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Archiv: Teilnehmer vergangenen Monate

Adventsbasar

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Albert-Schweitzer-Schule

Balladen - Wir gestalten Lapbooks und Stop Motion Filme >>

 

Nymphenburger Schule

Aktionsnachmittag Interkulturelle Begegnungen >>

Über Stock und Stein
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Kartoffelfest
Buschei Grundschule >>

 Projekt Weltkarte
Grundschule Grafenau >>

Schulgarten
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Ein eigenes Buch gestalten
Eugen-Papst-Schule >>
Sprachpaten
GGS Donhöffstraße Leverkusen >>
Dem Wald auf der Spur
GGS Mitte Würselen >>
 Integration durch Sport
Geschwister-Scholl-Schule Eschwege >>
 Ausgebrauchte Stifte sammen
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Musicalaufführung "Freundschaft ist blau - oder?"
Hainbrunnenschule Forchheim >>
 Unsere Schule lebt KUNTERBUNT
Grundschule Barnstorf-Drentwede >>
Mini-Musical "Villa Spooky"
Hellbergschule Lörrach >>
Rollstuhlsport und Selbsterfahrung mit Rollstuhl
Sonderpädagogisches Förderzentrum Straubing >>
Aufnahme des Schulliedes und Präsentation der CD während des Schulfests
Kath. Grundschule Martinus-Schule Bornheim >>
Aktive Erinnerungskultur
Christian-Hülsmeyer-Schule >>
Die Roboter in der Klasse
Grundschule am Lämmchen Mainz-Mombach-West>>
Karl Friedrich Wilhelm Wander und seine Zeit – Kindheit und Schule früher
Karl-Friedrich-Wilhelm Wander Förderschule Gardelegen >>

„Ich schenk dir eine Geschichte“ - Lesenacht in der Burgschule
Burgschule Aschersleben >>

Alle raus mit Mann und Maus
Sonderpädagogisches Förderzentrum Jean-Paul-Platz Nürnberg >>
Legomännchen in New York
GGS Gartenstraße Hennef/Sieg >>

Freischütz
Staatliche Regelschule "Anna-Maria" Kranichfeld >>

Konzert im Hospital zum Heiligen Geist
Albert-Schweitzer-Schule Hamburg >>
Abschlussprojekt - Spuren hinerlassenGottfried-Röhl-Grundschule Berlin >>

Ein Klassenbeet soll entstehen
Dreilinden Grundschule Berlin >>

LION EMPIRE - Giganten, Gier und Gaunereien
Michael-Ignaz-Schmidt-Schule Arnstein >>
Literatur-Spaziergang "Wald-Füchse"
Grundschule Steinhude >>

Schulgarten 2016 der Karlschule in Rastatt
Karschule Rastatt >>

Sekundarschuüler helfen Tieren
Autofreier Schulweg
Laurentius Grundschule Bobingen >>
Fotostory zu "Mobbing in der Schule"
Grundschule Herbert Tschäpe >>
Halt die Klappe
GS St. Bernhardt Esslingen am Neckar >>
Begegnungsfest mit Flüchtlingen in unserer Gemeinde
Heinrich-Böll-Sekundarstufe Bornheim >>
Super-S.A.M.S
IGS Landau >>
Zirkusprojekt mit dem Zirkus Zappzarap
Grundschule Ueffeln Bramsche >>
Körper-Begegnungswoche
Evangelische Grundschule Kavelstorf >>
Bären-Umarmungstage
VS Franz Jonas St. Pölten >>
Unterwasserwelt
Igelsgrund-Schule Gelnhausen-Höchst >>
Der Traum vom Fliegen
Roßbergschule (SBBZ Lernen) Horb am Neckar >>
Bühne frei
Gesamtschule Lohmar >>
Ein Klo für Sri Lanka
Schule an der Burgweide Hamburg >>
Superfair
Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf >>
Zivilcourage
Erich-Kästner Realschule plus Ransbach-Baumbach >>
Mittelalter-Woche
Oberschule "Ulrich von Hutten" Frankfurt (Oder) >>
Mobile Pausengeräte - selbst gebaut
Greta-Fischer-Schule Dachau >>
 KuBi-Winterfest an der GAZ
Georg-August-Zinn-Schule Kassel >>
Schüler unterrichten Schüler
OSZ Lausitz Schwarzheide >>
1000 Kraniche für den Frieden
Albert-Schweitzer-Schule Aue >>
Mission X - train like an atronaut
VS Wettmannstätten >>
Sich in sehbehinderte Menschen hineinversetzen
Sekundarstufe Olsberg-Bestwig >>
LdE-Projekt in Klasse 9
Goethe-Oberschule Kremmen >>

Ein Museumsführer in leichter Sprache entsteht
Hardtwaldschule Neureut Karlsruhe >>

Willis Bienenvolk
Gemeinschaftsschule Wilhelm Weilting Magdeburg >>
Hunde-Stunde
Otfried-Preußler-Schule Dillenburg >>
Lesepaten
Alfred-Adler-Schule Duisburg >>
Einen Balladenabend planen und durchführen
Erich Kästner-Schule Darmstadt >>
Judo – Way to Rio 2016 via Neukloster
Förderzentrum Neukloster >>

Szenische Kunstfotografie  –  Standbilder zu Märchen der Brüder Grimm
Gesamtschule Gedern >>

Weihnachtswerkstatt
Gesamtschule Aahaus >>
Aussteller auf der Internationalen Grünen Woche
Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen >>
Ich bin ein New Yorker
Landesbildungszentrum für Körperbehinderte Halle >>
Melvin, du bist unser Held!
IGS Schöneberg-Kübelberg >>
Theater
Steinwald-Schule / Marianne-Cohn-Schule, Berlin >>
Podiumsdiskussion der Religionen
Stadtteilschule Öjendorf >>
Werbeflut
Sabel Realschule Nürnberg >>
 Action-Painting nach Jackson Pollock
Oberschule im Park Bremen >>
Stelzenprojekt
Freiherr-vom-Stein-Schule Wetzla
r >>
Palmöl
Görreschule Neuss >>
 Projekttage in der Lohe
Heinrich-Schüren-Grundschule Osnabrück >>

 Ein Filou in Peru
Grundschule Seelow

Im Wettbewerb bis: APRIL

Möhneseeschule

Stadt vor einem spektakulären Himmel

Wir, die Realschulklasse 9d, mit 27 Schüler/innen, haben vorab unseres Projektes mit unserer Kunstlehrerin Sabine Schoo einen Einführungslehrgang mit Tusche begonnen. Nachdem wir geübt waren mit Griffel, verschiedenen Federstärken und Tusche umzugehen und zu zeichnen, wagten wir uns mit Unterstützung unserer Lehrerin an ein spannendes Kunstprojekt.

Zunächst schauten wir uns verschiedene Bilder aus der Kunstgeschichte an, von denen uns vor allem die Himmel interessierten. Danach gestalteten wir mit Wasserfarben auf DIN A3 einen eigenen Himmel, der möglichst spektakulär wirken sollte. Dieser Hintergrund wurde später für unsere 3 –D Stadt benötigt.

Danach befassten wir uns mit Stadt Silhouetten. Dabei konnten wir eine beliebige Stadt oder gezielt eine bekannte Stadt (z.B. Heimatstadt)  wählen.

Nachdem wir auf festen Zeichenkarton mit dem Bleistift freihändig eine Silhouette grob vorgezeichnet hatten, kamen nun in den nächsten Wochen die Feinarbeiten. Die gesamte Stadt Silhouette wurde mit Tusche und verschiedenen Rohrfedern bearbeitet. Dabei kam es auf die Feinheiten und Flächen der verschiedenen Häuser an, die einen Kontrast zueinander darstellen sollten. Zwischen jedem Haus musste eine Falzlinie eingezeichnet werden, die später für den 3 D- Effekt wichtig waren. Die einzelnen Häuser zu gestalten erwies sich als sehr aufwändig und mussten akribisch und sauber gearbeitet werden.

Nachdem die Stadt Silhouette fertig gestellt war, wurde an den Falzkanten die Silhouette so geknickt und bearbeitet, dass immer ein Haus nach vorne stand und das nächste wieder hinten anlag. Die hinteren Häuser wurden auf dem Hintergrund fixiert und so bekam man den Effekt der lebendigen 3 D Stadt.

Einige Gebäudeteile wölben sich nach außen und einige verschwinden dahinter in den Zwischenräumen und über allem wölbt sich ein spektakulärer Himmel!

  

Abschließend ist zu sagen, dass wir sehr stolz auf unsere große gesamte Stadt sind, die wir im Klassenraum aneinandergereiht haben. Die bringt uns jeden Tag Freude, wenn wir den Raum betreten.  

Im Wettbewerb bis: MAI

Johanniterschule Heitersheim

„Klingende Kunst – Klangmalereien“ - Klassenmusizieren mit Orff-Instrumenten

In dem fächerübergreifenden Projekt „Klingende Kunst – Klangmalereien“ ging es in der Klasse 3a der Johanniterschule Heitersheim um das Hörbarmachen von Kunst und das Sichtbarmachen von Musik auf der Grundlage eines farbkodierten Methodenkonzepts am Beispiel von Keith Haring, Piet Mondrian & Wassily Kandinsky.

Die Kinder waren sowohl im Kunstunterricht, als auch im Musikunterricht den „Farben auf der Spur“, beschäftigten sich mit modernen Künstlern, deren Bildsprache und setzen sich künstlerisch und musikalisch damit auseinander. Durch den Einsatz sämtlicher Sinne wurden beide Gehirnhälften angeregt und in die Lernarbeit einbezogen. Ganzheitliches Lernen war also im besten Sinne möglich.

   

In unserem Projekt begegneten die 21 Drittklässler durch gemeinsames Musizieren mit Klangstäben und Boomwhackers zwangsläufig und ganz natürlich auch noch den Grundlagen der Harmonielehre (Tonika, Subdominante, Dominante und Mollparallelen). Mithilfe unserer Farbkodierung wurden erst Harmonieabfolgen erarbeitet und diese schließlich in die verschiedenen Kunstwerke eingearbeitet. Das praktische Arbeiten und Experimentieren stand dabei stets im Vordergrund. Unterschiedliche Arbeitsformen wie Malen, Zeichnen, Beschäftigen mit den Künstlern sowie gemeinsames Musizieren sorgten für Abwechslung. Die Schüler nutzten dabei unterschiedliche Lernkanäle und das Erlernte wurde so sicher und nachhaltig verankert.

In unserem Klassenzimmer sind Orff - Instrumente immer aufgebaut und ein Satz Boomwhacker  steht bereit, sodass Klassenmusizieren ohne große Auf- und Abbauzeit stattfinden kann.

Gemeinsam geht vieles besser und leichter. Gemeinsam musizieren macht Spaß. Kinder, die in der Schule gemeinsam musizieren, entwickeln automatisch eine bessere Teamfähigkeit. Rücksichtnahme, Toleranz, Durchhaltevermögen und Ausdauer – Eigenschaften, die gar nicht so leicht zu erlernen sind – werden während nahezu jeder Stunde geschult. Allen Kindern – gleich welcher kulturellen Prägung und Herkunft  - hat das fächerübergreifende Projekt große Freude bereitet. Jeder konnte von jedem lernen. Es entstand so Respekt vor den jeweiligen Fähigkeiten. In einer multikulturellen Klasse konnten die Fächer Kunst und Musik so in besonderer Weise als verbindendes Element genutzt werden.

Miteinander zu kommunizieren durch Rhythmus, Orff-Instrumente, Boomwhacker, Farben und Formen, das war bei unserem Projekt in den letzten beiden Monaten das Ziel. So konnte in einer multikulturellen Klasse neben einer gezielten musischen Förderung gleichzeitig auch Integration gut gelingen.

Im Wettbewerb bis: MÄRZ

Schulzentrum Jork

Adventsbasar

Bereits seit 1997 veranstaltet das Schulzentrum Jork jährlich am letzten Freitag im November einen Adventsbasar. Alle Klassen sind in die Planung, Durchführung und anschließende Reflexion eingebunden. Jede Klasse bereitet einen Verkaufsstand vor. Alle angebotenen Artikel sind selbst gestaltet und werden ausschließlich von den Schülerinnen und Schülern verkauft. Über die vielen Jahre haben sich viele Menschen gefunden, die unser Anliegen unterstützen. Insbesondere sind viele fleißige Eltern, Freunde und der Schulverein zu nennen, die durch unermüdlichen Einsatz den Adventsbasar bereichern. Einige örtliche Unternehmen konnten für die gute Sache ebenfalls gewonnen werden.

  

So spendet stellvertretend ein ortsansässiger Landwirt 25 Weihnachtsbäume und Grünschnitt für Adventskränze, die in emsiger Arbeit selbst gebunden und gestaltet werden (s. Fotos). Die Weihnachtsbäume werden in einer Tombola unter den Basarbesuchern verlost. Weiterhin werden die Besucher mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten vor Ort verwöhnt. Das Besondere an unserem Weihnachtsbasar ist, dass seit Beginn ein Großteil des Gewinns an Hinz und Kunzt gestiftet wird. So konnten über die Jahre mehrere zehntausend Euro gespendet werden. Die Verbindung zu Hinz und Kunzt hat sich in den annährend 20 Jahren intensiviert und es findet ein reger Austausch statt, z.B. darüber, wie das Geld genau verwendet wird. Im Zuge dessen hat das Schulzentrum Jork sein ehrenamtliches Engagement ausgebaut und im Profil implementiert.Im Schulalltag wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass sich jede Schülerin und jeder Schüler im regionalen Kontext einbringt. Weitere Veranstaltungen in diesem Kontext sind das Kirschenblütenfest, der Buttenkuchenlauf, Sportfeste der umliegenden Grundschulen, die Kleine Jorker Bühne usw. Diese Aktivitäten seitens der Schülerinnen und Schüler werden ab kommenden Schuljahr in einem individuellen Schülerportfolio dokumentiert, welches späteren Bewerbungen beigefügt werden kann.

  

Im Wettbewerb bis: MÄRZ

Albert-Schweitzer-Schule

Balladen - Wir gestalten Lapbooks und Stop Motion Filme

Wir, die 7a der Albert-Schweitzer-Schule bestehend aus 25 SchülerInnen, einer Stadtteilschule in Hamburg, haben uns in unserer Deutschepoche vom 7.11.-2.12.2016 mit dem Thema Balladen beschäftigt. Dabei haben wir uns in Kleingruppen von 3-4 Personen auf die Bearbeitung jeweils einer Ballade geeinigt. Wir haben also insgesamt acht verschiedene Balladen kennengelernt und uns gegenseitig vorgestellt. Dazu haben wir Lapbooks erarbeitet und schließlich die jeweils eigene Ballade mit StopMotion-Kurzfilmen zum Leben erweckt. Bis auf die Gruppen konnten wir unsere Ballade frei wählen, das Lapbook nach eigenen Vorstellungen gestalten und den Film zum Beispiel mit Playmobil, Lego und Schleich so umsetzen wie wir es wollten - und durften sogar unsere Handys benutzen.

Das Lapbook umfasste bei jedem
• den Balladentext als Deckblatt
• Informationen zum Autor
• die Ballade am roten Faden
• Klappentext zu lyrischen, epischen, dramatischen Merkmalen
• einen Drehkreis zu den lyrischen, epischen, dramatischen Elemente
der eigenen Ballade
• die Beschreibung der Figuren

Der StopMotion Film
• einige Filme sind vollständig fertig geworden und wir stellten sie bei
unserer Adventfeier am 8. Dezember unseren Eltern und
Geschwistern vor
• einige Balladentexte haben wir zu Teilen in Filmsequenzen
umgesetzt und aufgenommen

Durch die verschiedenen Wahlmöglichkeiten, die die Schülerinnen und Schüler hatten, war eine hohe Motivation bei allen Beteiligten zu spüren. Begründet und selbstbestimmt entschieden die Gruppen mit welcher Ballade sie sich auseinandersetzen wollten, wie das Lapbook ausgestaltet, wie die Filme umgesetzt werden sollten. In dieser Epoche hat jeder von jedem gelernt. Jeder einzelne in seiner Kleingruppe war Berater für die Ausgestaltung des Lapbooks, jede Kleingruppe war wiederum Experte für ihre jeweilige Ballade. Auch in technischen Fragen haben die SchülerInnen sich gegenseitig mit einer großen Selbstverständlichkeit und technischem Verständnis weiterhelfen können und voneinander gelernt.

Im Wettbewerb bis: MÄRZ

Grundschule Reimsbach

Hippolini-Reitprojekt

24 Drittklässler der GS Reimsbach nahmen vom 24. - 28. Oktober 2016 am Hippolini-Reitprojekt teil.

Beim Hippolini-Projekt lernten die Grundschüler rund ums Pferd.
An zwei Tagen fand die Vorbereitung in der Klasse statt. Jedes Kind durfte sich über seine Vorerfahrungen oder sein Vorwissen spontan äußern. Durch Märchen, Geschichten, Filme, Haustiere und das Einzugsgebiet der Wohnumgebung hatte jede Schülerin und jeder Schüler schon mal Kontakt mit dem Thema Pferd. Auf diesem Lernstand abgeholt galt es nun, erstes Fachwissen über die Eigenschaften von Pferden zu erlangen: Das Pferd ist ein Herdentier, Dauerfresser, Lauftier und Fluchttier. Hieraus ließen sich wichtige Regeln für das Verhalten beim Tier und auf dem bevorstehenden Hofbesuch ableiten. Mit einem Kurzfilm wurden die Drittklässler in die Welt der Pferde eingestimmt. Die Verhaltens- und Hofregeln wurden anschaulich und handlungsorientiert erarbeitet und mit den Arbeitsmethoden Plakat, Formulierungs- und Bildzuordnung gefestigt.

Eine Projektmappe wurde angelegt, mit der die Arbeit während der Projektwoche und zur gesamten Unterrichtseinheit, die noch darüber hinaus geht, dokumentiert und als Portfolio festgehalten wird. Zu Beginn konnte schon das Titelblatt gestaltet werden.
Schließlich erlernten die Schüler das Hippolini-Lied. Die kommenden drei Tage fand der Unterricht an dem außerschulischen Lernort Pferdehof „Sunshine-Ranch“ in Rissenthal statt. Mit diesem Lied fröhlich singend kündigte sich die Gruppe an, wenn sie nach dem Bustransport den Weg zum Pferdehof hinaufwanderte. Dort erwartete uns ein Freiluft-Klassenzimmer zwischen Reithalle, Pferdeboxen, Pflegebereich und Koppel. In der vorbereiteten Lernumgebung Reitstall fanden die Schüler ein fächerübergreifendes Lernbuffet rund ums Pferd vor: Es gab Pflicht- und Zusatzstationen zu fast allen Fächern, die in Einzel- und Partnerarbeit, handlungsorientiert, bewegungsintensiv mit allen Sinnen, spielerisch, entdeckend, kreativ und binnendifferenziert konzipiert waren. Alle Stationen hatten entweder Selbst-, Partner- oder Lehrerkontrolle und wurden auf dem Laufzettel mit einem motvierenden Pferdestempel eingetragen.

Dabei durften die Kinder ohne Leistungsdruck erfahren, von Tieren ganauso akzeptiert zu werden wie sie sind.
Da die Begegnung mit den Pferden in der Kleingruppe geschah und die Schüler stets im Team arbeiteten, war es selbstverständlich, sich abzusprechen, sich gegenseitig zu helfen und aufeinander zu achten.
Jeder Einzelne konnte in dieser Projektwoche in seiner Persönlichkeit wachsen, indem sein Selbstvertrauen gestärkt wurde und sein soziales Verhalten verbessert wurde. Durch das positive Gemeinschaftserlebnis konnte darüber hinaus auch das Sozialverhalten der Gesamtklasse verbessert werden.

Die Lernatmosphäre war abwechslungsreich, mit viel Bewegung, unter großer Freude und Motivation; somit wurden alle Lerntypen angesprochen.
Hier wurde wirklich Inkusion umgesetzt: Alle sind über sich hinaus gewachsen! Leistungsschwächere haben Ich-kann-Erfahrungen gemacht. Leistungsstärkere haben neues Fachwissen dazugelernt, nicht nur, dass Ponys nicht die Kinder der Pferde sind. Anfänglich ängstliche Kinder haben sich schnell überwunden und sich auf's Pferd gesetzt, dann sogar rückwärts!

Das Projekt bleibt unvergesslich, das verrieten schon die strahlenden Kinderaugen, als am Ende jedes Kind stolz seine Projektmappe mit Urkunde und Fotografien in den Händen hielt. Zum Abschluss kam die Elternschaft, um den Hof zu besichtigen,  der ihren Kindern fast eine Woche lang Lern- und Lebensort war. Schüler wie Erwachsene sind ausnahmslos begeistert!

Im Wettbewerb bis: MÄRZ

KGS Hermann-Gmeiner

Zirkus „Lustige Hermännchen“ – Eine Projektwoche mit dem Zirkus Gerhard Sperlich

 Gemeinsam mit dem Circus Gerhard Sperlich, dem Begründer der pädagogischen Circusprojektarbeit  (seit 1992), hat die Katholische Grundschule  Hermann-Gmeiner in Düsseldorf-Hassels vom 20.11. – 26.11.2016 eine abwechslungsreiche Zirkuswoche auf die Beine gestellt.

Im Vorfeld der Projektwoche konnten die ca. 190 Kinder nach Absprache mit den Sperlichs aus den Projektgruppen Akrobatik, Fakir/Feuer, Clowns, Jonglage, Schwarzlicht, Seiltanz und Zauberei ihre Favoriten wählen. Außerdem wurde der Name „Lustige Hermännchen“ aus Schülervorschlägen für unseren Schulzirkus entwickelt. Es wurden entsprechende Tickets und Plakate gedruckt

Die  sonst gern eingeübten und angesehenen üblichen Tiernummern des Circus Sperlich fielen aus, da die Tiere bei uns nicht artgerecht untergebracht werden konnten, was wir bis zum nächsten Zirkusprojekt hoffentlich ändern können.

Am 20.11.2016 wurde das Zweimastzirkuszelt unter Mithilfe zahlreicher Eltern aufgebaut. Als die Kinder am Montag, dem 21.11. morgens zur Schule kamen, staunten viele von ihnen über das große beleuchtete Zirkuszelt. Nach einem Eröffnungsgottesdienst von Pastoralreferentin K. Hilger mit Unterstützung des Kantors der Gemeinde Sankt Antonius und Elisabeth J. Koop machte die Zirkusfamilie Sperlich inklusive der 3. Generation eine Aufführung für die Mitarbeiter und Helfer unserer Schule. Anschließend wurden wir alle , insbesondere die Kinder, auf die Regeln für die künftigen Trainings und Aufenthalte in den Schulräumen und im Zelt hingewiesen.

Die Kinder trainierten abwechselnd in zwei Gruppen mit Florina, Angelina, Edwina, Mathias oder Robert Sperlich sowie Lehrerinnen und Helferinnen und Helfern aus der Betreuung, der OGS und der Elternschaft. Während die eine Gruppe ihre Nummern einstudierte, hatte die andere Gruppe projektbegleitenden Unterricht in ihrer Jahrgangsstufe. Es wurde gebastelt, gemalt, geschrieben, gerätselt u.v.m.. Die Viertklässler arbeiteten an einer Zirkuszeitung. Mit iPads interviewten sie Mitschüler, Artisten und die Zirkuskinder in der Zirkusschule und machten Fotos  sowie Videos von den verschiedenen Gruppen. Außerdem schrieben sie ihre eigenen Trainingserfahrungen auf, entwickelten Rätsel, Suchsel, Akrostichen und Elfchen zum Thema Zirkus.

Am Donnerstag fanden die Generalproben im Zirkuszelt sowie die Kostümanproben statt. Hier konnten die Kinder die Artisten der jeweils anderen Gruppe erstmals beobachten.

Die Vorstellungen unter dem Titel „Der blaue Planet“ fanden freitags und samstags vor- und nachmittags statt. Viele Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass die Kinder rechtzeitig geschminkt und kostümiert waren.  Außerdem sorgten Mitglieder des Schulvereins für das leibliche Wohl des Publikums. Freitagsmorgens waren die künftigen Erstklässler aus den Kindergärten unsere Gäste. Am Samstag wurden beide Vorstellungen für die Herstellung von DVDs professionell gefilmt.

Alle Vorstellungen wurden begeistert beklatscht. Alle waren traurig, als nach der letzten Vorstellung das Zelt von vielen Helfern abgebaut wurde und der Zirkus Sperlich weiterzog. Sowohl die beteiligten Erwachsenen als auch die Kinder sind der Meinung, dass dieses Projekt das Zusammenhörigkeitsgefühl der gesamten Schulgemeinschaft gestärkt hat. Daher werden wir dieses Projekt auf jeden Fall wiederholen.

Im Wettbewerb bis: MÄRZ

KGS Hermann-Gmeiner

Bühnenbild AG

Im November 2016 war es endlich soweit: Das Schulmusical „Ich will das Morgenrot sehen - David wird König“ wurde in der St. Antonius Kirche in Düsseldorf-Hassels aufgeführt. Dafür wurden jede Menge Bühnenbilder und Requisiten in der Bühnenbild-AG angefertigt.

Seit Frühjahr 2016 arbeitete eine Gruppe mal- und bastelbegeisterter Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen der Hermann Gmeiner Schule wöchentlich eifrig am Bühnenbild.

Im ersten Schritt entwarfen die Schülerinnen und Schüler Motive für die verschiedenen Kulissen des Stücks, passend zu den Themen der einzelnen Szenen. Nachdem gemeinsam eine Auswahl der Entwürfe getroffen wurde, begann die richtige Arbeit: Nun wurde geschnitten, gezeichnet, gepinselt und geklebt. Es entstanden großformatige, farbenfrohe Motive auf Stoffen und auf Pappe. Doch es wurde nicht nur gemalt: Einige Schülerinnen und Schüler bastelten noch eine Reihe Requisiten, wie beispielsweise Speere für die Palastwache.

So setzte sich innerhalb einiger Monate ein umfassendes Bühnenbild für das Musical zusammen.

Im Wettbewerb bis: FEBRUAR

Grundschule Adendorf

Weihnachtshelfer-AG

Die erstmalig angebotene Weihnachtshelfer-AG der Grundschule Adendorf hat unter meiner Leitung im Zeitraum von Anfang August 2016 bis Ende November 2016 ihr Ziel fest vor Augen gehabt, 64 „Päckchen der Liebe“ für die Kinder der Partnerschule in Woznice (Masuren/Polen) bereitzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen haben acht Kinder aus den dritten und vierten Klassen unermüdlich Schuhkartons dekoriert, Geschenke hergestellt, Sachspenden gesammelt und schließlich Päckchen für die Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren gepackt.

Im August, bei 30°C im Schatten fiel es uns noch schwer, an Weihnachtsgeschenke zu denken und wir tasteten uns langsam an die Thematik heran. Nachdem geklärt war, für wen und warum die „Päckchen der Liebe“ gepackt werden sollten und wie sie ihr Ziel erreichen sollten, begannen wir zunächst, Schuhkartons zusammenzutragen. Parallel dazu begannen wir, mittels Packpapier und der Kartoffeldruck-Technik selbst Geschenkpapier herzustellen. Später führte ich die Kinder auch noch in die Schablonen-Spritztecknik und das Dot-Painting ein. Alle drei Techniken erwiesen sich aufgrund der langen Trocknungszeit der Wasserfarben als sehr zeitaufwendig. Hinzu kam, dass die getrocknete Wasserfarbe leider auch noch wieder etwas abfärbte, sodass wir im Verlauf der Zeit vermehrt auf ausgestanzte Motive und Geschenkpapierausschnitte zum Dekorieren der Kartons umgeschwenkt sind. Zum Schluss kamen auch wiederverwendetes Geschenkpapier und neues Papier zum Einsatz.

Nachdem 64 Kartons vorhanden und vorbereitet waren, haben wir uns der Planung der Auftaktveranstaltung zugewandt und diese schließlich auch durchgeführt. Kurz vor den Herbstferien hatten wir als AG alle sechs Klassen unseres Standortes mit ihren Lehrkräften in die Aula eingeladen. Auf dem Fußboden befanden sich sehr dekorativ die bunten, aber noch leeren Kartons und unsere Gäste Pastor Tegler und Hanna Firch vom Verein „Freunde Masurens“ stellten die Aktion „Ein Päckchen der Liebe“ persönlich vor. Nachdem ich gezeigt hatte, dass unsere Päckchen noch leer waren, haben wir die Kinder gebeten, Dinge für die Päckchen mit in die Schule zu bringen und bei den Lehrkräften abzugeben. Damit die Kinder eine Vorstellung erhielten, was dazu geeignet war, hatten die AG Kinder nun die Aufgabe für Mädchen und Jungen der verschiedenen Altersgruppen während der Veranstaltung Schaupäckchen zu packen. Abschließend erhielten die Lehrkräfte noch Elternbriefe für ihre Klassen.

Während der Herbstferien kümmerte ich mich darum auch Unternehmen, Verbände und Vereine für die Unterstützung unsers Projekts zu gewinnen. Das war schwieriger als ich gedacht hatte, aber schlussendlich sind doch einige Päckchen mit Sachspenden bei uns eingetroffen und wir haben uns sehr über diese Unterstützung gefreut.

Nach den Herbstferien haben die Teilnehmenden der AG noch Stumpenkerzen verziert, die ich z.T. selbst gegossen hatte oder die auch als Sachspenden von den Familien eingetroffen waren. Die Stifte mit Flüssigwachs, die wir für das Verzieren nutzten, waren ebenfalls eine Spende. Schließlich stellte ich noch Mützenwolle zur Verfügung und die AG-Kinder ließen sich begeistert das Mützenhäkeln zeigen. Meine Kunstklasse war dann so freundlich, uns beim Basteln von Weihnachtskarten zu unterstützen und die Parallelklasse hat dabei geholfen, zahlreiche Weihnachtsgrüße zu schreiben.

