dieses Projekt ein Stück „erwachsener“ zu werden. Selbst das Lesen, das vor allem Jungen in der 8. Klasse weniger Freude bereitet, wurde in der anschließenden Reflexion von allen Achtklässlern als positiv empfunden.
Uns Lehrerinnen machte es große Freude die Schüler bei dieser Aktion zu begleiten. Sowohl die Großen, als auch die Kleinen waren nach einer kurzen Kennenlernphase schnell miteinander vertraut.
Die Erstklässler ließen sich von den Achtklässlern problemlos leiten. Sie genossen das gemeinsame Lesen. Die „Großen“ wurden zu ihren Vorbildern. Sie freuen sich immer, wenn Sie einem „neuen großen Freund der M8“ auf dem Schulgelände begegnen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

GS Tetenbüll 

Jahreskunstausstellungzum Thema Erde

 Alle zwei Jahre findet an unserer Schule, der GS Tetenbüll, eine große Jahreskunstausstellung statt. Sie bildet den Höhepunkt und Abschluss der ästhetischen Auseinandersetzung mit nur einem Thema, das jahrgangs- und fächerübergreifend über ein ganzes Schuljahr erarbeitet wurde.

Dieser Jahreskunstausstellung liegen folgende Aspekte zu Grunde:

  1. A.   Kunst ist, wenn es dem Künstler gelingt, ein Thema neu zu sehen und ihm eine neue, veränderte Gestalt zu geben. Diese künstlerische Transformation ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung. Dabei ist die Kunst nicht unbedingt von langem Bestand – manchmal dokumentieren Fotos, dass ein künstlerischer Prozess stattgefunden hat. Aber manchmal ist das Ergebnis einer künstlerischen Auseinandersetzung auch ein Gemälde, eine Installation, eine Performance uvm.
  2. B.   Ziel unseres Kunstunterrichts ist es, die Schüler dazu anzuleiten, eigene Vorstellungsbilder zu entwickeln und ihnen dann das Werkzeug an die Hand zu geben, ihren inneren Bildern eine äußere Gestalt zu verleihen – also ihnen Ausdruck zu geben – sie ästhetisch zu transformieren.

In diesem Jahr sahen die Besucher  Arbeitsergebnisse zum Thema „Erde“. Wie die Erarbeitung dazu in den einzelnen Fächern aussah, möchte ich an ausgewählten Beispielen erklären:

Wir haben eine Troll-Geschichte gelesen, im HWS –Unterricht uns mit Bodentieren beschäftigt, insbesondere dem Maulwurf und dem Regenwurm. In Musik haben wir das Lied „Eine Handvoll Erde“ gelernt und eine instrumentale Begleitung erarbeitet, im Fach Religion haben sich die Schüler mit der „Schöpfung“ und in Sport mit dem Earth-Song von Michael Jackson auseinandergesetzt.

In diesem Zusammenhang sind auch die Projekttage zu sehen.

  1. Unsere Vorschulkinder  haben gemeinsam mit den Erstklässlern sich am „Tag der kleinen Forscher“,  am 19.Juni 2017, in ganz unterschiedlichen Projekten mit dem Thema „Erde“ auseinandergesetzt (Bodentiere mit Hilfe des Mikroskops entdecken und zeichnen/ Flaschengarten anlegen/ Naturmaterialien sammeln und ordnen/ den Regenwurm aus dem Boden locken und betrachten/ Komposthaufen anlegen)
  2. In der Projektwoche, vom 26.06. – 5.07.2017  haben die Klassen 1 – 4  mit einer  Schauspielerin das selbstgeschriebene Theaterstück „Die verlorenen Zaungucker“ einstudiert, dazu mit viel Unterstützung unserer Eltern, Requisiten und Kostüme, wie auch die Kulissenhintergründe hergestellt.

Durch diese intensive Erarbeitung, hatten die Schüler eine gute Erfahrungsgrundlage und damit beste Voraussetzungen dieses Thema ästhetisch zu transformieren.

Folgende Arbeitsergebnisse,  waren in der Ausstellung zu sehen:

  • Trollbilder, die im Anschluss an das Lesen der Trollgeschichte „Flumbra“ entstanden sind
  • Intensiv haben wir uns mit Ton als Werkstoff auseinandergesetzt, erste Versuche waren die Daumenschalen und zur Vollendung entstanden Maulwürfe, Windfahnen und Zaungucker.
  • Höhlenbewohner war ein weiteres großes Thema, so bauten die Erst- und Zweitklässler nach dem Kennenlernen des Bilderbuches „Maulwurfsstadt“ Höhlenwohnungen für den Maulwurf.
  • Eine Gemeinschaftsarbeit der Klassen 3 und 4 ist die Acrylmalerei zum Thema Höhlenbewohner.
  • Zum Abschluss wurden mit unterschiedlichen „Erden“ Mandalas gelegt und fotografisch festgehalten.
  • Aber natürlich durfte auch die Erde als Weltkugel nicht fehlen. Über viele Wochen wurde gekleistert. Die Kontinente und die „Besonderheiten“ wurden ergänzt und so ist im Laufe der Zeit eine große Erdkugel entstanden, die auch im kommenden Schuljahr noch weiter entwickelt werden soll.
  • Während der Ausstellung präsentierten Kinder die Schöpfungsgeschichte in Form des japanischen Papiertheaters – dem KAMISHIBAI -.
  • Zum Abschluss führten Kinder aus allen Jahrgängen eine Tanz-Performance zu dem Lied „Earth“ von Michel Jackson auf, welche bei vielen Zuschauern ein Gänsehautgefühl auslöste.

Weitere wichtige Aspekte unserer pädagogischen Arbeit finden sich im Rahmen der Ausstellungseröffnung wieder:

  1. Die Würdigung der Arbeitsergebnisse findet in einem großen, offiziellen und festlichen Rahmen statt (mit einleitender Musik, geladenen Gästen und kaltem Buffet). Hinzukommen Ansprachen der Schulleitung und eines Laudators. Er/sie eröffnet die Vernissage und vermittelt Hintergründe zu den Künstlern und ihren Arbeiten.
  2. Reflexion findet dadurch statt, dass die Künstler anwesend sind und ihre Arbeiten den Besuchern präsentieren und erläutern.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Mauritius-Schule  

Theater-AG: Diener zweier Herren

 Seit bereits elf Jahren existiert unsere aktive Theater-AG. In diesem Schuljahr trafen sich 26 hoch engagierte Schüler unter der Leitung von Simone Wölke, Katrin Peters und Hans-Joachim Wigbels jeden Freitagnachmittag und alle zwei Wochen samstags zu den Proben. Insgesamt waren das rund 200 Zeitstunden freiwilliger Schulbesuch am Ende einer jeden Schulwoche! In dieser Zeit haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur den Originaltext „Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni angepasst und um Rollen ergänzt, damit wirklich jeder seine „Traumrolle” spielen kann, sondern auch Kulissen gebaut, Kostüme und Requisiten beschafft, sich die passende Maske überlegt und ein Programmheft gestaltet.

Das Besondere daran: Es ist eine jahrgangsübergreifende AG. Jedes Jahr kommt eine andere bunt gemischte Gruppe zusammen: Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 bis 12, Schüler mit verschiedenen Muttersprachen und den unterschiedlichsten Abstammungen. Sie alle eint die Lust am Theaterspiel und an der gemeinsamen Aufgabe, ein Stück mehr als nur auf die Bühne zu bringen. Dabei wird zum einen der Gebrauch der deutschen Sprache gestärkt, zum anderen werden die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und entwickeln ein Gefühl für ihre Körpersprache und den Sprachgebrauch. Gemeinsam entsteht, auf Basis des Originaltextes, eine Fichte-Version des Klassikers, die jeder Beteiligte (Schauspieler und Bühnenteam) durch seine Ideen beinflusst.

In diesem Jahr stand Carlo Goldonis Komödie „Der Diener zweier Herren“ auf dem Programm – angepasst auf unsere Anforderungen: Schüler entwickelten neue Charaktere und schrieben Szenen um, damit alle 18 Schauspieler auf die Bühne kamen. So entstand ein amüsant-kurzweiliges und temporeiches Stück, das Lachmuskeltraining beim Zuschauer garantierte.

Dies überzeugte auch die Profis: Krefelder Theatermacher besuchten die Aufführungen in unserer Schule und entschlossen sich, die Theater-AG zum diesjährigen „Staunzeit“-Festival einzuladen. Dies bot den Schülern viele neue Einblicke in das Theater: einen großen Bühnenraum, professionelle Lichttechnik, der Blick hinter die Kulissen, die „echten“ Garderoben und Schminkbereiche – das alles war für sie für einen Tag erlebbar.

Am 26.06.17 war es so weit: Ein Schultag wurde zum außerschulischen Erlebnis. Eine Theaterpädagogin gab bei der Generalprobe hilfreiche Tipps für die Schauspieler, wie sie den vergößerten Bühnenraum für sich einnehmen und ihre Rollen noch mehr durch ihre Körpersprache ausfeilen konnten. Bühnentechniker erklärten den Kulissenbauern der AG wichtige sicherheitsrelevante Details und zeigten mit Kniffen aus ihrem Alltag, wie die Illusion der Kulisse noch besser gelingt. Ein Lichttechniker des Theaters zeigte dem Beleuchtungsteam, wie komplex die Lichttechnik sein kann, aber auch, wie bereichernd sie für die Aufführung ist.

Die vielfältigen Eindrücke gipfelten schließlich in der Auffühung des zuvor erarbeiteten Stücks im fast ausverkauften Kresch-Theater, Krefeld. Das Lampenfieber war groß, doch sobald die Schauspieler die Bühne betraten, belebten sie ihre Rolle mit Spielfreude, Ausdruck und Engagement. Unterstützt von den Profis und dem eigenen Bühnenteam gelang die Aufführung in fremder Umgebung problemlos. Dies überzeugte das Publikum und nach einem langen Applaus war klar: der Schultag war ereignisreich (und lang) wie selten, die vielen Stunden des Probens haben sich gelohnt – auch im kommenden Jahr wird die AG weitergeführt werden und viele der Aktiven wollen wieder dabei sein – trotz, oder gerade wegen, der intensiven Zeit miteinander.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Schlichemklammschule

Schöner Pausenhof

In der Woche vom 18. Juli bis zum 21. Juli 2017 fand an der Schlichemklammschule in Epfendorf eine Projektwoche zum Thema „Schöner Pausenhof“ statt. Die Schlichemklammschule ist eine Ganztagesgrundschule in offener Angebotsform mit 112 Schülern, die an zwei Standorten unterrichtet werden.

Die Klassen 1-4 der Stammschule in Epfendorf beteiligten sich mit 57 Schülern an verschiedenen Aktionen zur Verschönerung des Pausenhofes und des Eingangsbereiches. Es wurde unter der Anleitung von zwei Großvätern eine neue Sitzgruppe gebaut und farblich gestaltet. Die Mauern wurden mit Kinderfiguren bemalt und eine große Torwand ziert nun die Wand am unteren Ende des Pausenhofs. Ebenfalls entstanden wunderschöne sogenannte Glückswächter für ein kleines Podest unterhalb der Treppe. Der Eingangsbereich wurde durch ein Willkommensschild und das Schullogo einladend gestaltet. Besonders positiv erlebten die Kinder die Zusammenarbeit mit anderen aus den verschiedenen Klassen, da die Teams und Kleingruppen altersunabhängig gebildet wurden. Neue Erfahrungen in der Zusammenarbeit wurden ermöglicht, weil nicht wie sonst üblich im 45-Minuten-Takt, sondern in unterschiedlichen, vorher nicht festgelegten Phasen gearbeitet wurde. Diese unterschiedlichen Pausen ermöglichten den Kindern, sich immer wieder über die Fortschritte der anderen zu informieren.  Dadurch wurde erreicht, dass eine neue Verbundenheit und ein freundschaftliches Miteinander erlebbar wurden.  Unterstützt wurden die Schüler und Lehrer durch ortsansässige Handwerksbetriebe in Form von Sachspenden wie z. B. Holz. Ein positives Feedback erhielten alle Projektteilnehmer direkt durch die Besucher des abschließenden Schulfestes am 21.07.2017.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Friedrich - Spee- Gymnasium  

Projekttage am Spee

 "Das Spee für euch!", so lautete das Motto unserer diesjährigen Projekttage am Spee, genauer, dem Friedrich-Spee-Gymnasium in Geldern, an denen unsere Schule die Klassen- und Schultüren geöffnet hat und sich über 500 hochmotivierte Schülerinnen und Schüler aufgemacht haben, um ihre (wo)man-power einmal außerhalb des geregelten Schulablaufes einzusetzen.

 Aus  über 60 ursprünglichen Anfragen an lokale Ansprechpartner im sozialen, karitativen oder erzieherischen Bereich, darunter Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen für betreutes Wohnen und Lebenshilfe aber auch zahlreiche Kitas, Kindergärten, Grundschulen sowie Schulen für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf, haben sich am Ende etwa 30 Projekte ergeben, in denen unsere Schülerinnen und Schüler mitgewirkt haben. Dies war das Ergebnis monatelanger Planung und zahlreicher vorausgehender Gespräche. So mussten nicht nur die konkreten Ansprechpartner ermittelt und angesprochen, unser Einsatzwille und der Wunsch etwas zu bewegen und "mit anzupacken" mitgeteilt und in entsprechenden Projekten konkretisiert werden, sondern auch Antworten auf eher banale Fragen wie die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Projekte, das sichere Erreichen der Projektorte, die Versorgung und Verpflegung während der Projekttage, die Übermittagsbetreuung und nicht zuletzt die Betreuung durch die Lehrerinnen und Lehrer des Spees vor Ort abgeklärt werden.

"Was passiert wohl", so Maike und Hannah aus der Q1, "wenn mehr als 700 Schülerinnen und Schüler,  das sind 1400 helfende Hände, auf soziale Einrichtungen losgelassen werden?" Gute Frage; und auch das sollten ein Großteil unserer Schülerinnen und Schüler während der Projekttage herausfinden und miterleben.

Während ihrer drei Tage außerhalb der Schule haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis Q1 in den verschiedensten Aufgabenbereichen tatkräftig mit angepackt. Dazu zählt z.B. die Mitarbeit beim Errichten eines Abenteuer-Parcours sowie die Durchführung eines Spiel- und Sportfestes an gleich mehreren Grundschulen mit Angeboten wie Gokart-Racing, Schubkarrenrennen oder Fußballkegeln. An einer  Schule wurde sogar das "Kleine Sportabzeichen" abgenommen.

Fleißig waren unsere Schüler auch beim eigenständigen Erstellen von Angeboten rund um das Thema "Schärfung der Sinne" in einem Waldorf-Kindergarten sowie dem Anlegen eines "Sinnespfades" in einer Grundschule. Ebenso engagiert waren sie beim gemeinsamen Singen und Lesen mit älteren Menschen in einem Altenheim, der kreativen Bastelarbeit und dem gemeinsamen Kochen in  St. Bernardin, einer betreuten Wohnanlage mit Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.  Highlights für zahlreiche Schülergruppen waren auch die Projekte zur Verschönerung und kreativen Ausgestaltung ortsnaher Kindergärten und Grundschulen, u.a. durch das Malen von Hinkelkästchen oder Buchstabenfeldern auf den Höfen, aber auch die Gestaltung farbenfroh bemalter Fenster, eines bunt angemalten Bauwagens zum Spielen, die Aufbereitung eines Zauns durch Naturmaterialien, der Bau und die Ausgestaltung einer Lieferkiste für Frischmilch, das gemeinsame Basteln von Murmelbahnen oder einer Kinderküche aus Holz, das Aufarbeiten eines Hockeyfeldes und nicht zuletzt auch das Anstreichen und Aufhübschen von Arbeits- und Aufenthaltsräumen. Aber auch die Stadtralley für und mit den Schülerinnen und Schülern der Don-Bosco-Schule, einer Schule für Jungen, Mädchen und junge Erwachsene mit geistiger Behinderung, war ein aufregendes Erlebnis. Das im Haus Karin, einer Einrichtung für psychisch erkrankte Menschen, organisierte und durchgeführte Sommerfest sorgte ebenfalls für viele strahlende Gesichter.

Große Freude bereitete den Schülerinnen und Schülern auch das gemeinsame Basteln von kleinen Holzbooten mit Kindern aus dem Kindergarten, die anschließend bei gemeinsamem Picknick erfolgreich und unter großer Begeisterung aller beteiligter zu Wasser gelassen wurden oder auch das Anlegen einer "Kräuterschnecke" und eines "Naturwahrnehmungspfades" sowie das gemeinsame Experimentieren mit einer Gruppe "kleiner Forscher" in weiteren Einrichtungen.

Bereits dieser, doch deutlich verkürzte Ausblick,zeigt, in welcher Bandbreite sich das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Projekttage bewegt hat. Gleichzeitig waren unsere "Jüngsten", die Jahrgänge 5 und 6, auf unseren Sportanlagen mit Angeboten aus dem Bereich Musik, dem Mini SPEEzial Orchester oder einer Rockband, und Tanz, u.a. HipHop, sowie Sport, darunter  Selbstverteidigung und Judo, und Akrobatik oder Theater beschäftigt. Dabei haben sie ganz neue Seiten an sich kennengelernt und unterhaltsame Aufführungen für das Schulfest, mit dem die Projekttage geendet haben und zu dem alle Beteiligten herzlich eingeladen waren, vorbereitet. Nicht im Verborgenen, aber vielleicht ein wenig im Hintergrund haben währenddessen unsere "Schulreporter" die Projekttage dokumentiert, eine kleine Arbeitsgruppe unsere Arbeit in einem Explainity beleuchtet und ein fleißiges Team an Helfern in unserer Schule gewerkelt. 

Alles in allem waren die Projekttage, so die einhellige Meinung, ein voller Erfolg. Die ansteckende Begeisterung unserer Schülerinnen und Schüler für die einzelnen Projekte, der Wille und das Interesse daran sich auf andere Menschen einzulassen und gemeinsam an etwas zu arbeiten, Berührungsängste abzubauen, Neues zu entdecken, sich für sich selbst und andere zu öffnen, mal auf etwas Konkretes, so Maik, zu fokussieren, und die Bereitschaft einfach "mal anzupacken, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten" haben dafür eine wichtige Grundlage gebildet. Und auch wenn, wie ein Schüler ganz richtig festgestellt hat, man "jetzt  mal ´ne kurze Pause machen könnte", so stand für uns alle am Ende doch auch fest: "Engagement ist echt nötig und Hilfe wird gerne angenommen." Das Spee ist gespannt, wie´s weitergeht. Die nächsten Projekttage kommen bestimmt...

Im Wettbewerb bis: Oktober

Pestalozzi-Schule

Zuhause kann überall sein

Unser Kunst-Projekt fußt auf der Beschäftigung mit dem Buch „Zuhause kann überall sein“. In diesem Buch wird ein Mädchen beschrieben, die fern von ihrer Heimat durch Kontakt mit einem anderen Kind neue Worte lernt und damit sich eine neue „Wortdecke“ - ihre alte ist in rötlichen Farbtönen gehalten- „webt“. Diese neue Wortdecke -in Blautönen gehalten - malten 280 Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Grundschule. Mit dieser künstlerischen Tätigkeit endeten die Projekttage vom 10. bis 13. Juli - angeleitet durch 2 Lehrerinnen Fr. Dauscher und Fr. Janßen. Öffentliche „Übergabe“ fand mit Schülerinnen und Schülern, Kollegium, Elternbeirat, Förderverein und Presse am 24.7.2017 statt.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Sigmund-Jähn-Grundschule

Unsere Stadt im Frühling

von 4. Mai bis Ende Juni drehten unsere Kinder der Vorbereitungsgruppe 1 (ohne deutsche Sprachkenntnisse) und 2 deutsche Kinder der Klasse 5a der Sigmund-Jähn-Grundschule Fürstenwalde/Spree eigenverantwortlich einen 15-minütigen Dokumentarfilm "Unsere Stadt im Frühling" über Fürstenwalde/Spree.

Ausgehend von der Analyse ausgewählter Sequenzen aus der Filmgeschichte wählten unsere Kinder Orte und Menschen aus ihrem Lebensraum aus, filmten, interviewten und zogen Vergleiche mit ihrer Heimat (Ukraine, Afghanistan, Syrien). Sie wählten Szenen aus, diskutierten die Reihenfolge, schnitten, entwarfen Texte und sprachen diese ein.

Am 4. Juli 2017 war die Premiere im Filmmuseum Potsdam vor spanischem und deutschem Publikum, am 18. Juli wurde der Film im Filmtheater Union in Fürstenwalde vorgestellt. Sie berichteten den interessierten Zuschauern von den Dreharbeiten und von ihren erworbenen Kompetenzen. Kinder und Erwachsene fanden dieses Projekt großartig!

Im Wettbewerb bis: Oktober

Brüder-Grimm-Schule

Eine Doppelstunde Mathematik bei den Kindern der Mathe-AG

Die Schülerinnen und Schüler der Mathe-AG haben das Programm für zwei Schulstunden für die Schulbesucher an diesem Nachmittag vorbereitet und selbstständig zusammengestellt.

In der ersten Stunde haben sie mathematische Tricks dargeboten, deren mathematische Struktur sie vom Publikum haben entdecken lassen bzw. selber zusammenfassend erklärt haben.

In der Pause wurden noch einige Erklärungen zu den Tricks gegeben und die eigens für diesen Nachmittag gefertigte mathematische Dekoration präsentiert, so z.B. die Plakatwände, auf denen sich hinter Zahlen kleine Texte zur Bedeutung oder Philosophie der Zahlen befanden oder Fotos von Gegenständen, unter denen Texte verfasst waren, die auf die Mathematik im Alltag hinwiesen.

In der zweiten Stunde war das ganze Publikum als Schulklasse gefordert, zum Thema „Zufallsexperiment am Galton-Brett“ zu arbeiten. Das Galton-Brett wurde vorgestellt und die Schüler durften der Forscherfrage anhand von Arbeitsaufträgen auf Arbeitszetteln auf die Spur kommen. Drei Schüler haben diese Stunde komplett moderiert, wobei die anderen Schüler der Mathe-AG als Experten an den Gruppentischen im Publikum unterstützend halfen, so dass alle Mathe-Freunde später die Forscherfrage: „In welchen Fächern liegen am Ende wie viele Kugeln und welche Verteilung ergibt sich?“ beantworten konnten.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Private Wilhelm-Löhe-Mittelschule

Harry-Potter-Challange

SchülerInnen wirken bei der inhaltlichen Gestaltung des Projektes aktiv mit. Sie äußerten den Wunsch ein Harry-Potter-Projekt durchführen zu wollen. Sie demonstrierten ihr Vorwissen zum Thema Harry Potter und präsentieren Zubehör (Referat zur Einführung zu Harry Potter, Zauberstäbe, Karten, Bücher, Filmcds und Hörcds). Zu Beginn der Projekttage wurden die SchülerInnen in die vier Häuser (Gryffindor, Slytherin, Hufflepuff, Ravenclaw) der Harry-Potter-Welt aufgeteilt (Aktion: Der Hut spricht)

In jeweils zwei Häusern galt es am ersten Projekttag in zwei verschiedenen Teams zwei verschiedene Aufgaben zu erarbeiten:

- In den Häusern Gryffindor und Slytherin kreierten die SchülerInnen ein Quiz zu den Büchern bzw. Hörtexten oder Filmen rund um Harry Potter und erlernten den Kontaktsport Quidditch.

- In den Häusern Ravenclaw und Hufflepuff erarbeiteten die TeilnehmerInnen szenisches Spiel zu Textinhalten und Personen aus der Harry-Potter-Welt. Zudem bastelten sie Zauberstäbe und zeichneten Magische Wesen.

Am zweiten Projekttag erfolgten nacheinander die Präsentationen der Erarbeitungen in Form von Wettkämpfen zwischen den verschiedenen Teams. Die Projektteilnehmer stimmten darüber ab, wer den ersten und zweiten Platz erzielte. Es erfolgte die Preisverleihung und am Ende der Veranstaltung wurden Erfahrungen ausgetauscht und das Projekt mündlich und schriftlich reflektiert.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Tullaschule Freiburg

Der Karneval der Tiere

Der Karneval der Tiere ist eine Komposition des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns (1835 – 1921). Es handelt sich um eine Suite von Orchesterstücken. Im Original ohne Texte, ist das Werk in Deutschland vor allem in Kombination mit den Texten Loriots bekannt geworden, die den Charme und die Ironie der Musik kongenial bereichern.

Die Komposition wird oft im Bereich „Klassik für Kinder“ verortet. Das war nicht ihre ursprüngliche Intention, gleichwohl ist eine Behandlung im Musikunterricht der Grundschule gut möglich. Als Programmmusik mit dem Nachahmen von Tierrufen und Tiercharakteren finden auch Grundschulkinder mit diesem Werk Zugang zur sogenannten Klassischen Musik. Als Musiklehrerin der beiden vierten Klassen der Tullaschule war meine ursprüngliche Idee, den Karneval der Tiere im Musikunterricht zu behandeln. Daraus entwickelten sich im Lauf einiger Wochen Bewegungsstudien zu den einzelnen Tieren. Da die Kinder gut für die Musik zu begeistern waren, entstand allmählich der Gedanke, aus den Bewegungen eine Choreografie zu erarbeiten.

Choreografische Unterstützung bekam ich durch die befreundete Tänzerin Helga Eggert, die auch bereit war, in die Schule zu kommen und mit den Kindern zu trainieren. Im Mittelpunkt der Arbeit stand das Eintauchen in die Musik, das Entwickeln von Körperbewusstsein, Haltung und einfachen Bewegungsabläufen, die auch für nicht tanzerfahrene Kinder eine Ausdrucksmöglichkeit boten und nicht zuletzt auch für einige übergewichtige Kinder mehr Akzeptanz des eigenen Körpers schufen. Insbesondere bei den Jungen, die im Allgemeinen allem, was nach tänzerischer Bewegung aussieht, sehr ablehnend gegenüberstehen, war bei aller phasenweisen Unkonzentriertheit doch eine hohe Identifikation mit dem gesamten Projekt zu beobachten.
Das Projekt Karneval der Tiere zog allmählich immer größere Kreise. Die Chorkinder der Tullaschule, soweit sie nicht ohnehin in den vierten Klassen waren, wurden integriert, die Zahl der beteiligten Kinder wuchs auf ungefähr 70 Kinder an. Es gelang, den langjährigen Schauspieler am Freiburger Theater Ullo von Peinen als Sprecher zu gewinnen, die Kostüme entwarf eine befreundete Schneiderin, das Team der Nachmittagsbetreuung kümmerte sich um die Maske, im Rahmen einer Projektwoche bastelten und malten die Schülerinnen und Schüler die Kulissen. Der Förderverein der Schule und Inner Wheel Freiburg unterstützten uns finanziell.

Aus einer kleinen Unterrichtseinheit hatte sich ein Tanz-Theaterstück entwickelt, das am 7.7.17 zum Auftakt des jährlichen Sommerfestes der Tullaschule mit großem Erfolg aufgeführt wurde. Der Erfolg lag dabei für mich nicht in erster Linie darin, dass alles mehr oder weniger gut „funktioniert“ hat, sondern in den tiefergehenden Prozessen. Die Kinder der Tullaschule sind genauso begabt wie Kinder aus anderen Schulen mit mehr Förderung durch das Elternhaus, es fehlt allerdings häufig an Fokussierung und Konzentration, am „Dranbleiben“ und der Bereitschaft zur Anstrengung. Die Erfahrung zu machen, dass die kontinuierliche Arbeit mit allen Sinnen zu Erfolg und Zufriedenheit führt – hoffentlich ein kleiner Baustein für den Transfer auf andere Lern- und Lebenssituationen!

 

Im Wettbewerb bis: Oktober

Neue Mittelschule Eferding Nord

Lieb war gestern – Mädchen lassen sich nichts gefallen

9 Schülerinnen und 2 Schüler der Theatergruppe der Neuen Mittelschule Eferding Nord bereiteten sich von Ende Jänner bis Juli einmal in der Woche auf ihre Präsentation des Schülertheaterstücks „Lieb war gestern – Mädchen lassen sich nichts gefallen“ vor.

Am 5. Juli 2017 war es dann so weit. Die Gruppe durfte vor einem großartigen Publikum (200 Besucher) im Kulturzentrum Bräuhaus spielen.
Ziel dieser Aufführung war, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Scheu überwinden, sich trauen auf einer richtigen Bühne zu spielen, versuchen den Charakter einer Theaterrolle zu übernehmen und somit ihr Gelerntes vor ihren Familien, den Mitschülern und Lehrern und vielen Ehrengästen zu präsentieren.
Natürlich waren viele Arbeitsschritte nötig um dieses Projekt auf die Füße stellen zu können. Bevor die Rollen an die einzelnen Schülerinnen und Schüler verteilt werden konnten, musste das Stück an die vorhandenen Schauspieler angepasst werden. Dann vergingen viele Wochen mit intensiven Gesprächen und dem Lernen des Textes, bis endlich auch das szenische Spielen in den Vordergrund rückte.