Allmählich drängte nämlich die Zeit und die Päckchen mussten gepackt werden. Zunächst ging ich daran, die Sachspenden vorzusortieren, um zu vermeiden, dass Kinder im Vorschulalter schon Deo bekamen o.ä. Die Spenden für die Vorschulkinder haben wir dann in Obstkisten aufgereiht, und besprochen, wer für ein Mädchen und wer für einen Jungen in welchem Alter packen sollte, sodass die AG-Kinder mit einem Schuhkarton von Kiste zu Kiste wandern konnten, um für ihr Päckchen das Richtige auszuwählen. Eine Packliste diente anschließend der Kontrolle des Inhalts. In der nächsten Runde, als für die Kinder im Grundschulalter gepackt werden sollte, bekamen die Kinder von vorn herein die Packliste in die Hand und auf der Liste waren Alter und Geschlecht bereits vermerkt. Auch wenn Kinder zu zweit arbeiteten, erwies sich dieses Vorgehen doch als sehr unübersichtlich und bei den Päckchen für die Kinder der 5. und 6. Klasse kam ein weiteres System zum Einsatz: Nun war z.B. ein Kind dafür zuständig, in jeden bereitgestellten Schuhkarton einen Bleistift zu legen, während ein anderes Kind das Kleidungsstück ergänzt hat und wieder ein anderes Kind das Duschgel auf alle Kartons verteilte usw. Dieses System stellte sich als besonders effektiv heraus, sodass auch mit wenigen Kindern in kurzer Zeit viele Päckchen gepackt werden konnten.

Die Phase des konkreten Packens hat den meisten AG-Kindern besonders Spaß gemacht.

Am Montag, den 28.11.2016 war es dann schließlich so weit: Alle 64 Päckchen waren fertig gepack. Im Anschluss an das traditionelle Adventssingen am Montagmorgen wurden die Päckchen im Beisein von Herrn Petersen von der Lüneburger „Landeszeitung“ feierlich an die Vertreter des Vereins „Freunde Masurens“ übergeben, indem nach einigen Dankesworten immer zwei Kinder ein Päckchen zu den Autos trugen, sodass alle Kinder an der Übergabe beteiligt waren.

Im Wettbewerb bis: FEBRUAR

Anne-Frank-Realschule

Internationales Kochen

Am 26.11.2016 veranstalteten die Internationalen Klassen 2 und 3 der Anne-Frank Realschule ein internationales Kochen, welches in das Programm des Tags der offenen Tür unserer Schule eingebunden war. Von 9.30-12.30h standen 18 Schülerinnen und Schüler, drei Mütter, eine ehrenamtliche Helferin samt Ehemann und zwei Lehrer in der Schulküche und kochten und verkauften Spezialitäten aus den Heimatländern Schüler. Die Besucher und Kollegen konnten den Kindern beim Kochen zusehen oder auch helfen. Auch die Schüler halfen sich gegenseitig, wenn sie mit der Zubereitung ihrer Spezialität bereits fertig waren. So lernte eine Schülerin aus Syrien, wie man polnische Pierogi zubereitet.

  

Da es mehr Spezialitäten gibt als gekocht werden konnten, hatten die Schüler Plakate erstellt, auf denen noch weitere Spezialitäten aufgezeigt worden sind. Die Schüler verhalfen nicht nur durch Plakate zu einem Überblick der Leckereien aus ihren Ländern, sondern hatten in der Vorbereitung ein Kochbuch erstellt, in dem die Rezepte ihrer Lieblingsspeisen gesammelt sind. Insgesamt gibt es 21 Rezepte aus acht Ländern (Syrien, Polen, Russland, dem Kosovo, Litauen, dem Irak, Afghanistan und Mazedonien).

Den Schülern hat die Vorbereitung und das Kochen am Tag der offenen Tür viel Freude bereitet. Die Rückmeldung der Besucher war durchweg positiv und die Idee einer Schüler-Catering-Firma kam auf, da das Essen sehr lecker war. Die Schüler freuten sich besonders darüber, etwas über ihre Heimat zu vermitteln und den Besuchern und Kollegen erklären konnten, welche Speisen verkauft wurden. Sie erzählten, dass es schön gewesen sei, Hilfsbereitschaft zeigen zu können.

Im Vordergrund des Projekts stand die Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler der Internationalen Klassen und der Austausch bzw. das Zusammenkommen mit Regelschülern, Lehrern und Eltern. Besonders wichtig ist allerdings auch die Würdigung der verschiedenen Nationalitäten, die in den Klassen und an der ganzen Schule vertreten sind. Jede Nationalität, die in unseren Internationalen Klassen vertreten ist, zeichnet sich durch besondere kulturelle Merkmale aus, die im Alltag zu wenig gewürdigt werden können. Auf diesem Weg konnten sie auch zeigen, dass sie in der kurzen Zeit, in der sie bisher Deutsch gelernt haben, dazu fähig sind fremde Menschen anzusprechen und ihr Anliegen zu vermitteln.

Im Wettbewerb bis: FEBRUAR

Europaschule Pädagogium Schwerin

Theaterprojekt "Luther - der alte Martin"

Wir kommen von der Europaschule Pädagogium Schwerin. Das ist ein Gymnasium mit Grundschule und schulartunabhängiger Grundschule. Für das Wahlpflichtfach Europäische Dimension suchte ich gemeinsam mit meiner 7. Klasse im 2.Halbjahr des Schuljahres 2015/16 ein aktuelles Thema für die langfristige Bearbeitung. Sehr schnell fokussierte sich heraus, dass in der Presse ungezählte Beiträge zu Martin Luther und der Reformation zu finden waren- ja ganze Sonderhefte, z.B. Praxis Geschichte Juni 2016 vom Westermannverlag  auf dem Markt waren. Meine Klasse fragte beharrlich nach der Bedeutung der Reformation für die aktuellen Themen der Gegenwart und wir begannen uns damit näher zu befassen. Es dauerte mehrere Wochen bis wir endlich eine Lösung hatten, wie nicht nur die Klasse selbst, sondern auch andere über das Thema informiert werden können. Nach Recherchen im Internet fanden wir im einen Beitrag im Loccumer Pelican/ Sonderheft Nr. 13 aus dem Juni 2003 einen Beitrag von Heike Schiewe ( Seite 53 ff) über einen 1995 durchgeführten Gottesdienst mit einem Anspiel zu Martin Luther.

Da in meiner Klasse keiner religiös gebunden ist, entschieden wir uns, das Anspiel aus dem Gottesdienst in ein Theaterstück umzuwandeln, da wir bereits Erfahrungen bei einem Schultheaterstück zu Klaus Störtebecker im Schuljahr zuvor gesammelt hatten.  Es wurde ein Plan erstellt, wann wer was zu machen hat, um das Projekt bis zum Reformationstag 2016 umzusetzen. An Schulprojekttagen nähten wir selbst die Kostüme, malten die mehrere Quadratmeter großen Bühnenbilder, wählten Lieder aus und studierten sie mit Unterstützung der Musiklehrerin ein. Der Textvorlage wurde eine Lutherbiographie szenisch vorangestellt und die Auseinandersetzung der Schüler mit dem Thema, was Luther uns heute noch zu sagen hat, ist so verändert worden, dass die Aussagen auch zu den Charaktern der jeweiligen Schüler passte. Selbstredend hatten die Schüler die Möglichkeit, dass sich jeder für seine Rolle  eigenständig einwählen konnte. Moderatoren, Tetzel, Luther und weitere Rollen waren schnell besetzt. Da die Anzahl der Schauspieler nicht mit der Vorlage übereinstimmte, wurde es angepasst. Die Englischlehrerin der Klasse ergänzte mit den Schülern einige Textpassagen in englischer Sprache. 

Eine Klassenfahrt führte uns Mitte Juli für 5 Tage an die Originalschauplätze der Reformation- Luthers Geburts- und Sterbehaus in Eisleben, Halle an der Saale mit der Lutheruniverität und der Totenmaske von Luther in der Marktkirche Unser Lieben Frauen sowie Wittenberg mit der Stadt- und Schlosskirche.  Nach der Fahrt wurde diese textlich in das Theaterstück eingearbeitet.  Bis zu den Sommerferien hatten wir die ersten szenischen Proben absolviert.

In der letzten Ferienwoche verabredeten wir uns zu Theaterproben in unserer Schule. Jeder konnte bis zu diesem Tag mehr oder auch weniger gut seinen Text.  Inzwischen waren die Auftrittstermine vereinbart worden. Ende September- am  Tag der offenen Tür von der Europaschule Pädagogium Schwerin, unserer Schule, zeigten wir die Lutherbiographie in unseren Kostümen mit dem Hinweis  auf unsere beiden Aufführungen. Wir erhielten bereits für den Ausschnitt eine sehr positive Resonanz. Wir verstärkten die Probentätigkeit, entwarfen Flyer und verteilten diese. Auf diese Weise erfuhr der NDR von unseren Aktivitäten und filmte die Hauptprobe. Dabei waren wir sehr aufgeregt.   Das Ergebnis war ein 3-Minuten Beitrag im NDR- Nordmagazin am 13. 10. 2016. Endlich am 14. 10. 2016 fand unsere Premiere mit dem Titel „ Luther- der alte Martin“ in der evangelisch-lutherischen Petruskirche zu Schwerin statt. Das Gotteshaus war sehr gut besucht und dank der Filmaufnahmen des NDR waren wir nicht mehr so nervös und konnten uns gegenüber der Hauptprobe noch einmal enorm steigern.  Ein Schüler betreute selbstständig die Tontechnik, die er auch komplett geplant und vorbereitet hatte. Wer muss in welches Mikrofon sprechen, nahm eine Tonspur auf und eine Kamera, die meine Klasse bei einer anderen Gelegenheit gewonnen hatte, filmte den Auftritt.

Eine Woche später zeigten wir unser ca. 40 minütiges Theaterstück ein zweites Mal im Atrium unserer Schule vor allen Gymnasialschülern unserer Einrichtung. Der Umfang des Ausarbeitens und Umsetzen des Projektes war gewaltig. Unter meiner Anleitung haben die Schüler sich selbstständig Hilfe geholt, wenn es notwendig war- beim Singen, Nähen, Übersetzen, für die Bereitstellung des technischen Equipments…Viele politische Themen der aktuellen Zeit beruhen auf unterschiedliche religiöse Ansichten. So war es bereits vor 500 Jahren. Erst wenn man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, versteht man auch die Gegenwart.

Es ist ein sehr großer Gewinn, dass die Schüler verstanden haben, dass man politische Prozesse nur im Kontext des Weltgeschehens begreifen kann und Lösungen suchen muss. Durch die langfristige Bearbeitung des Themas ist die Klasse noch weiter zusammengerückt und ein kreatives Team geworden, in dem man sich aufeinander verlassen kann. Im Unterricht und in den Pausen lassen die Schüler  Textpassagen  aus dem Lutherstück immer wieder einfließen. Man merkt daran deutlich, dass sich der Wortschatz durch das Befassen mit der Geschichte der Reformation erweitert wurde und auf die moderne Zeit und Kontexte übertragen werden kann.

Das Schuljahrübergreifende Projekt wurde mit viel Beifall und Zustimmung durch die Zuschauer bei zwei Aufführungen mit einmal ca. 150 Zuschauern und 130 Zuschauern und einer Teilpräsentation mit ca. 80 Besuchern zum Abschluss gebracht. Wir sind sehr stolz auf unser Produkt. Wir haben unser Bestes gegeben. Wir bekamen auf den Beitrag des NDR enorme Resonanz. Man wurde häufig persönlich lobend angesprochen, in der Schule angerufen oder Mails verfasst. Berichte über unser gelungenes Projekt wurden ebenfalls auf der Homepage unserer Schule veröffentlicht. Schüler filmten unsere beiden Bühnenpräsentationen. Es gibt eine vollständige Version des Auftrittes in der Petruskirche zu Schwerin sowie im Atrium unserer Schule und verschiedene Trailer, die an unserem digitalen Schulinfopoint demnächst gezeigt werden. Am Ende des Schuljahres erhalten alle Schüler die Filmaufnahmen als Erinnerung erhalten.

Eine benachbarte Kirchgemeinde hat sich inzwischen die Kostüme ausgeliehen, unsere Lutherbiographie geben lassen und will im Mai daraus ein Anspiel im Gottesdienst mit den Konfirmanden als Schauspieler aufführren. So wird unser Projekt auch längerfristig nachgenutzt.

 

Im Wettbewerb bis: FEBRUAR

Nymphenburger Schule

Aktionsnachmittag Interkulturelle Begegnungen

Die Aktion fand im Rahmen des P-Seminars „Interkulturelle Begegnungen“ 2015/17 statt. Das Seminar besuchten sieben Schülerinnen und Schüler, es wurde betreut von zwei Lehrkräften. Teilnehmen durften alle 6. Klassen, also insgesamt 125 Schülerinnen und Schüler an zwei Nachmittagen jeweils von 13:30 bis 16:30 Uhr.

Nachfolgend ein Zitat aus der Ankündigung des Nachmittags:

„Als Abschlussveranstaltung unseres P-Seminars „Interkulturelle Begegnungen“ planen wir einen Aktionsnachmittag für alle 6. Klassen. Unser Programm besteht aus verschiedenen Stationen mit fremden kulturellen Inhalten:

  • Gestalten eines bunten Kultur-Mosaiks
  • Kennenlernen von fremdländischen Musikinstrumenten
  • Zuordnen und Erraten von exotischen Zutaten und Gewürzen
  • Erlernen verschiedener fremder Sprachen
  • Ausprobieren verschiedener Spiele aus unterschiedlichen Kulturen

 

Mit diesem Programm wollen wir den Schülern spielerisch und kreativ einen Einblick in verschiedene Kulturen ermöglichen. Letztendlich liegt es uns sehr am Herzen zu einem toleranten und respektvollen Umgang, vor allem mit ausländischen Mitbürgern beizutragen. Darauf können wir besonders durch das vor Augen führen von anderen Kulturen einwirken.“

Zusammenfassend kann man folgende Ergebnisse festhalten, die wir erreicht haben:

  • Positive Aufnahme des Themas im spielerischen Rahmen durch die Schülerinnen und Schüler
  • Näherbringen der Thematik des Interkulturellen Austauschs
  • Vermittlung von Inhalten fremder Kulturen
  • Pädagogische Erfahrungen für die Veranstaltenden

Das folgende ein Zitat von unserer Homepage über die Aktion gibt diese Ergebnisse wieder:

„ „Was ist eigentlich ein Schwirrholz? Wie schmeckt Humus? Aus welchem Land stammt ursprünglich das Banjo? Wie schafft man es, einen Tennisball zu zweit auf Essstäbchen zu balancieren? Und wie sieht das Wort München auf Ukrainisch aus?“

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a, b und c am vergangenen Freitagnachmittag. Sie nahmen teil an einer Rallye mit sechs verschiedenen Stationen, die das P-Seminar „Interkulturelle Begegnungen“ unter der Leitung von Frau Arnhard und Frau Magdeburg erstellt hatte. Hier hatten die Kinder die Möglichkeit, verschiedene Sprachen wie Ungarisch, Ukrainisch oder Italienisch kennenzulernen, fremdartige Zutaten und Gewürze am Geschmack oder Geruch zu unterscheiden oder ausgefallene Instrumente verschiedenen Kontinenten zuzuordnen. Der aktive Teil kam ebenfalls nicht zu kurz, da die Schülerinnen und Schüler selber ein Mosaik mit eigenen Vorstellungen von fremden Kulturen gestalten durften und in die Technik des Djembespiels eingewiesen wurden.

Bei der Abschlussrunde wurde deutlich, dass der Nachmittag nicht nur Spaß gemacht hatte, sondern auch Wissen vermittelt worden war. Für die Initiatoren stellte die Aktion eine wichtige pädagogische und logistische Erfahrung dar, mit deren Ergebnis alle Beteiligten zufrieden sein konnten.“


Im Wettbewerb bis: JANUAR

Buschei-Grundschule

Kartoffelfest

Als Vorbereitung für das Fest gestaltete jede Klasse zwei Plakate, die in Dortmund-Scharnhorst im Einkaufszentrum, an Sporthallen, an unserer Schule usw. aufgehängt wurden. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich auch im Sachunterricht mit der Kartoffelpflanze und lernten viel Neues.

Am Freitag, den 30.09.2016 fand dann von 15-17 Uhr an der Buschei-Grundschule das erste Kartoffelfest statt. Jedes Kind der Schule bekam einen Spielepass, der für je 1€ aus der Klassenkasse bezahlt wurde. Geschwisterkinder und weitere Besucherkinder konnten an dem Tag selbstverständlich auch noch einen Spielepass für 1€ erwerben. Die Lehrerinnen bauten 12 Stationen rund um den Herbst und die Kartoffel auf, z.B. einen Kartoffel-Lauf, die Dreibein-Kartoffelernte, den Bau einer Kartoffel-Pyramide, die „heiße“ Kartoffel und einen herbstlichen Barfußpfad. Als weiteres Highlight gab es einen Schminkstand, der von Eltern betreut wurde. Der Förderverein verkaufte die zahlreichen Kuchenspenden, gespendete Kartoffelgerichte sowie Würstchen und Getränke. Für die Kinder gab es neben viel Spaß auch noch etwas zu gewinnen: Wir haben den Kartoffelkönig/ die Kartoffelkönigin mit der größten Kartoffel der Buschei-Grundschule gesucht. Gewinnerin ist Viktoria aus der 4b mit einer riesigen Kartoffel von 1800g geworden. Sie gewann einen Gutschein im Wert von 5€, den sie direkt auf dem Kartoffelfest einlösen konnte.

Das Kartoffelfest war für alle ein voller Erfolg! Dank der großzügigen Spenden und der regen Teilnahme der Kinder und ihrer Familien durften wir uns über Einnahmen von ca. 1000€ freuen! Dies wird nun in neues Pausenspielzeug und die Einrichtung des Lagerraumes investiert.

Sicherlich würden wir noch viele weitere tolle Pausenspielzeuge anschaffen können, wenn wir mit unserem Kartoffelfest bei der Aktion EXTRA-KLASSE gewinnen. Geplant sind z.B.: Indiaca Handfederbälle, verschiedene Ballspiele (Softdisc, Tischtennisschläger und -bälle), Frisbeescheiben aus Schaumstoff, Aktivitätsringe, Streethockey-Schläger und Bälle, ein langes Schwungseil, BoundaLoons... und vieles mehr.

Im Wettbewerb bis: JANUAR

Grundschule Grafenau

Projekt Weltkarte

Mittlerweile werden an unserer Schule Schüler aus fast 20 Nationen unterrichtet. Da wäre es doch interessant zu sehen, wo deren Herkunftsländer liegen und wie weit sie von Grafenau entfernt liegen: Eine große Weltkarte musste dafür her, und die entstand im unteren Eingangsbereich der Schule auf einer 12 m2 großen Korkwand. Auch als die Weltkarte noch nicht fertig war, wurde sie schon von allen bestaunt. „Ganz schdoag schee!“ war die einhellige Meinung von Groß und Klein. „Darf ich mitmalen?“ war die am häufigsten gestellte Frage. Wegen der Höhe der  Karte konnten aber Schüler der AG Kunst nur südlich des Äquators mithelfen. Nördlich des Äquators mussten die „Großen“ anpacken.
Pünktlich zu den Pfingstferien wurde unsere Weltkarte fertig. Wer genau aufgepasst hat, dem ist sicher aufgefallen, dass sie in unseren Schulfarben erstrahlt. In die Herkunftsländer unserer Schüler mit Migrationshintergrund und natürlich unser Heimatland Deutschland wurden Kärtchen mit Flaggen und Ländernamen gehängt, dass sich jeder auf unserer Karte wiederfindet.

Mit der Weltkarte wird natürlich gearbeitet, z.B. mit der „Frage der Woche“: Unsere 1. Frage lautete: „Kennst du alle 5 Erdteile/ Kontinente?“ Die Kinder können eine Woche lang bis zum Freitag ihre Antworten in die Lösungsbox im Sekretariat einwerfen. Am Freitag werden dann die Gewinner gezogen. Diese erhalten eine kleine Belohnung, bevor dann die neue Frage der Woche verkündet wird. Die Frage der Woche hängt auch immer an der Weltkarte, so dass sie jeder nachlesen kann. Eine Sitzecke mit Kinder- Weltatlanten lädt zum Verweilen ein.

Im Wettbewerb bis: JANUAR

Heinrich-Schüren-Schule Osnabrück

Projekttage 2016 in der Lohe

Die Klasse 2a ging im September und Oktober je einen Tag in die Lohe und erlebte pure „Naturabenteuer“

Bei tollstem Sonnenschein ging es los zum Keschern, Balancieren, Wassertiere bestimmen, spielen, wandern und und und…

Kaulquappen, Blutegel, Wasserschnecken…

Auch das Thema Bodentiere brachte allerhand Krabbelndes zum Vorschein…

Die Themen waren Bodentiere, Wassertiere, Wiese und Wald sowie tolle Spiele zwischendurch.

Wir haben viel gelernt, erlebt, getobt und gelacht!

Im Wettbewerb bis: JANUAR

Grundschule Grafenau

Ein Filou in Peru

Eine ganze Schule spielt zusammen mit ihren Kooperationspartnern Theater. Inklusion einmal anders herum.

Die Zusammenarbeit mit Schülern der Grundschule Astrid Lindgren und der Gesamtschule 3 steigert bei allen Schülern die Sozialkompetenz. In neuen heterogenen Gruppen arbeiten sie zusammen. Sich einfügen und unterordnen, aber auch selbständig agieren und selbstbewusst handeln, sind Voraussetzungen für ein gutes Gelingen. Verantwortung für den anderen tragen, feststellen wie wichtig jeder einzelne ist und auf die Befindlichkeiten jedes einzelnen zu achten, sind für das positive Miteinander von großer Bedeutung. Die Leistungen des anderen anerkennen und ihn ermutigen über sich selbst herauszuwachsen sind der Anlass für diese Schulprojekte.

In diesen Projekten liegt uns neben der Entwicklung der Sozialkompetenz auch der nachhaltige Wissenserwerb am Herzen. Tiere und Pflanzen sind für unsere Schüler zwar fassbar, aber ökologische Zusammenhänge zuerkennen bereite große Schwierigkeiten. Im neuen Projekt „Ein Filou in Peru“ wird Wissen über Kinderarmut und Kinderarbeit verständlich vermittelt. Kinderrechte werden angesprochen. Ein Vergleich zwischen den Kulturen Peru und Deutschland macht den Schülern bewusst, dass das Recht auf Bildung nicht selbstverständlich ist.

Ein Spendenaufruf für das Kinderhilfswerk Arequipa in Peru erfolgte. Unter den vielen Aktivitäten der einzelnen Klassen fand am 5.7.2016 ein Sponsorenlauf statt. Jeder der 89 Schülerinnen und Schüler,  einige Eltern und Lehrer wurden gesponsert. Auf der Suche nach Sponsoren waren die älteren Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer sehr aktiv. Es wurde ein riesiger und unerwarteter  Erfolg. Durch den selbstlosen und ehrgeizigen Einsatz aller Schüler, Eltern und Lehrkräfte   wurde eine Summe im vierstelligen Bereich erlaufen. Am 12.11.2016, um 10.00 Uhr  zur Premiere der Theateraufführung erfolgte die Bekanntgabe der gesamten Spendenhöhe. 4003,00 € sammelten die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi- Schule. Am 14.11.2016 zur 2. Aufführung erfolgte die symbolische Übergabe an den deutschen Verein AYUDAME, Träger des Hilfswerkes in Peru.

Da unsere Projekte alle 87 Schüler der Pestalozzi- Schule einbeziehen, 4 Grundschüler und 9 Schüler der Gesamtschule intergiert werden, bedeutet das für das Kollegium eine dreivierteljährliche Vorbereitung. In der Lehrerkonferenz wird abgestimmt, ob das Projekt starten kann, denn es kommen auf jeden einzelnen Mitarbeiter zusätzliche Arbeitsaufgaben. Diese müssen zum Teil in der  Freizeit erledigt werden.

Im Projekt sind alle Schüler und Mitarbeiter der Schule involviert. Das heißt neben den Lehrkräften und Erziehern unterstützen uns  Praktikanten, die Sekretärin, der Hausmeister, die Reinigungskräfte, ehemalige Mitarbeiter sowie Einzelfallhelfer. Die Schulleitung begrüßt diese Projekte und schafft problemlos die nötigen Rahmenbedingungen.

Mit der Bildung eines Projetteams werden Verantwortlichkeiten festgelegt. Diese werden an die einzelnen Klassen weiter delegiert. Die Leitung des Projekts teilt sich in 5 Verantwortungsbereiche- Geschichte und Regie- Musikalische Bearbeitung- Sprecher- Bildbearbeitung-Requisiten und Kostüme. Für diese Verantwortungsbereiche entsteht ein doppelter  Arbeitsaufwand, für den es keinen Ausgleich gibt. Die Eltern unterstützen uns in unterschiedlicher Art bei der Erarbeitung des Lehrstoffs, in der Bereitstellung von bestimmten Kleidungsstücken und kleinen Requisiten. Unterrichtsausfall für die Schülerinnen und Schüler gibt es nicht. Der Fachunterricht fließt in die Projektarbeit mit ein. Während der Probenzeiten wird klassenübergreifend gearbeitet.

 

Wir haben unsere pädagogischen Ziele erreicht. Durch das aktive Handeln haben die Schüler  den Begriff –Solidarität-erfolgreich verinnerlicht. In einfachster Form haben sie eine Vorstellung von Armut und Reichtum entwickelt. Sie haben erfahren, dass sie Rechte haben und dass andere Kinder um ihre Rechte kämpfen müssen, am Beispiel Bildung. Die Sachkompetenz ist nur ein Ziel.

Viel erfolgreicher waren wir bei der Stärkung der Ich- und der Sozialkompetenz bei jedem einzelnen Schüler, behindert oder nicht behindert. Es ist eine Freude die Schüler bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Sie wachsen über sich hinaus- jeder auf seine Weise. Selbstbewusst, ohne Berührungsängste führt das Miteinander zu einem großen Erfolg. Applaus von Gleichaltrigen, Freunden und Kumpels tut unseren Schülern gut. Ehrliche Anerkennung macht unsere Schüler stark. Eltern mit Tränen in den Augen und Fassungslosigkeit über das Gesehene ist der Lohn für die Arbeit der Schüler und Lehrer.

Im Wettbewerb bis: JANUAR

Grundschule Seelow

Krötige Olchi-Lesenacht zum Vorlesetag

Vorbereitend zur Olchi-Lesenacht haben wir fächerübergreifend gearbeitet. Im Kunstunterricht haben wir uns Tischsets für’s Abendbrot gebastelt. Im Musikunterricht haben wir das Olchi-Lied gesungen. In Deutsch haben wir die Olchis kennen gelernt. Außerdem haben wir eine Einkaufsliste für unser Abendbrot erstellt. Der Klassenraum wurde oberolchig geschmückt. Am Abend des 17.11. trafen wir uns in der Schule, richteten unsere Bettlager ein und machten uns dann auf den Weg zum Supermarkt. Mit selbstgeschriebenen Einkaufslisten kauften wir für Abendbrot und Frühstück ein. Zurück in der Schule wurden olchige Matsch- und Schlammpizzen selbst belegt und gebacken. Alle Schüler halfen beim
schnippeln, belegen und Tisch decken. Danach zogen sich alle ihr Schlafanzüge an. Wir spielten Olchi-MauMau, Olchi-Quartett und Olchi-Wettrennen. Später lasen wir am Smartboard über Onilo.de Olchi-Geschichten. In unseren Betten lasen die Erwachsenen uns noch eine Olchi-Geschichte vor und dann schliefen wir hundemüde ein.

Am nächsten Morgen (18.11.16 bundesweiter Vorlesetag) bereiteten wir selbst unser Frühstück vor. Danach ging es auf Schnitzeljagd durch die Stadt (Sachkunde: Kennenlernen öffentlicher Einrichtungen). An sechs Stationen mussten wir Rätsel lösen, um das Lösungswort und den Olchi-Schatz zu finden. Stationen waren der örtliche Schreibwarenladen, die Redaktion der Märkischen Oderzeitung, die Post, der Buchladen und die Bibliothek. Dort fanden wir den Olchi-Schatz (Buchpaket mit Giveaways vom Oettinger Verlag für die diesjährige Olchi-Rallye zur Verfügung gestellt). Außerdem gab es im Bilderbuchkino der Bibliothek eine weitere Olchi-Geschichte für uns. Zurück in der Schule und nach dem Aufräumen malten und rätselten wir noch rund um die Olchis. Dann war eine aufregende Lesenacht zu Ende.

Sowohl Schüler als auch Lehrerin und Eltern waren begeistert und mit viel Freude bei der Sache. Die Olchis wirken hochmotivierend auf die Schüler und sprechen sie stark an. Selbst Schüler, die noch nie eine einzige Nacht außerhalb ihres zu Hauses geschlafen haben, haben problemlos durchgehalten und waren am Ende sehr Stolz auf sich. Fazit: die Nacht ist zwar sehr kurz, der Spaß war aber umso größer! Es können viele Fächer mit einbezogen werden und es bleibt Zeit für Dinge, die im Unterricht sonst zu kurz kommen.

Seyboldschule Metzingen

Über Stock und Stein

Im Wettbewerb bis: SEPTEMBER

„Raus ins Grüne!“ war das Motto der diesjährigen Projekttage der Seyboldschule Metzingen. Für unser Projekt war uns wichtig, dass unsere SchülerInnen wirklich heraus aus der Schule kommen sollten. Sie sollten sich anstrengen müssen um anschließend das Gefühl zu genießen etwas Tolles geleistet zu haben. Sie sollten ihre Umgebung nicht nur beim Vorbeifahren oder über flimmernde Bilder wahrnehmen, sondern die Natur auch unmittelbar erleben. Wir wollten gerne eine altersgemischte Gruppe haben in der sich unterschiedliche Stärken und Schwächen ausgleichen würden – so hofften wir.

In unserer Schule unterrichten wir Kinder und Jugendliche mit oft sehr ausgeprägten originellen Verhaltensweisen. Das Wahrnehmen, Aushalten und Respektieren dieser Eigenheiten ist eine ständige Aufgabe, sowohl für die Schülerinnen und Schüler untereinander, als auch für uns als Lehrpersonen. Deshalb suchten wir ein Abenteuer, das wir nur gemeinsam meistern konnten und auf das wir gemeinsam stolz sein konnten

- mit unserem Wanderprojekt „Über Stock und Stein“ ist uns dies gelungen!

„Wandern“ – Kinder, und vor allem Jugendliche, sind ja normalerweise eher weniger begeistert wenn man ihnen diese Beschäftigung vorschlägt. Also mussten wir ein superattraktives Ziel finden: Das „Traumland“ auf der Bärenhöhle, ein kindgerechter Märchen- und Freizeitpark bei Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb – das wär’s!