Im Stück selber wurden viele Themen angesprochen, die Kinder- und Jugendliche ansprechen und beschäftigen. Fächerübergreifendes Arbeiten war also angesagt, denn Themen wie die Trennung der Eltern, das Nichtzufriedensein mit seinem Körper, erste Liebe, Musikgeschmack, Naturschutz usw. wurden sowohl im Unterricht, zB. in den Fächern Soziales Lernen, Biologie, Musik oder Deutsch besprochen, als auch während der Probenarbeiten erarbeitet.
Immer wieder flossen während der Probenarbeiten Ideen einzelner Schülerinnen und Schüler für die Umsetzung und die Darstellung der einzelnen Szenen ein. Dieses offene Miteinander sorgte dafür, dass das Stück bei der Präsentation sehr natürlich und realitätsnah wirkte.
Mit viel Engagement überlegten sich die Schauspieler selbst, wie das Bühnenbild aussehen soll. Mit ganz einfachen Mitteln und wenigen Requisiten verwandelten sie die Bühne in den Ort des Geschehens des Stückes.

Die Schülerinnen und Schüler durften auch erste Erfahrungen mit Licht- und Tontechnik machen. Mit Headset-Mikrophonen zu sprechen, bei der richtigen Musik loszulaufen und immer im richtigen Licht zu stehen, war eine große Herausforderung. Das Theaterstück dauerte knapp eine Stunde. Viele der Besucher fanden es sehr kurzweilig und amüsant, das merkte man auch an den Reaktionen während des Spielens. Einige Eltern konnten gar nicht glauben, dass ihre Kinder so großartige Theaterspieler sind. Ein besonderes Lob bekam die Gruppe vom Pflichtschulinspektor der Bildungsregion und sogar von einem ortsansässigen Schauspieler. Rückblickend kann man sagen, dass dieses Projekt die Schülerinnen und Schüler noch näher zusammenrücken ließ und sie offen gemacht hat für neue, wichtige Themen und das Leben.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Förderschule St. Vincenzhaus / Gymnasium Unserer Lieben Frau

Inklusives Theater

Der Beginn war sehr spannend und aufregend, da noch niemand von uns Erfahrungen mit inklusivem Theater gemacht hatte... es musste also alles ganz neu geplant werden:

- welche Klassen oder Schüler eignen sich?

- was erwarten wir?

- welche Probleme könnten auftreten?

- an was muss alles gedacht werden? Welcher Rahmen ist passend? Wo treffen wir uns? In welchem Rahmen kann man alles schulisch einbetten?

- Beförderungsprobleme?

- Die Suche nach dem richtigen Stück...

 Viele Fragen... Wir entschieden uns für meine Klasse (8 Schüler mit Förderbereich Geistige Entwicklung im Alter von 12-14 Jahren) und den Schülern der fünften Klasse des Gymnasiums, die sich im Rahmen einer AG für das "Inklusive Theater" anmelden konnten.

Nach den diversen Treffen von uns Kollegen, Bettina Collmer und Birgit Lucassen (zwei Theaterpädagogen vom ULF) und dem Klassenteam der H5, Ingrid Steingrefer (Klassenlehrein) und Gerhild Meinecke (Pädagogische Mitarbeiterin) vom St. Vincenzhaus, gab es im Rahmen der Anmeldung für die fünfte Klasse eine Information für alle Eltern der neuen Fünfer am Gymnasium, damit sich Eltern und Schüler bewusst für diese AG entscheiden können. Die Eltern der Förderschule wurden auf einem eigenen Elternabend um Zustimmung gebeten.

Die Eltern der Förderschüler fanden unsere neue Idee alle sehr gut und wollten die Aktion bestmöglich unterstützen. Auch bei den Schülern des Gymnasiums gab es 12 Anmeldungen. Zunächst besuchten wir uns mit den Schülern gegenseitig in den Schulen, um die "Anderen" besser kennenzulernen. Es wurden Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale eingeführt und die ersten Stunden mit Spielen aus der Erlebnis- und auch der Theaterpädagogik verbracht, um Barrieren zu überwinden, eine Gemeinschaft zu werden und (Berührungs-)Ängste abzubauen. Wir waren erstaunt, wie schnell diese Grenzen überschritten wurden und wie schnell die Schüler von beiden Schulen ganz selbstverständlich miteinander umgingen, so dass wir nach kurzer Zeit schon mit den Proben für das Theaterstück "Skandal im Hühnerstall" beginnen konnten.

In diesem Stück geht es um Hühner, die über die Verhältnisse in ihrem Stall sehr unzufrieden sind und kurzerhand ausbrechen. Unterstützt werden sie dabei von ihren Freunden, den Hunden, Katzen und Mäusen. Die Menschen (Bauer und Bäuerin, Knecht und Magd) reagieren verstört und wütend auf den Ausbruch der Tiere und holen sich für die Suche nach ihren "Lieblingen" Polizei und einen Professor zu Hilfe. Nach einiger Zeit beschließt der Hahn, dass er mit den Bauern über eine Rückkehr zum Hof verhandeln und bessere Konditionen für seine Hühner fordern möchte. Am Ende gibt es eine gute Lösung für alle Beteiligten. Für die Einteilung der Rollen wählten wir die Teams, die wir schon bei den ersten Treffen gebildet hatten (jeweils 1-3 Schüler des ULF bildeten ein Team mit 1-2 Schülern des St. Vincenzhauses).

In den kommenden Monaten probten wir jeden Montag zur AG-Zeit im Musikraum des Gymnasiums und hatten unsere erste Aufführung (die ersten drei Akte) am Tag der Offenen Tür des Gymnasiums-- ein voller Erfolg! Alle waren sehr begeistert, wie toll die Schüler gespielt hatten und wie gut alle miteinander umgingen. Dieses Erlebnis war weiterer Ansporn für die restlichen Proben.

Am 16. Juni 2017 gab es dann die Uraufführung unseres Theaterstückes auf der Bühne des Gymnasiums ULF. Die Kinder hatten sowohl bei der Auswahl der Kostüme, als auch beim Arrangieren des Bühnenbildes großen Spaß und viele Ideen und waren sehr nervös vor dem Auftritt. Die Aufführung vor großem Publikum lief reibungslos :-) alle waren gut vorbereitet, achteten auf ihr Gegenüber und wurden mit Standing Ovations belohnt!!

Zur Rückschau: Den Förderschülern hat dieses Projekt sehr viel Spaß gemacht. Sie genossen die Zeit an der anderen, großen Schule und fühlten sich schnell wohl dort. Die Schüler des Gymnasiums hatten ebenso viel Spaß und äußerten mehrfach, dass sie nun ein ganz anderes Verständnis für Menschen mit Behinderungen hätten und keine Probleme mehr, auf diese zuzugehen und mit ihnen umzugehen. Eltern, Geschwister, Großeltern, Kollegen: alle waren sehr stolz auf das, was ihre Kinder im vergangenen Jahr geleistet haben und waren sich einig, dass dieses Projekt sehr geglückt ist.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Franz-Marc-Schule

Wir bauen einen Sinnesgarten

 Die Idee zum Bau eines Sinnesgartens entstand durch Impulse unserer Schüler. Bei einem Ideenwettbewerb zur Umgestaltung unseres Schulgeländes tauchte immer wieder der Wunsch nach einem ruhigen Pausenbereich auf, der dennoch Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.
Schon bald stand für unsere Schulfamilie fest, einen Sinnesgarten als fächer- und klassenübergreifendes Projekt realisieren zu wollen. Zum einen bieten gerade Projekte die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten zu fördern. Dafür wurden vor Projektbeginn für jede Schülerin und jeden Schüler individuelle Förderziele festgelegt. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf der Förderung der Kooperationsfähigkeit und der Frustrationstoleranz sowie der Selbstwirksamkeitserwartung. Zum anderen ermöglicht es einen hohen Lebensweltbezug. Das Berufsfeld Garten- und Landschaftsbau stellt für viele Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf eine realistische Zukunftsperspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt dar. Durch das praktische Arbeiten im Berufsfeld können erste Erfahrungen gesammelt und somit der Weg in Praktika und Ausbildungen angebahnt werden.

Um unser geplantes Projekt überhaupt umsetzen zu können, war es zunächst erforderlich das nötige Material möglichst kostengünstig zu besorgen. Viele Telefonate später war es geschafft. Mit sehr viel Arbeitseinsatz des Lehrerkollegiums holten wir an einem Samstag die gespendeten Klinkersteine gemeinsam von einer Baustelle. Die Holzbohlen für die Abtrennung des Barfußpfades spendete ein örtliches Sägewerk. Für die Pflanzen der Kräuterschnecke erhielten wir eine großzügige Einzelspende.

Endlich konnten wir in der letzten Juniwoche starten. Für die Umsetzung des Projekts wurden insgesamt 20 Schüler aus der 6. und 7. Klasse ausgewählt. Am Anfang galt es, wichtige Fragen zu klären. Was waren eigentlich genau Sinne? Und was hatten diese den mit einem Garten zu tun? Welche Elemente soll unser Sinnesgarten enthalten? Nachdem alle Fragen geklärt und alle Bauplanungen fertig waren, begann am 04.07.2017 die aktive Bauphase.
Klinkersteine, Sand, Kies und Humus mussten mit Schubkarren herangeschafft werden. Mit Muskelkraft wurde fleißig Fliesenkleber angerührt. Stein für Stein wurde exakt gemauert und mit der Wasserwaage geprüft. Nicht passende Steine wurden passend gemacht. Überflüssiger Fliesenkleber wurde sofort gründlich weggewischt. Wir arbeiteten bei jedem Wetter. Nach ca. 28 Schulstunden Arbeit konnten wir endlich mit dem Bepflanzen unserer Kräuterschnecke beginnen. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor über geeignete Pflanzen informiert und diese im Team ausgewählt. Insgesamt pflanzten wir 22 verschiedene Würz- und Heilkräuter in unsere Schnecke. Diese werden natürlich ab nächsten Schuljahr mit in unserer Schulküche verarbeitet. Für das Befüllen unseres Barfußpfades mussten erst einmal unterschiedlichste Materialien zusammengetragen werden. Wir entschieden uns vorallem Naturmaterialien zu verwenden. Die einzelnen Felder füllten wir mit Baumrinde, Sägemehl, feinem Sand, Kieselsteinen, Moos, Wasser, Tonkügelchen, Hackschnitzel, Rasen und Baumscheiben. Ein Feld ließen wir frei, damit es im Wechsel der Jahreszeiten immer passend befüllt werden kann. Schon zwei Tage später wurde unser Sinnesgarten im Rahmen des Schulgottesdienstes eingeweiht. Alle Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, über unseren Barfußpfad zu laufen sowie die unterschiedlichsten Kräuter zu probieren. Den krönenden Abschluss bildete unsere Projektpräsentation vor der versammelten Schulfamilie mit Elternbeirat und Förderverein am vorletzten Schultag.

Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass alle angestrebten Förderziele, vor allem im Bereich der Kooperationsfähigkeit sowie der Selbstwirksamkeitserwartung, mehr als erfüllt werden konnten. Während der Reflexionsphase äußerten fast alle - bis auf zwei Schülerinnen – sich ein Praktikum bzw. eine Ausbildung im Bereich Garten- und Landschaftsbau vorstellen zu können. Nicht zuletzt die Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler sich selbst den Namen „Kräutergartengang“ gegeben haben sowie den Wunsch geäußert haben eine Erweiterung des Sinnesgarten im nächsten Schuljahr vorzunehmen, zeigt eindeutig die Bedeutung eines „Extra -Klasse“- Unterrichts.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Sonderpädagogisches Förderzentrum Regenstauf / Mittelschule Lappersdorf / Blindeninstitut Regensburg

gemeinsam Theater spielen!

Am Anfang stand die Idee, dass Schülerinnen und Schüler von drei verschiedenen Schularten gemeinsam Theater spielen.

So wurde ein Kooperationsprojekt zu einem gemeinsamen Theaterstück für das Schuljahr 2016/17 geplant. Initiiert wurde das Projekt durch das SFZ Regenstauf (Dorle Daum, Schulleiterin, Josef Zollner, Spielleitung).

THE GREATEST STORY EVER ist eine Kooperation zwischen dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Regenstauf, der Mittelschule Lappersdorf und dem Blindeninstitut Regensburg. Begleitet wurde das Projekt von Studentinnen und Studenten der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften (OTH Regensburg), welche sich mit dem Thema „Theater mit Zielgruppen der sozialen Arbeit“ auseinandersetzen wollten.

Als Ziel wurde ein Auftritt bei den Schülertheatertagen Regensburg im Juli 2017 ins Auge gefasst. Erste gemeinsame Treffen der Spielleiter / des Dozenten im Herbst 2016 dienten der Grundsteinlegung und Gesamtplanung der komplexen Kooperation. Die Studentinnen und Studenten teilten sich Aufgaben, begleiteten die Theatergruppen unter dem Schuljahr bei den Proben oder kümmerten sich mit um Requisitenbau und Technik. Der Dozent und Schauspieler Tobias Ostermeier stand den drei Schulen beratend zur Seite.

Die Schülerinnen und Schüler dieser drei Schulen entwickelten eine Idee zu einer gemeinsamen Rahmenhandlung, in der drei ganz unterschiedliche Geschichten eingebettet sind, welche in jeder Schule einzeln geprobt werden konnten. Das Besondere ist neben der großen Kooperation, dass das Drehbuch von den Kindern selbst mit Unterstützung ihrer Spielleiter entwickelt wurde. Sie entstanden aus den Ideen der Schüler, teils sind die Geschichten sogar Erlebnisse aus dem echten Leben der jungen Menschen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Müggelschlößchen-Grundschule

Kiez Allende kennenlernen und Bedarfe aufzeigen

Im Schuljahr 2015/ 2016 beteiligten sich meine 24 Schüler der 4. Klasse an dem übergreifenden Kiezprojekt „Kiez Allende kennenlernen und Bedarfe aufzeigen“. In vielen Stunden im Rahmen des Sachunterrichts erkundeten wir den Kiez und unsere Schulumgebung. Das Ergebnis der Arbeit wurde in einer großen Karte mit umfangreichen Bildern und Texten von den Schülern im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Juli 2016 überreicht. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten diese Veranstaltung selbständig und führten durch. Es waren viele Gäste geladen, so nahmen zum Beispiel auch der Stadtbezirksbürgermeister, Herr Igel, die Sozialraumkoordinatorin, Frau Kreische, und mehrere Vertreter von Parteien und Vereinen teil. Die Schüler übergaben ihre Arbeit und einen Brief an die Bildungssenatorin mit der Bitte, die Schule in den Sanierungsplan des Senats aufzunehmen. Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler floss in den neuen Kiezstadtplan, der im Februar 2017 gedruckt wurde, ein. Während dieser Arbeit entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein „Allende 2 hilft e.V.“, der sich mit dem Flüchtlingsheim gegenüber unserer Schule gründete.