Von der Metzinger Stadtmitte bis dorthin sind es aber etwa 30 km und einige Höhenmeter – ob das für Erstklässler zu schaffen wäre…? So wurde hin- und her getüftelt an einer Wanderroute, die genügend Pausen, billige Übernachtungsmöglichkeiten und kleinere Höhepunkte entlang der Strecke bieten würde; und an der Logistik für das Übernachtungsgepäck. An den zu absolvierenden

 

GGS Dönhoffstraße – Leverkusen

Sprachpaten

Im Wettbewerb bis: SEPTEMBER

Unsere Schule liegt im Zentrum von Leverkusen. Zurzeit besuchen 213 Kinder unsere Schule, davon nehmen über 65% der Kinder am Offenen Ganztag teil.

Schon immer hatten wir einen sehr hohen Anteil von Kindern mit Migrations-hintergrund. Durch die aktuelle Situation in Deutschland haben wir jetzt über 90% Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund. Im vergangenen Schuljahr kamen in regelmäßigen Abständen Flüchtlingskinder in unsere Klassen, die uns vor neue Herausforderungen stellten. Daher haben wir im November 2015 ein Projekt begonnen mit dem Thema „Willkommenskultur an unserer Schule“

In mehreren Konferenzen planten die Lehrer mit Mitarbeitern aus dem OGS-Team, dem Schulsozialarbeiter und Eltern Aktionen zur Verbesserung der Situation der Kinder an unserer Schule. Aus allen Arbeitsgruppen möchte ich einen Teilaspekt besonders herausheben, bei dem sich die Kinder aus dem Schülerparlament engagiert haben:
Sprachpaten für Kinder ohne Deutschkenntnisse zu finden und zu schulen.

Unser Schülerparlament (je ein Kind pro Klasse) besteht seit mehreren Jahren und trifft sich in regelmäßigen Abständen. Als die Kinder im letzten Schuljahr von unserem Schulprojekt erfuhren, erarbeiteten sie aus eigener Initiative eine Liste mit Kindern, die unterschiedliche Sprachen sprechen und als Sprachpaten für unsere neuen Kinder zur Verfügung stehen.

Natürlich halfen die Kinder nicht nur beim Übersetzen, sondern auch in allen Lebenslagen, in denen die Kinder Hilfe, Unterstützung und Begleitung brauchten. So entstanden in den letzten Monaten des Schuljahres Patenschaften zwischen Kindern verschiedener Klassen und Kulturen.

  

 

Eugen-Papst-Schule

Ein eigenes Buch gestalten

Im Wettbewerb bis: SEPTEMBER

Unser bewährtes Schulprojekt BE.IN (Begabung und Interessen) wurde in mehreren Projekteinheiten umgesetzt. Dazu haben wir Künstler und andere kompetente Personen in die Schule eingeladen, die mit Begeisterung und Fachwissen ihre Kenntnisse mit kleinen Schülergruppen der Klassen 3 und 4 umsetzten.

Ziel dieses Projektes ist es, die Begabungen und Interessen der Schüler im künstlerischen, sportlichen, naturwissenschaftlichen und kulturellen Bereich zu wecken und zu fördern. Damit leisten wir gleichzeitig einen Beitrag zur aktiven Gewaltprävention. Denn Kinder und Jugendliche, die ihre Begabungen entdecken und einsetzen, werden in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und können ihre Freizeit und auch ihr späteres Berufsleben sinnvoller gestalten.

Gleichzeitig sollen durch dieses Projekt einerseits Fähigkeiten im Umgang mit Menschen außerhalb der Schule erworben werden, andererseits aber auch Fachkenntnisse geschult werden, die im Hinblick auf die Berufswahl der Schüler bedeutsam werden und ihre zukünftige Lebensgestaltung betreffen können.

Leseprojekt zur interkulturellen Begegnung

Im Schuljahr 2015/16 war die interkulturelle Begegnung das Jahresmotto unserer Schule. Deshalb veranstalteten wir im Rahmen des BE.IN Projekts im November 2015 einen interkulturellen Lesetag. Zu Beginn lernten die Schüler der Klassen 3 und 4 die Arbeit der Kinderbuchillustratorin Ulrike Baier kennen, die anhand ihrer Bilder das Buch: „Fatima und der Traumdieb“ erzählte. Anschließend lasen die Schüler in verschiedenen klassenübergreifenden Gruppen Bilderbücher aus anderen Kulturen und Ländern. Eltern kochten für diesen Tag landestypische Speisen aus ihren Herkunftsländern. Die Schüler erlebten so auf vielfältige Weise, wie bereichernd andere Kulturen sein können, wenn wir sie gemeinsam wertschätzen.

Selbstgestaltung eines Buches

In einem Kurs entwarf die Illustratorin mit den Schülern gemeinsam Fantasiegeschichten. Diese selbstverfasste Geschichte illustrierten die Schüler mit gemalten Bildern zu den verschiedenen Textabschnitten.

Am Ende der Woche wurde das fertige Buch mit den Originalbildern zu einem großen A3 Buch zusammengebunden. Damit alle Kinder erleben konnten, wie aus diesem einen Original ein Buch wird, scannten wir die Bilder ein und setzten aus Text und Bildern eine Druckvorlage zusammen.

Zum Abschluss im Juli 2016 ließen wir das Buch 50 mal drucken. Die Schüler, die an der Gestaltung der Bücher mitgewirkt hatten, nahmen diese stolz mit nach Hause. Unsere ehrenamtlichen und externen Mitarbeiter bekamen die Bücher als Dankeschön für ihre Mitarbeit geschenkt. Ein Klassensatz der selbstgeschriebenen Bücher steht in der Schülerbibliothek nun allen Klassen zum Lesen zur Verfügung. Für unsere Förderschüler war dies eine bleibende Erfahrung, die ihnen vermittelte, dass sie gemeinsam die Fähigkeit haben, ein Buch kreieren zu können.

Die Rückmeldungen waren so positiv, dass wir wieder ein Buch gemeinsam gestalten wollen. Für unsere bildungsfernen Schüler und Familien war es sehr besonders, nun ein Buch in den Händen zu halten, das wie ein normales Taschenbuch aussieht, aber selbst entworfen wurde. Damit wird ein Zugang zu unserer Bildungskultur geleistet, der für unsere Schüler sehr wesentlich ist.

Falls wir das Preisgeld gewinnen würden, könnten wir auch in diesem Schuljahr 2016/17 einen Kurs mit der Illustratorin Frau Ulrike Baier finanzieren und ein Fortsetzungsbuch gestalten. Das wäre uns eine große Freude.   

   

 

Feldmark-Schule, Berlin

Projekt: Schulgarten

Im Wettbewerb bis September

Im letzten Jahr haben wir begonnen, unseren Schulgarten wieder in Gang zu setzen. Es gab vorher verschiedene Versuche, nun ist er voll in Fahrt gekommen. Viele Schüler verschiedener Klassen (im Unterricht) und Gruppen (in der Nachmittagsbetreuung) pflegen und bearbeiten ihre Beete. Wir haben einen schulinternen Wettbewerb ausgelobt und werden die Sieger bei unserem alljährlich stattfindenden Herbstfest bekanntgeben.

In Berlin wird ein neuer Rahmenlehrplan implementiert. Es besteht die Möglichkeit im Rahmen der Fächer Sachunterricht (Klasse 1-4) und Naturwissenschaften (Klasse 5/6) ein weiteres Themenfeld aufzunehmen.

Dies wird der Schulgarten sein. Auch in unserem Schulprogramm und im Schulinternen Curriculum, die gerade erarbeitet werden, spiegelt sich dies wider.

Viele Schüler aller Klassen engagieren sich im Schulgarten. Unterstützt werden sie dabei von vielen tollen Kollegen, Erziehern und Lehrern.

Beispielsweise wurde eine Arbeitsgemeinschaft "Die kleinen Gärtner" gegründet. Ziel all unserer Bemühungen ist es, regelmäßig und ganzjährig uns mit dem Schulgarten zu beschäftigen und vielen Schülern ein umfassendes Bild ihrer Umwelt zu vermitteln.

 

Christian-Hülsmeyer-Schule

Projekt: Ausgebrauchte Stifte sammeln
Im Wettbewerb bis: September

Stifte sammeln und sich aktiv für den Umweltschutz einsetzen. Unter diesem Motto haben Schüler/innen der Friedens-AG in den Klassen Stifteboxen verteilt und zum Sammeln aufgerufen.

Alte Stifte, verbrauchte Kulis, abgearbeitete Stifte: Wir schmeißen sie einfach weg und dann gibt es was Neues. Klar, aber enthalten die Stifte nicht wertvolle Materialien? Wenn man die recyceln möchte, dann muss man zunächst die Stifte sammeln. 

Jede Klasse hat dazu eine Sammelbox mit der Aufschrift: Wir sammeln alte Stifte! erhalten, die die Schüler/innen der Friedens-AG hergestellt hatten. Dann wurde dafür sensibilisiert, dass Stifte wichtige Wertstoffe enthalten und deshalb gesammelt werden sollten. Die Schüler/innen der Friedens-AG haben in den Klassen immer wieder erklärt, worum es dabei geht und schließlich die Boxen regelmäßig geleert.

Erstaunt waren wir über die Menge der alten, z.T. ausgebrauchten oder einfach abgeliebten Stifte.

Mit unserer Aktion helfen wir, gebrauchte Materialien nicht nur als Abfall zu sehen, sondern auch als Wertstoff, den es zu recyceln gilt. Am Ende des Schuljahres haben wir 5 kg Altstifte zu Terra Cycle als wiederverwertbares Materials eingesendet. Und im nächsten Schuljahr werden wir weiter sammeln.

Die SchülerInnen der Friedens.AG der Christian-Hülsmeyer-Schule wollen couragiertes, aktives und achtsames Verhalten entwickeln, um immer mehr Schüler/innen anzustiften Fairtrader zu werden, um fair sein zu erlernen und faires Miteinander zu üben und zu leben.

Geschwister-Scholl-Schule Eschwege

Projekt: Integration durch Sport: Spiel- und Bewegungsangebot für Flüchtlingskinder

Im Wettbewerb bis SEPTEMBER

Strahlende Kinderaugen, wo man hinblickt: Ob beim Schaukeln an den Tauen, beim Fußballspielen oder Fahren mit Fahrzeugen. Die Geschwister-Scholl-Schule lädt seit Februar 2016 dienstagnachmittags von 15.00 bis 16.30 Uhr Flüchtlingskinder zu einem Spiel- und Bewegungsangebot in die Turnhalle ein. Mit dabei sind Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgängen unserer Schule, die sich um die kleinen Neuankömmlinge im Alter von 4 bis 12 Jahren kümmern und gemeinsam mit ihnen spielen und Spaß haben.
Bis zu 40 Teilnehmer, darunter ca. 17 Flüchtlingskinder, spielen und turnen miteinander. Angeleitet werden sie von 3 Lehrkräften, die dieses Angebot ehrenamtlich neben ihrer Unterrichtsverpflichtung anbieten. So gelingt es trotz Sprachbarrieren Kontakte zu knüpfen und den Kindern aus den Eschweger Gemeinschaftsunterkünften eine Abwechslung zum Alltag und den beengten Wohnverhältnissen zu bieten.

Ablauf: Zu Beginn unseres Projekts wurden alle Flüchtlingskinder mit Turnschuhen und teilweise auch mit Sportkleidung aus Elternspenden unserer Schulkinder ausgestattet. Jede Sportstunde startet mit einem offenen Anfang von etwa 15 Minuten. Das heißt, die Kinder können sich frei in der Halle bewegen und mit den aufgebauten Geräten spielen. Auf ein akustisches Signal hin treffen sich alle Kinder zum gemeinsamen Begrüßungslied im Kreis. Im Anschluss können die Kinder wählen, ob sie in zwei Dritteln der Halle frei an den aufgebauten Großgeräten wie Barren, Reck oder Ringen turnen oder mit Rollbrettern oder Pedalos fahren oder Seilspringen oder ob sie an einem angeleiteten Spiel (z.B. Hockey oder Tischtennis) im verbleibenden Drittel der Halle teilnehmen. Als Stärkung für zwischendurch versorgen wir die Kinder mit frischem Obst, welches vom Förderverein der Schule finanziert wird. Nach der Spielphase geht es ans gemeinsame Aufräumen. Zum Abschluss treffen sich alle Kinder im Kreis und singen ein Abschiedslied.

 

Pädagogische Ziele: Persönliches Kennenlernen in einer freien Spielsituation – Erweiterung der Deutschkenntnisse – Aufbau von Toleranz und Respekt gegenüber anderen Kulturen (interkulturelle Kompetenz) – Sammlung von Spiel- und Bewegungserfahrungen – Stärkung des Selbstvertrauens der Flüchtlingskinder wie auch unserer Kinder durch gegenseitiges Helfen und voneinander Lerne

Ergebnisse und Erfahrungen: In den ersten zwei bis drei Wochen verhielten sich die Flüchtlingskinder zunächst überwiegend zurückhaltend und schüchtern. Mit jedem Mal gab ihnen jedoch der klar strukturierte Ablauf jeder Sportstunde mehr Sicherheit und sie nutzen immer selbstbewusster alle angebotenen Bewegungsspiele oder entwickelten eigene Spielideen. Besonders schön zu beobachten ist auch, dass unsere Schüler sich sehr einfühlsam um die kleinen Neuankömmlinge kümmern. Jeden Dienstag fragen einige Kinder: "Kommen die kleinen Flüchtlinge auch wieder? Dann komme ich auch!" So geben sie den Flüchtlingskindern zum Beispiel Anschwung beim Schaukeln an den Tauen oder fahren sie mit Rollbrettern durch die Halle. Trotz Sprachschwierigkeiten gelingt die Kommunikation mit Händen und Füßen. Und bei Teamsportarten wie Fußball ist selbst dies nicht erforderlich. Nach einigen Monaten gelingt es inzwischen allen Kindern, das Begrüßungs- und Abschiedslied zu singen. Einige Flüchtlingskinder sprechen mittlerweile so gut Deutsch, dass sie als „Übersetzer" helfen können, falls es einmal Probleme gibt. Zwischen einigen Flüchtlingskindern und deutschen Kindern haben sich im Lauf der Zeit echte Freundschaften entwickelt. Sie treffen sich auch nachmittags zum Spielen. Zusammenfassend lässt sich mit einem Blick auf die Fotos unseres Projekts sagen: Integration durch Sport gelingt!

GGS Mitte Würselen

Projekt: Dem Wald auf der Spur - Wir sind Walddetektive

Im Wettbewerb bis AUGUST

Ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Isabell Blum, ich bin Lehramtsanwärterin an der Gemeinschaftsgrundschule Mitte in Würselen. Die Schule ist eine zwei- bis dreizügige Grundschule mit einer sehr heterogenen Schülerschaft. Im Vordergrund steht bei uns der Gemeinschaftsgedanke, den die Kinder kennenlernen und leben. Gleichzeitig liegt uns die individuelle Unterstützung der Entwicklung aller Kinder am Herzen.

Es war zur Mitte des Schuljahres die Überlegung, was für die Kinder ein extra klasse Erlebnis darstellen würde. Schnell kamen wir (das Planungsteam, bestehend aus Lehrerinnen, Sonderpädagoginnen und Sozialarbeiterinnen) zu dem Entschluss "Back to the roots, wir gehen in den Wald". Natürlich war uns sofort klar, dass wir keinen üblichen Wandertag planen wollten. Es sollte ein besonderes Erlebnis werden. Unsere Ziele waren klar: die Förderung der Kooperation/des Vertrauens, das Schärfen des Blickes auf die Schönheit der Natur und die Idee, mit den Kindern etwas dauerhaftes zu schaffen, was dem Wald nutzen würde.

 

Die Schule besitzt ein kleines Stück Wald im Würselener Schulwald und es war uns demnach wichtig, diesen in den besonderen Tag zu integrieren. Der Wanderweg, der teilweise schon viele tolle Aufgaben barg, gestaltete sich als tolle Möglichkeit, der Natur näher zu kommen. Die Kinder konnten einen Barfußpfad erkunden, Holzgeräusche erzeugen, das Alter der Bäume bestimmen, Vogelarten erkennen, Eigenschaften der Bienen kennenlernen und vieles mehr.Genauso wichtig war uns aber auch die Förderung der Kooperation der Kinder untereinander. So konnten sie Erfahrungen sammeln im "Bäume mit den Händen sehen", mit einer Blindenführung und vielen anderen sozialen Förderungsmöglichkeiten für Gruppen. Die Kinder fingen darüber hinaus die Schönheit des Waldes in Rahmen ein.

Das Highlight des Weges befand sich allerdings am Ziel. In toller Kooperation mit dem Förster und unter besonderem Einsatz zweier Kolleginnen konnte die Schule ihr eigenes Insektenhotel errichten, für das die Kinder auf dem Weg Material suchten. Am Schulwald (an dem sich ein Schatz für jede Klasse befand) vorbei, arbeiteten alle am neuen Zuhause für die kleinen Tiere.

Die Aktion der GGS Mitte hat den Titel extra Klasse verdient, weil die Kinder in der sehr medial geprägten, schnelllebigen Welt ein Stück Natur (zurück-)erobert haben, weil sie für Nachhaltigkeit gesorgt haben und ein Bewusstsein für das Leben des Waldes geschärft haben. Die Presse war vor Ort, der Förster hat uns am Tag begleitet. Über all dem steht der Zusammenhalt, der zwischen allen Kindern der heterogenen Lerngruppen deutlich stärker geworden ist. Alle Kinder, auch die aktuell willkommen geheißenen Mädchen und Jungen (vor allem aufgrund der Flüchtlingssituation) hatten am Ende des Tages ein Strahlen im Gesicht.

 Am Ende des Tages sagen wir Lehrer: das war EXTRA KLASSE.

Hellbergschule Lörrach

Projekt: Mini-Musical "Villa Spooky"

Im Wettbewerb bis AUGUST

Den Grundschulchor der Hellbergschule besuchen momentan knapp 50 Kinder unserer zweizügigen Grundschule. Die Probe findet einmal in der Woche einstündig statt und wird für Kinder der Klassenstufen 1 bis 4 angeboten. Ziel war es ein Mini - Musical einzustudieren, das alle Kinder von 6 – 10 Jahren gleichermaßen begeistert und das alle einbezieht. In den wöchentlichen Proben wurde seit über einem halben Jahr auf die Aufführung von „Villa Spooky“ hingearbeitet. Am 23. Juni 2016 fanden drei Vorstellungen statt, vormittags gab es zwei Aufführungen für die Klassenkameradinnen und –kameraden. Nachmittags waren die Angehörigen zu einer Aufführung geladen.

Während der Proben wurde sehr vielfältig gearbeitet: Neben stimmbildnerischer, gesanglicher und musikalischer Arbeit, wurden die sozialen Kompetenzen, wie Unterstützung, Rücksichtnahme, einander helfen geübt, weiterhin wurde schauspielerisch gearbeitet. Die Vergabe der Rollen fand gemeinschaftlich statt und bezog alle Kinder mit ein, wobei nicht alle Kinder, die wollten, eine Rolle bekamen. Trotz der Enttäuschung, keine Rolle bekommen zu haben, gelang es allen beteiligten Kindern, sich mit dem Musical zu identifizieren und weiterhin ernsthaft mit zu proben. In den Proben wurde in den letzten Wochen verstärkt schauspielerisch gearbeitet, zudem wurden Masken für die Aufführung gebastelt.

 

Als die Aufführung näher rückte, traten einerseits textliche Unsicherheiten und Nervosität auf, andererseits machte sich Ungeduld breit, wenn während der Proben Wartephasen entstanden. Am Aufführungstag waren alle Kinder sehr aufgeregt. Es gelang ihnen gemeinsam drei gelungene Aufführungen zu absolvieren. Die Mitwirkenden waren sehr gefordert, sie mussten sich über einen langen Zeitraum konzentrieren und gegen das Lampenfieber ankämpfen. Trotzdem überwog bei allen Kindern die Begeisterung für dieses Minimusical.

Besonders bereichernd an diesem Projekt war, dass alle beteiligten Kinder zusammenwuchsen und ein starkes Gruppengefühl entstand, bei dem einander geholfen wurde und alle gemeinsam auf die Aufführungen hin fieberten. Am Tag nach der Aufführung füllten die Kinder Rückmeldebögen aus, aus denen ich folgende Punkte aufgreifen möchte:

Positiv bewerteten die Kinder:

  • dass sie selbstständig entscheiden durften, welche Rolle sie gerne spielen würden
  • die Aufregung vor den Aufführungen
  • dass Musik und Theater gemeinsam zum Tragen kamen
  • dass es „eine coole Teamarbeit“ war

Negativ bewerteten die Kinder:

  • dass es keine Theaterbeleuchtung gab.
  • dass sie zum Teil bald die weiterführende Schule besuchen und deshalb nicht mehr an den Proben teilnehmen können.

Für ein weiteres Projekt wünschen sich die Kinder:

  • dass es einen Theatervorhang gibt
  • dass ein längeres Stück ausgewählt wird

Als Schlussfazit bleibt mir nur noch zu sagen, dass sich der Aufwand sehr gelohnt hat und dass ich einen eventuellen Gewinn bei der „EXTRA – KLASSE“ für Beleuchtung und einen Vorhang verwenden würde.

Grundschule Barnstorf-Drentwede (Standort Drentwede)

Projekt: Unsere Schule lebt KUNTERBUNT

Im Wettbewerb bis: August

Die Gründung der AG „Unsere Schule lebt KUNTERBUNT“ hatte leider einen eher traurigen Hintergrund. So wurde in Drentwede eine Gaststätte mutwillig zerstört, in die Flüchtlinge einziehen sollten. Dies hat viele Kinder (und auch die Lehrer) unserer Schule sehr schockiert. Wir haben uns gefragt, was wir nun in dieser Situation unternehmen können. So entstand diese AG, in der die 11 Kinder selbst demokratisch wählen konnten, was sie machen können/wollen um zu zeigen, dass sie dieses Verhalten nicht nachvollziehen können. Die Schüler schlugen vor, einen Tag der offenen Tür mit einem Kinderflohmarkt zu organisieren und die Erlöse anschließend zu spenden. Das Geld sollte dem Welthaus Barnstorf für seine Flüchtlingsarbeit zugutekommen. Später wurde uns mitgeteilt, dass es zur Finanzierung von Sprachcamps für Kinder in den Sommerferien genutzt wurde. Die Schüler begannen nun fleißig in eigens gewählten Gruppen Elternbriefe zu schreiben (Sammeln von Spielzeugspenden und Kuchenspenden), den Förderverein anzusprechen und um Hilfe zu bitten (Verkauf der Kuchenspenden), die Schule aufzuräumen und zu dekorieren und für Werbung zu sorgen (Plakate gestalten und persönliche Einladungen an den Bürgermeister u.a. zu schreiben). Alle anderen Schüler der Grundschule (beide Standorte) wurden gebeten, Kleidung und Spielzeuge für den Flohmarkt zu spenden. Die Kinder der AG waren anschließend dafür zuständig die Sachspenden zu sammeln und am Nachmittag des 13.05.2016 beim Tag der offenen Tür aufzubauen und zu verkaufen. Die nicht verkauften Gegenstände wurden später gespendet. Unterstützt wurden die AG-Kinder noch von der 4d (13 Kinder), die 10 Bilder für eine Bilderauktion malte. Insgesamt wurden 460 Euro eingenommen. Im Anschluss an diesen wundervollen Tag wollten die Schüler ihre Dankbarkeit zeigen, indem sie gemeinsam einen Leserbrief formulierten und an die Zeitung schickten. Der gesamte Tag hat allen Kindern und Teilnehmern viel Freude bereitet und war sehr lehrreich für die gesamte Schule. Zwischenzeitlich haben die Schüler durchaus bemerkt, wie viel Arbeit in der Organisation steckt, sie konnten jedoch alle Probleme leicht und schnell lösen und waren somit sehr glücklich und stolz auf sich und auf ihr Zeichen gegen Fremdenhass und für das Helfen.

Folgende Ziele wurden insbesondere durch das Projekt erreicht:

  • Bewusstsein für die Notwendigkeit des Helfens schärfen
  • Verantwortung für andere (auch fremde) Mitmenschen übernehmen
  • Dankbarkeit zeigen
  • Mitgefühl zeigen
  • Förderung der Selbstständigkeit
  • gemeinschaftlich etwas erreichen (Förderung der Gruppendynamik)
  • Demokratie wertschätzen und lernen den Gruppenwillen zu akzeptieren
  • Briefe formulieren und hierbei die Regeln beachten
  • gemeinschaftlich einen Leserbrief formulieren und hierbei die Regeln beachten
  • Notwendigkeit von Hilfe erkennen und eine Lösung finden diese zu erhalten (bspw. Kuchenbuffet wurde durch den Förderverein übernommen)

    

Hainbrunnenschule - Privates Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Forchheim

Projekt: Musicalaufführung „Freundschaft ist blau – oder?“

Im Wettbewerb bis: August 2016

Zum 50-jährigen Bestehen der Lebenshilfe Forchheim hat sich die Hainbrunnenschule Forchheim, Privates Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, ein besonderes Projekt vorgenommen, nämlich die Aufführung des Musicals „Freundschaft ist blau – oder?“ frei nach dem gleichnamigen Theaterstück von Ursula Kraft.

Die Geschichte erzählt von einem blauen Pinguin, der sich einsam fühlt bei den schwarz-weißen Pinguinen. Er macht sich auf den Weg und taucht ein in eine Unterwasserwelt. Hier erfährt er mit Hilfe einer Wasserblume, dass Freundschaft nicht nur schwarz oder weiß, blau, grün oder gelb ist, sondern alle Farben haben kann – „Freundschaft ist bunt“.

Die ganze Schule war an dem Projekt beteiligt. Die Kindergartenkinder gestalteten die Bilder für die Plakate und Einladungen, im Werkunterricht wurde die Kulisse hergestellt, in Textilarbeit wurden die Kostüme für die Pinguine angefertigt. In Zusammenarbeit von Eltern, Schülern, Lehrern und Mitarbeiterinnen der Einrichtung wurden die Bühnenvorhänge genäht, ebenso ein Teil der Kostüme. Ein Chor, eine Instrumentalgruppe und die Schauspieler trafen sich ab Januar zu den Proben, ab April wurde mehrmals in der Woche gemeinsam geprobt. Die erste große Aufführung fand am 04.05.2016 für Eltern, Mitarbeiter und Interessierte statt, eine zweite Aufführung am 10.05.2016 für Klassen aus Grundschulen.

An diesem Projekt waren alle Gruppen und Klassen der Hainbrunnenschule beteiligt, von der Schulvorbereitenden Einrichtung bis zur Berufsschulstufe. In den verschiedenen Gruppierungen – Schauspieler, Chor, Instrumentalgruppe, Kulissenbau – konnten die Schülerinnen und Schüler ihren Fähigkeiten entsprechend mitwirken und ihr Können zeigen. In Zusammenarbeit von Eltern und Lehrkräften wurden die Näharbeiten für die Bühne und die Kostüme an einem Samstag und an mehreren Nachmittagen durchgeführt. Dank der Kreativität aller Beteiligten entstanden so bunte Kostüme für die Meerestiere, jedem Schauspieler genau angepasst.

Sehr stolz waren die Eltern nach der ersten Aufführung auf die Leistung ihrer Kinder; sie zeigten sich beeindruckt von der Gemeinschaftsleistung der Schule. Die lokale Presse berichtete mit ausführlichen Artikeln. Durch die Einladung der Grundschulen wurde ein Beitrag zur Zusammenarbeit und zum gegenseitigen Kennenlernen geleistet.

Insgesamt war es für die Schülerinnen und Schüler, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch für die Eltern ein tolles Gemeinschaftsprojekt! Nach der letzten Aufführung war die häufigste Frage der Schüler „Wann machen wir sowas wieder?“

Christian-Hülsmeyer-Schule

Aktive Erinnerungskultur – Stolpersteine

Im Wettbewerb bis: AUGUST

Die Friedens-AG der Christian-Hülsmeyer-Schule setzt sich dafür ein, dass ein faires Miteinander unser Handeln bestimmt und Erinnerung in Barnstorf einen lebendigen Ort behält. In unseren Projekten haben wir uns intensiv mit der Geschichte und der Gegenwart unserer Heimatgemeinde beschäftigt, aktiv Erinnerungskultur gestaltet und in Aktionen und Projekten für faires Miteinander sensibilisiert. Sichtbar wird dies in der Pflege der Stolpersteine, die auf Betreiben der Schüler/innen 2010 und 2011 für die Geschwister Fränkel und der Familie Gärtner in Barnstorf verlegt worden waren.

Damit die Stolpersteine im Pflaster sichtbar sind, haben wir sie von der Friedens-AG aus am 14.04.16 kräftig poliert. Die Ausflüge zu den Stolpersteinen nutzen wir auch, um die Geschichte der Fränkels und der Familie Gärtner zu erzählen und damit an ihr Schicksal und das der Juden im Nationalsozialismus zu erinnern. Es mahnt uns, dass wir tolerant unseren Nächsten begegnen sollten, damit sich so etwas nicht noch einmal wiederholt. Obwohl vor 2 Monaten gerade geputzt, waren wir mit der Klasse G9 bei den Stolpersteinen und haben die dunkle Korrosionsschicht am 17.06.16 entfernt. Deutlich heben sich nun wieder die Namenszüge von Pauline und Julius Fränkel in der Pflasterung ab. Mit dem regelmäßigen Besuch der Stolpersteine vermitteln wir sichtbare Zeichen gegen das Unrechtsregime des Nationalsozialismus, das auch unseren kleinen Ort erfasst hat.

Seit der Verlegung der Stolpersteine 2010 werden wechselnde Schülergruppen mit der jüdischen Geschichte in Barnstorf durch die Stolpersteine vertraut gemacht, womit wir außerordentlich positive Erfahrungen gemacht haben, da jetzt für die Schüler/innen klar ist, dass der Nationalsozialismus auch in unserem Heimatort seine Wirkung entfalten konnte, weil Menschen aus Barnstorf dazu beigetragen haben. Durch unser Tun werden die Opfer nicht vergessen und wir mahnen zum Frieden.