So war es nur eine logische Folge, dass die Kinder auch in diesem Schuljahr wieder aktiv waren. Mit Hilfe des Vereins und Geldern der Kiezkasse organisierten die Schüler im Mai 2017 an einem Samstag einen gemeinsamen Arbeitseinsatz zur Verschönerung unserer Schule. Die begonnene Wandgestaltung wurde in einem Klassenprojekt vollendet. Alle hatten sehr viel Spaß und das nächste Kiezprojekt ist schon in Vorbereitung, doch dann sind meine Schüler bereits Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse. Zusammen mit ehrenamtlichen Helfern im Kiez wollen wir die beschmierten Energiekästen im Kiez zu attraktiven Hinguckern gestalten. Das Geld dafür wurde schon von der Sozialraumkoordinatorin freigegeben und die ersten Skizzen der Schülerinnen und Schüler liegen auch schon bereit.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Josef-Anton Schneller Mittelschule

Die NS-Zeit in Dillingen

 Die Klasse 8c der Josef-Anton Schneller Mittelschule in Dillingen startete nach den Pfingstferien (19.06.2017) mit einem ganz besonderen Projekt. Das im Lehrplan verankerte Thema "Die NS-Zeit" sollte einmal ganz anders angegangen werden als sonst üblich. Die insgesamt 19 Schüler sollten handlungsorientiert und größtenteils eigenverantwortlich in Erfahrung bringen, wie die Zeit des 3. Reiches in ihrer Heimatstadt Dillingen gewesen war. Dazu waren viele verschiedene Arbeitsschritte notwendig.

Zunächst sammelten die Schüler in einem Brainstorming, was sie zu diesem Thema überhaupt interessieren würde, was sie gerne wissen und erkunden möchten und welche Aspekte, Denkmäler usw. überhaupt für das Projekt in Frage kämen. Anschließend mussten die verschiedenen Aufgaben und Aktionen festgelegt und deren Umsetzung geplant werden. Dann galt es, die geplanten einzelnen Aktionen durchzuführen und angemessen zu dokumentieren, damit schließlich die gesammelten Informationen ansprechend und auch für Andere interessant und gewinnbringend verschriftlicht und gestaltet werden konnten. Abschließend wurde dann die Präsentation der im Laufe des Projektes entstandenen Schautafeln und Ausstellungsstücke geübt und einstudiert.

Pädagogisches Ziel des Projektes war in erster Linie, den Schülern durch den Heimatbezug in besonderer Weise zu verdeutlichen, wie die schreckliche Zeit des 3. Reiches auch ihre Heimatstadt, Orte und auch Personen, die sie selbst ggf. kennen, beeinflusst und verändert hat. Das Projekt sollte Geschichte für die Schüler greifbar machen, ihnen zeigen, dass auch Vergangenes etwas mit ihnen selbst zu tun hat und ihnen die Notwendigkeit vor Augen führen, warum diese Ereignisse lebendig gehalten und nicht vergessen werden dürfen. Es sollte vor allem auch ein tieferes Verständnis für die Umstände, die Menschen und die
Ereignisse dieser Zeit geschaffen werden. Dazu wurden Gruppen gebildet, die sich mit den vorab festgelegten Schwerpunkten und Aspekten befassten:
So erkundete eine Gruppe, welche Bedeutung die Donaubrücke in Dillingen zunächst für die Nazis aber auch später für die Alliierten hatte. Eine andere Gruppe befasste sich mit der Hitlerjugend und dem BDM in Dillingen. Auch die heimischen Kriegsopfer und in Dillingen lebende Juden waren Thema einer Gruppe. Eine weitere Gruppe befasste sich mit originalen Relikten aus der NS- Zeit, die im städtischen Hochstiftmuseum verwahrt werden. Diese Gruppe war besonders privilegiert, weil das Museum momentan wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten für die Öffentlichkeit geschlossen ist und erst 2019 wieder eröffnet werden soll. Dennoch konnte ein Verantwortlicher gefunden werden, der sich bereit erklärte, den Schüler einen Nachmittag die Originalstücke zu zeigen und die dazu gehörenden Geschichten zu erzählen. Auch die Außenstelle des KZ Dachau in Lauingen wurde genauer untersucht, die Schüler befassten sich sowohl mit den Lebensbedingungen der Häftlinge als auch damit, für welche Betriebe die Insassen damals produzieren mussten.
Einen Bezug zur heutigen Zeit stellten die Schüler unter der Überschrift "Flucht und Vertreibung heute" her, indem sie aus Syrien und Afghanistan geflüchtete
Klassenkameraden und andere Schüler/innen unserer Schule zu ihrer persönlichen Geschichte und den Erlebnissen und Erfahrungen auf und mit ihrer Flucht befragten. Im Rahmen des Projektes bekamen die Schüler außerdem die Möglichkeit mit Zeitzeugen zu sprechen, die den Krieg und die darauf folgende Zeit der Besatzung durch die Amerikaner selbst erlebt haben.

Die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeiten gestalteten die Schüler schließlich auf Schautafeln und in einer einleitenden Powerpoint-Präsentation. Präsentiert wurden die Ergebnisse schließlich am 07.07.17 vor geladenen Gästen wie der Schulleitung, den Schulräten, dem Bürgermeister, den Museumsverantwortlichen, Mitarbeitern des Landratsamtes und Mitgliedern des Schulfördervereins, Eltern und anderen Interessierten in der Aula unserer Schule. Auch die Presse, vertreten durch die Donau Zeitung, war vor Ort. Am 09.07 erschien dann auch ein Artikel über die Veranstaltung in dieser Zeitung.
Den Abschluss des Projektes bildete am 13.07.17 eine Exkursion in die KZ Gedenkstätte Dachau, an der alle achten Klassen der Schule teilahmen.

Die Schüler der 8c gaben abschließend ein Feedback zum Projekt. Mehrmals wurde geäußert, dass sie die Stadt nun mit anderen Augen sehen würden. Verschiedene Denkmäler wären ihnen vorher nicht einmal aufgefallen, nun kennen sie sogar die Geschichten dahinter. Auch die Biografien und Schicksale der in Dillingen lebenden Juden gingen den Schülern besonders unter die Haut. Als Lehrerin ist mir aufgefallen, wie involviert viele der Schüler in dieses Projekt waren, dieMotivation und auch das Engagement waren von Anfang bis Ende überdurchschnittlich hoch. Die Ausstellung blieb bis zu den Sommerferien in der Aula geöffnet und wurde sowohl von zahlreichen Schulklassen als auch interessierten Bürgern Dillingens besucht. Es kam so zu unerwartet vielen Begegnungen, interessanten Gesprächen und gewinnbringendem Austausch zwischen den verschiedensten Menschen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Grundschule GEBSATTEL – INSINGEN – NEUSITZ

Inklusionsfest

Unsere Schule führte am Mittwoch, den 12. Juli 2017 von 9 bis 12 Uhr ein Inklusionsfest durch. An diesem Tag bekamen unsere 182 Schüler der Grundschule Gebsattel – Insingen – Neusitz Besuch von 25 Förderschülern des Förderzentrums Rothenburg ob der Tauber und der Franziskus-Schule des förderpädagogischen Zentrums in Bad Windsheim.

Die Förderschüler wurden während ihres Besuchs bei uns von Förderlehrern, Erziehern und Schulbegleitern begleitet.

Organisation des Festes:

Wir lösten unsere Klassenverbände auf, indem wir alle unsere Schüler auf 8 Gruppen verteilten und ergänzten diese mit ca. 3 Förderschülern.

Ablauf des Festes:

Nach einem Begrüßungslied durchliefen die jeweiligen Gruppen gemeinsam verschiedene Stationen, die von den Lehrkräften unserer Schule vorbereitet worden waren.

Sportliche Aktivitäten:

-         Rollstuhlparcours

-         Blindenparcours

-         Airtrackbahn

-         Reifenfußball

Kreative Aktivitäten:

-         Blumenstecker basteln

-         Schwammbomben basteln

(Diese wurden gleich in Form einer Wasserschlacht getestet.)

 In der gemeinsamen Pause wurden die Kinder mit Getränken, Obst und Brezen versorgt. Am Ende des Festes verabschiedeten wir unsere Gäste mit unserem Schullied („Gut, dass wir einander haben“) und einem Eis. Dieses Inklusionsfest fand zum zweiten Mal innerhalb zwei Jahren an unserer Schule statt.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Schlichemklammschule

„Eine Reise nach Indien & Sri Lanka“

In der diesjährigen Projektwoche vom 29. Mai bis 2. Juni 2017 wagten die 63 Schülerinnen und Schüler und alle 6 Lehrerinnen den Blick über den Tellerrand unserer kleinen Schul- und Dorfgemeinschaft.
Am Montagmorgen wurden alle Kinder zunächst im Klassenzimmer von ihrer Klassenlehrerin begrüßt. Mit einer täuschend echt aussehenden Bordkarte für den „virtuellen“ Flug nach Delhi trafen sich dann alle Kinder der Schule im Klassenzimmer der Klasse 3/4a.
Nach einer kurzen „Sicherheitseinweisung“ (Rucksäcke unter den Sitz, während des Flug bitte sitzen bleiben) ging die Reise los. Mit dem „Mausflieger“ begleiteten wir Ralph von der Sendung mit der Maus nach Indien. Im Film „Indien-Spezial“ lernten wir bereits einiges Interessante über das Land, mit dem wir uns nun eine ganze Woche beschäftigen würden.
In den folgenden Tagen arbeiteten die Kinder in 4 jahrgangsübergreifenden Gruppen aus Schülern der Klassen 1 bis 4 zusammen. Jede Gruppe wechselte dabei tagesweise zu einer anderen Lehrerin/einem neuen Lehrerinnenteam, so dass alle Kinder alle Angebote wahrnehmen konnten.
Ein Höhepunkt der Projektwoche war der Besuch unserer ganzen Schule bei der Sikh-Gemeinde in Stuttgart-Zuffenhausen. Mit großem Einsatz und herzlicher Gastfreundschaft wurden wir dort empfangen.

 Die Idee für unsere Projektwoche hatten wir gemeinsam mit dem Elternbeirat entwickelt. Nachdem in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt in den Projektwochen in den Bereichen Natur/Ökologie und Experimentieren lag, wollten wir in diesem Jahr die Vielfalt der Menschen an unserer Schule ins Blickfeld rücken. Um uns möglichst tiefgehend und handlungsorientiert mit einem Thema auseinanderzusetzen, konzentrierten wir uns schließlich auf die beiden Länder Indien und Sri Lanka. Da aus diesen Herkunftsländern zwei Familien an unserer Schule auch an der Projektwoche mitwirkten, war für unsere Schüler ein direkter persönlicher Bezug da. Die beiden Leitlinien des neuen Bildungsplans für Baden-Württemberg „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sowie „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ gaben uns dabei die Richtung vor.

Unser Ziel ist es, das Bewusstsein unserer Schüler für eine „gerechte Weltgesellschaft“ und die „Bereitschaft zum Engagement und zur Verantwortungsübernahme“ zu wecken. Wir möchten „Einfühlungsvermögen in Lebenslagen“ fördern und anregen. (Die Themen Kinderarbeit, Fairtrade, Recycling/Papierschöpfen konkretisieren das.) Es ist uns wichtig „Respekt sowie die gegenseitige Achtung und Wertschätzung von Verschiedenheit“ zu fördern und unsere „Schule als Ort von Toleranz und Weltoffenheit“ zu leben. (Kunst und Kultur, Kochen, Kleidung, Besuch in der Sikh-Gemeinde.)
Wir denken, das ist uns mit dieser Projektwoche gelungen. Besonders freut uns, dass das Thema auch zu Hause in die Familien weiter getragen wurde.
Ein Kochkurs „Indisch Kochen“ für Eltern, Nachbarn und alle Interessierten im Herbst 2017 wurde bereits organisiert. Die Sikh-Gemeinde in Zuffenhausen bewertete unseren Besuch dort ebenfalls sehr positiv und möchte dies gerne weiteren Schulen anbieten.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Schlichemklammschule

Stolperstein-Parcours

 In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien findet in der Realschule Horkesgath traditionell eine Projektwoche statt, so auch im Schuljahr 2016/ 2017. Die
Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich innerhalb der Projektwoche mit unterschiedlichen Themen. Seit September 2016 besteht zwischen der hiesigen NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer und der Realschule Horkesgath ein Kooperationsvertrag. Mit Hilfe dieses Kooperationsvertrages finden regelmäßige Besuche der Gedenkstätte (außerschulisches Lernen) statt. Den Schülerinnen und Schülern wird auf diese Weise zusätzliche Hilfestellung bei Projekten und Facharbeiten gegeben. Frau Dr. Ingrid Schupetta, Leiterin der NS-Dokumentationsstelle, unterstützt hierbei die Realschule Horkesgath regelmäßig.

Die Klasse 9d hat sich in der diesjährigen Projektwoche mit ihrem Geschichtslehrer Herrn Matthias Schierbrand und ihrem Politiklehrer Herrn Dirk Zielinski auf ein ganz neues Themenfeld gewagt. Mit dem kostenlosen Lernwerkzeug „Biparcours“ vom Bildungspartner NRW sollte ein Parcours durch die Krefelder Innenstadt zu ausgewählten Stolpersteinen erstellt werden. „Biparcours“ ist eine APP, die vom Land NRW entwickelt wurde und Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt wird. Sie läuft sowohl auf der IOS- alsauch auf der Android Plattform.

Die Kommentare der teilnehmenden Schüler kann man als großem Erfolg verbuchen. Die Schüler beurteilten das Projekt durchweg als überaus positiv und lehrreich, an dem sie mit Spaß gearbeitet haben. Einige haben sich sogar vorgenommen, sich ausführlicher mit geschichtlichen Ereignissen zu befassen.
Wir empfanden die Arbeit für das Projekt „Stolperstein Parcours“ in jeder Phase als gewinnbringend und bereichernd. Es war schön zu sehen, welchen Erfolg eine sorgfältige und durchdachte Vorbereitung bei den Schülerinnen und Schülern bringt. Insbesondere der Aspekt der Verwendung einer App, die auf den Handys der Schülerinnen und Schüler läuft, rief zusätzliche Motivation hervor. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Projekt erfolgreich verlaufen ist und alle Ziele erreicht wurden.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Georg-von-Neumayer-Schule

Wasser ist ein Menschenrecht!