  

Kath. Grundschule Martinus-Schule Bornheim

Projekt: Aufnahme des Schullieds und Präsentation der CD während des Schulfests
Im Wettbewerb bis: JULI

„In unserer Schule können wir viel erleben…“- Die Martinus- Schule wird zum Tonstudio
Am Donnerstag, den 12. Mai 2016, wurde die Lernwerkstatt der Martinus-Schule in Bornheim Merten zum Tonstudio. Alle 164 Kinder hatten in ihren Klassen fleißig geübt um das neue Schullied für die CD Produktion einzusingen.
Christine Herm, die Klassenlehrerin der Klasse 3b und begeisterte Musiklehrerin, hat den Text des Schulliedes geschrieben und die Musik komponiert. Grundlage war das alte Schullied, das sie mit Ideen und Anregungen des Kollegiums völlig neugestaltete.
Herausgekommen ist ein Lied, das alle Kinder der Schule mit Begeisterung geübt haben und mit Freude singen. Das Lied beschreibt das alltägliche Schulleben, den Unterricht und die Pausen am Vor- und am Nachmittag, aber auch die besonderen Feste und das Zusammenleben, das die Martinus-Schule ausmacht.
Die  Aufnahme war für alle ein spannender Tag. Sie begann mit der Verwandlung der Lernwerkstatt in ein richtiges Tonstudio. Alle Kinder der Schule kamen in Gruppen von bis zu 10 Kindern ins Studio und sangen mit Mikro und Kopfhörern ausgestattet. Jede Gruppe sang den Refrain und teilweise eine Strophe ein. Unterstützt wurden sie von Chorkindern, die das ganze Lied besonders intensiv geprobt hatten und alle fünf Strophen konzentriert und engagiert sangen.        



Aufgenommen, gemixt und produziert wurde das Schullied von Michael Weirauch.
Am 21. Mai 2016 wurde das Schullied  bei strahlendem Sonnenschein den Gästen des Schulfestes unter dem Motto „Musik, Spiel und Essen verbindet“ präsentiert. Alle Kinder der Schule sangen das Schullied  voller Begeisterung das neue Schullied und die CD konnte anschließend käuflich erworben werden.

Sonderpädagogisches Förderzentrum Straubing

Projekt: Rollstuhlsport und Selbsterfahrung mit Rollstuhl

Im Wettbewerb bis: JULI

Das Schulprojekt „Rollstuhlsport und Selbsterfahrung mit Rollstuhl“ umfasst eine wöchentlich stattfindende inklusive Rollstuhlsportgruppe, die schulartübergreifend (Förderschule-Gymnasium) angelegt ist. Derzeit nehmen drei Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums (Förderschwerpunkte emotionale-soziale Entwicklung und Lernen), drei Gymnasiasten (einer davon ist Rollstuhlfahrer), zwei Schüler mit Förderschwerpunkt Sprache, ein erwachsener Rollstuhlfahrer sowie zwei Lehrkräfte des Sonderpädagogischen Förderzentrums an dem wöchentlichen Sportangebot teil.
Zudem wurde am Ludwigsgymnasium ein Klassenprojekttag mit der Klasse des jugendlichen Rollstuhlfahrers aus der inklusiven Sportgruppe durchgeführt. Hier trainierten alle Schüler grundlegende Fahrtechniken und stellten Ihre Fertigkeiten anschließend beim Rollstuhlbasketball auf die Probe.  Ein Schüler resümierte: „Ich finde, solche Veranstaltungen könnte man des Öfteren mal machen, da - auch wenn das für manche Leute komisch klingen mag - es viel Spaß gemacht hat!
Das Schulprojekt „Rollstuhlsport und Selbsterfahrung mit Rollstuhl“ wird in diesem Schuljahr zunächst an zwei Schulen in Straubing durchgeführt. Ziel ist es, das Projekt zukünftig auszubauen und für weitere Schulen anbieten zu können.

  

Ziele des Projektes:

  • Perspektivwechsel für Schüler und Lehrkräfte: der Rollstuhl als pfiffiges Hilfsmittel und Sportgerät
  • Persönliches Kennenlernen durch Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung auf „Augenhöhe“: Dadurch wird das Verständnis füreinander und damit auch das Zusammenleben erleichtert sowie die positive Haltung zur Inklusion gestärkt.
  • Akzeptanz weiter aufbauen und dadurch das Selbstvertrauen der Schüler mit Behinderung stärken.
  • Sensibilisierung für Barrieren und Hindernisse: im materiellen und sozialen Sinn
  • Abbau von Unsicherheiten im Umgang mit rollstuhlfahrenden Schülerinnen und Schülern
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Burgschule Aschersleben

Projekt: „Ich schenk dir eine Geschichte“ - Lesenacht in der Burgschule

Im Wettbewerb bis: JULI

Deutschlandweit wurde am 23. April der Welttag des Buches begangen. Mit dem Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“ soll den Kindern der 4. und 5. Klassen bundesweit die Freude am Lesen vermittelt werden. Für uns Klassenlehrerinnen stand fest, dass es eine gute Gelegenheit wäre, dies mit einer Lesenacht in der Schule zu verbinden. Der Termin 3./4.Mai wurde bewusst gewählt, da sich in unserem Bundesland die Pfingstferien anschlossen.

Vormittags wurden von den Klassen die Aktionsgutscheine in der Buchhandlung am Markt in Aschersleben eingelöst und jeder erhielt den Abenteuerroman „Im Banne des Tornados“. Verbunden mit den durch eine Mitarbeiterin der Buchhandlung vorbereiteten Quizfragen machte das anschließende Stöbern in den Regalen richtig Spaß. Bekanntes wurde den Mitschülern gezeigt, Neues entdeckt. Zufällig kam bei der Klasse 5b auch noch ein Mitarbeiter der örtlichen Presse vorbei, um über den Welttag des Buches zu berichten.

Gegen 17 Uhr trafen sich alle mit Eltern und Geschwistern in der Schule. Beim Spielen im Freien kam keine Langeweile auf, zumal die von der Schule neu angeschafften Spiele ausprobiert und eingeweiht wurden. Das Besondere war auch, dass die Schüler/innen aus der Patenklasse 9b mit den Fünftklässlern spielten und für das Essen im Freien Obst und Gemüse aufschnitten sowie für die Getränke sorgten. Einige Eltern kümmerten sich um den Grill und die Würstchen.

Die eigentliche Lesenacht führte jede Klasse in ihrem Klassenraum durch – das war der Wunsch der Kinder! Im Klassenraum ist es gemütlicher als in der großen Aula. Besonders aufregend fanden alle auch das Einrichten des Schlafplatzes. Unter zusammengeschobenen Schultischen entstanden richtig kleine Schlafwohnungen. Im Schein der Taschenlampen lasen die Kinder und Lehrerinnen abwechselnd vor. Das Ende der Geschichte hat an diesem Abend nicht jeder erfahren, denn nach und nach gingen die Taschenlampen aus.

Am Morgen des 4.5. brachte ein Elternteil für das gemeinsame Frühstück frische Brötchen vorbei.

Nach dem Aufräumen wurde noch über das Gelesene gesprochen und um 10 Uhr durften die Kinder  nach Hause gehen.

Pädagogische Ziele:

  • Verbesserung von Zusammenhalt und Verständigung der beiden 5. Klassen
  • Gemeinschaftserlebnis schaffen
  • Festigung der Klassengefüge
  • Stärkung der Vorbildfunktion und Verantwortung der Patenklasse
  • Eltern sollten miteinander ins Gespräch kommen

Ergebnisse und Erfahrungen:

  • Die Ziele wurden erreicht.
  • Als vorteilhaft erwies sich, dass alle das gleiche Buch gemeinsam lasen.
  • Einige Schüler fanden es sehr angenehm, dass am Ende nur noch die Lehrerin gelesen hat und für sie das wie eine Gute-Nacht-Geschichte war.
  • Paten und Eltern sowie die Buchhandlung zeigten sich sehr engagiert und waren verlässliche Partner.
  • Es wird auch in Klasse 6 eine Lesenacht geben.

 

Karl-Friedrich-Wilhelm Wander Förderschule für Geistigbehinderte Gardelegen

Projekt: Karl Friedrich Wilhelm Wander und seine Zeit – Kindheit und Schule früher

Im Wettbewerb bis: JULI

Im Projekt „Karl Friedrich Wilhelm Wander und seine Zeit – Kindheit und Schule früher“ sollten sich die Schüler der Mittelstufe in einer klassenübergreifenden Lerngruppe mit der Person Karl Friedrich Wilhelm Wander (1803-1879) als Namensgeber ihrer Schule auseinandersetzen. Der Pädagoge und Germanist wurde dabei vor allem in seinem Wirken im Kontext der Zeit um 1850 betrachtet. Der als Hilfslehrer nach den reformpädagogischen Ideen von Pestalozzi tätige K. F. W. Wander verfasste die umfänglichste Sammlung von Sprichwörtern im deutschsprachigen Raum. Über die Person von K. F. W. Wander hinaus stand vor allem die Lebenswirklichkeit von Kindern in seiner Zeit im Mittelpunkt.
Das Projekt wurde von den Mittelstufenklassen M 1 und M 2 der Karl-Friedrich-Wilhelm-Wanderschule (Förderschule für Geistigbehinderte) in Gardelegen im Zeitraum vom 29.3. bis zum 6.5.2016 durchgeführt. Insgesamt waren 15 Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 13 Jahren beteiligt.
Das Projekt wurde von den beiden Klassenlehrerinnen Frau Dagmar Kartenberg (M 1) und Frau Ute Malycha (M 2) geplant, organisiert und mit Hilfe der Pädagogischen Mitarbeiterinnen Frau Ingrid Wuttke (M 1) und Frau Ingrid Nottrott (M 2) sowie einiger Fachlehrer durchgeführt.

Schwerpunkte
Das Projekt war fächerübergreifend organisiert. Dabei übernahmen die Fachlehrer die entsprechenden Themenschwerpunkte, die sich in ihrem Fachunterricht am besten umsetzen ließen.
Biografische Aspekte: Erarbeitung eines kurzen Lebenslaufs, Bild, Verdienste
Sprichwörter: Erarbeitung der Bedeutung ausgewählter Sprichwörter, gestalterische Umsetzung als Collage
Kindheit im 19. Jh.: Mode und Kleidung, Pflichten in Haus, Hof und auf dem Feld, Anlegen einer eigenen Sprichwortsammlung
Im Kunstunterricht beschäftigten sich die Kinder mit der Mode um 1850 und bastelten Anziehpüppchen, falteten einfachen Kinderspielzeug aus Papier wie Schiffchen, Schnapper und Fangebecher. Es wurden Collagen zu verschiedenen Sprichwörtern gestaltet.

Schule früher: Lerninhalte und –ziele, Disziplin und Strafen, Schreiben mit Schiefertafel und Griffel, Schreiben mit Feder und Tinte, Altdeutsche Schreibschrift (Sütterlin)
Spielen wie früher: Herstellung von Spielzeug, alte Kinderspiele
Im Musikunterricht beschäftigten wir uns mit alten Kinderliedern, Singspielen und Reigen.
In Keramik wurden Murmeln in verschiedenen Größen aus Ton geformt und gebrannt.
Im Textilunterricht wurde altes Kinderspielzeug hergestellt. Die Kinder bastelten ein Püppchen aus Wolle und nähten ein Murmelsäckchen.
Wir spielten auch Kreisspiele wie „Der Plumpsack geht um“ und „Zublinzeln“, Lauf- und Fangspiele wie „Räuber und Gendarm“ und „Blindekuh“, Ballspiele wie „Zehnerprobe“, „Verliebt, verlobt, verheiratet“ oder „1, 2, 3 – Wer hat den Ball?“, Geschicklichkeitsspiele wie Seilspringen, Murmeln, Gummihopse, Peitschenkreisel, Himmel und Hölle, Bockspringen, Versteckspiele und Singspiele und Reigen wie „Es tanzt ein Bibabutzemann“, „Rote Kirschen ess ich gern“, „Die goldene Brücke“, „Ringlein, Ringlein, du musst wandern“.
Leben und Gesellschaft im 19. Jh.: Leben auf dem Land (Bauern, Leben in der Stadt (Bürger), alte Handwerkstechniken (Papierschöpfen, Kerzengießen)
Im Werkunterricht erlebten die Schülerinnen und Schüler alte Handwerkstechniken wie Papier schöpfen und Kerzen gießen und bastelten ein Windrad.
Hauswirtschaft:
In Hauswirtschaft stellten wir Naschzeug wie früher her. Es wurden Karamellbonbons gekocht, geschnitten, in Bonbonpapier gewickelt und in selbst gefalteten Bonbontüten verpackt.

Erarbeitung theoretischen Wissens:
Über die praktischen Aspekte hinaus erwarben die Schülerinnen und Schüler theoretisches Wissen. Den Schwerpunkt bildete Leben und Werk von Karl Friedrich Wilhelm Wander. Die Kinder erarbeiteten sich eine kurze Biographie des Germanisten und Pädagogen mit den wichtigsten Stationen seines Lebens. Weiterhin lernten sie seine Sprichwortsammlung kennen und setzten sich mit einfachen Sprichwörtern und deren Bedeutung auseinander.

Exkursion:
Ein Höhepunkt unseres Projektes war die Exkursion in das Freilichtmuseum Diesdorf. Dort haben die Schülerinnen und Schüler eine Schulstunde erlebt, wie sie in der Mitte des 19. Jahrhunderts hätte stattfinden können, in einem originalen Dorfschulgebäude. Sie haben auf Schiefertafeln geschrieben, altdeutsche Buchstaben kennengelernt und übten ihren Namen zu schreiben. Weiterhin machten die Kinder Bekanntschaft machen mit den strengen Disziplinanforderungen früherer Zeit und den entsprechenden Maßnahmen bei Verstößen. Zum Abschluss besichtigten wir verschiedene bäuerliche Wohngebäude aus damaliger Zeit.

Medien und Ergebnissicherung
Die Schülerinnen und Schüler führten einen Projekthefter, in dem sie alle Arbeitsblätter und Materialien sammelten. Weiterhin gestalteten wir mehrere Schautafeln und eine Vitrine mit Ausstellungsstücken für unser Schulfoyer zu den verschiedenen Projektschwerpunkten. Beides dient als Ausstellung über den Namensgeber unserer Schule zum 15-jährigen Schuljubiläum, das im kommenden September mit einer Festwoche begangen wird. Unsere kleine Ausstellung präsentierten wir einer Oberstufenklasse. Es entstand eine Kartei „Alte Kinderspiele“ mit einer Sammlung von Spielbeschreibungen und Fotografien. Außerdem wurde eine Kartei mit einer Sammlung von Sprichwörtern angelegt als Grundlage für den Einsatz im Deutschunterricht.

Auswertung
Im gemeinsamen Auswertungsgespräch äußerten sich die Schülerinnen und Schüler sehr positiv über die Erfahrungen, die sie im Verlauf des Projektes sammeln konnten. In besonderer Erinnerung ist den meisten unser Ausflug ins Museumsdorf mit dem Erlebnis der Schulstunde wie früher geblieben. Ebenso die praktischen Arbeiten, bei denen die Schüler selbst ein Produkt herstellten, wurden häufig als positive Lernerfahrungen genannt. Bei der Präsentation der Projektergebnisse zeigte sich, dass auch das theoretische Wissen wiedergegeben werden konnte.

   

Grundschule Am Lemmchen Mainz-Mombach-West

Projekt: Die Roboter in der Klasse

Im Wettbewerb bis: JULI

Die Roboter in der Klasse

Die Grundschule am Lemmchen in Mainz Mombach ist eine freiwillige Ganztagsschule. Drei Klassen einer Jahrgangsstufe werden in den ersten beiden Jahren in zwei Ganztags- bzw. Familienklassen aufgeteilt und nach dem Vormittagsunterricht kontinuierlich von einem Familienklassenlehrer betreut. In einer Familienklasse sind etwa 21-24 Kinder.
Nach dem Mittagessen und der Lernzeit hat die Gruppe zwei Stunden für eigene Projekte, die ganz unterschiedlich sein können und sich nach den Schwerpunkten des Lehrers und den Interessen der Kinder orientieren.

In meiner Familienklasse machen wir viel Musik, Singen deutsche Popsongs, lernen Rhythmussprache und Instrumente zu spielen, basteln und malen.

Ausgehend vom Klassiker der Band Kraftwerk „Roboter“ basteln die Kinder Roboterkostüme und studieren das Lied mit Orff-Instrumenten ein.

Die Kinder lernen einen deutschen Klassiker der elektronischen Musik kennen und so auch ein Stück Musikgeschichte.

Die minimalen Rhythmen, einfachen Harmonien lassen sich gut auf das Orff-Instrumentarium übertragen. Die Roboter-Thematik wird von Kindern gern aufgenommen und spontan in Bewegungen umgesetzt. Durch das Basteln der Kostüme, ergibt sich ein fächerübergreifendes Projekt.

Im Bastelteil kleben die Schüler die Pappflächen zusammen und dekorieren ihren Roboter nach ihren Vorstellungen mit technischen Elementen. Die Arme bestehen aus aluminiumbeschichteten Tetra-Packs. Mit diesen Kostümen tanzen und bewegen sich die Kinder gern zur Musik.

Mit einer Gruppe ist daraus ein Video entstanden welches in den letzten Monaten ein großes Feedback bei Youtube und anderen Medien bekommen hat. Ein ehemaliges Mitglied der Gruppe Kraftwerk hat einen sehr positiven Kommentar auf Youtube dazu geschrieben, wodurch das Video viral wurde. Der Veröffentlichung des Videos haben Kinder und Eltern im Vorfeld zugestimmt. Ziel der Veröffentlichung bei Youtube ist die Möglichkeit für Eltern und Verwandte der Kinder die Projekte ihrer Kinder zu Hause anzuschauen und gleichzeitig eine schöne Erinnerung für die Kinder.

Dieses Projekt ist bei den Kindern der Lemmchenschule bekannt und wird in jeder meiner Familienklassen und in meiner Musik-AG gespielt, gesungen und gebastelt.

  

 Staatliche Regelschule “Anna Sophia“ Kranichfeld

Projekt: Freischütz
Im Wettbewerb bis: JULI

Nach einem Workshop und dem Besuch der Aufführung der Oper „Der Freischütz“ im Deutschen Nationaltheater Weimar wurde die Idee geboren diese Oper nachzuspielen, einen eigenen „Freischütz“ zu schaffen.
In der Projektwoche von 9.5.- 12.5.16 und in einigen Freiarbeitsstunden in der Woche davor gingen die Schüler beider Klassen an die Vorbereitung. Rollen wurden verteilt, Arbeitsgruppen gebildet, ein Zeitplan erstellt und Helfer mobilisiert.
In der Projektwoche entstanden die Texte für 3 Szenen. Im Mittelpunkt standen die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse und in einer schwierigen Situation die richtige Entscheidung treffen zu müssen. Dennoch war der „Freischütz“ mit seinen Figuren und der Handlung aktuell.

Die Akteure probten einen Vormittag mit der Theaterpädagogin Frau Heiner von „DAS Jugendtheater im Stellwerk Weimar“  e.V..
Das Bühnenbild gestaltete eine Gruppe von Schülern mit Hilfe unserer AG Leiterin für kreatives Gestalten.
Eine weitere Gruppe entwarf die Kostüme und Frisuren, Plakate und Flyer.
Die 4 Schüler der Technikgruppen suchten die passende Musik und Geräusche zur Untermalung der Handlung heraus.
Ab Mittwoch wurde geprobt. Der Klassenraum der Klasse 8b wurde zur Bühne.

Der große Tag der Aufführung nahte. Am 19.5.16 zum „Tag der offenen Tür“ gaben die Schüler 5 Vorstellungen immer mit voll besetzten Reihen. Es gab durch Eltern, Kollegen und ehemalige Schüler viel Lob für das Gesamtwerk.

  

Wir als Klassenlehrer waren stolz auf unsere Kids.
Die Schüler selber bewerteten dieses Projekt wie folgt:
Es war toll,

  • dass wir den Mut hatten, vor so großem Publikum aufzutreten.
  • dass es ein richtig gutes Stück geworden ist.
  • dass wir vieles allein entscheiden konnten und selbst gemacht haben.
  • dass die Zusammenarbeit aller Schüler beider Klassen am Ende so gut geklappt hat.
  • dass wir es GEMEINSAM geschafft haben.

Wir als Lehrer haben unser pädagogisches Ziel erreicht. Beide 8. Klassen haben selbständig, kreativ, ausdauern und gemeinsam einen historischen Stoff für sich bearbeitet, sich mutig den Aufgaben gestellt und eine Fortsetzung eines solchen Projektes gewünscht.
Es wäre eine tolle Anerkennung für unsere Schüler, wenn sie diese Auszeichnung für das Projekt „Der Freischütz“ erhalten würden.

GGS Gartenstraße Hennef/Sieg

Projekt: Legomännchen in New York
Im Wettbewerb bis: JULI

Die Klasse 4b erstellte zum Abschluss ihrer Schulzeit einen englischsprachigen Trickfilm als Projekt der Gesamtklasse in den Fächern Englisch und Kunst.
Themenfindung und Ausgestaltung lag ganz in der Hand der Kinder. Nach einigen Absprachen in der Klasse entschieden sich die Kinder zu einem Film über eine virtuelle Klassenfahrt nach New York.
Die Kinder wählten New York, weil das „cool“ ist und weil viele New York Fotos zur Verfügung standen. Die Klasse hatte entschieden, dass der Film später veröffentlicht werden soll, aus diesem Grund nutzen sie auch Legomännchen die fotografiert und freigestellt wurden und fotografierten sich nicht selber.

Ablauf:

  • Themenfindung in der Gesamtgruppe
  • Aufteilung der Geschichte in 19 Szenen
  • Zuordnung der Szenen zu den 8 Kleingruppen
  • Jede Kleingruppe sichtete Fotos und wählte passende aus
  • Zu jeder Szene wurde ein Storyboard ausgefüllt.
  • Es gab immer wieder Absprachen zwischen den Kleingruppen und in der Gesamtgruppe
  • Die englischen Sprechtexte wurden geübt
  • Die Männchen wurden fotografiert und freigestellt
  • Jede Kleingruppe erstellte nun die jeweiligen Szenen, diese wurden mit I- Movie dann zu einem Gesamtfilm zusammengeführt

Pädagogische Ziele

  • Kennenlernen von New York
  • Englische Texte sprechen üben
  • Gemeinsame Erstellung eines Films
  • Einbindung aller Kinder
  • Einfache Filmerstellungsprinzipien kennenlernen und anwenden

Dies ist ein Bericht einer Schülerin aus der Klasse 4b:

Die 4b und ihr New York Film
Wie die Klasse 4b sich zu einem englischen Film entschied, anstatt im Englischbuch zu arbeiten:

Nach dem ersten englischen Film „Snow white“ fragte unsere Englischlehrerin, Frau Gemein, ob wir mit den Filmen besser Englisch lernen würden. Das bestätigten alle sofort. Deshalb fragte Frau Gemein, ob die Klasse nicht einen weiteren Film machen wolle und die gesamte Klasse war mit Begeisterung einverstanden.
Also fingen sie schon in der nächsten Englischstunde mit dem Projekt „New York“ an.
In dem Film geht es um eine deutsche Schulklasse, die eine Klassenfahrt nach New York unternimmt. In dem gibt es insgesamt 19 Szenen die auf acht Gruppen verteilt werden. Der Film wird mit Hilfe von iPads und nützlichen Apps erstellt.
Da der Film in New York spielt, werden von der Lehrerin geschossene Fotos verwendet.

Sonderpädagogisches Förderzentrum Jean-Paul-Platz Nürnberg

Projekt: Alle raus mit Mann und Maus
Im Wettbewerb bis: JULI

Als große Gemeinschaftsaktion mit der ganzen Schule wollen wir hierdurch die Gemeinschaft und den Zusammenhalt unserer aus aller Herren Länder kommenden Schüler fördern. Mit dieser Aktion soll unseren Schülern die fränkische Heimat und das bäuerliche Leben von früher nahe gebracht werden. Unsere Schüler in der Nürnberger Südstadt kommen zum Großteil aus Familien mit Migrationshintergrund, die dazu sicherlich noch sehr wenig Bezug haben.
So fuhren wir mit der kompletten Schulfamilie mit ca. 300 Leuten in fünf Bussen am 12. Mai 2016 um 8.30 Uhr in das Freilandmuseum Bad Windsheim. Das gesamte Schulteam von der 1. bis zur 9. Klasse mit allen Lehrern, Fachlehrern, der gesamten Schulleitung, dem Sekretariatsteam, unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern vom BrotZeit-Team, den Lesepaten, den Betreuern vom Mittagsteam, kurzum wirklich mit ALLEN, die in unserem Haus in irdendeiner Form durch die Arbeit an den Kindern verbunden sind, waren dabei.
In Absprache mit den verantwortlichen Museumspädagogen – die auch ganz begeistert von dieser Idee der Gemeinschaftsaktion waren und sich sehr viel Mühe gaben - wählten wir altersgerechte Mitmachaktionen für die einzelnen Klassen aus.
Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto ging es für die Klassen und deren Begleitpersonen zu ihren Mitmachaktionen, durch die sie u. A. das Leben unserer Vorfahren und alte, teils schon ausgestorbene Berufe hautnah kennen lernten. So wurde z.B. der Beruf des Hafners nahegebracht und Ofenkacheln hergestellt. In der Ziegelwerkstatt fertigten die Schüler nach historischem Vorbild selbst Dachziegel und deckten ein kleines Dach.
Es wurde Wäsche wie früher mit Bürste und Rumpel gewaschen und auch der Weg von der Kuh zum Butterbrot praktisch erprobt: an einem Kuhmodell konnten die Kinder das Melken selbst ausprobieren und lernten verschiedene Gerätschaften zur Butterherstellung kennen. Das Butterbrot mit der selbst gemachten Butter schmeckte danach umso besser.
Im alten Schulhaus quetschen sich unsere Neuntklässler in die schmalen, hölzernen Schulbänke und versuchten ein Bienengedicht in der alten Sütterlinschrift zu entziffern. Danach durfte jeder Schüler eine Biene unter dem Mikroskop beobachten und schließlich ging es hinaus zu den Bienenvölkern. Dort erfuhren sie sehr eindrucksvoll Wissenswertes über das Leben der Bienen und die Honigproduktion. Auch wir Lehrer waren überrascht von den Beiträgen und dem Interesse unserer Jugendlichen an dem Thema. Nicht wenige Schüler dachten bis hierher, der Honig käme aus dem Glas!
Es wurde gefilzt, gebacken wie früher, Wasserkraft durch den praktischen Einsatz selbstgebauter Wasserrädchen dargestellt, ein kleines  Fachwerkhaus in der Holzwerkstatt zusammengesetzt, Farben hergestellt, Lehm getreten und Rohrgeflechtwände damit verputzt und vieles mehr.
Nach den Aktionen trafen sich die Klassen auf dem Erlebnisplatz, wo z.B. ein alter LANZ Traktor, Holzstapel, Leiterwagen oder Schäferkarren zum Erkunden einluden. Die alte Holzkegelbahn, Spielscheune oder einfach nur Wiesen auf denen Fangen gespielt und sich getummelt wurde, waren ebenfalls beliebte Ziele.
Insgesamt blickten wir auf ein friedliches Miteinander in einer ländlichen, von störenden Umwelteinflüssen freien Umgebung. Eine wirklich neue Erfahrung für unsere Kinder!
Es war eine mehr als gelungene Gemeinschaftsaktion, die wir in dieser Form an der Schule noch nicht hatten und wir kamen müde und glücklich am späten Nachmittag zurück.
Die Eindrücke und Nachhaltigkeit dieser Aktion werden sich jetzt nach den Pfingstferien zeigen, eine Ausstellung dazu organisieren die einzelnen Klassen in unserer Aula.
Das Sonderpädagogische Förderzentrum Jean-Paul-Platz befindet sich in der Nürnberger Südstadt. Wir sind eine Sonderschule für lernbehinderte Kinder. Wir haben 18 Klassen und ca 230 Schüler aus verschiedenen Nationen im Haus. Viele unserer Familien haben einen Migrationshintergrund oder beziehen Sozialhilfe und haben sehr wenig Geld.

Dreilinden Grundschule Berlin

Projekt: Ein Klassenbeet soll entstehen
Im Wettbewerb bis: JULI

Im Rahmen unserer Klassenratsstunden entstand bei den Kindern die Idee, ein Klassenbeet anzulegen. Direkt vor unserem Klassenraum befand sich ein ca. 13m² großes Beet, in welchem alte Büsche und Sträucher standen, welche kaum gepflegt wurden. Aus dieser ursprünglich kleinen Idee wurde dann ein großes fächerübergreifendes und fächerverbindendes Projekt (Mathematik, Deutsch und NaWi).
Zunächst machten sich die Kinder Gedanken darüber, wie man dieses Beet am besten nutzen könnte. Dafür wurden im Mathematikunterricht maßstabsgerechte Zeichnungen angefertigt, auf denen mögliche Wege und Beete bzw. Beetunterteilungen eingezeichnet wurden.
Am 21.4.2016 war es dann soweit, der erste große Arbeitseinsatz stand bevor (an diesem Tag fand kein Unterricht statt). Alle Kinder brachten zu diesem Termin Gartenwerkzeuge mit.
Es wurden gespendete Muttererde und Gehwegplatten mithilfe eines Vaters per Anhänger geholt,welche von einer Familie aus der Klasse zur Verfügung gestellt wurden. Außerdem wurde altes Strauchwerk entfernt.
Da die Kinder an diesem Tag sehr schnell mit den Arbeiten im Klassenbeet vorankamen, konnten wir schon mit der Einteilung der Wege (siehe Foto 5) und dem Setzen der ersten Beetabgrenzungen beginnen. Alle fassten fleißig und gut gelaunt an.
Am 23.4.2016 erfolgte dann der zweite Arbeitseinsatz. Einige Kinder und Väter brachten die restlichen Beetbegrenzungen an, tackerten die Hochbeete mit Teichfolie aus, befüllten die Beete mit Muttererde und brachten die ersten Stauden in die Beete.
Nun war der Grundstock für unser fächerverbindendes und fachübergreifendes Projekt gelegt. Daraufhin gingen die Kinder am 26.4. im Rahmen des NaWi-Unterrichts (Naturwissenschaft = Biologie, Physik und Chemie) in den Computerraum und erstellten zu verschiedenen Obst- und Gemüsepflanzen Steckbriefe (Foto 11). Anschließend wurden die Inhalte aus diesen Steckbriefen in einer großen Tabelle gesammelt. Nun hatten wir eine Übersicht zu den Pflegemaßnahmen, Standortbedingungen, der Größe, Ernte und Vermehrung der einzelnen Pflanzen (siehe Foto 12) und konnten das Beet entsprechend konzipieren.
Anfang Mai wurde dann noch ein Zaum an das Klassenbeet gebracht und die weiteren Pflanzen in die Beete gesetzt (siehe Foto 13 und 14).
Die Kinder der Klasse sind seitdem in 4er-Gruppen pro Woche für das Klassenbeet verantwortlich. Diese 4er-Gruppe hat die Aufgaben das Klassenbeet zu pflegen und ein Wochenprotokoll über die Veränderungen anzufertigen (siehe Foto 15 und 16). Dabei nehmen sie auch Wind-, Niederschlags- und Temperaturmessungen vor.
Im Deutschunterricht wurden begleitende Texte für die Homepage der Schule verfasst, die in Schreib- und Lesekonferenzen überarbeitet wurden.


Pädagogische Ziele, Ergebnisse und Erfahrungen

In diesem Projekt wird unser pädagogischer Erziehungs- und Unterrichtsansatz deutlich, denn wir legen großen Wert auf die Vermittlung, Entwicklung und das Leben von demokratischen Grundwerten, von Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und der Unterstützung und Begleitung von Interessen und Ideen unserer Klasse.
Es war sehr schön zu sehen, wie sich die Kinder mit dem Projekt identifiziert haben und das Klassenbeet nun eine Begegnungsstätte zwischen Natur, Umwelt und Kindern geworden ist.
Weiterhin war es uns in diesem Projekt wichtig, die alltagsrelevanten Themen mit Unterrichtsinhalten handlungsorientiert zu verknüpfen und Verbindungen aufzuzeigen. So können theoretische Inhalte (z.B. die Behandlung von Nutzpflanzen im NaWi-Unterricht) jetzt auch unmittelbar in der Schule erfahrbar gemacht werden.
Das Klassenbeet kann nachhaltig für den Unterricht genutzt werden, indem man u.a. die Natur, den Umweltschutz, den Jahreskreis, die Ernährung und die Verbraucherbildung fächerübergreifend einbezieht. Weiterhin kann das Säen, Pflanzen und Ernten zukünftig als Kreislauf erlebt werden.

  

Gottfried-Röhl-Grundschule Berlin

Projekt: Abschlussprojekt – Spuren hinterlassen
Im Wettbewerb bis: JULI

 Seit dem vergangenen Jahr ist es an unserer Schule so, dass die abgehenden 6. Klassen (in Berlin beginnt die Oberschule ja erst mit der 7. Klasse) etwas für ihre Mitschüler hinterlassen. Das nennen wir nun "Abschlussprojekt - Spuren hinterlassen" und es soll zur Tradition an unserer Grundschule werden.

Meine Klasse bereitet nun seit ca. 4 Wochen ein "Spielewand-Projekt" vor, das vor allem die jüngeren Kinder und die Hortkinder nutzen können. Dazu haben wir verschiedene Fächer eingebunden, damit es ein rundum gelungenes Projekt wird. Zunächst wurde überlegt, was wir auf einer Schulgebäudewand hinterlassen wollen und sind schnell darauf gekommen, dass es Spiele sein sollen. Dazu wurden im Kunstunterricht Entwürfe gezeichnet, die dann gemeinsam mit einer außerschulischen Künstlerin so zusammengestellt wurden, dass es Spaß macht, an der Wand zu spielen. Als dann auch feststand, welche Wand wir bemalen dürfen, wurde im Matheunterricht diese Wand vermessen und maßstabgerecht zu Papier gebracht, um die Entwürfe genauer diskutieren zu können und entsprechende Farbmengen kaufen zu können. Über die besten Entwürfe wurde   abgestimmt und diese werden nun umgesetzt. Wichtig war noch, dass die Wand gut vorbereitet bzw. vorgestrichen und grundiert wird, denn die Zeichnungen sollen ja länger als ein Schuljahr halten. Gemalt/Gezeichnet wird immer nur in kleinen Gruppen, damit sich keiner behindert und es ordentlich wird. Die Vorzeichnungen begannen und nun wird fleißig gepinselt. Das ganze Projekt soll auch zum Zusammenhalt der Klasse beitragen und die 6b soll stolz darauf sein können, was sie gemeinsam für die Schulgemeinschaft vollbracht haben. Alle sind mit Feuereifer dabei, wenn auch nicht jeder ein künstlerisches Talent vorzuweisen hat. Es schweißt zusammen und spornt an, ein vielleicht beliebteres Projekt zu hinterlassen als die beiden anderen 6. Klassen.

Albert-Schweitzer-Schule Hamburg

Projekt: Konzert im Hospital zum Heiligen Geist
Im Wettbewerb bis: JULI

Projektbeschreibung:
Im Rahmen des Musikunterrichts entstand die Idee, ein Konzert für die Bewohner des Hospitals zum Heiligen Geist zu veranstalten. Neben einem einstündigen, abwechslungsreichen musikalischen Programm (Orchester-, Gesangs-, Flötenstücke) trugen die Schüler auch Gedichte vor. Auf Wunsch der Schüler fand nach dem Konzert ein Austausch zwischen Schülern und Bewohnern bei Kaffee, Saft und Keksen statt.

Pädagogische Ziele:

  • Langjähriger Aufbau musikalischer Kompetenzen aller Schüler einer Klasse (alle Schüler der Klasse singen, spielen Altblockflöte, ein Orchesterinstrumente).
  • Aufgreifen der Schülerwunsches, ein Konzert im Seniorenheim zu geben und anschließend mit den Senioren ins Gespräch zu kommen.
  • Gemeinsames Zusammenstellen eines Programms, welches die Senioren anspricht und diese auch aktiv einbindet.
  • Gemeinsames Erarbeiten des Konzertprogramms.
  • Schüler und Senioren erleben gemeinsam die Freude am Singen und Musizieren.
  • Schülermoderation
  • Die Musik als Schlüssel zur generationsübergreifenden Kommunikation.
  • Abbau von Vorurteilen und Berührungsängsten.

Schülerfeedback:
„Viele der Senioren haben über ihre Kindheit und den Krieg gesprochen. Manche erzählten, dass sie selbst früher ein Instrument gespielt haben.“ (Mattea und Felicitas)
„Noch bevor ich auf die Bühne ging war ich sehr aufgeregt. Als ich auf der Bühne stand war die Aufregung weg, denn schließlich konnten sehr viele Leute unsere Lieder mitsingen. Sie kannten die Lieder aus ihrer Kindheit. (…) Am Schluss haben alle applaudiert. Das war einfach toll!“ (Anna-Fabienne)
„Ein Mann hat mir erzählt, dass er als Kind selbst Klavier gespielt hat, sein Lehrer aber dann in den Krieg ziehen musste. Mir wurde oft erzählt, dass wir nie aufhören dürften, unser Instrument zu spielen.“ (Miki)
„Das Konzert war sehr schön. Die älteren Herrschaften haben sogar mitgesungen. Ein Mann hat sogar angefangen zu weinen.“ (Leonie)
„Mir hat sehr gefallen, dass die Leute mitgeklatscht und mitgeschunkelt haben.“ (Immo)
„Nach dem Konzert haben wir uns noch mit einer Frau im Rollstuhl unterhalten. Sie erzählte, dass sie früher mal Musiklehrerin war, doch so etwas Schönes noch nie von Kindern gehört habe.“ (Jan)
„Ich habe eine alte Frau gesehen, die kaum noch reden konnte. Bei manchen Liedern hat sie versucht mitzusingen…“ (Lennard)
„Viele Zuschauer haben gesagt, dass ich mit der Musik weitermachen solle, denn später seien die Töne der Musik das Schönste. Das hat mich ein bisschen zum Nachdenken gebracht, denn diese Menschen haben ja schon sehr viel Lebenserfahrung.“ (Tessa)
„Ich würde gerne wieder dort hinfahren, um den alten Leuten eine Freude zu machen.“ (Nia)

   

Karlschule Rastatt

Projekt: Schulgarten 2016 der Karlschule in Rastatt
Im Wettbewerb bis: JULI

Ein Potpourri an neuen jungen Kollegen mit innovativen Ideen und der großen Bereitschaft der Verantwortungsübertragung an die Schüler waren die Hauptbestandteile des Startschusses, der den Grundstein für unser Schulgartenprojekt legen sollte.
Der zeitliche Rahmen erstreckt sich über erstes Ideensammeln zu Beginn des Schuljahres 2015/2016, dem Beginn der Praxisphase mit der Aussaat im Februar 2016 und der Abschließung der Hochbeeterstellung (siehe Bilder im Anhang, weitere Bilder und höhere Auflösung auf Wunsch verfügbar) im Mai 2016.
Das Abschließen des Projekts ist nicht geplant, da der andauernde Prozess, der derzeit etwa fünfzig Schüler in den Klassenstufen fünf und sechs beansprucht, zukünftig weitere Klassenstufen einbinden soll.

In einer ersten Fragerunde wurden Interesse, Offenheit, Verantwortungsbereitschaft und Zeitinvestition der Schüler eruiert.
Die nächsten Schritte nach erstem Brainstorming und Projektplanung durch den Schulgartenausschuss waren die Einholung der Genehmigung durch die Schulleitung und im Anschluss eine solche bei der Gemeinde, um die etwa 100 qm große Fläche hinter der Schulsporthalle gegenüber unserer Bildungseinrichtung erschließen zu dürfen.

Durch die Kontaktaufnahme und der großzügigen Unterstützung durch diverse Gartenbaubetriebe, Vereine und Konzerne konnten unter anderem Spenden von Gartenpflege, Gartenerschließungsgeräten und Setzlingen verzeichnet werden.

Im Rahmen des Unterrichts wurden zunächst gemeinsam mit den Schülern aus bestehenden Pflanzen Samen entnommen, um Pflanzensetzlinge zu ziehen. Recycling fand anhand von aufgeschnittenen Tetrapacktüten statt, die gesäubert und zu Blumenkübeln umfunktioniert wurden. Der tägliche Blick auf Wachstum und Entwicklung der eigens in Verantwortung hochgezogenen Pflanzen sensibilisierten die Schüler für Pflege und Instandhaltung der solchen. Gefühle der Frustration bei eingegangenen Pflanzen gehörten ebenfalls zum Projektverlauf, die gemeinsam in konstruktiver Gesprächs- und anhängender Praxisphase durchlebt wurden.
Der im Anschluss durchgeführte Bau von Hochbeeten stellte eine weitere, intensive Arbeitsphase dar: Nach der Besorgung von Paletten und dem Auseinanderbauen der solchen konnten die Pressspanabstandhalter entfernt werden (belastetes Material). Mithilfe von Rohholz wurde die Lattung verdichtet, sodass Hochbeete gut angebaut werden konnten. Der fachgerechte Aufbau aus Grünschnitt, Pferdemist und einer Mutterbodenkompostschicht wurde durch die Schüler realisiert (unteranderem durch eine Exkursion in die Stadtbücherrei). An der Turnhallenwand entstanden zusätzliche Tomatenstrauchgewächse.

  


Grundlegende Zielsetzung, die sich wie ein roter Faden durch die Projektplanung zog, war die konstante Verflechtung zwischen Theorie und Praxis. Ein zusätzlicher Gewinn stellte die Verbindung mit anderen Fächern dar, die durch die Mithilfe, Kooperation und vor allem Offenheit anderer Fächer gewährleistet werden konnte. Das Erfassen des Lebens aller Sinne war ein täglicher Zugewinn und ist eine fortwährend positive Erfahrung, die von den Schülern als solche bis heute mit Nachdruck gewertet wird. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde stets darauf geachtet, Umweltbewusstsein anhand von Recycling zu schulen und dafür zu sensibilisieren. Der Umgang mit Emotionen positiver als auch negativer Art war Bestandteil der Arbeit. Das langfristig angelegte Projekt, das mit und von den Schülern getragen wird schafft Identität für die Schule und vor allem ihren Charakter. Das Mitspracherecht bei Ideen und grundlegender Mitarbeit stellt des Weiteren eine wichtige, grundlegende Säule unseres Vorhabens dar.

Zukünftig ist angedacht, im kommenden Schuljahr für ältere Schüler eine Garten-AG zu initiieren als auch die Zusammenarbeit mit Betrieben ins Leben zu rufen, um eine vorberufliche Orientierung anzubieten. Ein zusätzlicher Ausbau anhand von Sitzgelegenheiten ist in Planung, zudem die Entstehung einer Kräuterschnecke, deren Bestandteile in der Schulküche verarbeitet werden sollen. Die Projektintegration mit dem Fach Technik unterstützt hierbei die Erstellung der Sitzgelegenheiten, wobei beispielsweise Schalungen gebaut und Steinwände betoniert werden. Die Verbindung mit dem Fach Kunst soll anhand von Bodensteinkunst realisiert werden. Die Entstehung eines Barfußpfads ermöglicht die Nutzung des Gartens für alle am Schulleben Beteiligten, auch für unsere Kleinsten.

Grundschule Steinhude

Projekt: Literatur-Spaziergang „Wald-Füchse“
Im Wettbewerb bis: JULI

Beschreibung der Haupt-Aktion:
Angeboten wurde ein „Literatur-Spaziergang“ mit dem Titel: „Wald-Füchse“. Grundlage ist das Buch von Irina Korschunow – Der Findefuchs. Alle Kinder der 3. Jahrgangsstufe (Klassen 3a, b) waren eingeladen, an einem Freitag Nachmittag den Inhalt des Buches an 6 Stationen, die den sechs
Kapiteln des Buches entsprechen, hörend und handelnd zu erfahren und zu
erleben. Wir trafen uns in einem ausgesuchten Wald- Wiesenbereich bei Hagenburg. 29 von 36 Kindern nahmen freiwillig teil. Die beiden organisierenden Lehrerinnen wurden dabei unterstützt von einer weiteren Kollegin und 12 Eltern. Ca. drei Stunden wanderten die Kinder von Station zu Station. Dabei wurden sie
von je 2 Erwachsenen begleitet. Eine Wegbeschreibung leitete die Gruppen (siehe Anlage) und die vorbereitete Erlebnistasche beinhaltet alle Dinge, die die Gruppen für die einzelnen Aktionen
an den Stationen benötigt (siehe Anlage).

Nebenaktionen:
Farben des Monats Mai: Finde Naturfarben (Blätter/Blüten/...) und klebe sie auf die vorbereitete Pappe. Gestalte mit den Naturgegenständen eine Farbpalette Basteln einer Fuchsmaske Meine Land-Art-Karte: Gestalte auf einer vorbereiteten Pappe aus Naturgegenständen ein Bild.

Pädagogisches Ziel:
Erlebnisbetontes Lesen in der Umgebung, in der der Inhalt des Buches spielt (Wald, Wiesen). Achtsamer Umgang mit der Natur und Entdecken von kleinen Kostbarkeiten mit Hilfe eines Fotoapparates und einer ungewöhnlichen Betrachter-Position. Gemeinsames Erleben von schulischen Inhalten (Lektüre lesen) in ungewohnter Umgebung. Zurechtfinden im Wald (Wegweiser finden, Wegbeschreibung umsetzen).

Ergebnisse/Erfahrungen:
Lesen, vorlesen und den gehörten Inhalt direkt vor Ort (also im Wald, auf der Wiese) erleben und ausprobieren, erfahren und spüren war einzigartig und ergab eine zauberhafte, entspannte Stimmung. Zum Beispiel begann es ein bisschen zu regnen, da meinten die Kinder: „Steht doch auch im Buch (S. 6 – Es begann zu regnen und der kleine Fuchs fürchtete sich immer mehr. Er fror. Er hatte Hunger. Er winselte und weinte) So wie bei uns jetzt“. Jede der sechs zufällig zusammengesetzten Gruppen erlebte das Buch und den geplanten Rundweg auf ihre eigene Art und Weise. Durch die vielen Möglichkeiten, den Inhalt aktiv gestalten und erleben zu können, entstand eine spürbare Entschleunigung. Kein Kind rannte den Weg, viele suchten, beobachteten und rochen ganz genau.

Teilnehmerfeedback:
Allen hat es gut gefallen. Die Planung war perfekt, die Vorbereitung und Wegmarkierung übersichtlich, die Ideen überraschten und begeisterten. Auch die Möglichkeit, vor und nach dem eigentlichen Weg basteln zu können (eine Fuchsmaske basteln, eine kleine LandArtkarte herzustellen) und ein Fuchsquiz zu lösen entspannte die Zeit. Noch eine Woche später wurde ich von einer Mutter angesprochen, dass sie
sofort bei der nächsten Aktion wieder dabei wäre, weil es ihr so gut gefallen hat.
  

Michael-Ignaz-Schmidt-Schule Arnstein


Projekt: LION EMPIRE – Giganten, Gier und Gaunereien
Im Wettbewerb bis: JULI

Entstehung:
Schülerinnen der Theatergruppe kommen auf die Ideedas Thema eines mehr oder weniger bekannten Tierabenteuers auf die Menschen zu übertragen und dazu ein eigenes Theaterstück zu schreiben. Diese Grundidee musste in Szenen entwickelt, für die Zuschauer eine Geschichte dramatisiert und zugleich erzählt werden.  Texte wurden hin- und hergeschickt, mit den anderen Mitgliedern der Theatergruppe besprochen und überarbeitet. Mit ins Boot geholt wurden die Schüler des Wahlfaches Technik, die für eine anschauliche und beeindruckende Inszenierung mit Licht- und Toneffekten, Projektionen und Klängen sorgten. Ferner gewann Herr Waldorf eine Schülerin der Theatergruppe dafür, passend zu ihrer Rolle (die böse Schwester Scarlett, die ihren Bruder Mason umbringt) ein Lied („Nein, es tut mir gar nicht leid!“) zu singen, das ihre Motive für den Mord erklärt. Am Schluss singen alle Schauspieler ein Abschlusslied („Sternenhimmel“).

Beteiligte Schülerinnen und Schüler:
Theatergruppe: 19 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10
Technikgruppe: 12 Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10
Unterstützung durch die SMV (Schülermitverantwortung) beim Getränkeverkauf und durch zwei Haushalt- und Ernährungs-Klassen, die für das leibliche Wohl an beiden Aufführungsabenden sorgten.

Veranstaltungsdatum:
Schreiben des Stückes und Proben ab Dezember 2015
Aufführungen: 10. und 12. Mai 2016 jeweils um 19 Uhr in der Aula der Realschule.

Pädagogische Ziele:
allgemeine pädagogische Ziele:

  • Teamfähigkeit, Sozialkompetenz
  • Kennenlernen der eigenen Grenzen, aber auch die Erfahrung, diese überwinden zu können
  • Erleben von Selbstwirksamkeit eigenen Arbeitens und Gewinnung von Motivation und Selbstbewusstsein

theaterpädagogische Ziele

  • Die Ideen der Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt.
  • Ihre Fantasie zu fördern ist ein wichtiges Ziel der Theaterarbeit.
  • Zusätzlich soll die Eigen- und Fremdwahrnehmung bewusst und gesteigert werden.
  • Förderung der Körperwahrnehmung, Bewegung im Raum, Ausdrucksschulung und Stimmbildung
  • Erkenntnisse des Spannungsaufbaus und der dramatischen Entwicklung einer

Geschichte

  • Einblicke in die Gestaltung und Darstellung verschiedener Charakter
  • Auseinandersetzung mit menschlichen Schwächen und aktuellen Entwicklungen


Ergebnisse und Erfahrungen:
Alle Beteiligten erfuhren ein intensives Gemeinschaftserlebnis, bei dem jeder einzelne wichtig für die Gruppe war und zum Gelingen des Ganzen beigetragen hat.
Die Autorinnen erlebten, wie ihre Ideen Gestalt annahmen und mit Hilfe der ganzen Gruppe umgesetzt wurden. Dabei erfuhren sie, was machbar ist und wo die Grenzen der Umsetzbarkeit liegen. Während der Arbeit war den Autorinnen wichtig, auch aktuelle Ereignisse (VW-Skandal, Doping, Korruption, Panamapapers, US-Präsidentschaftswahl, Nachhaltigkeit) anzusprechen. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Arbeit stolz einer breiten Öffentlichkeit. Die Zuschauer zeigten hohen Respekt vor der Arbeit und den Ergebnissen der Arbeit der
Schülerinnen und Schüler.

  

Grundschule Herbert Tschäpe

Projekt: Fotostory zu „Mobbing in der Schule“
Im Wettbewerb bis: JULI

Kurzbeschreibung:
Wir haben im Voraus während des Deutschunterrichtes durch Textarbeit den Begriff „Mobbing“ definiert und mit Hilfe einer Positionslinie Beispiele eingeordnet nach „Mobbing“ und „Kein Mobbing“. Während der beiden Projekttage haben die Kinder in Gruppen eine Fotostory zum Mobbing in der Schule selbstständig angefertigt (Fotos gemacht mit Kameras/Handys, Bilder am Computer ausgewählt/bearbeitet, Fotos ausgedruckt & Plakate mit den Fotostorys gestaltet). Abschließend wurden sowohl die Gruppenarbeit, als auch die Fotostorys gemeinschaftlich ausgewertet.

Pädagogische Ziele:

  • Auseinandersetzung mit allgemeinen Konfliktsituationen
  • Unterscheidung von Konfliktsituationen und Mobbing
  • Förderung der Medienkompetenz im Bereich Fotografie und Paint durch Erstellung eines Medienproduktes
  • Position beziehen und zeigen zum Thema Mobbing

Ergebnisse/Erfahrungen/Teilnehmerfeedback:

  • alle Kinder haben sehr engagiert am Thema gearbeitet und sind sehr stolz auf ihre

Plakate/Fotostory:

  • eine Gruppe ist aufgrund erkrankter Gruppenmitglieder leider nicht fertig geworden mit ihrer Fotostory im vorgegebenen Zeitraum
  • in folgenden Konfliktsituationen konnte die Mehrheit der Kinder besser aufeinander eingehen und die Situationen auch ohne Hilfe von Erwachsenen klären, außerdem ist das Klassenklima „entspannter“, da nicht immer gleich: „Der/die mobbt mich“ gerufen wird, sondern von „Problemen“, die gelöst werden können die Rede ist
  • das Zeitfenster war (bis auf die Erkrankungen) vollkommen ausreichend, um den Kindern genügend Freiraum für ihre Kreativität zu lassen und trotzdem das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren
  • als Lehrkraft habe ich mich an dem Material von www.mobbing-schluss-damit.de und www.ajs.nrw.de/medien/medienpass/methoden/fotostory-gewalt orientiert, was sehr hilfreich und motivierend war
  • insgesamt ist das Projekt ein voller Erfolg gewesen und ich würde es jederzeit wiederholen

   

Laurentius Grundschule Bobingen

Projekt: Autofreier Schulweg

Im Wettbewerb bis: JULI


1. Vorstellung der Schule

Unsere Grundschule befindet sich im Landkreis von Augsburg. Gemeinsam mit unserer Außenstelle Oberottmarshausen besuchen etwa 300 Schülerinnen und Schüler unsere Schule, verteilt auf 10 Klassen in Bobingen und 4 Klassen in Oberottmarshausen. Dieser Schonraum „Schule“ wurde jedoch in den letzten Monaten von einem großen Problem überschattet: den sogenannten „Elterntaxis“. Aufgrund dessen wurde das Projekt „Autofreier Schulweg“ ins Leben gerufen. Und so waren im Zeitraum vom 02.05-13.05.2016 die Schülerinnen und Schüler der Laurentius-Grundschule in Bobingen rund um ihre Schule mit einem wichtigen Ziel unterwegs: die Eltern auf ihr Parkverhalten vor der Schule aufmerksam machen und den Schulweg für alle Kinder sicherer zu gestalten!

Das Problem lässt sich sehr einfach beschreiben: viele Eltern (sogenannte „Elterntaxis) sorgten mit ihren parkenden Autos kurz vor Unterrichtsbeginn oft für ein Verkehrschaos im unmittelbaren Bereich vor der Schule, da sie ihre Kinder am liebsten direkt vor die Klassenzimmertüre begleiten würden. Diese parkenden oder gar rangierenden Autos an unübersichtlichen Stellen stellten eine große Gefahren für Schülerinnen und Schüler. Im folgenden finden Sie wichtige Informationen, die unser Schulprojekt näher beschreiben.

2. Ablauf des Projektes

Letztendlich war es eine besorgte Mutter, die schließlich den Stein ins Rollen brachte. Sie nahm kurzerhand Kontakt mit der Stadt und der Schulleitung auf, um zusammen nach einer Lösung für das „Mamataxi-Problem“ zu suchen. Gemeinsam erarbeiteten sie einen mehrschrittigen Plan, der unverzüglich in die Tat umgesetzt wurde:

  1. Schritt: Aufstellen von Halteverbotsschildern an den gefährlichen Stellen rund um die Schule
  2. Schritt: Aushändigung eines Flyer für alle Eltern, auf dem alle sicheren Parkmöglichkeiten aufgezeichnet sind (siehe Bild Aktion Schule 5)
  3. Schritt: Die 4c der Laurentius-Grundschule gestaltete im Rahmen der lehrplanlich verankerten Verkehrserziehung Schilder, die auf sicheres bzw. gefährliches Parken hinweisen.
  4. Schritt: Die 4. Klassen stehen jeden morgen mit ihren Schildern und Warnwesten gewappnet vor der Schule. Eltern die an grünen Schildern stehen bleiben, bekommen Schokolade; Eltern die an roten Schildern parken, bekommen einen Hinweisflyer. Unterstützung bekamen die Schülerinnen und Schüler hierbei von Schulleiter Theodor Dörfler und Polizeioberkommissar Roland Schur.
  5. Schritt: Langfristige Kontrolle durch das Ordnungsamt; unterschiedliche Klassen der Grundschule werden weiterhin mit ihren Schildern auf richtige Parkmöglichkeiten hinweisen

      

3. Pädagogische Ziele

Zum einen wurde dieses Projekt im Rahmen der Verkehrserziehung in der 4. Klasse durchgeführt. Direkt in den Wochen zuvor waren das Fahrradfahren und somit auch die Verkehrsregeln bzw. –schilder wesentliche Unterrichtsinhalte. Dieses Projekt bot die optimale Gelegenheit die in der Theorie erlernten Regeln, beispielsweise Halteverbot, Straßenüberquerung oder auch Hindernisse überholen, in der Praxis zu verstehen. Zum anderen berichteten viele Kollegen, dass dieses Projekt oft im Morgengespräch Thema war, da die Kinder genau wissen wollten, warum draußen denn Kinder mit grünen und roten Schildern stehen. Dies wurde in vielen Klassen als Impuls genommen, über ein verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr zu sprechen. Dies ist nicht erst in der 4. Klasse relevant, denn viele Kinder kommen bereits ab der 1. Klasse zu Fuß oder mit dem Roller. Da die Kinder der 4. Klassen vor der Schule mit ihren Schildern jederzeit präsent waren und dieses Verkehrsproblem auch in den einzelnen Klassen thematisiert wurde, bekamen die Schülerinnen und Schüler nun ein ganz anderes Verständnis bezüglich ihres Verhaltens auf dem Schulweg. Genau dies trägt nun dazu bei, dass die Kinder auch ihre Eltern auf der Fahrt in die Schule genau draufhinweisen können, wo sie parken dürfen. Dieses selbst erfahrene Wissen bewirkt, dass einerseits einen längeren Fußmarsch vom Auto in die Schule akzeptiert wird, andererseits fühlen sich die Kinder selbst verantwortlich, diese Verkehrsregeln einzuhalten. Aber nicht nur im verantwortungsbewussten Verhalten im Straßenverkehr liegen die pädagogischen Ziele dieses Projekts. Sondern es kostete anfangs auch viele Schülerinnen und Schüler große Überwindung, Eltern anzusprechen und diese auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen. Es war jedoch zu beobachten, dass sich das Selbstbewusstsein und die sprachliche Gewandtheit im Kontakt mit andere bei vielen Schülerinnen und Schülern im Laufe der Tage steigerte. Auch später im Klassenzimmer unterhielten sie sich stolz noch über ihre Erlebnisse und Gespräche vor der Schule.

4. Teilnehmerfeedback

Bereits während der Gestaltung der Plakate für das Projekt arbeiteten die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert mit. Sie erkundigten sich genau, wo man parken darf und wo nicht. Ein Schüler äußerte sich: „Eigentlich ist es gut, wenn ich in der früh schon ein Stück laufe, dann bin ich wach und fit für die Schule!“ Aber auch über die Konsequenzen für Falschparker wurde unter den Kindern selbst viel diskutiert. So verstand ein Schüler beispielsweise nicht, warum eine Mutter trotz aller Schilder im Halteverbot parkt, woraufhin ihm ein Mitschüler Tipps gab, wie der Mutter die neuen Regeln verdeutlicht werden könnten. Vom ersten Tag der Durchführung an wurden das neue Halteverbot und die neuen Fußwege der Kinder von allen Beteiligten akzeptiert. Gerade die Kinder nahmen einen längeren Marsch vom Auto bis an die Tür in Kauf, aber auch die Eltern, die von Schulleiter, Polizist oder Schülern auf die neue Regelung hingewiesen wurden, fuhren meist weiter auf die gekennzeichneten Parkflächen. Viele Eltern, die ihre Kinder morgens zur Schule brachten, aber auch Passanten beobachteten das Geschehen neugierig, erkundigten sich bei den Beteiligten genau und versprachen anschließend, sich an die neue Verkehrsregelung zu halten. Weiterhin freuten sich auch die Lehrer über die neue Parksituation, da sie ungehindert Zugang zu den Lehrerparkplätzen bekamen.

Sekundarschule der Stadt Lage

Projekt: Sekundarschüler helfen Tieren – Wir planen eine Spendenaktion fürs Detmolder Tierheim
Im Wettbewerb bis: JULI

Kurzbeschreibung des Projektes

Die Sekundarschule Lage ist eine im Schuljahr 2013/2014 gegründete Schule im Aufbau, an der u.a. das ganzheitliche Lernen mit Kopf, Herz und Hand durch die Wahl unterschiedlicher Profile ermöglicht werden soll.

Eines dieser Profile ist das Tier-Profil, welches derzeit aus uns 16 Schülerinnen und Schülern des 6. Jahrgangs besteht. Wir setzen uns mit unterschiedlichen Themen des Tierschutzes in Theorie und Praxis auseinander.

Im April entstand bei uns der Wunsch das örtliche Tierheim in Detmold durch eine Spendenaktion finanziell zu unterstützen. Wir einigten uns auf die Idee an einem Stand am Tag der offenen Tür im Detmolder Tierheim am 22. Mai 2016 selbstgemachte Hunde- und Katzenkekse, Katzenminzekissen und Hundekauseile zu verkaufen und den Erlös vollständig dem Detmolder Tierheim zu spenden.

Nach der Ideenfindung suchten wir im Internet nach geeigneten Rezepten und Vorgangsbeschreibungen zur Herstellung der Kekse und Spielzeuge. Anschließend sammelten wir von unseren Eltern und Lehrern Material- und Zutatenspenden und nähten im Profilunterricht (jeweils am Montag für eine Doppelstunde) die Katzenminzekissen und die Kauseile.