 Die Schulgemeinschaft der Georg-von-Neumayer-Schule hatte sich am 21. Mai, einem Sonntag, viel vorgenommen: Gemeinsam haben Schüler, Eltern und Lehrkräfte im Rahmen eines Benefiztages in gut 90 Minuten die Strecke von Deutschland nach Kenia – 6450 km – bewältigt. Ziel der Aktion war es, darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf eine funktionierende Versorgung mit Trinkwasser hat und ein deutliches Zeichen der Solidarität mit den Kindern und Jugendlichen in der Ikanga Primary School sowie der St. Pricilla Primary School in Makeni/Kenia zu setzen. Tagtäglich müssen sie weite Strecken laufen, um sich und ihre Familien mit Wasser zu versorgen. Ein regelmäßiger Schulbesuch wird dadurch oft unmöglich. Gerade in den letzten Monaten
hat sich die Situation, durch die anhaltende Trockenheit in Ostafrika, noch einmal drastisch verschärft. In den Wochen vor dem Benefiztag wurde die Thematik "Wasser – ein Menschenrecht" im Unterricht auf vielfältige Art und Weise aufgegriffen und vertieft. Durch die im Rahmen der Aktion gesammelten Spenden – es kamen letztendlich über 13.000 EUR zusammen – soll eine zuverlässige Wasserversorgung der beiden Schulen aufgebaut werden. Alle entstanden Kosten wurden durch Sponsoren gedeckt, so dass die gesammelten Spenden tatsächlich in voller Höhe an das Projekt gehen. Die Spendenaktion lief in Kooperation der „Water is right-Stifung“ des Sängers Rolf Stahlhofen, der zusammen mit befreundeten Musikern den Tag auch mit einem Konzert-Highlight abschloss. Zuvor bereits gab es ein buntes Rahmen-Programm u.a. mit der Schulband und einem in Kooperation mit einer örtlichen Tanzschule einstudierten Showtanz aller 600 Schülerinnen und Schülern.

Die Veranstaltung war rückblickend betrachtet, nicht nur was das Spendenergebnis betrifft, ein voller Erfolg. Nach wochen- und monatelanger Vorbereitung wurde in den wenigen Stunden des Aktionstags deutlich erfahr- und spürbar, was alles möglich ist, wenn viele Menschen ein gemeinsames Ziel verfolgen. Der Schulgemeinschaft hat diese Erlebnis einen starken Impuls gegeben, der sich auch im „normalen“ Schulalltag noch über einen längeren Zeitraum positiv bemerkbar machen wird. Auch in der Öffentlichkeit war das Echo der Veranstaltung für unsere Schulart, die in der Außenwahrnehmung häufig eher am Rande steht, rundweg positiv. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird der Tag noch lange in lebendiger Erinnerung bleiben.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Grundschule Grafenau

Street Art – Vom Londoner East End nach Grafenau

Schon zu Schuljahresbeginn hatte sich die Klasse 3a mit dem Thema Street Art auseinandergesetzt, nachdem ihre Kunst- Lehrerin Frau Mandl im Urlaub in London eine Walking Tour in Londons East End zum Thema „Street Art“ mitgemacht hatte und davon ganz begeistert war. Inspiriert von den mitgebrachten Fotos nahmen die Schüler das Thema „Street Art“ wörtlich und entwarfen lustige Gestaltungsvorschläge für den langweiligen Lehrerparkplatz. Dabei entstand auch die Idee, die Entwürfe in die Tat umzusetzen: Das Projekt Street Art war geboren.

Acht freiwillige Schüler gingen nachmittags mit Begeisterung ans Werk. Nachdem die Autos weggefahren waren, wurde der Parkplatz vermessen, Abstände berechnet, eingezeichnet (Mathematikunterricht mal anders), sauber mit Klebeband abgeklebt, und erst dann konnte mit dem eigentlichen Malen begonnen werden.

In den folgenden zwei Wochen entstanden sechs wunderschöne Parkplatz- Motive, fast zu schade, sie mit Autos zuzuparken. (Allerdings macht das Parken darauf ziemlich Spaß!) Weder Wind, drückender Sonnenschein noch ein paar Regentropfen hielten die Hobby- Künstler von der Arbeit ab, die mit viel Geduld, Sorgfalt und Enthusiasmus werkelten. Am letzten Mal- Nachmittag halfen auch noch Kinder von den 3. und 4. Ganztagsklassen fleißig mit. Wohl am Zeitaufwendigsten war die Vorbereitung: das Vorzeichnen und das Abkleben der Motive. Danach war die eigentliche Malarbeit vhm. schnell erledigt. Wie schon Karl Valentin sagte: Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.

Wer jetzt Gefallen an Streetart gefunden hat, kann unter den Stichworten „Streetart London East End“ oder auch „car parking space streetart“ Bilder googeln. Vielleicht überredet auch der eine oder andere Schüler seine Eltern dazu, sich auf dem Garagenboden daheim künstlerisch austoben zu dürfen, als Familienprojekt oder als Unternehmung mit Freunden.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Oberschule Seesen

Generation of Respect: „Der Rollmobil Song“

Das Projekt „Generation of Respect“ ist eine AG der Oberschule Seesen. Jeden Donnerstag von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr treffen sich Schüler und interessierte Senioren und gestalten gemeinsam Songs und Videoclips. Unter der Leitung von Herrn Hauke Nies (Fachleitung Musik der OBS Seesen) werden Texte geschrieben, musikalisch umgesetzt und aufgenommen. Auch die Videos werden hier gefilmt und nachbearbeitet. Altersübergreifender Respekt und das Miteinander stehen dabei im Mittelpunkt. Musikalisch orientiert sich das Projekt am HipHop, denn Respekt ist in diesem Musikstil ein besonders wichtiges Thema.

Vom April bis zum 17. Mai diesen Jahres, hatte sich dieses Projekt mit Christiane Berndt vom „Paritätischen“ zusammengetan, um (mit ihr gemeinsam) einen Song für ihre Veranstaltung „Rollmobil“ am 17.05. zu produzieren. Wie in dem Genre üblich übernahmen wir dafür (auch der Kürze des Zeitraums geschuldet) einen freien 'Beat' der Seite „rappers.in“ als Grundlage. Dann folgte die kreative Phase des Textschreibens und Aufnehmens in den Musikräumen der OBS Seesen. Es wurde recherchiert, was es rund um den Rollator zu erzählen gibt, und kurzerhand ein Rollator ausgeliehen, um auch eigene Erfahrungen sammeln zu können. Nach der Fertigstellung des Songs wurde das letzte Treffen genutzt, um aus dem Text und einigen Fotos, die im Laufe der kreativen Phase entstanden sind, einen kleinen Clip zusammen zu schneiden. Nach etwas „Hausarbeit“ konnte der fertige Videoclip pünktlich an Frau Bernd überreicht werden. Auf der Veranstaltung wurde der Song dann veröffentlicht und später auch auf Youtube gestellt.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Rudolf-Diesel-Realschule Augsburg

Freude am Gärtnern

In diesem Schuljahr startete die "Schulgarten AG" - eine Arbeitsgruppe die Bio-Gemüse, von der Tomate bis zur Zucchini anpflanzt, aufzieht und erntet. Die Holz AG baute und konstruierte die Hochbeete aus Euro-Paletten. Die Anleitung und Koordination der jungen Gärtner hatte großen Erfolg - die erste Ernte von wunderbar schmeckenden Tomaten und Kopfsalaten, belohnten unsere Mühen. Die Schulgarten AG bleibt - da sind sich alle einig!

Im Wettbewerb bis: Oktober

TGS Johann-Gottfried-Borlach Artern

Gestaltung von envia-Kästen im Stadtbild von Artern

 Vom 19.Juni bis 22.Juni 2017 führten die Schüler/innen der drei 9. Klassen unserer Schule ein Kunstprojekt "Gestaltung von envia-Kästen im Stadtbild von Artern" in Absprache mit der envia durch.

Die Vorbereitung auf diese Projektwoche fand bereits im Rahmen des Kunst-Unterrichtes statt. Es wurden verschiedene Maltechniken vorgestellt und ausprobiert. Die einzelnen Arbeitsschritte wurden besprochen. Des weiteren fand die Auswahl der Farbe (Acrylfarbe auf Wasserbasis) und der Arbeitsgeräte (Reinigungsgeräte, Pinsel, ...) statt.  Gemeinsam mit der envia haben wir die Stromkästen, die in Artern bemalt werden sollten, ausgewählt. Die Schüler/innen fanden sich zu kleineren Gruppen zusammen und sahen sich den Standort ihres Kastens an und dokumentierten dies mit Fotos.

Anschließend erstellte jede Gruppe eine Skizze für die Gestaltung. Die Schüler/innen beachteten hierbei die Umgebung des Standortes.Die eigentliche Arbeit begann dann in der Projektwoche. Zuerst wurden die Kästen gereinigt und grundiert. Danach konnte das Bild dünn vorgezeichnet werden. Nach den Vorbereitungsarbeiten konnten die Schüler/innen nun die Kästen gestalten.

Durch das Projekt wurde die Kreativität der Schüler/innen angeregt. Außerdem beschäftigten sie sich mit der Planung von Arbeitsschritten. Jeder konnte seine Erfahrungen und eigene Ideen mit einbringen. Unser Projekt fand auch unter der Bevölkerung von Artern großes Wohlwollen. Die Schüler/innen erhielten von Passanten viel Zuspruch. Das machte sie stolz auf ihre Arbeit.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Freie Evangelische Gesamtschule Hagen

#Hinsehen - Vielfalt

In der Foto-AG setzten wir uns viel mit der Thematik des bewussten Hinsehens auseinander. Die Schülerinnen und Schüler erlebten, dass selbst in scheinbar unscheinbaren Ereignissen etwas Besonderes liegen kann, welches es Wert macht solch einen flüchtigen Moment in einem Foto zu fixieren. Gerne wollten sie ihre Kreativität für ein Projekt nutzen, um schließlich ein Produkt in den Händen halten zu können. Da passte es wunderbar, dass mich eine befreundete Fotografin und Künstlerin aus Hagen, Beba Ilic, ansprach, ob ich mit meiner Foto-AG an einem interdisziplinären Abend teilnehmen wollen würde.

Hintergrund ist, dass Beba Ilic mit ihrer Fotoaktion „#Hinsehen“ überregional bekannt wurde. Ihr fotografischer Aufruf zu mehr Zivilcourage wurde in Hagen ausgestellt. Sie erhielt innerhalb des großen Einkaufszentrum „Volme Galerie“ einen eigenen Pop-up Store. Dort fand jener interdisziplinärer Abend statt, welcher verschiedensten Projekte vorstellte, welche den Hashtag (#) Hinsehen auf verschiedenste Bereiche des sozialen Miteinanders ausgeweitet hatten.
Unser Beitrag beschäftigte sich mit der kulturellen Vielfalt unserer Schule. In Zeiten in welchen Herkunft, Religion, Kultur und Abstammung Themen der öffentlichen und gesellschaftlichen Diskussion sind; In Zeiten in welchen Fremdenhass, Immigration und Verfolgung mehr denn je zentrale Bedeutungsfelder innerhalb der Politik einnehmen, war es mir als Lehrer und uns als Schule wichtig, unseren Schülerinnen und Schülern den Wert von Vielfalt deutlich zu machen.
Dazu portraitierten die Kinder Mitschülerinnen und Mitschüler aus verschiedensten Herkunftsländern und kulturellen Hintergründen. Zudem führten sie mit jedem der fotografierten Schülerinnen und Schüler dasselbe Interview mit den selben Fragen durch, welche sie vorher eigenständig festgelegt hatten.
Als Ergebnis kam dabei nicht nur eine beeindruckende Fotoserie heraus, sondern auch eine Präsentation, welche die Bilder mit Tonmitschnitten der Interviews verband.

Interdisziplinärer Abend #Hinsehen:
Am 31. März 2017 durften wir als Foto-AG der FESH unser Projekt #Hinsehen - Vielfalt im Rahmen eines interdisziplinären Abends vorstellen. Dieser wurde von der Fotografien Beba Ilic in ihrem Pop-up Store geleitet. Einige unserer gemachten Portraits wurden im Pop-up Store ausgestellt. Darüberhinaus wurde die Präsentation, welche die Fotos und Tonmitschnitte der Interviews verbindet, gezeigt und einige Schülerinnen und Schüler der AG zu dieser befragt. Ich , als
Leiter der AG, durfte der Fotografin Beta Ilic Rede und Antwort über Projekt stehen. Des Weiteren durften wir an diesem Abend andere Projekte aus der Region kennenlernen und Kontakte zu diesen knüpfen. Alles in Allem war dies ein gelungener Abend, welcher den Fokus auf das Hinsehen richtetet und jeden Einzelnen dazu aufrief bewusster mit seinem Umfeld umzugehen und die eigene Verantwortung wahrzunehmen.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Pleichach-Mittelschule

Schulhausrallye - EXIT GAME mal anders

 Durch den gebundenen Ganztag haben wir viele Möglichkeiten für Freizeit wie zum Beispiel Fußball, Tischtennis, Lesen in der Schülerbücherei oder Gemeinschaftsspiele, jedoch war es jetzt Zeit für etwas Aufregenderes. Sogenannte EXIT GAMES sind ja im Moment sehr angesagt und es war immer wieder Thema bei uns, aber da ein Ausflug dorthin seht teuer ist, freuten wir uns sehr, dass es für uns direkt im Schulhaus organisiert wurde. Und das Beste ist, alle Klassen von 5 bis 8 (die 9.Klasse befand sich leider bereits in den Anschlussprüfungen) durften mitmachen! Die Aktion zog sich durch den ganzen Juli und jeden Montag war von 14 bis 16 Uhr eine andere Klasse dran. So war die Idee, das Ganze als kleinen schulinternen Wettbewerb zu sehen; d.h. welche Klasse den Schulschatz am schnellsten findet, hat gewonnen.

Los ging es für die Klassen im jeweiligen Klassenzimmer mit einem Umschlag, in dem sich ein Anleitungsbrief, ein erstes Schüttelrätsel und ein Foto mit einem Hinweis zum nächsten Raum befanden. Zuerst wurde ein Schüler ausgewählt, der den anderen Klassenkameraden den Brief vorlesen durfte. Dort wurden auch die Spielregeln erklärt, zum Beispiel gemeinsam als Gruppe zu arbeiten oder die Aktion vor den anderen Klassen geheim zu halten. Dann ging die spannende Suche auch schon los. Nachdem sich die Schüler im Plenum beraten haben, ging es weiter zum nächsten Raum und dort versuchten sie, begleitet von einem Hinweisspruch, die Rallye weiterführen zu können. Zudem befand sich im nächsten Umschlag eine Mathematik-Aufgabe (angepasst an den aktuellen Klassenstoff), deren Ergebnis ein Code für ein Zahlenschloss war. Es folgten zum Beispiel weiterhin noch geheime Karten, die nur durch Schwarzlicht sichtbar wurden, versteckte Rätsel auf dem gesamten Schulgelände, Fragen über die Schulfamilie, Kooperationsspiele, Denkaufgaben usw. Kein Hinweis führte zum Nächsten, wir mussten scharf nachdenken und uns Sachen bzw. Ergebnisse auch über einen längeren Zeitraum hin merken und erst später anwenden. Die letzte Aufgabe für uns bestand darin, Fragen zu lösen, deren Antworten Farben waren. Schon zu Beginn des Spiels entdeckten wir im Keller der Schule bunte Luftballons und wunderten uns, was das zu bedeuten hat. Nach den Fragen wussten wir es. Diese Luftballons, jeder hatte eine andere Farbe, waren alle mit Zetteln befüllt, und nur die richtigen vier Luftballons führten zum Schloss des Schatzes. Zu guter Letzt fanden wir die verschlossene Schatztruhe, die nur mit dem richtigen Code geknackt werden konnte. Glücklicherweise haben es alle Klassen geschafft, die Schatztruhe zu öffnen und sich etwas Süßes aus dieser zu nehmen. Die gestoppten Zeiten jeder Klasse lagen sehr nahe beieinander, damit haben drei Klassen den Gesamtsieg nur knapp verpasst.