In der Schulküche backten wir die Hunde- und Katzenkekse und erstellten selbstständig weitere Materialien, z.B. Etiketten, Schilder für den Stand im Tierheim, selbstbemalte T-Shirts für einen einheitlichen Auftritt, Einladungen und Plakate.

Durch die Hündin unserer Lehrerin konnten wir uns davon überzeugen, dass die Hundekekse auch den Geschmack der Hunde treffen.

Am Sonntag, den 22. Mai 2016, war es dann soweit. Wir fuhren gemeinsam mit einigen Eltern und unserer Lehrerin zum Detmolder Tierheim. Nachdem wir unseren Stand aufgebaut hatten und die Tierheimleitung die ersten Besucher durch eine Rede begrüßte, kamen gegen 11 Uhr die ersten Besucher an unseren Stand und wir verkauften die ersten Hundekekse.

In vorher eingeteilten Schichten betreuten immer einzelne Schülerinnen und Schüler den Stand, so dass noch genügend Zeit für uns blieb auch die anderen Attraktionen, z.B. die Arbeit der Rettungshundestaffel oder die Miniponys zu bewundern und natürlich unserem Patenkater Antonius im Katzengehege einen Besuch abzustatten. Insgesamt war das Tierheim an diesem Tag sehr gut besucht und wir wurden  von vielen Besuchern, unseren Eltern und unserem Schulleiter für unsere Idee und unser Engagement für den Tierschutz sehr gelobt. Auch mit dem Erlös von ca. 200 € sind wir sehr zufrieden. Das Geld werden wir an einem gesonderten Termin ggf. unter Beteiligung der Presse im Juni den Tierheimmitarbeitern übergeben. Aufgrund der positiven Resonanz soll eine solche Spendenaktion nun fest jährlich im Tier-Profil etabliert werden.

   

Pädagogische Ziele

Die Ziele des Projektes waren u.a.:

  • Empathie mit Tieren
  • Vermittlung sozialer Kompetenzen, z.B. Achtung vor anderen Lebewesen und ehrenamtliches Engagement
  • ganzheitliches Lernen
  • Teamfähigkeit
  • Hilfsbereitschaft
  • Einbringen und Förderung individueller Stärken

IGS Landau

Projekt: SUPER-S.A.M.S
Im Wettbewerb bis: JULI

Wer sind wir?
Unsere Arbeitsgruppe besteht aus 17 Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren, mit den verschiedensten Kompetenzen und Stärken. Wir sind alle freiwillige, engagierte Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Landau, besuchen die 10. Jahrgangsstufe und werden von zwei Lehrkräften unterstützt (Frau Bohrer & Herr Zaucker). Diese helfen uns unsere Ziele zu verwirklichen und stehen uns als Mentoren zur Seite.

Was ist unser Ziel?
Wir wollen die Ganztagsschule für jüngere Schüler attraktiver & schöner machen. (Dadurch wird Schule auch für uns attraktiver!) Wir wollen interessierte Schülerinnen und Schüler aus dem 9er und 10er Jahrgang als Lerncoaches ausbilden. Die Schüler übernehmen Verantwortung und unterstützen die Lehrer im Ganztagsschulbereich bei Aufgaben wie der Lernzeitbetreuung, Pausenaufsicht oder auch Nachhilfe, denn auf Augenhöhe zu lernen ist nicht nur effektiver, es macht auch mehr Spaß! Ein weiteres Einsatzfeld ist die Betreuung der Mittagsessenszeit und das Angebot von Pausenspielen. Auch AGs, die selbst geplant und geleitet werden, sind möglich. Zudem könnten Schülercoaches als Buddys in den 5. Klassen eingesetzt werden.
Wir haben uns das Ziel gesetzt, dieses Projekt so weit auszubauen, dass wir im Ganztagsbereich so viel wie möglich unterstützen können.
Wir wollen eine attraktive Ganztagsschule - von Schülern für Schüler.

Was ist das Besondere an der „Schüler machen Schule“-Konzeptgruppe?
SmS ist ein von uns Schülerinnen und Schülern selbstorganisiertes und geplantes Projekt, welches in unseren Schulalltag (also die Ganztagsschule) integriert werden soll.
Normalerweise wird dies von Lehrern geleitet. Lehrer lassen sich fortbilden, erarbeiten ein Konzept und bilden dann die Lerncoaches aus.
Wir sind die einzige Schule, an der Schülerinnen und Schüler das Projekt von Anfang an selbst in die Hand nehmen.

Was haben wir bisher gemacht?
Im letzten Schuljahr hat alles mit einer Idee und einer Handvoll SchülerInnen begonnen. Zuerst haben wir das SMG in Ingelheim besucht, um uns anzuschauen, wie dort die Lerncoaches arbeiten. Danach sind wir in die Verhandlung mit der Schulleitung, der GTS-Koordination und dem Förderverein gegangen. Es war zwar schwierig, aber wir konnten überzeugen und durften 1,5 Tage in die Jugendherberge zur Konzepterstellung.
Wir haben uns immer wieder in unserer Freizeit getroffen, um das Projekt weiterzuentwickeln. Damit wir das Ausbildungskonzept entwickeln können, haben wir zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien bei den Lehrern in den Lernzeiten hospitiert. Im Dezember durften wir auch an einer Lehrerfortbildung „Lernzeit konkret“ vom Pädagogischen Landesinstitut teilnehmen. Zudem bieten wir erstmalig selbst vier Werkstätten am Nachmittag an: „Girls just wanna have fun - Hip-Hop für Mädchen“, „Multikulti - Wir werden Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, „Botschafter-AG“ und eine „Schulgarten-AG“. Am 15. März haben wir auf Einladung des Pädagogischen Landesinstituts einen Workshop beim „Netzwerktreffen der Ganztagsschulen“ für 20 interessierte GTS-Koordinatoren / Schulleitungen durchgeführt. (Sehr zur Verwunderung der Zuhörer haben Schülerinnen und Schüler die Lehrer „unterrichtet“.)

Als letztes haben wir das Ausbildungskonzept mit folgenden Inhalten entwickelt:

  • Gruppenleitung und -moderation (von „Redetraining“ bis „Erste Hilfe in Notfällen“)
  • Fachliche Themen (von „Was steht eigentlich in den Schulbüchern / Welches Programm braucht eine AG?“ bis „Lernmethoden“)
  • Meine Rolle als Lerncoach (von „Was sind meine Fähigkeiten & Grenzen“ bis „Rechte & Pflichten“)
  • Praktische Erfahrungen (von Hospitation über Rollenspiele bis zum Praxistraining)
  • Kooperation (mit den GTS-Kindern, dem Schülercoach-Team & natürlich auch den Lehrern)

Die Bewerbungsphase für angehende Lerncoaches ist nun gerade vorübergegangen und wir werden mit 25 Schülern in ein Ausbildungsseminar fahren.

Unsere nächsten Schritte

Wir werden vom 23. - 25. Mai in eine Jugendherberge fahren, wo unser Ausbildungsseminar stattfinden wird. Wir starten das Seminar donnerstags nach der 6. Stunde mit ca. 16 Schülerinnen und Schülern aus den Klassenstufen 9 und 10. Das Seminar endet am Samstagnachmittag.
Am ersten Tag geht es zuerst um Teambildung und danach folgt der erste Teil der Grundausbildung. Am zweiten Tag wird die Gruppe gesplittet: Ein Teil erhält eine Ausbildung für die Lernzeitbetreuung, ein anderer Teil wird auf die Übernahme einer AG vorbereitet. Am Samstag erfolgt der zweite Teil der Grundausbildung.
Am folgenden Montag werden die frischgebackenen Lerncoaches in einer Schulversammlung vorgestellt und mit einer Urkunde ausgezeichnet.
Zu Beginn des neuen Schuljahres sollen dann die Schülercoaches ihre Arbeit aufnehmen. Sie werden von drei SuperSamsen aus der Konzeptgruppe betreut, es finden regelmäßige Feedback-Treffen statt. Langfristig wünschen wir uns, dass aus unserer Konzeptgruppe eine Schülerfirma oder ein Verein wird.
 
Darauf sind wir besonders stolz
Wir wurden von unserer Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Rahmen des Jugend-Engagement-Wettbewerbs am 12. Februar in die Staatskanzlei nach Mainz eingeladen und ausgezeichnet!

   

Heinrich-Böll-Sekundarschule Bornheim

Projekt: Begegnungsfest mit Flüchtlingen in unserer Gemeinde
Im Wettbewerb bis: JULI

Unsere Stadt und unsere Schule
Die Heinrich-Böll Sekundarschule ist eine Schule im Aufbau. Zurzeit gibt es in unserer Schule die Jahrgänge fünf bis acht am Standort Bornheim-Merten. Die Stadt Bornheim besteht aus vielen einzelnen Dörfern, die zum Teil 10 km auseinander liegen. In jedem dieser Dörfer bzw. Ortsteile und natürlich im Ort Bornheim selbst sind Flüchtlinge in Wohnungen, Containern, aber auch in Schulturnhallen untergebracht. Eine Vorbereitungsklasse ist am Gymnasium der Stadt im Ort Bornheim eingerichtet worden.

Die Idee für das Projekt
Schon im Winter vergangenen Jahres fragten einige SchülerInnen in einer SV Sitzung, ob man für die vielen Flüchtlinge nicht „irgendetwas“ machen könnte. Die SchülerInnen hatten besonders durch die Sperrung zweier Turnhallen mitbekommen, dass dort Kinder und Jugendliche mit ihren Familien leben, die Unterstützung  benötigen. Es gab einige Ideen:
Fahrräder in der Fahrradwerkstatt der Schule reparieren, Einen Flohmarkt veranstalten und „Spenden sammeln“ oder eine Sammlung in der Schule veranstalten (Bücher, Schulmaterial etc.). Allerdings stand eines nach langer Diskussion fest: Wir wollen nicht nur Geld oder Materialien überreichen, sondern die neuen Nachbarn aus vielen verschiedenen Ländern zuerst einmal persönlich kennenlernen. Einstimmig in der Schülerverwaltung angenommen wurde daraufhin diese Idee: „Wir organisieren und veranstalten ein Fest der Begegnung für Flüchtlinge in Bornheim in unserer Schule.“

Realisierung der Idee:
Das SV Protokoll wurde in allen Klassen verlesen und freiwillige „Helfer“ wurden auf Listen eingetragen. Es meldeten sich zwei „ganze Gruppen“ (Religionsgruppe und AG), die beim Fest mithelfen wollten. In der nächsten SV Sitzung wurde mit den Helfern überlegt, was wir auf unserem Fest zur „Unterhaltung“ anbieten möchten. Die SchülerInnen waren sich schnell einig:„ Musik bringt Leute zusammen“, auch wenn man die Sprache des anderen nicht versteht. So wurden an diesem Angebot interessierte SchülerInnen gebeten, den Musiklehrer um Unterstützung zu bitten.
Außerdem sollte es Sport- und Spielangebote geben. Für kleine Kinder (Kindergartenalter) meldete sich schnell eine Gruppe zur Betreuung mit Bastel- und Malangeboten. Für die Erwachsenen sollte es natürlich ein Begegnungscafé mit leckerem Kuchen und Waffeln eingerichtet werden.
Die „Einladung unserer Schule an die neuen Nachbarn“ wurde gemeinsam mit den SchülerInnen gestaltet und von Fr. Wirtz (SV Lehrerin) an die ehrenamtlichen Flüchtlingspaten der einzelnen Dörfer und an die zuständigen Mitarbeiter bei der Stadt verschickt.

Die Aufgaben wurden unter den LehrerInnen und SchülerInnen verteilt und die Vorbereitung begann:
Die AG Gruppe bereitete das Angebot „Sport und Spiele“ vor (u.a. Torwandschießen, Zirkusspiele, Tischtennisturnier, Sport in der Turnhalle). Hier gab es beim Fest dann auch tolle Preise zu gewinnen. Für die kleineren Kinder gab es „Gastgeschenke“.
Die „Gruppe Musik“ und unser Musiklehrer bereiteten einen Percussion Workshop und einfache Lieder vor, die man schnell gemeinsam lernen und singen kann.
Die „
Bastelgruppe“ kaufte das benötigte Material und entschied, was kleine Kinder wohl schon basteln können. Drei Hauswirtschaftsgruppen kümmerten sich in der Vorbereitung um Kuchen, Kaffee, Tee und um ein schön hergerichtetes Café mit toller Dekoration. Die Religionsgruppe besorgte Getränke, schleppte Tische ins Café und übernahm den Waffelstand und den Auf- und Abbau“.

Das Fest
Das Begegnungsfest am 20.05.2016 in der Heinrich-Böll Sekundarschule war ein großer Erfolg. Am Freitagnachmittag kamen viele Flüchtlingsfamilien, aber auch Einzelpersonen (erst in der Woche vorher waren 20 Personen aus Syrien angekommen, denen wir selbstverständlich auch noch eine Einladung zukommen ließen) aus den umliegenden Dörfern zu uns. Es wurde viel gespielt, gesungen und die Kleinen hatten nachher tolle Hüte auf, die sie gebastelt hatten. Auch wenn man nicht dieselbe Sprache spricht, ist es kein Problem, sich zu verständigen, wenn man Spaß miteinander hat. Besonders toll fanden viele das Torwandschießen, da haben auch die Väter gern mitgemacht. Unser Schulhof, der Musikraum und das „Begegnungscafé“ waren immer gut gefüllt mit vielen Menschen, so dass unter den Erwachsenen (auch einige ehrenamtliche Paten) ein reger Austausch stattfinden konnte. Die Kinder und Jugendlichen rannten von einem Angebot zum anderen, um auch alles ausprobieren zu können und aßen zwischendurch mal schnell eine Waffel. Insgesamt waren etwa 50 SchülerInnen und LehrerInnen, sowie etwa 60 Gäste gemeinsam auf dem Schulhof, bzw. den vorbereiteten Räumlichkeiten unterwegs. Nach dem Fest waren sich alle Beteiligten einig, dass wir ein solches Fest wiederholen sollten. Die SchülerInnen hatten auch erfahren, wer noch ein Fahrrad braucht und werden sich mit unserer Fahrradwerkstatt nun darum kümmern. Die Lehrerinnen erfuhren, dass Schüler und eingeladene Flüchtlinge schon miteinander geregelt haben, wer ein „Pate“ oder eine „Patin“ werden sollte, denn einige der Gäste kommen aus der Vorbereitungsklasse im nächsten Schuljahr auf unsere Schule.

   

GS St. Bernhardt Esslingen am Neckar

Projekt: Halt die Klappe
Im Wettbewerb bis: JULI


Das Figurentheater mit seiner jahrhundertelangen Spieltradition fasziniert Kinder und Erwachsene und wird gerne auch im pädagogischen und therapeutischen Bereich eingesetzt.

Mit Hilfe der Figuren können die Kinder im Spiel in verschiedene Rollen schlüpfen und unterschiedliche Charaktere und Typen darstellen. Dabei bietet die Figur eine Art Schutz. Die Kinder agieren scheinbar nicht selbst, sondern können sich hinter der Figur verstecken. So kann der Schwache einen Starken spielen, der Laute eine leise Rolle übernehmen, und alle haben die Chance Außenseiter in einer völlig neuen Rolle zu erleben.

Sprache spielt natürlich zunächst in der Verständigung der Mitspieler eine wichtige Rolle, aber auch auf der Bühne mit Ausdruck, Lautstärke und Verständlichkeit. Neben Deutsch sind auch andere oder Phantasiesprachen möglich.

Im Zusammenspiel ist die Kooperation enorm wichtig. Spielabläufe werden diskutiert, Absprachen und Stichworte müssen eingehalten werden. Wer gerade nicht spielt, fungiert als Kulissenschieber, Techniker oder Souffleur.

Ziel des Projektes:

  • Herstellung einer eigenen Klappmaulfigur
  • Erlernen von Grundregeln der Figurenführung
  • Entwicklung von kurzen Spielszenen
  • Aufführung vor Mitschülern und Eltern

Planung:

Das Projekt beginnt mit einem gemeinsamen Treffen für alle Klassen, der Vorstellung der Figuren und einer ersten Spielübung. Danach überlegt jeder/jede bis zum ersten Treffen, welche Figur er/sie bauen möchte.

Pro Klasse sind acht Termine à 90 Minuten geplant, wobei etwa die Hälfte zum Figurenbau, die andere Hälfte zum Figurenspiel verwendet wird. Den Abschluss bildet eine Theater-Aufführung.

Die Kinder bringen Scheren, Uhu und ein altes T-Shirt mit und nutzen schuleigene Acryl-Farben.  Für Schaumstoff, Fensterleder, Perlen… fallen zusätzlich Materialkosten an.

Das Projekt hat mit allen 4. Klassen vom 11.4.-12.5. stattgefunden. Es haben 64 Kinder daran teilgenommen.  Beteiligte Lehrerinnen waren Frau Hommel, Frau Relard, Frau Clauß-Horwarth und die Puppenspielerin Frau Thiele.

   

Einige Stimmen der Kinder:

„Am Anfang des Projekts habe ich nicht gewusst, wie man so schöne Puppen machen kann. Mir hat es gut gefallen, wie Sie alles erklärt haben.“ (Dominik)

„Es gelang uns Klappmaulfiguren herzustellen und eigene Theaterstücke zu entwerfen, nur gemeinsam mit Frau Thiele. Die Haltung und die Führung der Puppen konnten wir nur mit Frau Thiele lernen. Sie konnte es am besten.“ (Liz)

„Es hat mir sehr gut gefallen, wie Frau Thiele uns beigebracht hat selbst Handpuppen zu machen und mit ihnen zu spielen.“ (Eliana)

„Mir hat es sehr gefallen. Wenn ich groß bin, will ich so sein wie Frau Thiele.“
„Mir hat es gefallen, wie Frau Thiele mit uns gebastelt hat. Erst dachte ich, meine Figur wird ein Fuchs, doch dann wurde es eine wunderschöne Ente.“ (Mia)

„Mir hat es großen Spaß gemacht mit Frau Thiele zu arbeiten, sie ist eine tolle Puppenspielern.“ (Elona)

„Mir hat vor allem gefallen, dass wir alles selber machen konnten, die Puppen, das Stück, die Aufführung.“ (Antonia)

VS Franz Jonas St. Pölten

Projekt: Bären-Umarmungstage
Im Wettbewerb bis: JULI

 
Die 21 SchülerInnen der Klasse 2c der VS Franz Jonas in St. Pölten haben bereits in der 1. Klasse eine Patenschaft für eine befreite Gallebärin bei der Organisation animals asia übernommen. Finanziert wird diese Patenschaft durch Bastelarbeiten zum Thema Bären, die bei den Elternsprechtagen gegen eine freiwillige Spende erworben werden können.

Parallel dazu lernen die Schülerinnen und Schüler jedes Jahr im Sachunterricht Interessantes über das Thema Bären: In der ersten Klasse war dies ein Überblick über die verschiedenen Großbären, in der zweiten Klasse stand der Braunbär und seine Lebensweise im Mittelpunkt. Passend dazu fand am 30. Mai ein Lehrausgang in den Tierpark Haag statt.

Die Klasse 2c steht im engen Kontakt mit dem Münchner Büro der Organisation und berichtet den Mitarbeitern stets über ihre Aktionen.

Etwas Besonderes ließen sich die Kinder zur Bären-Umarmungswoche vom 2.-9.Mai 2016 (bear hug weeks), die weltweit von der Organisation ins Leben gerufen wurde, einfallen: Sie verkleideten sich als Kragenbären und sammelten in der großen Pause Spenden. Als Dankeschön bekamen die Kinder und die Erwachsenen, die gespendet haben, eine „Bären-Umarmung“ sowieso ein kleines süßes Dankeschön.

Hierfür haben die SchülerInnen der Klasse 2c fleißig ca. 300 kleine Kragenbären ausgeschnitten und bemalt.

Über diese Aktion, bei der 400 Euro eingesammelt wurden, wurde auf der Facebook-Seite von animals asia sowie auf der Homepage der Organisation berichtet. Auch die lokale Presse berichtete darüber in der NÖN (NÖ.Nachrichten) St. Pölten.

Diese Aktion erlaubte es den SchülerInnen, die Lerninhalte auch in die Tat umzusetzen, da sie den SpenderInnen natürlich Auskunft über die Situation der Gallebären in Asien geben mussten.

Hervorzuheben ist auch der soziale Aspekt der Aktion, da den Kindern gezeigt wurde, dass man etwas erreichen kann, wenn jeder auch nur einen kleinen Beitrag spendet bzw. sich für ein Thema engagiert.

Nicht zuletzt lernten die SchülerInnen, dass Umwelt- und Tierschutz uns alle etwas angeht, nicht nur „vor unserer Haustüre“.

  

Evangelische Grundschule Kavelstorf

Projekt: Körper-Begegnungswoche
Im Wettbewerb bis: JULI

Wir sind eine kleine Grundschule im Aufbau (zurzeit 30 Kinder aus den Klassen 1-4 und 7 Mitarbeiter) und haben unseren Standort in dem kleinen Dorf Kavelstorf in der Nähe von Rostock.

In der Woche vom 16. – 20. Mai 2016 haben wir an unserer Schule mit allen zusammen eine Körper-Bewegungswoche durchgeführt, in der wir uns gemeinsam in den verschiedensten Disziplinen mit unserem Körper beschäftigt haben.

   

Neben der fachlichen Auseinandersetzung mit den Bestandteilen unseres Körpers haben wir uns einen Großteil der Woche sportlich betätigt. Jeder Tag startete mit  Frühsport, der entweder aus einer Joggingstrecke durch unser kleines Dorf oder aus Step-Aerobic bestand. Im Anschluss daran gab es für jedes der 30 Kinder die Möglichkeit, an Kisten oder Bäumen zu klettern, Bodypercussion oder Kinderyoga auszuprobieren. Es wurde ein Theaterstück eingeübt, ein Training für die Sinne durchgeführt, ein Tastpfad für die Füße angelegt, ein Wurfspiel erstellt, alte Schulhofspiele ausprobiert und Hockergymnastik veranstaltet. Zum Abschluss der rundum gelungenen Woche feierten wir mit den Eltern gemeinsam ein  Frühlings-Bewegungsfest, bei dem die verschiedensten Aktionen noch einmal aufgeführt und ausprobiert werden konnten. Unsere Schulband spielte noch einige Lieder und das Wetter unterstützte uns auch am letzten Tag, so dass die gesamte Woche ein großer Erfolg wurde. Neben den vom Lehrplan vorgeschriebenen Lerninhalten zum Bereich Körper und Sinne haben wir uns als Schulgemeinschaft sehr intensiv und freudvoll mit Bewegung und Gesundheit auseinandergesetzt.

Den Kindern und auch den Erwachsenen hat die Woche sehr viel Spaß bereitet und auch von den Eltern kam ein sehr positives Feedback als Reaktion auf diese besondere Woche.

Grundschule Ueffeln Bramsche

Projekt: Zirkusprojekt mit dem Zirkus Zappzarap
Im Wettbewerb bis JULI

Ein schon lang gehegter Wunsch wurde im Zeitraum vom 02.05.2016 - 04.05.2016 für die Kinder unserer kleinen Grundschule (aktuell 65 Kinder), das Kollegium, die Eltern, die Nachbarn und Dorfbewohner u.a. wahr: Durchführung eines Zirkusprojektes mit dem Circus ZappZarap.

Pädagogische Ziele:

Neben dem Erfassen  mathematischer, sprach- und naturwissenschaftlicher Inhalte u.a. geht es im Besonderen darum, die Persönlichkeit jedes Einzelnen zu schätzen, zu stärken und Möglichkeiten der  Entfaltung zu eröffnen.

„Über das Schauspielen als Clown oder Zauberer können Persönlichkeitsanteile entdeckt und entwickelt werden. Beim Feuerschlucken oder dem Gang auf das Nagelbrett werden Ängste überwunden und neue Perspektiven eröffnet. Vor fremdes Publikum und die eigenen Eltern zu treten, einen Trick vorzuführen und Applaus zu bekommen, stärkt das Selbstbewusstsein. Die Mischung aus Herausforderung, spannendem Erlebnis und Grenzerfahrung ist ein wichtiges pädagogisches Mittel zur Förderung von Selbstvertrauen.“

Selbstbestimmt sollen die Kinder durch ihr Leben gehen können. Dafür müssen sie selbstständig und verantwortungsbewusst für sich und ihre Teamkollegen handeln.

„Ohne Regeln kann eine Circusgemeinschaft nicht erfolgreich funktionieren.  …Andere Regeln haben praktische Gründe. Requisiten pfleglich zu behandeln und zu lagern erhält nicht nur das Material sondern verhütet auch Unfälle. Der Schwur der Zauberer dient der Wahrung von Zaubergeheimnissen und fördert wie der gemeinsame Clownsruf das Gruppengefühl.“

Neben den notwendigen Regeln gehört aber auch ein ausreichendes Maß an Kooperationsbereitschaft und Zuverlässigkeit zu den Lebensgrundlagen, die Schule anbahnen und fördern muss.

„ Klar ist, dass ohne Kooperation und gegenseitige Hilfestellung alles schwerer ist. Der Zusammenhang zwischen Kooperation und Erfolg wird selten deutlicher als beim Training für eine Circusnummer. Es werden Vorbehalte abgebaut, Konflikte gelöst und es entsteht ein gemeinsames Werk, in dem jeder seinen Platz hat und Verantwortung für den Anderen und das Ganze trägt.“

Sport-/Gesundheitsförderung ist des Weiteren ein wesentlicher Bildungsauftrag, dem Schule nachkommen muss und will.

„Im Zirkus werden viele Ziele, die in allen Lehrplänen und Richtlinien der Länder für das Fach Sport auftauchen, zur unmittelbaren Erfahrung: Der Gang über das Seil ist eine Herausforderung, die die Wahrnehmung des eigenen Körpers verändert. … Jonglage fördert Aufmerksamkeit, Reaktionsschnelligkeit und die Orientierung im Raum. Geschicklichkeit, Laufen, Springen, tänzerische Bewegung, Rhythmus und Timing sind wichtige Bestandteile jeder Circusnummer. Das wesentliche der Circuspädagogik ist ihr ganzheitlicher Ansatz. Die Erreichung von circensischen Höchstleistungen ist NICHT das Ziel und daher ist die Maßnahme für alle Kinder und Jugendliche, sportliche oder unsportliche, mit oder ohne Handicap einsetzbar.“

Die Lernumgebung spielt eine wichtige, wenn nicht eine entscheidende Rolle. Das Circus-Projekt bietet mit seinem Zelt eine faszinierende, bezaubernde Lernumgebung, die zum Mitmachen einläd. Auch Schlagworte wie „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ werden durch das Circus-Projekt mit Leben erfüllt.

Planung und Durchführung:

Die Planungen liefen bereits im Jahr 2015 auf Hochtouren (Plakat- und Eintrittskartenerstellung, Verpflegungsplanung usw.), die ersten Eintrittskarten konnten bereits auf dem jährlichen Weihnachtsmarkt erworben und ggf. als Weihnachtsgeschenk weitergegeben werden. Nachdem dann das erweiterte Kollegium (5 Lehrerinnen, 3 Tagesmütter und 2 pädagogische Mitarbeiterinnen) am 18.04.2016 an einer  Fortbildung des Circus ZappZarap teilgenommen hatte, waren die Trainer vorbereitet und der Countdown eingeleitet.

Bereits am 01.05.2016 (sonntags!) wurde das große, bunte Zirkuszelt auf dem Schützenplatz gegenüber der Schule mit mehr als 20 freiwilligen, tatkräftigen und motivierten Helfern aus Schule und Elternschaft in nur 6 Stunden aufgebaut.

Der Montagmorgen begann mit der Teamershow: Vorführung einer kleinen Show durch die Trainer (Lehrerinnen, Tagesmütter und pädagogische Mitarbeiterinnen) im Zirkuszelt. Im Anschluss folgte die „Schnupperrunde“ für alle Kinder. Alle probierten und erprobten die 10 verschiedenen Angebote, um später für sich die richtige Wahl treffen zu können.

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler harmonisch auf die Genres Akrobatik und Leiterakrobatik, Hula Hopp, Jongelage, Clownerie, Fakir u.a. aufgeteilt hatten, begann bereits ein erstes kurzes Training in den Gruppen.

Nach einem Gruppenabschlusstraining gab es am Mittwoch ab 11 Uhr die Generalprobe . Kinder aus dem nahegelegenen Erstaufnahmeeinrichtung Hesepe/LAB waren unsere geladenen Gäste und konnten das bunte Programm genießen.

Nach nur drei Tagen Training war es schließlich am Mittwochabend soweit – die große Galavorstellung sollte beginnen. Ab 18 Uhr erlebten die Besucher ein buntes Vorprogramm mit Ein- und Hochradartisten, Luftballonkünstlern, einem Drehorgelspieler, Popcornverkäufern und vielem mehr.

Als um 19.00 Uhr das Zirkuszelt schließlich mit 350 Gästen besetzt war, begann die große,  Show der Grundschulkinder. Eine faszinierende Vorstellung begeisterte die Zuschauer.

 

Gesamtschule Lohmar

Projekt: Bühne frei!  
Im Wettbewerb bis: JULI

Allgemeine Beschreibung

Unter dem Titel „Bühne frei!“ veranstaltete die Gesamtschule Lohmar am 30.Mai 2016 einen Abend im Zeichen von Theater, Tanz, Musik und Kunst.

Auf der Bühne der Aula gaben einige Klassen, Kurse sowie frei zusammengestellte Gruppen ihre im Unterricht erarbeiteten Szenen, Tänze und Musikstücke zum Besten. Dazu eingeladen waren Mitschüler*innen, Eltern und Lehrer*innen, sowie alle interessierten Freunde und Verwandten.

Ziel der Veranstaltung
Die vielen kreativen Lernprodukte und Ergebnisse, besonders in den Fächern Darstellen & Gestalten (Wahlpflichtkurs ab Jgst. 6), Musik, Kunst und Textil bleiben oft in ihren Räumen und werden nur von der Lehrperson und den Schülern*innen der Klasse/des Kurses gesehen. Da die Ergebnisse jedoch meist überaus sehenswert sind, sollen sie auch über die Gruppe hinaus und vor anderen Zuschauern präsentiert werden – frei nach dem Motto: „Der Applaus ist des Künstlers Gage“.

So bekommen nicht nur Eltern die Chance am Schulleben der Kinder teilzunehmen und Lehrer*innen die Möglichkeit ihre Schüler*innen mal in einem anderen Umfeld zu sehen, sondern die Schülerinnen und Schüler bekommen auch die Gelegenheit auf andere Art und Weise zu zeigen was in ihnen steckt. „Bühne frei!“ soll für jede*n an der Schule die Möglichkeit bieten, ihre/seine Kreativität in einem offenen Rahmen darzubieten. Denn nicht zuletzt sind Bühnenpräsenz und Bühnenerfahrung wichtige Faktoren, die Schüler und Schülerinnen als kleine Darsteller, Künstler und Musiker während ihrer Ausbildung entwickeln bzw. sammeln müssen und vor allem auch wollen.  Ein weiteres Ziel, welches mit dieser Veranstaltung erreicht werden soll ist es, das kreative und kulturelle Leben der noch sehr jungen Schule aufzubauen, auszubauen und zu fördern. Da diese Veranstaltung anschließend fest im Terminplan des Schuljahres verankert werden soll, werden Schüler*innen sowie Lehrer*innen eine neue Perspektive und zusätzliche Motivation bekommen, um weiterhin kreativ und individuell im Unterricht zu arbeiten.

Vorbereitung auf die Veranstaltung
Etwa sechs Wochen vor dem großen Abend stand der Termin des 30. Mai fest. Mit Augenmerk auf einen Auftritt hatten bereits die Kurse in Darstellen & Gestalten einiger Jahrgänge ihre Probenarbeit begonnen. Im Unterricht entstanden Ideen, Szenen und auch das Plakat zur Verkündung des Termins.

Einige Gruppen wurden durch den Aushang des Plakats aktiv und planten ebenso einen Programmpunkt.

In der Woche vor „Bühne frei!“ wurden zahlreiche Technik- und Generalproben durchgeführt. Auch wenn der Abend unter dem Motto „Einblicke in unsere Probenarbeit“ stand, versuchten alle Beteiligten einen möglichst hohen Grad an Professionalität zu erreichen. Da dies die erste Veranstaltung dieser Art an der aufbauenden Gesamtschule sein würde, bedeutete dies eine Menge Aufwand und viel Teamarbeit.

Ablauf der Veranstaltung
Schließlich war es so weit. Um Punkt 18.30 Uhr begrüßten die vier Moderatorinnen aus der Klasse 7e und 7c die ca. 150 Gäste in der Aula der Gesamtschule. Sie erklärten den Ablauf des Abends und probten mit den Zuschauern das Signal „ 1, 2, 3, Bühne frei!“, welches den jeweiligen Programmpunkt einleitete.

In der Umbaupause hatten die Zuschauer die Möglichkeit eine aufgebaute Kunstausstellung im hinteren Teil der Aula zu betrachten. Kunstprojekte und Lernergebnisse aus dem Fach Darstellen & Gestalten aller Jahrgangsstufen wurden hier von einigen Schülern*innen in einer Art Museumsgang vorgestellt.

Nach Ende des Programms gegen 19.45 Uhr, durch welches die Gäste von den vier Moderatorinnen locker und sympathisch geführt wurden, bedankte sich der Schulleiter bei allen Mitwirkenden und sprach deutlich seine Begeisterung aus. Diese wurde durch einen tosenden Applaus des Publikums bekräftigt, bei welchem alle Darsteller, Tänzer, Musiker, Künstler und Techniker (Schüler*innen sowohl als auch Lehrer*innen, insgesamt ca. 80) noch mal auf die Bühne kamen.

  

Fazit der Veranstaltung
Das Ergebnis des Abends war sicherlich kunterbunt und rundum positiv. Reflexionen und Feedback wird es in den folgenden Tagen im Rahmen des Unterrichts geben.

Bereits ausgesprochenes Lob erreichte uns von zahlreichen Eltern und Lehrer*innen, welche das „Bühne frei!“-Programm als äußerst inspirierend, unterhaltsam, lustig sowohl als auch emotional empfanden. Viele Schüler*innen sind über sich hinaus gewachsen und konnten eine ganz neue Seite von sich zeigen.

Für die mitwirkenden Lehrpersonen steht bereits jetzt fest, dass das Vergnügen an der Veranstaltung teilzunehmen und das zusammenschweißende Ergebnis dieses Abends ein so großer Gewinn ist, dass dieses Event regelmäßig stattfinden soll, um die Schule zu bereichern. Schon jetzt wachsen einige Ideen, um ein „Bühne frei!“ im kommenden Schuljahr weiter zu entwickeln.

Roßbergschule (SBBZ Lernen) Horb am Neckar

Projekt: Der Traum vom Fliegen
Im Wettbewerb bis: JULI

Einen tollen Abschluss zum Unterrichtsprojekt „Der Traum vom Fliegen“ hatten die Klassen 6 und 7 der Roßbergschule am 11. Mai am Flughafen Stuttgart. Bei einer Führung mit Blick hinter die Kulissen bekamen die Förderschüler einen interessanten Einblick über die Abläufe eines internationalen Flughafens.

Im Unterricht wurden die verschiedensten Aspekte zum Thema Flugzeug und Fliegen behandelt. Das Besondere bei diesem Unterrichtsprojekt ist, dass im Fächer übergreifenden Unterricht das Thema „Der Traum vom Fliegen“ und „Flugzeug“ ausgiebig behandelt wurde. Sei es in Musik mit Reinhard Meys Lied „Über den Wolken“, dem Bau von verschiedenen Papierfliegern, in Kunst auf eine Vorlage eine eigene „Fluggesellschaft“ zu malen, in Erdkunde die Reiseziele vom Flughafen Stuttgart in eine Karte einzutragen. Infotexte und Presseberichte zu den unterschiedlichsten Bereichen des Themas wurden ausgiebig behandelt. Auch Filmbeiträge zu diesem spannenden Themenkomplex durften nicht fehlen.

Das Ganze nun im Original zu sehen war ein Erlebnis für die Mädchen und Jungen. Nach einer Einführung durch den Flughafenmitarbeiter Herr Rolf Aldinger ging es zuerst ins Terminal 1. Dort erklärte er den Roßbergschülern den Ablauf im Terminal. Bevor es zur Sicherheitskontrolle ging, machte man einen Halt beim Zoll. Hinter einem großen Schaufenster konnte man zahlreiche Dinge sehen, die Reisende unerlaubt durch die Zollkontrolle bringen wollten. Neben Fellen von geschützten Tieren sowie Elfenbeinschnitzereien konnte man auch Fälschungen von teuren Markenartikeln sehen. Die Roßbergschüler staunten nicht schlecht, als Herr Aldinger die Beträge nannte, die die Betroffenen bezahlen mussten. Für eine spanische Wand mit Elementen aus Elfenbein musste ein Reisender mehrere tausend Euro an Strafe bezahlen. Danach ging es durch die Sicherheitskontrolle zu einem Shuttlebus. Mit diesem wurde eine Fahrt über das Vorfeld, vorbei an den wartenden Flugzeugen unternommen. Nun konnten die Roßbergschüler sehen, wie die Ver- und Entsorgung sowie das Ent- und Beladen der Flugzeuge vor sich ging. In den Katakomben unter dem Terminal konnten die Besucher sehen, wie die Koffer aus den Gepäckannahmestellen in den Terminals über Förderbänder in die zentrale Gepäckverladung kommen. Dort werden die Koffer und Taschen auf die passenden Gepäckwagen geladen und dann zu den Flugzeugen gebracht. Nach einer Fahrt bis zur Flughafenfeuerwehr konnten die Schüler am Rande der Rollbahn die Starts und Landungen der Flugzeuge genau beobachten. Das war ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergessen wird. Somit war die Betriebsbesichtigung am Flughafen Stuttgart ein gelungener Abschluss zum Unterrichtsprojekt „Der Traum vom Fliegen“.   

    

Igelsgrund-Schule Gelnhausen-Höchst

Projekt: Unterwasserwelt
Im Wettbewerb bis: JULI

Vor ca. 4 Monaten haben wir angefangen, im Rahmen der Einrichtung einer Schulbibliothek, den Aufgang zur zukünftigen Bücherei und den davorliegenden Flur umzugestalten. Unsere Bibliothek, die in ca. 4 Wochen im Rahmen unseres 50-jährigen Schuljubiläums eröffnet werden soll, steht unter dem Motto "Unterwasserwelt". Deshalb kamen wir auf die Idee, die Umgebung des Bibliotheksraums mit möglichst einfachen Mitteln ohne großen Kostenaufwand im Rahmen des Kunstunterrichts zu verschönern.

Der vor der zukünftigen Bücherei liegende Gang war kahl und leer und wurde mehr oder minder als Abstellraum für altes Mobiliar genutzt.

Einen Teil der alten Möbel ließen wir abtransportieren und auf den Sperrmüll bringen, zwei alte Glasvitrinen auf je einem Metalluntergestell und mehrere Tische behielten wir zurück.

Ziel der Aktion: mit Hilfe unserer Schüler/Schülerinnen den Gang als zusätzlichen Arbeitsbereich zur Nutzung für alle Schüler der Igelsgrund-Schule herzurichten und aus den alten Vitrinen "Aquarien" zu gestalten, die man in Zukunft als dekorativen, kindgerechten Raumteiler für den langen Gang vor der Bibliothek nutzen kann.

In einem ersten Schritt wurden die Gläser aus den Holzvitrinen entfernt und eine Schülergruppe fing an, mit Hilfe von entsprechendem Werkzeug, die Innenwände  von Schmutz und Pressspanteilen zu befreien. Währenddessen malte eine weitere Gruppe von Schülern gedruckte Vorlagen von Fischen, Muscheln und anderen Meeresbewohner aus und kopierte von Hand deren genaue Umrisse exakt auf die Rückseite der Bilder, die danach ebenfalls bemalt werden mussten.

Die dritte Schülergruppe bemalte in der Zwischenzeit mit Wasserfarben in verschiedenen Blautönen Holzspäne, als Bodenmaterial für den Meeresboden in den Aquarien.

Eine vierte Schülergruppe spannte feste, lange Papprollen in eine große Werkbank ein, um 10cm lange Pappstücke abzumessen und dort zurechtzusägen. Parallel dazu wurden die gesägten Teile von einer weiteren Schülergruppe weiß grundiert und mit einem Phantasiemuster bemalt. Sie sollen später als Dekoration in den "Aquarien" verteilt werden. D.h., alle 39 Kinder waren immer parallel beschäftigt und konnten selbstständig nach einer bestimmten Zeit die Gruppen untereinander tauschen.  Als alle Vitrinen von den alten Teilen befreit waren, wurden sie von außen und innen mit blauer Farbe gestrichen. Die ausgemalten Vorlagen von Fischen  und anderen Meeresbewohnern mussten nun alle laminiert und danach fein säuberlich von den Kindern ausgeschnitten werden. Danach wurden alle "Meeresbewohner" an dünnen Fäden befestigt und mit Hilfe von Reißzwecken an der Innendecke der beiden "Aquarien" festgemacht. Die verbliebenen Tische wurden von einigen Kindern von Hand abgeschmirgelt und danach ebenfalls mit blauer Farbe gestrichen.

In einem letzten Schritt, der in den nächsten Tagen erledigt wird, werden die Böden der "Aquarien" mit Kieselsteinen, Muscheln, den oben beschriebenen Dekopappstücken und evt. getrockneten Pflanzen gefüllt, und die Glasplatte darübergelegt.

Fazit:
Die Kinder hatten extrem viel Spaß bei der gemeinsamen praktischen Arbeit und haben quasi nebenbei ganz viel dazugelernt:

  • sich in den Gruppen abzusprechen und zu einigen, wer macht was
  • das bereitgestellte Arbeitsmaterial sachgerecht zu verwenden
  • sich die Zeit einzuteilen
  • sich gegenseitige Hilfestellungen zu geben, wenn ein Problem bei der Umsetzung aufgetaucht ist
  • Rücksicht auf die anderen Teilnehmer der Gruppe zu nehmen
  • den Messauftrag exakt umzusetzen

Erich Kästner Realschule plus Ransbach-Baumbach

Projekt: Zivilcourage
Im Wettbewerb bis: JULI

Wir thematisierten an unterschiedlichen Beispielen, Texten und Videos das Thema Zivilcourage. Zum Abschluss der Einheit hatten die Schüler die Aufgabe, das Thema Zivilcourage für die restliche Schülerschaft der Schule aufzuarbeiten. Die vorgegebene Zeit lag bei 2 Wochen. In unterschiedlich großen Gruppen, zwischen 3-5 Schülern, bearbeiteten die Schüler den Auftrag. 2 der Ergebnisse sehen sie anbei.

Die Schüler haben sich einem gesellschaftlich enorm wichtigen Thema sehr kreativ angenommen und toll aufgearbeitet für andere Schüler.

 

Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf

Projekt: Superfair

Im Wettbewerb bis JULI

Mit dem Projekt „Superfair“ verfasst und vertont die Klasse G9 der Christian-Hülsmeyer-Schule in Barnstorf eigene Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Fairer Handel“ und faires Miteinander auf lyrische Weise.
Was wurde getan?
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse G9 der Christian-Hülsmeyer-Schule verfassen den Song "Superfair", basierend auf dem Edeka Song "Supergeil". Das Thema "Fairtrade" ist fest in der Schulgemeinschaft verankert. Unter dem Slogan "Ich bin ein Fairtrader" veranstaltet die Schule viele Aktionen, die achtsames Miteinander, aktive Erinnerungskultur, soziales Lernen und außerschulisches Engagement miteinander verbinden und die Wichtigkeit von Fairtrade betonen. Dazu gehören beispielsweise die wöchentlichen Freitagsaktionen, die Denkanstöße liefern sollen, aber auch der Faire Laden und der Fair-O-Mat, ein Snack-Automat mit Fairtrade-Produkten. Aufgrund dessen ist die Schule eine "Fairtradeschool". Diese Aktivitäten regen die Schülerinnen und Schüler zur Produktion des Songs "Superfair" an, der die Wichtigkeit von Transparenz bei der Produktion, Unterstützung der Produzenten und dem finanziellem Gleichgewicht betont – alles Eigenschaften, die den fairen Handel ausmachen. Der Song sowie das dazugehörige Video wurden von der Klasse G9 eigenständig im Unterricht produziert. Damit machen die Schülerinnen und Schüler auf die Problematik aufmerksam und wollen somit das Konsumverhalten ihrer Schule und darüber hinaus positiv beeinflussen. Der Song fasst nicht nur die bisherigen Aktivitäten der Jugendlichen rund um Fairtrade und faires Miteinander zusammen, sondern regt auch zum Weitermachen an.


Was war daran bemerkenswert?

  • Die Schülerinnen und Schüler geben mit ihren vielfältigen Projekten zum Thema Fairtrade einen Impuls, sich mit fairem Handel zu befassen und diesen zu unterstützen. Damit stehen sie auch für Nachhaltigkeit ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler sind an der Produktion des Songs sowie an allen dazugehörigen Aktionen direkt beteiligt und können sich einbringen. Damit leben sie Demokratie "im kleinen".
  • Durch die Gestaltung von Song und Video werden die Medienkompetenzen der Schüler verbessert und gefördert.
 

Schule an der Burgweide Hamburg

Projekt: Ein Klo für Sri Lanka

Im Wettbewerb bis JULI

Im März 2016 reiste ich in den Ferien nach Sri Lanka und lernte dort Jan Kerkhofs kennen. Der gebürtige Niederländer lebt seit einiger Zeit in Sri Lanka und hat schon von den Niederlanden aus im Rahmen seiner Stiftung „Auyubowan Yaluva“ Geld für verschiedene Projekte gesammelt. Die Stiftung hat lange Zeit eine Montessori Schule unterstützt, Wasseranschlüsse ermöglicht und wichtige Operationen bezahlt.

Jan erzählte, dass die Schule im Ort sehr einfach und alt ausgestattet ist und nicht eine einzige Schülertoilette hat. In mir reifte der Gedanke, ob ich nicht meine Schüler überzeugen könnte, Geld für eine Toilette an dieser Schule zu sammeln.

Zurück in Deutschland erzählte ich meinen Schülern von der Schule und zeigte ihnen Fotos. Die Kinder waren sofort Feuer und Flamme und sprudelten vor Ideen, wie man Geld für ein Klo sammeln könnte. Sie wollten sofort Kuchen backen und Limonade verkaufen, Straßenmusik machen, sich einen Job suchen, Spenden einsammeln und einen Flohmarkt veranstalten. Das wichtigste allerdings war die Frage: „Gibt es für 300 Euro ein einziges Klo für alle, oder sogar jeweils ein Klo für Mädchen und Jungen?“ Diese Frage muss noch geklärt werden ...

Seit Wochen nun planen alle Kinder ihre Aktionen und haben schon fast 100 Euro Spendengeld zusammen bekommen.

  • Die Kinder haben Plakate gemalt
  • auf der Straße Musik gemacht und sich getraut, Menschen direkt um Spenden zu bitten
  • Sie haben ihr altes Spielzeug verkauft und in allen anderen Klassen Werbung für ihr Projekt gemacht und für ihren Flohmarkt geworben
  • Muffins gebacken und verkauft
  • Sirup für Limonade gekocht (muss noch „an den Mann“ gebracht werden)
  • ihren Eltern Spenden „abgeluchst“

 (Einige) Ziele des Projektes

 Die Schülerinnen und Schüler

  • können den Wert von Geld einschätzen und mit Geld rechnen
  • benennen und unterscheiden Münzen und Geldscheine und sind damit in der Lage, Geldbeträge in Euro und Cent zu bestimmen und zu vergleichen
  • können Geld umtauschen und Erkenntnisse über das Stellenwertsystem erlangen
  • nehmen sich als Mitglied einer Gemeinschaft wahr und denken über eigene Möglichkeiten nach, darin verantwortungsvoll mitzuwirken
  • erkennen in der Auseinandersetzung mit sehr unterschiedlichen Lebenssituationen von Kindern dieser Welt, dass alle Menschen einen Anspruch auf menschenwürdige Lebensbedingungen haben
  • benennen konkrete Möglichkeiten eigenen sozialen Engagements, überlegen Wege zur Umsetzung und gehen diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten
  • beschreiben, wie Menschen sowohl im Nahraum als auch weltweit unter Unfrieden und Ungerechtigkeit leiden, und entwickeln gemeinsam Visionen von einer gerechteren Welt

BBZ Karl Wacker Schule Donaueschingen

Projekt: Greifvögel unserer Umgebung

Im Wettbewerb bis: JUNI

Unser Projekttag mit der Hauptstufen-Klasse einer Schule für geistig behinderte Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren begann mit dem Besuch einer Falknerei in Bachheim bei Löffingen - aufregende Flugshow inklusive. Dann fuhren wir am Abend zum Kegeln in Donaueschingen und übernachteten anschließend in der Schule. Der Ausflug bildete den Abschluss eines Natur-Umwelt-Technik-Themas und wurde kombiniert mit der jährlichen Schulübernachtung.

Greifvögel unserer Umgebung zu kennen gehört zu heimatkundlichen Erfahrungen, da die Greifvögel Mäusebussard, Falke (Turmfalke) und Rotmilan bei uns häufig zu sehen sind.

Die weiteren Elemente des gemeinsamen Ausflugs stärken zum Einen die Klassengemeinschaft, vermitteln mögliche Freizeit Aktivitäten, zu denen unsere Schüler eingeführt und angeleitet werden müssen, um diese ggfs. selbst zu übernehmen.

Dass dies bereits geglückt ist, erfuhren wir wenige Tage später, als ein Schüler Kegeln als Gestaltung seiner Geburtstagsfeier mit Freunden wählte.

Das gemeinsame Übernachten in der Schule bedeutet unseren Schülern sehr viel. Dies gilt ganz besonders dann, wenn zum Beispiel ein Landschulheim Aufenthalt nicht möglich ist.

Burgschule Aschersleben

Projekt: Ägypten

Im Wettbewerb bis: JUNI

Laut Geschichtslehrplan der Sekundarschule im Land Sachsen-Anhalt ist der Kompetenzschwerpunkt Das Alte Ägypten als Beispiel einer Hochkultur verpflichtend zu unterrichten. Das ist ein Thema, zu dem die Schülerinnen und Schüler bereits einiges Vorwissen mitbringen und welches sie sehr interessiert. Nach einem Brainstorming und zwei Einführungsstunden in das Thema haben sich die Kinder durch Stationenlernen mit der Thematik auseinandergesetzt. Mit einem Partner waren in 9 Unterrichtsstunden sechs Stationen zu durchlaufen. Jede Station verlangte den Umgang mit Sachtexten, war mit einer Internetrecherche verbunden, aber auch mit praktischen Aufgaben, z. B. der Gestaltung eines Lesezeichens aus Papyrus mit dem eigenen Namen in Hieroglyphenschrift. Die Schüler schätzten die Stationsarbeit durchweg positiv ein. Besonders gefiel ihnen, dass sie selbstständig und in ihrem Tempo mit einem Partner arbeiten konnten und sich so bei schwierigeren Aufgaben nicht allein und hilflos fühlten.

Den Abschluss bildete der Ägypten-Projekttag am 15. April (Dauer 5 Unterrichtsstunden). Die Kinder durften sich in ein Spezialistenteam einwählen, hatten dazu eine praktische Aufgabe und eine Recherche zu erledigen und mussten diese ihren Mitschülern und der Schulleiterin präsentieren.

Spezialgebiet Papyrus

Nach einer Anleitung waren Papyrusblätter herzustellen, dieser Vorgang den Mitschülern zu beschreiben und u.a. die Frage zu klären, warum die Schreiber im Schneidersitz saßen.



Spezialgebiet Pyramiden

Das Team hatte aus Legosteinen zwei Pyramiden im Querschnitt herzustellen, die zusammengesetzt eine Pyramide ergaben. Sie sollte auch Gänge, Fallgruben und einen Raum für den Sarkophag enthalten. Im Vortrag sollte darüber informiert werden, wie eine Pyramide gebaut wurde und welche Funktionen die Scheintür und das Innere einer Pyramide hatten.



Spezialgebiet Mumien

Es sollte nach einer Vorlage ein Sarkophag gebastelt und aus Modelliermasse eine Mumie geformt werden. Geklärt werden sollte auch, warum die Mumie Mumie heißt.



Spezialgebiet Götter und Magie

Aus Modeliermasse wurde ein Skarabäus gefertigt und die Mitschüler galt es über die heiligen Tiere im Alten Ägypten zu informieren.

 
Spezialgebiet Essen und Trinken

Was aßen die Ägypter, warum hatten sie so schlechte Zähne und warum stank es in einer ägyptischen Küche? Das galt es durch die Spezialisten für Essen und Trinken zu klären. Diese bereiteten ein bei den alten Ägytern beliebtes Gericht zu: Mache Ful Medames – ein Bohnengericht, was am Ende alle probieren konnten.

Folgende pädagogische Ziele sollten erreicht werden:

  • Freunde am entdeckenden Lernen
  • Selbstständigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Hilfsbereitschaft
  • Festigung des Gemeinschaftsgefühls der Klasse
  • Stolz auf das Erreichte

Ergebnisse und Erfahrungen
Es hat allen Kindern Spaß gemacht und sie freuen sich auf das nächste Projekt. Alle Gruppen sowie die Klasse haben prima harmoniert. Es war ein tolles Gemeinschaftserlebnis. Bei den „Mumien-Spezialisten“ waren mehr als von ihnen selbst erwartet Ausdauer und Geschicklichkeit gefragt. Zwischenzeitlich aufkommende Frustration musste überwunden werden. Mit Stolz wurden die Projektergebnisse den Mitschülern und der Schulleiterin präsentiert.

KGS Mataréstraße Aachen

Projekt: Australien

Im Wettbewerb bis: JUNI

Im Rahmen des Englisch Fachunterrichts der Klasse 4 entwickelte sich aufgrund des Schülerinteresses und glücklicher Umstände ein ganz besonderes Unterrichtsprojekt zum Thema „Australien“.

Die Klasse 4 brachte dem Themenbereich „englischsprachige Länder“ besonders viel Interesse entgegen. Nachdem sie sich intensiv mit „England“ und mit den „USA“ auseinandergesetzt hatten, fragten sie von sich aus, ob nun auch „Australien“ ein mögliches Thema sein könne. Diesem Wunsch kam ich ein paar Wochen später gerne nach. Ich bereitete eine Unterrichtsreihe zum Thema vor. Diese konzipierte ich als eine Mischung aus Frontalunterricht, Kooperativem Lernen und einer Werkstatt zum Thema.

Die Kinder setzten sich nun auf vielfältige Weise mit dem Thema „Australien“ auseinander, lernten Wortmaterial (z.B. die englischen Namen der Tiere) und Chunks kennen und gebrauchen, erfuhren vieles über die Kultur und das Land, über die Tiere und die Landschaft.

Jedes Kind der Klasse 4 bekam ein von mir erstelltes Activity Book zum Thema „Australien“, indem die Auseinandersetzung mit dem Thema auf vielfältige Weise angeregt wird: Lesetexte, Ausmalbilder, Fragen, Anregungen zum Sprechen und Handel u.v.m.. Zusätzlich gab es Stationen zum Thema: Domino, Würfelspiel, Bücher, u.v.m.. Die Kinder durften hier in ihrem eigenen Tempo mit selbst gewählten Partnern selbstständig arbeiten.

Gemeinsam gestalteten wir eine wachsende Ausstellung von Bildern und Texten über Australien an unserer mobilen Pinnwand.

Im Verlauf dieser Unterrichtsreihe (am 4. Mai 2016) konnte ich es einrichten, dass eine junge Frau aus Australien, Gemma, sich während ihres Deutschlandbesuches die Zeit nahm und den Fragen der Kinder stellte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kinder des vierten Schuljahres bereits zum Thema „Australien“ gearbeitet. Die Kinder der 3. Klasse hatten das Thema noch nicht berührt. Sie hatten sich nur die vom 4. Schuljahr erstellte Pinnwand angesehen.

Gemma besuchte nacheinander beide Klassen. In Klasse 4 wurde sie mit „G´day“ begrüßt. In Klasse 3 mit „Good morning“. Wir begannen mit einer gestützten Sprachrunde: „My name is … I am from …“ Wobei die Kinder sich auch auf die Herkunft ihrer Eltern beziehen konnten. Anschließend stellten die Kinder Fragen, die sie zuvor als Hausaufgabe formuliert hatten, die sich aber auch aus dem folgenden Gespräch ergaben. Manche Kinder stellten diese Fragen auf Englisch, andere auf Deutsch. Das war ihnen frei gestellt. Manche Kinder mischten englische Begriffe in die deutschen Fragen. Gemma antwortete Englisch. Dabei erkannten die Kinder häufig einzelne englische Wörter wieder und benannten diese stolz. Manche verstanden den Sinnzusammenhang des Gesagten und konnten ihren Klassenkameraden übersetzen. Diese Erkenntnis stärkte sie sehr.

Die meisten Fragen betrafen Sehenswürdigkeiten und Tiere in Australien, besonders giftige Tiere. Hierbei griffen Kinder der 4. Klasse auf ihre Erkenntnisse aus dem vorangegangenen Unterricht zurück, etwa auf den Platypus oder Ayers Rock. Manche Kinder nutzten die Chunks aus den Interviews und Partner Talks, z.B. Have you ever seen …? 

In der folgenden Englischstunde wurden die neuen Erkenntnisse aus dem Interview mit Gemma wiederholt. Die Kinder beider Klassen formulierten ihre Eindrücke und was sie besonders interessant fanden. Ich gab das Lob Gemmas weiter, die die meisten Fragen als sehr interessant und die Kinder als sehr freundlich, offen und höflich empfunden hatte. Diesem Lob schloss ich mich an.

Wir sammelten in Klasse 4 unsere Erkenntnisse über „Tiere“, „Australien allgemein“, „Sehenswürdigkeiten“ und „Sonstiges“ auf Plakaten in einer Art des Brainstormings.

Pädagogische Ziele:

Der Englischunterricht an unserer Schule legt besonders viel Wert darauf, Spaß an der englischen Sprache zu vermitteln und etwaige Ängste oder Ressentiments gegenüber der fremden Sprache auszuräumen. Wir singen, sprechen und hören daher sehr viel, üben Chunks im Rahmen von Sprachrunden und Interviews, im szenischen Spiel und in Reimen und Liedern. Die Sprache wird als Verständigungsmittel erfahren und genutzt.

Entsprechend des Lehrplans NRW für Englischunterricht an der Grundschule, ist ein Teilbereich das Kennenlernen englischsprachiger Länder und Kulturen. Hier möchte ich besonderen Wert auf Authentizität legen und dabei die Interessen der Kinder besonders berücksichtigen. Daher nutze ich Erfahrungsberichte von Kindern und Kinderbücher sehr gern im Zusammenhang mit diesem Teilbereich.

Teilnehmer Feedback:

Die junge Australierin Gemma war begeistert von der fröhlichen, offenen Art der Kinder, ihrem ehrlichen Interesse und ihrer englischen Sprachfertigkeiten.

Die Kinder des 4. Schuljahres waren sehr interessiert an dem ganzen Themenbereich. Sie arbeiteten engagiert und freudvoll auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Beim Arbeiten im Workbook und an den Stationen gaben sie sich sehr viel Mühe. Im Unterrichtsgespräch formulierten sie selber, dass sie viel gelernt hätten. Sie würden sich über einen weiteren Besuch Gemmas sehr freuen.

Die Kinder der Klasse 3 möchten nun auch das Thema „Australien“ im Englischunterricht behandeln.

Als Englisch-Fachlehrerin  des 3. und 4. Schuljahres bin ich sehr zufrieden mit der Arbeit und den Leistungen der Kinder. Sie wenden viele Chunks bereits von sich aus richtig an. Die Kinder konnten eine Menge Kenntnisse über das Land Australien, seine Sehenswürdigkeiten und Tiere, gewinnen.  Auch ich habe einiges erfahren, was ich vorher nicht gewusst habe.

GGS Barbaraschule Mülheim

Projekt: Barbaras Leseparty

Im Wettbewerb bis: JUNI

Vom 18. bis 22. April 2016 fand an der Barbaraschule unsere Projektwoche statt, in der sich 220 Kinder in acht Klassen eine Woche lang mit spannenden Leseabenteuern beschäftigt haben. Unser Ziel: Die Förderung der Lesekompetenz.

Klasse 1a – Wo die wilden Kerle wohnen

In der 1 a drehte sich alles um Maurice Sendaks Bilderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen. Die Kinder der Drachenklasse haben sich während der Projektwoche auch in wilde “Kerle“ und “Kerlinnen“ verwandelt. Sie haben die Geschichte im Bilderbuchkino kennengelernt, sie haben viel gelesen und natürlich selber viele wilde Dinge getan: Wilde Lieder gesungen, wilde Geräusche zum Bilderbuch erfunden, wilde Kerle gezeichnet und gebastelt, wilde Tänze getanzt, wilde Leserätsel gelöst, Wilde-Kerle-Kraftessen gefuttert und auf der Bühne in der Aula ein wildes Theaterstück aufgeführt.