Neben dem Spaß, den wir dabei hatten, gab es natürlich auch pädagogische Ziele. Diese waren unter anderem die Förderung der Schul-/Klassengemeinschaft, Ausbau der Teamfähigkeit, sinnvolle Freizeitgestaltung, Erhöhung der Frustrationstoleranz, Steigerung des Selbstwertgefühls, Steigerung der kognitiven Fähigkeiten und viele mehr.  An der Abschlussveranstaltung der Schule prämierten Frau Wegmann und Frau Lanig die teilnehmenden Klassen mit Urkunden und die Siegerklasse zusätzlich mit einem Gutschein für jeden Schüler für den Schulkiosk. Die Freude war riesig, den Schülern und Schülerinnen hat die Schulrallye viel Spaß gemacht und alle Klassen sowie Lehrkräfte wünschen sich für nächstes Schuljahr eine Fortsetzung.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Offene Ganztagsgrundschule Gottfried-Keller-Straße

Projektwoche "Soziale Verantwortung"

 die offene Ganztagsgrundschule Gottfried-Keller-Straße in Norderstedt führte mit ihren zu der Zeit zehn Klassen mit insgesamt 230 Schülerinnen und
Schülern vom 2. bis zum 5. Mai 2017 eine Aktionswoche durch. Solche Wochen finden bei uns jährlich statt und greifen jeweils Themen aus den
Bereichen Umweltschutz, Energiesparen und Nachhaltigkeit auf. In diesem Jahr entschieden wir uns für das Motto „… für eine bessere Welt“ mit dem Schwerpunkt „Soziale Verantwortung“.

Unterricht fand während der ganzen Woche als Projektunterricht statt. Das bedeutete, dass die Themen so anschaulich und praktisch wie möglich
erarbeitet wurden. Vielfältige Angebote unserer Kooperationspartner wurden mit einbezogen. So standen beispielsweise Exkursionen auf dem Programm
(Weltladen Norderstedt, Imker in der Nachbarschaft, örtliche Kirchengemeinde, SOS-Kindersorf Harksheide, Biobauernhof Gut Wulksfelde). Klassen, die ein ähnliches Thema bearbeiteten, arbeiteten zeitweise auch zusammen (2b mit 4a und 2c mit 4b). Dadurch konnten jüngere Kinder von dem Wissen, Können und der Arbeitsweise älterer profitieren.

Das übergeordnete pädagogische Ziel war, wie es das Thema der Woche besagte, mit unserem Tun, und sei es auch noch so gering, die Welt ein klein
wenig zu verbessern. Es sollte die Sensibilität geweckt werden für das, was uns umgibt: die Natur, die Umwelt, unsere Mitmenschen mit ihren teilweise
ganz anderen Lebensbedingungen – ob wir sie gut kennen oder nicht.

Die Aktionswoche fand ihren Höhepunkt in ihrer Präsentation für die Eltern, Verwandten und Freunde der Kinder am Nachmittag des 5. Mai. Mehrere
Klassen hatten in „Kinderarbeit“ Dinge hergestellt, die sie zum Verkauf anboten. Andere Kinder gaben von ihrem Eigentum ab und verkauften die
Artikel zugunsten des SOS-Kinderdorfes Norderstedt. Erarbeitetes wurde in verschiedenster, sehr vielfältiger Weise dargeboten (Plakate, Quizfragen,
Lieder, Vorführung des Erlernten, …). So hatte dieser Nachmittag den Charakter eines Schulfestes und wurde dadurch abgerundet, dass der
Weltladen Norderstedt „fairen“ Kaffee ausschenkte, die Eltern Kuchen verkauften und eine durch Spenden bestückte Tombola durchführten. Auch die Eltern zeigten sich durchweg begeistert von dem Engagement der Kinder für eine gute und wichtige Sache. Dass die Kinder trotz der häufig ernsten Thematik große Freude an dieser besonderen Schulwoche hatten, braucht nicht extra erwähnt zu werden. Auf jeden Fall ist klar, dass sie sensibler und umsichtiger durch ihre Welt gehen und sie allein dadurch schon verbessern.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Konrad-Duden-Realschule

Fest der Nationen

 21 verschiedene Nationen lernen und erleben gemeinsam an unserer Schule faires Miteinander. Grund genug, um ein Schulfest unter dem Motto „Fest der Nationen“ zu veranstalten, damit wir die (kulturelle) Vielfältigkeit unserer Schulgemeinschaft und die gemeinsame Arbeit unseren Gästen vorstellen und uns noch besser kennenlernen können.

Dazu verständigte sich jede Klasse auf einen Beitrag zum Schulfest und erarbeitete diesen im Laufe des zweiten Halbjahres bzw. in der letzten Schulwoche, unserer Projektwoche. Nicht nur inhaltlich wurde gearbeitet, sondern auch viel Dekoration gebastelt, um auf sich aufmerksam machen zu können.
Am Ende präsentierte jede Klasse mit einem Aktionsstand mindestens ein Land, das in der jeweiligen Klassengemeinschaft auch vertreten ist, und lud die Gäste gegen einen kleinen Obolus zum Mitmachen ein. Der Erlös geht an die SV, um Projekte anzustoßen und umzusetzen.
Am Tag des Schulfestes baute jede Klasse ihren Stand auf und betreute diesen auch. Um 16:00 Uhr begrüßten Schülerinnen und Schüler einer 7. Klasse die Gäste auf verschiedenen Sprachen und eröffneten so das Schulfest. Wie auf einem Basar wurden verschiedene kulinarische Spezialitäten angeboten oder auch dazu aufgefordert, sich mit ländertypischen Kurzspielen zu beschäftigen. Abgerundet wurde das Fest der Nationen mit einem Bühnenprogramm bestehend aus Tanz und Musik.

Neben Dingen, die das Leben schöner machen, informierte die Klasse 8c die Gäste über OXFAM sowie deren Ziele und zeigte eine Möglichkeit, die Lebenssituation Menschen in Entwicklungsländern nachzuvollziehen und auch Dinge verändern zu können. So sammelte sie Spenden für eine Ziege.
Ähnlich machte es unsere Fairtrade-AG, die mit einem Aktionsstand das Bewusstsein in den Mittelpunkt rückte, dass die Schülerinnen und Schüler auch in jungen Jahren schon Verantwortung tragen und die Welt ein kleines Stück verbessern können.

Das Schulfest war sehr gut besucht und bei schönem Wetter fanden alle Stände einen großen Anklang. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert, welch unterschiedliche Nationen an unserer Schule vertreten sind, und welche Besonderheiten diese Kulturen mit sich bringen. Auch Gespräche mit Eltern zeigte, dass diese überrascht und begeistert waren, was ihre Kinder auf die Beine stellen können und wie Vielseitig unsere Schule doch ist.
Viele Schülerinnen und Schüler waren stolz darauf, dass sie für das Gelingen dieses Festes beigetragen haben.
Feedback des Kollegiums war, dass das Fest eine „runde Sache“ war und alle stolz auf ihr Ergebnis sein konnten. Solch ein Fest soll jedes Kind mindestens einmal in seiner Schulkarriere an der KDR erlebt haben.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Friedrich Wilhelm Raiffeisenschule

Musical

Anlässlich des 10 jährigen Jubiläums der Friedrich Wilhelm Raiffeisenschule Wetzlar, haben die Klassen EG( Eingangsstufe) bis Klasse 6 ein Musical aufgeführt. Die Leitung hatte Margit Pflüger. Diese schrieb das Stück, die Liedtexte und Tanzchoreografien. Frau Pflüger unterrichtet in der Schule die Klasse1/2.
Die FWR- Wetzlar ist eine genossenschaftlich geführte integrierte Gesamtschule ,mit einem besonderenWerte-Konzept. Zur Zeit wird sie von ca. 110 Schülern besucht.

Das Musical/ Theaterstück - Dauer ca. 40 Minuten - Titel: Schule der Zukunft?
In einer zukünftigen Welt, wird aus sogenannten Sicherheitsgründen, alles abgeschafft was gefährlich sein kann. Es gibt keine Bäume mehr, keine Autos. Eine Klasse in dieser Welt, sind die Hauptakteure. Sie werden Erdlinge genannt und von sogenannten Meistern unterrichtet. Sie lernenaber nicht, sondern werden nur noch mit Wissen abgefüllt. Unter ihnen ist ein Junge namens Nibor, der sich immer wieder an Dinge erinnert, die ihm seine Großmutter, heimlich, erzählt hat. Er weiß um eine geheime Kiste. Mit vielen Liedern und Tänzen, wird gezeigt wie die Kinder kontrolliert werden und sich dennoch ihre Lebensfreude nicht brechen lässt. Das Stück ist immer wieder sehr witzig, Inhalte werden stark überzogen....und berühren so um so tiefer. Zentral ist die Abschaffung des SPIELENS, weil es gefährlich und viel zu frei ist und sich nicht kontrollieren lässt. Die Kinder kennen nicht einmal mehr das Wort, bis sie in der geheimnisvollen Kiste, ein Buch vom Spielen finden. Hierzu gibt es ein sehr starkes Lied.

Es gibt auch keine normale Ernährung mehr, diese wurde von der Regierung abgeschafft, da Menschen der Vergangenheit krank wurden durch falsche und zu viel Nahrung. Auch hier erzählt Nibor von den Erinnerungen seiner Großmutter an Früher, wo es Früchte gab.... Früchte, was sind Früchte, fragt eine Schülerin.
Daraufhin tritt die Eingangsstufe als Früchte verkleidet auf, und singt das Obstsalat Lied. In einem Tanz der älteren Schüler wird besnders gezeigt, dass die Erdlinge nur noch wie Maschinen, b.z.w. Marionetten funktionieren. Ein Meister tanzt vor, die Schüler der Klasse 5/6 kopieren alles haargenau. Die Schüler wollen mehr lernen aus der Vergangenheit, dazu schleichen sie wieder zur Kiste, in der sie Dinge finden wie alte Bücher, Regenschirme, Gummistiefel, Blumen...alles ihnen unbekannte Dinge. Hierbei werden sie von den Wachen überrascht, es kommt zum Kampf, der Vorhang fällt.

Als der Vorhang sich öffnet liegt Nibor im Bett...seine Mutter kommt. Es stellt sich heraus, alles war nur ein böser Traum, aber Nibor will raus, spielen, Obst essen, frei sein... Das Stück endet mit dem Lied: Ich bin doch keine Maschine von Tim Benzko, dass die Kinder leidenschaftlich singen!

Das ist der Inhalt sehr verkürzt. Die Botschaft; Weniger Kontrolle und wenn auch noch so gut gemeintes Vermeiden aller Risiken. Recht auf Spielen, Lernen, Fehler machen. Das Stück wurde von den ca. 200 Besuchern begeistert aufgenommen. 

Im Wettbewerb bis: Oktober

Städtische Realschule Lünen-Brambauer

Sprache in verschiedenen Facetten

Wir führen zusätzlich zu mehreren eintägigen Veranstaltungen im laufenden Schuljahr immer eine dreitägige „Kurzprojektwoche“ mit jährlich wechselnden Themen durch, die mit den SchülerInnen und Lehrkräften gemeinsam besprochen und abgestimmt wird. In diesem Schuljahr hatten wir das Thema „Sprache in verschiedenen Facetten“ als durchzuführendes Projekt.

Bei der Lehrkräftekonferenz wurde im Vorfeld abgestimmt wie wir eine sinnvolle Aufteilung der Schülerschaft in dieser Projektwoche aussehen könnte: es gab zwei Modelle, die zur Abstimmung standen: Das erste Modell war, wir lassen die SchülerInnen altersmäßig gemischt von der fünften bis zur zehnten Klasse die Projekte wählen, das zweite Modell war, wir teilen die Projektangebote für die Schülerschaft in zwei Altersgruppen: für die „Kleinen“, also für den Jahrgang 5,6 und 7 und für die „Großen“, also die Jahrgänge 8,9 und 10. Das Abstimmungsergebnis zeigte, dass die Mehrheit sich für das zweite Modell entschieden hat. Die Gruppengrößen lagen somit bei circa 15 Kindern gemischt aus jeweils drei Jahrgangsstufen.

Pro angebotenem Projekt standen pro Klasse maximal nur zwei Plätze zur Verfügung, so dass es auch im Vorfeld zu einer guten Durchmischung von SchülerInnen in allen Projektgruppen gab. Das Organisationsteam hat im Vorfeld jeder Klasse alle zur Verfügung stehenden Plätze der Projekte zu gewiesen. Jede Lehrkraft hat eine schülergerechte Kurzbeschreibung seines Projektes gemacht. Das Organisationsteam hat jedem Projekt eine Nummer gegeben, damit die SchülerInnen nur nach Interesse wählen und nicht nach Lehrkräften. Die Klassenleitungen haben mit den Kindern ihrer Klassen gemeinsam überlegt, wie Projektwünsche und das Projektangebot mit den Interessen und Kompetenzen der Kinder in Einklang gebracht werden kann, damit die Motivation und der Kompetenzzuwachs für alle Beteiligten optimal ist.     

An den ersten beiden Tagen der Projektwoche haben die Kinder mit den Lehrkräften gemeinsam an ihren Projekten gearbeitet. Der dritte Tag wurde nur  in den ersten drei Stunden genutzt um die Präsentation für die anderen Kinder vorzubereiten. Ab der vierten Stunde durften alle Kinder durch das Schulgebäude gehen um sich die Projektergebnisse der anderen Gruppen anzuschauen. Ab 12.00 Uhr trafen sich alle Kinder gemeinsam in der Aula und es wurden Fotos von allen Projekten gezeigt. Zwei Schülermoderatoren haben Schülerinterviews durchgeführt mit Kindern, die ihre Projektergebnisse präsentieren möchten, so dass die gesamte Schülerschaft über das Gesamtprojekt informiert wurde. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde dann noch ein Film zum Thema: Wir sind alle unterschiedlich, haben verschiedene Dinge erlebt, sprechen eine gemeinsame Sprache und fühlen uns füreinander verantwortlich“.

Projektangebote:

 Italienisch – Landeskunde, die ersten Sätze als Tourist, italienisch Kochen

Ungarisch – Landeskunde, die ersten Sätze als Tourist, die Erfindungen der Ungarn

Russisch – Landeskunde, die ersten Sätze als Tourist

La chansons francaise  – verstehen und interpretieren

Poetry Slam – Üben und vortragen, batteln

Esperanto – die leichteste Sprache der Welt

Türkisch – Gestaltung eines Kochbuches, Rezepte ausprobieren

Graffity – Stylewriting – Gestalten und Erstellen von Graffities zur Schulverschönerung

Sprichwörter und Redensarten – verstehen und bildlich darstellen

Fotostories  zum Thema Flüchtlinge  erstellen

Sprachwolken – als Laubsägearbeit eine Sprachwolke aus verschiedenen Sprachen fertigen

Kalligrafie – Landeskunde, Malen, Zeichnen, Taschen bemalen, Bilder gestalten

Ausdruckstanz – wir drücken unsere Gefühle durch Tänze aus, wir sind ein Pfandautomat,

Erstellung einer PPP und eines Filmes, das präsentiert wurde

Märchen – verstehen, eigene Märchen schreiben, Märchen malen

Sprachbewusster Sportunterricht – bewegter Sprachunterricht

Vom Dadaismus über die Sprache der Lyrik hin zur Sprache der Gegenwart

Sprache ohne Buchstaben – Geheimsprachen

Mit Sprache muss man „rechnen“ – Tipps für den Mathematikunterricht

Wir sprechen eine Sprache, wir sind eine Schulgemeinschaft – Erstellen eines Filmes, der

Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Realschule Lünen-Brambauer zeigt

Im Wettbewerb bis: Oktober

Bernard Overberg Schule

Peereducation on top

 Eingebettet in die Recklinghäuser Bildungsvereinbarung Sprache wurde bereits im Jahr 2013 das kommunale Peereducation-Projekt „Sprache macht Stark-SMS“ an der Bernard Overberg Schule in Recklinghausen installiert. Dabei sollen Schüler/innen der Bernard Overberg Realschule Kindern mit Zuwanderungsgeschichte in den umliegenden Kitas und Grundschulen spielerisch beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützen. Das Projekt ist inzwischen sowohl in der Schule als auch in der Stadt gut etabliert.

Jetzt wurde dem Projekt ein wichtiger Meilenstein als Modul hinzugefügt: Anwärter_innen des Berufes Erzieher_innen des Alexandrine Hegemann Berufskollegs in Recklinghausen werden als Multiplikatoren ausgebildet um dann wiederum die Schüler/innen – Sprachscouts- der Bernard-Overberg Schule auszubilden und in ihren Einsätzen in Kitas und Grundschulen, zu beobachten und zu coachen. Dieses Modul setzt einen neuen Qualitätsaspekt in die ohnehin schon fundierte Arbeit der Scouts. Das Thema Peer-learning wird um einen zusätzlichen Pfeiler ergänzt: Jugendliche lernen von jungen Erwachsenen, Kinder lernen von Jugendlichen. Damit setzt das Projekt systematisch auf die Erfahrungen gemeinsamen Lernens und bindet praktische Anreize in die Lernprozesse mit ein.

Bildung ist eine wichtige Grundlage dafür, die eigene Zukunft selbstbestimmt zu gestalten. Sie ist eine Voraussetzung für berufliche und soziale Integration sowie gesellschaftliche Teilhabe. Eine gut entwickelte Sprachkompetenz ist der Schlüssel für erfolgreiche Bildungs- und Lernprozesse im vorschulischen wie im schulischen Bereich. Das Hauptaugenmerk der Sprachbildung liegt auf dem Erreichen einer altersgemäßen Sprachentwicklung und hinreichenden Kenntnissen in der deutschen Sprache. Dies ist die Grundvoraussetzung für eine gelingende Bildungsbiographie in Schule, Beruf und Gesellschaft. Die Stadt Recklinghausen treibt seit fünfzehn Jahren intensiv verschiedene Initiativen zur Sprachbildung voran. Dies aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und unter Federführung verschiedener Fachbereiche bei zunehmender Abstimmung und Vernetzung. Die Recklinghäuser Bildungsvereinbarung bündelt Erfahrungen, die in der Zusammenarbeit zwischen Schulen im Primarbereich, KiTas, freien Trägern, Stadt und Schulaufsicht in den vergangenen Jahren gemacht worden sind und gestaltet den Bildungsübergang Kita- Grundschule aktiv. Die Stadt Recklinghausen strebt die Unterstützung der Bildungsbiographien von Kindern unabhängig von sozialer Herkunft und Nationalität an. Voraussetzung dafür ist die Entwicklung eines guten Sprachverständnisses, dass den Kindern ermöglicht, dem Unterricht in der ersten Klasse zu folgen. Zu diesem Zweck hat die Stadt sechs Bildungsregionen eingerichtet, in denen Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich eng über gemeinsame Veranstaltungen, fachlichen Austausch, gemeinsame Fortbildungen und einen regionalen Kooperationskalender zusammenarbeiten.

Die Zusammenarbeit und Verzahnung zwischen den Institutionen Kita, Grundschule und weiterführende Schule wird durch das Projekt intensiviert. Sprachfachkräfte der Stadt Recklinghausen (Susanne Lücking, Silvia Klasen und Ramona Niemann) unterstützen die Ausbildung der Multiplikator/innen inhaltlich durch Einführung in alltagsintegrierte Sprachbildung in Verbindung mit dem Sprachprogramm elleressemenne von Frau Dr. Klatt. Das Programm wird unterstützend zur alltagsintegrierten Sprachbildung in den städtischen Kitas in Recklinghausen und in der LernZeit – einer Lernförderung der außerschulischen Differenzierung für Grundschulkinder mit Flüchtlingshintergrund- in der Stadt Recklinghausen eingesetzt. Die Sprachfachkräfte nutzen das vorliegende Material von elleressemenne um die Multiplikator/innen für Themen rund um Artikel, Oberbegriffe, Merkmals- und Satzarbeit zu sensibilisieren und den spielerischen Einsatz von Materialien zu verdeutlichen.

Das Herausstechende an dem Material von Frau Dr. Klatt ist die Tatsache, dass der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Hat man das dahinterstehende System der Wissensvermittlung verstanden, kann man das Material beliebig aus eigenen Mitteln ergänzen und für den eigenen Bedarf „neu erfinden“. Die Initiative der Sprachfachkräfte spiegelt zum einen in hohem Maß die herausragende Fachlichkeit und damit ein hohes Qualitätsniveau in der Ausbildung der Multiplikator/innen wider, zum anderen wird dem Projekt damit die Grundlage der institutionellen Vernetzung und auch wieder des Peer-learnings gelegt.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Ulrich-Schiegg-Schule

Stacking-Turnier für das Schulamt Göppingen

 An unserer Schule wird die Trendsportart Sportstacking seit 9 Jahren mit alle Schülern erlernt und dann in den Pausen und in einer wöchentlichen AG geübt. Die Teilnahme an der AG ist freiwillig. Sinn dieser Aktion ist die Vernetzung beider Gehirnhälften durch die Betätigung der linken und rechten Hand im Wechsel.
Durch das intensive Training konnten einige Schüler in den vergangenen Jahren bereits überregionale Erfolge erzielen bei der Deutschen Meisterschaft und sogar bei den letzten beiden Weltmeisterschaften in Deutschland und Taiwan. Das Turnier wurde von unserer Schule ausgerichtet, wobei die Kinder der Klasse 4 die wichtige Funktion der Schiedsrichter übernommen haben. 11 Schulen hatten wir zu Gast und es waren insgesamt 150 Kinder mit ihren Bechern einen ganzen Vormittag lang aktiv. Dabei stapelten sie ihre Becher in den 3 Formationen 3-3-3, 3-6-3 und Cycle um die Wette und versuchten nach Klassenstufen getrennt, eine Urkunde zu bekommen. Das Turnier verlief sehr spannend. Am Schluss gab es wieder einen spannenden Teamwettbewerb, bei welchem die Grundschüler sogar gegen die älteren Gymnasiasten gewannen. Mit diesem Turnier halten wir die Motivation für das Sportstacking an unserer Schule, aber auch an anderen Schulen sehr hoch und helfen den Kindern damit, einen Weg für besseres Lernen zu beschreiten. Sie lernen dadurch auch, besser mit Stress umzugehen und sie haben sichtlich Freude dabei.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Wiedbachschule

Ich unterrichte eine F Klasse, das heißt bei uns Flexibler Schulanfan.g Das bedeutet, dass Kinder aus dem Vorschulbereich, des 1. und des 2. Schuljahres zusammen lachen und lernen und von mir fit gemacht werden für das Leben. IM Rahmen dieses Auftarges, den ich mir über das "normale " Lernen hinaus selbst gestellt habe, machen wir nicht einfach eine Lesenacht , nein, wir laden immer jemand  dazu ein,. Der Ablauf, den ich im Laufe der letzten Jahre für ein Abschlussevent des Schuljahrees  habe ist folgender  ( und ich glaube  es ist etwas Besonderes, auf jeden Fall bei uns im Rheingau Taunus Kreis.):

Wir starten am Donnerstag, mit einem ABschlussfest, das mit unseren Darbietungen im musikalischen Bereich geprägt ist. Alle unsere Eltern, (wir haben 9 verschiedene Nationen, inklusive Flüchtlingskinder) in der Klasse bieten ein  Überrraschungs-.Spezialitäten Buffet auf, das sich sehen lassen kann. Anschließend bieten wir eine sog. "närrische Olympiade" an (Kirschkernweitspucken, Gummistiefelwerfen, mit Luftballons Stationenlauf machen, Wassertragen im Sieb usw. )

DAfür erhalten alle Kids eine selbstgebastelte Goldmedaille. Manchmal machen wir auch einen Sponsorenlauf; je machdem ob der Goldene Topf der Klasse (Gelder, die wir durch Spenden von ehemaligen Eltern, Geroßeltern usw. bekommen) noch gefüllt ist oder nicht. Aus diesem Goldenen Topf bezahlen wir Fahrten ins Museum nach Wiesbaden oder Mainz, die wir so zwischendurch mal machen,  und unterstützen Kinder in der Klasse, die sonst nicht mitfahren könnten, weil sie das Geld nicht haben.

ABer weiter zu unserem Abschlussevent: Wenn die KInder alle Aktionen erledigt" haben, dann schicken wir unsere Maxis, die großen Zweitklasskinder, nach Hause und starten mit unseren MInis zu  einer Nachtwanderung(sofern man bei 20 UHr im Sommer von Nacht sprechen kann) in die Lesenacht. 

Wenn wir von der Wanderung zurückkommen hat unser Überraschunsgast die Schulbücherei vorbereitet zum Vorlesen( mit Teppichen, Sofakissen usw. wird eine gemütliche Atmosphäre geschaffen). Vorlesegäste sind z. Bsp. der Landrat des Kreises, die Schwalbenkönigin von Bad Schwalbach, aber auch gerne Omas, oder Kollegen der Förderschule  für Lernbehinderte,mit der wir unter einem Dach leben.Wir haben auch einen gemeinsamen Förderverein, was einmalig ist in Hessen: Grundschule und Förderschule mit dem Motto "Gemeinsam lernen ".)

Wenn der Überraschungsgast vorgelesen hat, dann sucht sich jedes Kind seinen Übernachtungsplatz, putzt Zähne, und kuschelt oft mit einem Partner zusammen zum Selberlesen. Nach einem Snack zu späterer Stunde gehen wir als kleine Geister durch die Räume unserer  Schule. Anschließend dürfen die Kinder noch mit Taschenlampe lesen, aber jetzt ohne miteinander zu sprechen. Die letzten schlafen so um 1 Uhr ein, und dafür sind die ersten um 5 Uhr wieder wach. Zwischen 7 und 8 Uhr werden alle Kinder abgeholt. Ich als Lehrkraft starte kurz nach Hause durch, dusche mich und auf geht es in einen weiteren Teil des EVents.

Um 9 Uhr kommen unsere Zweitklässler mit Koffer und TAgesrucksack. Die Koffer kommen zu einem Elternteil, der sie dann nach Mainz in die Jugendherberge fährt. Mit den Maxis beginnt das Abschlussprogramm mit einer Fahrt mit dem LInienbus (schon ein ABenteuer für sich! ) nach Wiesbaden. Hier waren wir im Stadtmuseum, haben mit römischen Playmobilfiguren das römische Reich bauen dürfen, waren an der alten STadtmauer, haben Mosaiken im Kurhaus und im Zeitungszentrum bewundert, durften an den  heißen Quellen probieren, wie das Wasser schmeckt, und fuhren dann auf den Neroberg mit einer wasserbetriebenen kleinen BErgbahn und anschleßend mit dem Stadtbus mit viel GEsang und Spannung  zum Bahnhof, um mit der S Bahn nach Mainz zu fahren. Vm dortigen BAhnhof ging es mit dem LInienbus zur Jugendherberge. Nach dem Bettenbeziehen und ABendessen tobten wir uns auf dem Spielplatz des Volksparkes noch kräftig aus. Die Nachtruhe begann nach den Parties auf den Zimmern.

Am nächsten Tag hatten wir noch eine Führung im Naturhistorischen Museum in Mainz gebucht. Eine Rallye durchs Museum beendete das Programm. Mit der S Bahn zurück nach Wiesbaden und  nach einer weiteren Essenspause , holten die Eltern ihre KInder in Wiesbaden am Bahnhof ab.

Ich gönnte mir einen Espresso und war dankbar, dass alles ohne Zwischenfälle gelaufen war und dass es immer wieder KOlleginnen und Eltern gibt, die solche Iden mit mir zusammen tragen und mich begleiten.

Im Wettbewerb bis: Oktober

NMS Hausmening

Kreativgruppe

Ich unterrichte in der NMS Hausmening und auch bei uns gibt es immer wieder interessante Projekte.

Im Rahmen meiner "Kreativgruppe" war die Bitte an uns, eine private Hausmauer malerisch zu gestalten. Nach einiger Vorbereitungszeit war es dann soweit. 16 ausgewählte Schülerinnen und Schüler der gesamten NMS wurden mit einem organisierten "Eltern-Shuttle-Dienst" zu Familie Theuretzbacher gebracht und an 2 Tagen (12. und 14.6.2017) durchgeführt. 

Für Verpflegung war bestens durch Familie Werner Theuretzbacher in Viehdorf (Nähe Amstetten) gesorgt.

Die Jugendlichen waren mit großer Freude dabei und zeigten Ausdauer, Gemeinschafts- und Teamgeist (hatte wohl die richtigen mit dabei)!

Im Wettbewerb bis: Oktober

Schule am Buschkamp

Heranführung an die 1. HIlfe mit Schulhund Linus

 Das Projekt „Heranführung an die Erste Hilfe“ wurde mit 12 geistig behinderten Schülern (eine Klasse der Berufspraxisstufe) im Alter von 16 bis 24 Jahren einer Förderschule für Geistige Entwicklung durchgeführt. Dazu gehören 5 Schüler mit Schwerstbehindertenstatus, ein Mädchen davon schwerstmehrfachbehindert im Rollstuhl.

Meine geistig behinderten Jugendlichen dafür zu sensibilisieren, sich im Notfall richtig zu verhalten, bis zu einem gewissen Grad Erste Hilfe leisten zu können und ein Gefahrenbewusstsein zu entwickeln, stand als Ziel im Vordergrund der Unterrichtsreihe. Die Schüler sind noch nicht ausreichend in der Lage, alle Gefahren zu erkennen, ihnen auszuweichen oder richtig mit ihnen umzugehen. Die Schüler zu verantwortlichem Denken und Handeln anzuregen, sowie zur Übernahme von Mitverantwortung für sich und andere, waren weitere Ziele.
Behandelt wurde das Thema im Fach Sachunterricht. Inhaltliche Themen wie Hitze- und Kälteschäden oder Bauchschmerzen konnten im Bereich Gesundheitserziehung aufgegriffen werden. Erste Hilfe-Themen wie Wunden und Verletzungen des Bewegungsapparates ließen sich gut mit dem Wissen über den menschlichen Körper verknüpfen. Und im Bereich Verkehrserziehung konnten z.B. Kopfverletzungen nach Unfällen im Straßenverkehr thematisiert werden. Viele praktische Übungen wurden durchgeführt, Pflaster und Verbände richtig angelegt, wie auch die stabile Seitenlage geübt.

Unser Schulhund Linus steht auch heute noch am Anfang seiner Schulhundausbildung, dennoch liegt durch seine bloße Anwesenheit (Hund als Motivator) der Fokus auf der Schaffung einer ruhigen Lernathmosphäre, der Stärkung des Durchhaltevermögens und der Anstrengungsbereitschaft der Schüler. Der sprachliche Ausdruck der Schüler nahm während seiner bloßen Anwesenheit merklich zu, die Schüler hatten ein deutlich höheres Redebedürfnis. Während des Projektes „Heranführung an die Erste Hilfe“ fingen die Schüler an, über ihre Erlebnisse (Krankheiten Verletzungen) mit Hunden zu berichten und wollten ziemlich schnell von der Lehrkraft, also mir, auch einiges über das Thema Ersten Hilfe am Hund im Vergleich zum Menschen erfahren.

Linus war während aller Unterrichtsstunden des Projektes anwesend, zu Beginn lag er nur still auf seiner Arbeitsdecke. Später wurde Linus dann auch praktisch mit einbezogen, als es darum ging, Verbände anlegen zu üben. Die Schülerinnen und Schüler hatten sehr viel Spaß, sich und den Mitschülern Pflaster und Verbände anzulegen und zu erfahren, wie man im Falle eines Notfalles beim Hund reagiert. Wie wird ein kranker Hund getragen, wie legt man einen Kopfverband beim Hund an, wie geht ein Pfötchenverband, wozu dient ein Pfotenschuh? Natürlich konnten die Schülerinnen und Schüler ihre praktischen Übungen nicht an Linus trainieren, dafür bin nur ich als Hundehalter zuständig und verantwortlich. Ich hatte aber zwei unterschiedlich große Stoffhunde mitgebracht, die für viel Spaß, Gelächter und Motivation sorgten. Ich zeigte an einigen praktischen Übungen an Linus, wie der Hund im Verletzungsfall behandelt wird, dann durften die Schüler an den Stoffhunden ihre praktischen Fähigkeiten üben.

Da wir das Projekt in unserem Klassenraum durchgeführt haben und Linus über einen guten Grundgehorsam verfügt, konnte er in allen Unterrichtsstunden nur an seiner kurzen 1m- Leine anwesend sein. Das hatte den Vorteil, dass er sich auf seine Ruhedecke (Box) im Nebenraum hätte zurückziehen können, wenn er es gewollt hätte. Dieser Ressource schenke ich immer Beachtung, denn so vermindere ich den Stress für Linus und erhalte gleichzeitig seine Motivation. Linus hat sich in diesem Projekt nur einmal zurückgezogen, als die Schüler beim Üben des Kopfverbandes zu motiviert und zu laut wurden. Als die Schüler fragten, warum Linus denn in seine Box gehe, habe ich es erklärt: „Es wird ihm zu laut, ..zu viel“. Da die Schüler aber in einer sehr hohen Motivation waren, habe ich die Situation so gelassen, habe sogar die Tür zum Nebenraum angelehnt, so dass sich Linus erholen konnte. Motivation ist ja ein großes Ziel in diesem Projekt gewesen. Als die Übungen beendet waren, wurden die Schüler automatisch leiser, sie erinnerten sich daran, dass es Linus ja zu laut war. Nach dem Aufräumen kam Linus dann auch aus seiner Box heraus und wir konnten den Unterricht mit unserem Schlussspiel/Ritual „touch“ beenden.

Die Schüler erleben das an der kurzen-Leine-Sein (aber nicht festgehalten werden) in der Weise, dass der Hund freiwillig mit ihnen arbeitet, dass er ihnen brav (auf der Arbeitsdecke liegend) bei der Arbeit zusieht. Das macht sie stolz, zufrieden und steigert ihr Selbstbewusstsein. Zum Abschluss der Unterrichtsreihe erhielt jeder Schüler eine für ihn mit Fotos individuell gestaltete Urkunde, die ihm eine „erfolgreiche Teilnahme am Projekt Erste Hilfe“ bescheinigte. Dazu gab es für jeden Schüler das „Notfallbuch für den Hund“ aus dem Kynos Verlag als Geschenk, ein lustig beschriebenes Heftchen mit herrlichen Karikaturen. Etwas nach Abschluss eines Projektes in der Hand zu halten erfüllt für Schüler inder Regel immer mit Stolz, etwas geschafft zu haben. Ihr Selbstwertgefühl wird merklich gestärkt.

Im Wettbewerb bis: Oktober

Juri Gagarin GS

Aus alt mach neu - was kannst du für unsere Umwelt tun

Wir sammeln Altpapier. Dabei helfen uns Eltern, Großeltern und auch Betriebe. Die Schüler wiegen das Papier und führen eine Liste. 1 mal im Monat etwa bringt dann unser Hausmeister das Altpapier zur Annahme und nimmt das Geld entgegen. Jeder Betrag wird auf der Liste von den Schülern vermerkt. Nach ca 3 Monaten gibt es einen Kassensturz und die Schüler der aktuell sammelnden Klasse dürfen für das "verdiente" Geld Spielzeug für den Schulhof aussuchen. ( In dem von Ihnen genannten Zeitraum hat die Klasse 2c gesammelt - dann ist wieder eine andere Klasse dran, also auch ein Schulprojekt) Um den Grundschülern zu verdeutlichen was man nur mit dem Sammeln von Altpapier gutes für die Natur tun kann, haben wir gemeinsam in dieser Zeit das große Plakat entworfen! Es wird immer in der jeweilig sammelnden Klasse zur "Einstimmung -Sensibilisieren" genutzt!

Im Wettbewerb bis: November

GS Altenberg

Den Buchstaben auf der Spur

Zwei Faktoren spielten im Vorfeld eine große Rolle: 1. Die erste Schulwoche sollte ausschließlich mit dem Klassenleiter stattfinden; 2. Die CD „Das blaue Ypsilon“ von R. Lacomy mit Geschichten & Liedern zum Thema Buchstaben/Wörterbuch. Beides nutzen wir, die beiden Klassenleiterinnen (= Deutschlehrerinnen der Klassen), und fügten fantasiereich um diese Thematik eine Projektwoche. Wir verknüpften die Neugier der Kinder mit deren Vorliebe für Geschichten, Fantasie bei Hörerlebnissen und kreativer Umsetzung.

Der Einstieg war eine Geschichte zur Entstehung der Sprache. Hier entdeckten die SchülerInnen die Notwendigkeit und die Sinnhaftigkeit, dass sich alle Selbstlaute vereinigen und mit den Mitlauten unsere schöne Sprache bilden. In kleinen Spielen probierten wir, wie sich eine Sprache ohne alle Selbstlaute anhören könnte, welche Verwirrungen und Missverständnisse sich ergeben würden. Alle erkannten, dass die Verteilung der Selbstlaute nun gerecht erfolgt: in jeder Silbe ist einer.

Das Lied „Von A bis Zickzackzett“ von Lacomy bildete den schlüssigen Übergang zur obigen Wörterbuch-Thematik. Die SchülerInnen waren aufgefordert, via Höraufgabe herauszufinden, was es mit dem „Zauberschlüssel“ auf sich hat. Sie erkannten richtig und recht schnell, dass hier die Kenntnis aller Buchstaben gemeint war. Nur wenn ich selbst alle Buchstaben erkenne und lese, kann ich Bücher lesen, in „…fremde Länder reisen…“ und vieles mehr.
Der flotte Rhythmus trug dazu bei, dass sich das Lied, der Text und damit das Motto einprägten. Mit jedem Hören wuchs das Texterkennen, das Hörverständnis. So konnten wir ohne Lücken in den folgenden Stunden dort anknüpfen.

Kleine Wettspiele zum Auffinden von zugerufenen Worten (von ein- bis dreisilbigen) führte uns alle gemeinsam zum Wörterbuch, seiner Notwendigkeit, seinem Aufbau, seiner Vorteile – auch in unserem Deutschunterricht. Unterschiedliche Lexika waren ausgelegt, um die Bedeutung von Regel- und/oder Ordnungswerken zu betonen. Dies wurde den SchülerInnen hier tatsächlich sehr schön und deutlich bewusst. (Bildlexikon, Bildwörterbuch, Wörterbuch, Musiklexikon)

Um die Eigenheiten der einzelnen Buchstaben zu verdeutlichen, wurden die Kinder kreativ tätig: Wir stellten ihnen in verschiedenen Stationen Wolle, Pfeifenputzer, Draht und Perlen, farbige Stifte, farbigen Sand, Farbkarton, Pauspapier und „Alte Schriftzeichen“ zur Verfügung. Die Aufgabe bestand nun darin, sich seinen Lieblingsbuchstaben in ganz unterschiedlichen Arten darzustellen, zu formen, zu kleben, zu malen, zu pausen… All dies klebten die Kinder dann u.a. auf die Seiten eines „Faltbuch“ (durch ein Bild im Worksheetcrafter kam ich auf diese Idee mit dem „Faltbuch“). Es entstanden so zauberhafte, schöne, detailverliebte Kreationen, dass uns beiden Kolleginnen tatsächlich Tränen in den Augen standen und die Worte (Buchstaben) fehlten.

Den SchülerInnen fielen durch den intensiven Einsatz ihrer Hände/Finger die Besonderheiten der einzelnen Buchstaben auf. Sie verglichen die einzelnen Schreibweisen und Linienführungen und rätselten dabei, warum und wann sie entstanden sein könnten. Die Fantasie war auch hier nicht zu bremsen…in Gruppen- und Partnergesprächen. Wettspiele auf dem Schulhof, bei denen es galt, als erste Gruppe mit übergroßen Pappbuchstaben bestimmte Ferienworte zu legen, lockerte sowohl das Lernthema auf als auch die Klassensituation. Wettbewerb wirkt sich förderlich auf den Lernwillen der Kinder aus – hier ein durchaus geschickt eingeplanter Nebeneffekt.

Das Wörterbuch nahmen die SchülerInnen zur Hand, als sie erneut den Eingangstitel hörten und nun die Besonderheiten dieses Spezialbuches kennenlernen wollten. Sie prüften den Text „…Von A bis zick zack Zett ist die ganze Welt komplett… Alles ist hier aufgeschrieben… Du musst alle Zeichen kennen…“ mit dem Wörterbuch.

Unsere SchülerInnen erkannten selbständig, dass ein Wörterbuch ein „Spezialbuch“ ist. Weiterhin wurde ihnen bewusst, dass tatsächlich alle 26 Buchstaben des ABC in diesem Buch stehen, diese aber nach einem System geordnet sind. Im Umgang mit dem Wörterbuch stellten die SchülerInnen fest, dass nicht jeder Buchstabe die gleiche Zahl von Worten hat. Dabei erkannten sie gleichwohl, dass eine geregelte Anordnung der Buchstaben wichtig ist und nicht verändert werden darf. „…Denn sonst wäre ja ein ganz wildes Durcheinander und wir hätten in einer Leistungskontrolle alles falsch…“, O-Ton eines pfiffigen Schülers.
Zur Unterstützung der Systematisierung im Wörterbuch spielten wir das Lied „Alrune“ von o.g. CD vor. Die Höraufgaben dazu lauteten: Wer ist Alrune? , Wie fühlst du dich, wenn sie singt & spricht?. Die Ergebnisse bewiesen uns beiden, dass unsere sonst quirligen SchülerInnen tatsächlich folgen, ZUHÖREN und dabei Aufgaben erfüllen können. Für uns eine schöne Erfahrung.

Den Buchstaben auf der Spur – so lautet das Motto der Woche und des Wahlpflichtthemas in Deutsch. Wir nahmen/nehmen es jedoch gezielt und sehr bewusst mit in andere Fächer:  So wird im Kunstunterricht eine Alrune gestaltet, wobei die Kinder ihr/ihrer Stimme Farben zuordnen und verarbeiten. (Die KL der 2b ist gleichzeitig auch die Kunstlehrerin beider Klassen, so dass Methodik und Plan entsprechend umgesetzt werden können. Das Werk ist allerdings noch nicht fertig.) Diese Arbeiten wollen wir später mit nutzen, um die Wortart ADJEKTIV einzuführen. Die Kinder haben dann einen tollen Anknüpfungs- und Erinnerungspunkt.

Im Fach Werken gestaltete ich mit Start des Fachunterrichts in der zweiten Unterrichtswoche (unterrichte gleichzeitig Werken an der Schule) ein Sammel-Album. In dieses werden dann sowohl die gestalteten Faltbüchlein gesteckt als auch die einzelnen kleinen Buchstabenkreationen der SchülerInnen. (Hier lehnte ich mich an die Idee bei UHU-kreativ an. Die Herstellungsschritte entsprechen dem Vorwissen und dem motorischen Können eines Zweitklässlers.)


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