Klasse 1b – Käpt’n Knitterbart und seine Bande

 Die Löwenklasse 1 b hat sich in der Projektwoche mit dem Thema “Piraten“ beschäftigt. Dazu wurde der Klassenraum piratenmäßig gestaltet und die Kinder tauchten ein in die Welt der Piraten. Um mehr über das Leben von Piraten zu erfahren, lernten sie das Bilderbuch “Käpt´n Knitterbart und seine Bande“ kennen. Ihr Ziel war es, allen Besuchern am Ende der Projektwoche einen Einblick in das Leben des Käpt´n Knitterbart und seiner Bande zu geben und deshalb drehten sie einen richtig spannenden Piratenfilm.

Klasse 2a – Der kleine Delfin ist in Gefahr

Zum Inhalt der Ganzschrift: Dolfi landet in einem Netz von Tierfängern und muss nach beschwerlicher Reise in einem Delfinarium Kunststücke vorführen. Aber er kann seine Freunde nicht vergessen und sehnt sich nach Freiheit. Wir haben gemeinsam diese spannende Geschichte gelesen und über den Schutz dieser Tiere nachgedacht. Wir haben geschrieben, gebastelt, gemalt, im Hallenbad Nord Delfinspiele gespielt, gerechnet, gesungen und uns einen Film zum Thema “Delfine und andere Meeresbewohner“ angesehen. Am Ende erhielten alle Aktivisten das Delfin-Schützer-Diplom!

Klasse 2b – Das Grüffeltier, das lieben wir

Die kleine Maus aus Axel Schefflers und Julia Donaldsons Bilderbuch “Der Grüffelo“ hat die Kinder der Klasse 2b während der Projektwoche im April mit auf ihre spannende Reise durch den großen Wald genommen. Die Kinder der 2b machten sich auf eine aufregende Suche nach dem “Grüffeltier“ und wurden zu echten Grüffelo – Experten: Sie erstellten ihr eigenes Bilderbuchkino, lösten Grüffelo-Rätsel und spielten grüffelhaftes Theater. Natürlich haben sie auch etwas Grüffeliges gesungen, gebastelt und gezeichnet. Das Schreiben eigener Grüffelo-Geschichten durfte auch nicht fehlen! Zur Stärkung haben wir uns bei einem richtigen Grüffelo-Festschmaus satt gefuttert.

Klasse 3a – Wer wird Millionär?

Die Kinder der Klasse 3a haben in der Projektwoche in Kleingruppen eifrig Bücher gelesen und dazu Fragen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad notiert. Danach haben sie für das beliebte Ratespiel “Wer wird Millionär?“ ihre Fragen in den PC eingegeben und es mit ihrem Klassenlehrer am Präsentationsnachmittag zusammen gespielt. Als Vorlage diente ihnen eine frei bearbeitbare PowerPoint Präsentation mit originalem Design und den bekannten Sounddateien.

Klasse 3b – im Olchi-Fieber

Unser Motto: “Grüne Popel, Stinkefüße, all das ist bei uns jetzt dran. Fußball spielen und nicht baden, steh‘n bei uns auf dem Programm!“. In der Projektwoche hat uns das Olchikind in unserer Klasse überrascht: Es hatte einen Müllsack dabei, in dem lauter Müll war. Da haben wir Kinder Konservendosen, dreckige Tempotücher, Alufolie, Saftpackungen und anderes stinkiges Zeug aus dem Sack geholt. Dann hat uns das Olchikind das Olchilied, Pfeifen und Fußballregeln beigebracht. Jeden Tag haben wir im Buch “Die Olchis werden Fußballmeister“ gelesen. Danach haben wir Olchi-Masken aus Papptellern gebastelt, Fußballfelder und Fußballtore hergestellt und in der OGS-Küche grüne Olchi-Köpfe gebacken. Im Treppenhaus vor unserer Klassentür durften wir sogar Olchis an die Wand malen und mit bunter Farbe ausmalen. Nachdem unsere Köpfe vom Arbeiten schon rauchten, haben wir uns zwischendurch auf der Wiese jeder auf seine Weise entspannt und das nächste Kapitel in unserem Olchi-Buch gelesen!

Klasse 4a – Comic gestalten

Wir haben zunächst versucht, unsere ersten Gedanken aufs Papier zu bekommen. Jede Gruppe hat anders angefangen: Die einen haben erst mal etwas in Textvorlagen markiert, die andere Gruppe hat direkt versucht, einen Comic zu erstellen. Andere wiederum haben direkt eigene Texte verfasst und erst dann dazu gezeichnet.

Klasse 4b – Detektive im Einsatz

Wir haben "Kommissar Kugelblitz“ beim Lösen kniffliger Fälle geholfen und selber Detektivagenturen gegründet. Als Detektive erstellten wir Steckbriefe, lösten Bilderrätsel, erforschten verschiedene Sprachen und kamen Geldfälschern auf die Schliche. Natürlich ließen wir uns auch eigene geheimnisvolle Geschichten und Rätsel einfallen. Bei einer Schnitzeljagd in der Schulumgebung konnten wir unseren detektivischen Spürsinn unter Beweis stellen. Die Projektwoche stand für uns Detektive der 4a ganz unter dem Zeichen: Auf die Spuren – fertig – los! b

PROJEKTTAGBEGINN: JEDEN MORGEN MIT DEM MOTTOLIED

Jeden Morgen um 8.00 Uhr trafen sich alle Klassen in der Aula und sangen gemeinsam das Mottolied der Projektwoche, das unsere Musiklehrerin hierfür selber getextet hatte: Mit Büchern kannst du weit entflieh‘n, durch sie in and‘re Welten zieh‘n. Wer liest, das ist der “Super-Gau“, der wird durch sie auch “oberschlau“! Ab dem 8.4.2016 startete zusätzlich ein ANTOLIN-Klassen-Lesewettbewerb. Alle Kinder haben mitgemacht und kräftig Bücher gelesen. Bis zum 21.4. konnten sie fleißig im Internetprogramm ANTOLIN-Punkte für ihre Klasse sammeln. Sieger ist die Klasse geworden, die am Donnerstagabend die meisten Punkte erlesen hatte. Sie gewann ein neues Bücherpaket für unsere Schulbücherei, gesponsert von unserem Förderverein. Als Trostpreis erhielten außerdem alle Kinder noch etwas Süßes

HIGHLIGHT FÜR ALLE: DAS SAMS ZU BESUCH IN DER BARBARASCHULE

Am Dienstagvormittag, 19.4.2016 führte das Mülheimer Figurentheater WODO-Puppenspiel in unserer Aula das Theaterstück “Neue Punkte für das Sams“ auf. Hierzu hatten wir auch unsere künftigen Schulneulinge eingeladen.

PRÄSENTATIONSNACHMITTAG ZUM ABSCHLUSS DER PROJEKTWOCHE

Am Freitagnachmittag, 22.4.2016 haben alle Klassen in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr ihre Projektergebnisse präsentiert. Der gemeinsame Beginn war um 15.00 Uhr mit einem kleinen Programm in der Aula. Alle waren herzlich eingeladen, sich am Präsentationsnachmittag in eine Kinderbuchfigur zu verwandeln und sich als Pippi Langstrumpf, Greg, Sams, oder als Zwerg zu kostümieren. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich große und kleine Leser natürlich zwischendurch stärken.

FAZIT DER PROJEKTWOCHE “BARBARAS LESEPARTY“

Eine Viertklässlerin sagte am Freitagnachmittag: "Das war die schönste Schulwoche, die ich an der Barbaraschule erlebt habe. Schade, dass alles nun schon wieder zu Ende ist."

Gerhart-Hauptmann-Schule Velbert

Projekt: Traumpause

Im Wettbewerb bis: JUNI

Seit Beginn des Jahres 2016 findet freitags in der 1. oder 2. Pause eine sogenannte Traumpause statt. Für Kinder, die gerne Geschichten hören.

Die Sozialpädagogin der Schule liest eine Geschichte vor oder bietet eine Entspannung an. Meistens wird eine Geschichte in Form eines Bilderbuches von den Kindern ausgewählt.

 

15 Kinder können sich zu Beginn der Woche zur Traumpause am kommenden Freitag anmelden, indem sie ihren Namen und ihre Klasse in eine Liste eintragen. Die Sozialpädagogin bekommt dadurch einen Eindruck über die Zusammensetzung der Gruppe und kann eine kleine Geschichten-Vorauswahl treffen. Letztendlich entscheiden die Kinder durch Abstimmung, welches Buch tatsächlich vorgelesen wird.

Die Zusammensetzung der Gruppe ist oft bunt gemischt.

Die Traumpause wird sehr gut von den Kindern angenommen – es gibt Fans, die möglichst jede Woche dabei sein wollen.

Ziel der Traumpause: Wir wollen den Kindern eine entspannte Pause anbieten. Einige Kinder mögen eher Ruhe als Toben auf dem Schulhof. Die Gerhart-Hauptmann-Schule liegt in einem Stadtteil von Velbert, in dem viele Familien mit Migrationshintergrund leben und die finanziellen Einkommen eher gering ausfallen. Es ist nicht unbedingt die Regel, dass den Kindern vorgelesen wird oder dass die Kinder mit Büchern aufwachsen. Wir wollen bei den Kindern das Interesse an Büchern, an Geschichten wecken. Wir wollen sie einladen, in die Welt der Fantasie einzutauchen und ihre eigene Fantasie anregen.

Bislang liest die Sozialpädagogin vor. Denkbar wäre, dass ein Kind vorliest. Denkbar wäre auch hin und wieder ein Bilderbuchkino im Computerraum oder auch der Besuch eines Autors oder einer Autorin.

Besonders erwähnenswert: Die Traumpause findet tatsächlich auch in der Pause der Sozialpädagogin statt – also außerhalb ihrer Arbeitszeit …

Grundschule Bromskirchen

Projekt: Experiment des Monats

Im Wettbewerb bis: JUNI

Seit 2014 findet monatlich „Das Experiment des Monats“ statt. An einem Tag im Monat wird mit jeder Klasse eine Schulstunde lang experimentiert. Die Schülerinnen und Schüler sollen hier Alltagsphänomene verstehen lernen, so dass sie selbstbewusst und selbstbestimmend ihre Natur gestalten können.

Weiterhin soll den Kindern der Spaß an naturwissenschaftlichen Themen gegeben werden. Daraus werden vielleicht in Zukunft potenzielle Fachkräfte für diese Bereiche.

Es zeigt sich, dass die Kinder sehr experimentierfreudig sind und sich offen und ohne Ängste darauf einlassen.

Von Beginn des Projekts an werden die Kinder mit der Arbeitsweise von Forschern vertraut gemacht. Sie stellen Vermutungen zu dem bevorstehenden Experiment an, beobachten genau und können auch mittlerweile schon gut Vorwissen aus anderen Experimenten mit den neuen Inhalten verknüpfen und erklären, warum etwas wie passiert. Am Ende füllen wir gemeinsam ein Versuchsprotokoll aus.

Es zeigt sich, dass gerade die Kinder, die seit der ersten Klasse am Experiment des Monats teilgenommen haben, sich sehr sicher und voller Freude in diesen Schritten bewegen und sie gestalten können.

Damit die Kinder weiterhin mit Freude und Interesse dabei bleiben, fangen wir gerade an, professionelle Ausrüstung für die Kinder zu besorgen. Wir haben bisher Schutzbrillen, Reagenzgläser, Zangen, Pipetten und Petrischalen gekauft, da wir für die Experimente bis dahin noch keine Materialien besaßen und uns mit Alltagsmaterialien beholfen haben. Die Kinder freuen sich über die Materialien, die sie zu „richtigen Forschern“ machen.

 

Wieland-Gymnasium Biberach

Projekt: Zillenbau

Im Wettbewerb bis: JUNI

Seit vielen Jahren ist die zwölftägige Fahrt von Regensburg nach Wien auf der Donau ein wichtiger Bestandteil des Schullebens an unserem Gymnasium. Die Fahrt auf der Donau treten alle neunten Klassen unserer Schule an. Zurückgelegt werden die 500 km auf schuleigenen Holzbooten, den sogenannten Zillen.

Die meisten der schuleigenen Zillen wurden zwischen 1990 und 2005 von einem mittlerweile pensionierten Kollegen gebaut. Da einige der zwölf Boote der WG-Flotte mittlerweile in die Jahre gekommen sind, fallen immer häufiger Reparaturen an. Einige Boote müssen in den nächsten Jahren auch ersetzt werden. Um diese Mammutaufgabe zu bewältigen, wird im nächsten Schuljahr eine AG für Zehnt- und Elftklässler eingerichtet, die unter Anleitung Zillen reparieren und neue Zillen bauen werden.

Die Werkstatt für den Zillenbau wurde bereits jetzt mit einer kleinen Schülergruppe aus der letztjährigen Donaufahrtklasse in diesem Schuljahr eingerichtet. Ein Prototyp wurde fertigstellt, um die Machbarkeit des Unternehmens zu demonstrieren.

Die Schüler waren beim Aufbau der Werkstatt mit Eifer bei der Sache und freuen sich schon auf ihre Teilnahme an der AG im nächsten Jahr und den Bau der nächsten Zille.

Grundschule Sande Paderborn

Projekt: Brücken

Im Wettbewerb bis: JUNI

Die 20 Mädchen und Jungen der Klasse 3a an der Grundschule Sande beschäftigen sich im Sachunterricht mit dem Thema Brücken.

Nach dem ersten Erfahrungsaustausch ging es direkt ans Werk. Mit unterschiedlichsten Aufgaben und Materialien konnten die Schüler/innen die verschiedenen Arten von Brücken und ihre Bauweise erforschen. Einige konnten im Miniformat als Holzmodell in Partner- und Gruppenarbeit erstellt werden. Dieses Thema war für viele Kinder so spannend, dass sie bei Ausflügen Brücken fotografierten und die Fotos mit in den Unterricht brachten. Auch wurden zuhause viele eigene Modelle erstellt und mitgebracht, so dass wir mittlerweile eine kleine Ausstellung zusammenstellen konnten.

Besonders spannend war für alle der Bau von Leonardobrücken im Miniformat und das Austesten ihrer Tragfähigkeit. Unsere kleinen Brücken dehnten sich zwar aus und veränderten ihre Anfangshöhe, doch alle hielten eine Belastung von 12 Kilogramm aus. Die Kinder nahmen ihre Begeisterung für diese Brücke mit nach Hause.

Ein Großvater ließ sich von seinem Enkel dafür begeistern und baute mit ihm am Wochenende eine große Leonardobrücke aus alten Holzlatten. Diese durften wir dann auf dem Schulhof auch testen und problemlos mehr als 3 m damit überbrücken. Natürlich haben wir dann auch den Belastungstest gemacht: Zwei Kinder konnten die Brücke überqueren und das waren teilweise mehr als 60 Kilo. Alle Kinder waren begeistert dabei. Nun wird dieses Projekt auf dem Schulfest im Juni als Mitmachaktion noch mal für alle Sander Kinder starten.

   

   

Schule am Sportpark Erbach

Projekt: Blacklight Soccer Turnier

Im Wettbewerb bis: JUNI

19 Jugendliche der Abschlussklassen und der Schülervertretung organisierten für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ein Schwarzlicht–Fußballturnier in der Schulsporthalle und wollten somit ein Zeichen für Respekt, Toleranz und Miteinander setzten. Die Lern- und Lehrform „Lernen durch Engagement“ (LdE) stand dabei im Vordergrund, d.h. die Jugendlichen zeigten, wie gesellschaftliches Engagement mit schulischem Lernen verbunden werden kann.

Theoretische Inhalte aus dem Sporttheorieunterricht wurden mit einem sozialen Schwerpunkt in einer gemeinsamen Sportveranstaltung umgesetzt. Rund 70 Mädchen und Jungen spielten in einer verdunkelten Halle, in der die Spielfeldlinien, die Tore, der Ball und die Leibchen der Spieler mit UV-Licht zum Leuchten gebracht wurden.

Das Schwarzlicht stand dabei für Chancengleichheit und Unvoreingenommenheit: Das Aussehen, die Herkunft, das Geschlecht und der kulturelle Hintergrund spielten keine Rolle mehr, denn die Jugendlichen konnten nur die Umrisse und die leuchtenden Neonleibchen ihrer Mitspieler und Gegner sehen. Diese stellte sowohl die Mannschaften als auch die jungen Schiedsrichter vor eine große Aufgabe: „Fair – Play“ war hier die wichtigste Regel!

Für alle Beteiligten war dieses Projekt ein toller Erfolg! Die Schülerinnen und Schüler konnten durch ihre praktischen Tätigkeiten sehr viele Erfahrungen sammeln und anderen Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ermöglichen. Außerdem freut es uns sehr, dass die Idee der Jugendsozialarbeit der Stadt Erbach so gut gefiel, dass diese darüber nachdenkt, eine ähnliche Veranstaltung in Verbindung mit Sportvereinen und Flüchtlingen ins Leben zu rufen.

GGS Dönhoffstraße Leverkusen

Projekt: Kunstausstellung

Im Wettbewerb bis: JUNI

Unsere Schule liegt im Zentrum von Leverkusen. Zur Zeit haben wir 211 Schüler und Schülerinnen, über 65% davon nehmen am Offenen Ganztag teil. Der Migrationsanteil unserer Kinder liegt bei über 90%, sodass in unserer Schule sehr vielfältige und unterschiedliche Kinder unterrichtet werden. Wir beschulen Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf. Auch im Nachmittagsbereich gibt es besondere Gruppen, in denen inklusiv gearbeitet wird. Zum Beispiel arbeiten Kinder in einer OGS-Gruppe auf unserem Bauspielplatz mit Holz und anderen Naturmaterialien.

 

  

Zu Beginn des Jahres bekamen wir von unserer Stadtbücherei die Möglichkeit, dort eine Kunstausstellung einzurichten. Sofort begannen einige Klassen im Kunstunterricht Kunstprojekte zu planen. Auch eine OGS-Gruppe beteiligte sich. Passend zu der Vielfältigkeit unserer Kinder nannten wir das Projekt „Vielfalt“. Am 07.April 2016 eröffneten wir die Kunstausstellung in einer kleinen Feierstunde in der Hauptstelle der Stadtbücherei in der Rathausgalerie. Sie ist bis zum 21.Mai geöffnet.

Die pädagogischen Ziele unseres Projekts:

  • Zusammenarbeit von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in einer Gruppe
  • Förderung der Kreativität und Ausdrucksfähigkeit
  • Erfahrung der Kinder, dass ihre Arbeitsergebnisse öffentlich ausgestellt werden können

  

Volksschule Groß-Enzersdorf (Niederösterreich)

Projekt: My Lapbook

Im Wettbewerb bis: JUNI

Nachdem wir seit der ersten Klasse immer wieder gemeinsam Lapbooks erstellt hatten, bekamen die Kinder übers Wochenende den Auftrag, sich ein Thema für ein eigenes Lapbook zu überlegen. Die Kinder wurden von mir angeregt, sich ein Thema auszusuchen, dass sie besonders interessiert. Am Montag nannten mir die Kinder ihre Themen. Einige Themen waren naheliegend, wie z.B. Haustiere, Dinosaurier oder Indianer. Andere Themen kamen jedoch sehr überraschend: Bäcker, Zweiter Weltkrieg oder das Thema Fregatten. Schön war, dass fast alle Kinder mit Migrationshintergrund ihr Herkunftsland als Thema wählten.


   


Im nächsten Arbeitsschritt durften die Kinder im Internet nach einem Bild für die Titelseite des Lapbooks suchen. Anschließend erstellte jedes Kind eine Mindmap zu seinem Thema, um Ideen und Stichworte festzuhalten. Nun begannen drei Wochen der harten und intensiven Arbeit. Aus Büchern und dem Internet entnahmen die Kinder sämtliche Informationen und bereiteten diese so auf, dass sie für das Lapbook geeignet waren. Hauptkriterium war, dass das Lapbook während der Arbeitsphase nicht mit nachhause genommen werden darf (um arbeitseifrige Eltern vom Helfen abzuhalten).

Ich versuchte mich während der Arbeitsphase weitestgehend zurückzunehmen. Manche Kinder schafften es ganz ohne Hilfe, andere Kinder wurden von mir mit Ideen und Input unterstützt.

Nach drei Wochen wurden die Eltern zu einer Präsentation der fertigen Lapbooks eingeladen. Stolz erzählte jedes Kind in kurzen Sätzen, warum es sich für das Thema entschieden hat.
Anschließend gingen die Eltern von Tisch zu Tisch und bewunderten die fertigen Lapbooks der Kinder. Stolz erzählten die Kinder alles, was sie nun über ihr Thema wussten. 

Die Ziele des Projektes waren u.a.:

  • Nachdenken über die eigenen Interessensgebiete
  • Selbstständige Auseinandersetzung mit einem Themas
  • Arbeit mit den neuen Medien
  • Beschaffen von Informationen
  • Aufbereiten von Informationen
  • Präsentation vor Publikum

Besonders schön war an dem Projekt:

  • die hohe Motivation und Freude der Kinder an der Arbeit
  • dass selbst die leistungsschwachen Kinder wunderschöne Lapbooks erstellt haben und so stolz auf ihre Arbeit waren
  • dass Kinder mit Migrationshintergrund sich intensiv mit ihrem Herkunftsland auseinandersetzen konnten
  • dass die Kinder so neugierig auf die Lapbooks der anderen Kinder waren

Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf

Projekt: Friedens-AG – Ich bin ein Fairtrader

Im Wettbewerb bis: JUNI

Fast jeden Freitag gibt es an unserer Schule eine Aktion der Friedens-AG unter dem Motto „Ich bin ein Fairtrader!“.

Zum Valentinstag am 14. Februar 16 und zum Weltfrauentag am 8. März 16 haben wir mit Fairtrade-Rosen ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Frauenrechte für Pflückerinnen auf Blumenfarmen in Ostafrika und Lateinamerika gesetzt.

Der Andrang unserer Schüler/innen war groß und so waren die 80 Rosen in der zweiten großen Pause verkauft. „Flower to the people“ und flowerpower für unsere Schule!

In der Freitagsaktion am 04.12.15 beispielsweise haben wir erklärt, warum wir fair gehandelte Produkte an unserem fairen Laden verkaufen. Dazu haben wir Infomaterial verteilt. Gemeinsam können wir etwas verändern. Ein gutes Gefühl!

Oder wir rufen wie am 05.02.16 dazu auf, sich an der Kampagne von „jugendhandeltfair“ zu beteiligen. Noch immer arbeiten weltweit rund 85 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen. Deshalb wurden Luftballon aufgepustet, fotografiert und zu einer riesigen Collage verarbeitet, um diese an Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zu übergeben.

  

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir einfach weg. „Nicht wegwerfen!“ war deshalb das Motto unserer Freitagsaktion am 26.02.15. Mit netten Aufklebern und Postkarten haben wir darauf hingewiesen, dass wir bewusster und maßvoller einkaufen, einen Einkaufszettel nutzen und Reste verwerten sollten.

 

Ziele:

 Die Friedens-AG der Christian-Hülsmeyer-Schule in Barnstorf unter der Leitung von Dorit Schierholz verfolgt den Ansatz, faires und couragiertes Verhalten fest im Schulleben zu verankern:

Ausgehend von der Frage, was Courage bedeutet, wurde mit Schülerinnen und Schülern erarbeitet, dass eine „Schule mit Courage“ sich dadurch auszeichnet, dass mutiges Eintreten für andere selbstverständlich ist. Dazu gehört für die Schülerinnen und Schüler, ihr Handeln bedenken, sich menschlich und tolerant verhalten, keinen Rassismus leben, sich für Mitschülerinnen und Mitschüler einzusetzen, fair sind und Respekt anderen gegenüber haben.

Faires Verhalten und respektvoller Umgang werden dabei aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und mit dem Fairtradegedanken erweitert. Damit das auch gelebt wird, müssen wir mit den Freitagsaktionen immer wieder erinnern, aufklären, informieren und zeigen, was Fairtrade ist und dass es Spaß macht, fair zu sein und fair zu handeln.

Die ritualisierten Freitagsaktionen sind fester Bestandteil unseres Schullebens, werden mal mehr, mal weniger wertgeschätzt, aber haben in der Summe das Schulleben nachhaltig verändert. Nicht alle Schüler/innen lassen sich von dem Virus infizieren. Mit Unverständnis und Widerständen umzugehen und die Meinung der anderen zu tolerieren, ist jedenfalls auch schon ein Schritt. Auf jeden Fall sind die regelmäßigen Aktionen Erinnerungen und Aufforderungen an das, was uns als Schule mit Courage und als Fairtrade-Schule ausmacht und notwendig, damit beides nachhaltig im Schulleben verankert bleibt.

Robert-Gerwig-Schule Singen

Projekt: Maths Training

Im Wettbewerb bis: JUNI

Viele der jungen Flüchtlinge wollen sich bei uns in Deutschland über eine berufliche Ausbildung oder sogar über ein Studium in unsere Berufswelt integrieren. Dies erfordert aber neben guten Deutschkenntnissen in fast allen Fällen auch ein gutes Basiswissen in Mathematik. Während es aber eine Vielzahl von Anbietern für Sprachkurse gibt, werden Mathematikkurse so gut wie gar nicht angeboten, und dies ist ein großes Problem!

22 Schüler der Klasse WG J2/1 haben sich daher entschlossen, in der Zeit zwischen dem schriftlichen und dem mündlichen Abitur als Junior-Teacher aufzutreten und 40 Flüchtlingen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, welche über akzeptable Englisch-Kenntnisse verfügen, im Rahmen eines Kompaktkurses im Umfang von 5 x 3 Stunden den Mathematik-Mittelstufenstoff zu vermitteln. Unterrichtssprache ist dabei Englisch.

Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die Flüchtlinge ein entsprechendes Zertifikat.

Außerdem ist geplant, die von den Schülern erstellten Skripte und Übungsblätter zu einer Broschüre zusammenzufassen, so dass anhand dieser Broschüre zukünftig auch andere Mathematik-Kundige Kompaktkurse dieser Art anbieten könnten.

Schopenhauer – Grundschule Dortmund

Projekt: Lernen in der Manege

Im Wettbewerb bis: JUNI

Einmal in vier Jahren verwandelt sich die Schopenhauer-Grundschule in einen bunten Zirkus mit Artistik, Akrobatik schwarzem Theater, Zauberei und Clownerie.


Kinder, Lehrer und Eltern arbeiten zusammen mit dem Circus Soluna eine Woche daran, eine faszinierende Show auf die Beine zu stellen.
Am Sonntag den 10.04. wurde unter Mithilfe zahlreicher Eltern das Zweimast-Zelt aufgebaut. Hier sollen die Proben sowie die vier Vorstellungen stattfinden. Gleichzeitig lernten Lehrer und Eltern in der Turnhalle das artistische Angebot kennen, das sie selbst den Schülerinnen und Schülern in der kommenden Woche vermitteln sollen. Es wurden zahlreiche Zirkuskünste angeboten: Hochseil, Jonglage, Pois, Lunas-ticks, Clownerie, Zauberei; Kugellauf, Leiterartistik, Trapez, Akrobatik, Feuermutproben und Seilspringen.
Am Montag stellten die Lehrer zusammen mit den Eltern den ca. 290 Schülerinnen und Schülern die verschiedenen Künste in einer Zirkusvorstellung vor. Anschließend hatten alle Kinder die Aufgabe alle Künste einmal selbst auszuprobieren, um sich danach für einen Bereich zu entscheiden.

Drei Tage lang wurde unentwegt geübt, trainiert, verbessert und gegenseitig vorgeführt was in den Gruppen erarbeitet wurde. Dabei gab es immer wieder hilfreiche Tipps und beruhigende Worte von Benni und Bella, die das ganze Projekt mit ihrem Zirkus Soluna begleitet haben.
Am Freitag den 14.04. gab es dann eine Vorstellung für benachbarte Schulen und Kindergärten und eine öffentliche Vorstellung. Am Samstag folgten zwei öffentliche Vorstellungen und am Abend der Zeltabbau. Alle Vorstellungen waren von Erfolg gekrönt und wurden vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt.
Die Eltern waren stolz auf ihre Kinder und froh über die gelungenen Vorstellungen. Die Lehrinnen und Lehrer waren glücklich einen organisatorischen Kraftakt gemeistert zu haben.

   

 

Kooperation, Teamgeist und Projektarbeit stehen im Mittelpunkt dieser Aktion.

Im sozial schwierigen Umfeld der Schopenhauer-Grundschule ist das Zirkus-Projekt von besonderer Bedeutung. Als ein kulturelles Ereignis bietet es Abwechslung. Alle Kinder können ihren Beitrag leisten unabhängig von schulischem Können, Herkunft oder Sprache. Besonders Kinder aus asylsuchenden Familien können eingebunden werden, da Sprache kaum notwendig ist. Soziale Fähigkeiten werden gefördert.

Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks werden entdeckt. Gemeinsames Arbeiten an einem großen Projekt fördert das Selbstbewusstsein. Die Zusammenarbeit von Kindern, Eltern und Lehrern schafft ein positives Klima und ein gutes Verhältnis zueinander, abseits von schulischem Leistungsdruck.

Sigmund-Jähn-Grundschule Fürstenwalde

Projekt: Willkommen – Interkulturelle Kommunikation

Im Wettbewerb bis: JUNI

Mit Beginn des 2. Schulhalbjahres 2015/16 lernen an unserer Schule insgesamt 76 Flüchtlingskinder in drei Vorbereitungsklassen und Fördergruppen. Hier ist mein Betätigungsfeld der Deutschunterricht in einer Klasse mit 14 Kindern unterschiedlichen Alters und Herkunft. Wir erleben und leben alltäglich die kulturelle Vielfalt an unserer Einrichtung.

Wir lernen miteinander und voneinander, wir fördern Verständnis und fordern Akzeptanz, Toleranz und Verständnis von unseren Heranwachsenden, in dem wir alle in diesen integrativen Prozess mit einbeziehen und fächerübergreifend sinnvoll Themen miteinander verknüpfen.

Wir Kollegen und Eltern der Schule schaffen dazu auch liebevolle Lernatmosphären und gestalten neue Unterrichtsräume, um der Willkommenskultur ein Gesicht zu geben.

Und so haben die Schüler meiner Klasse 4a und Schüler der 5. und 6. Klassen des Neigungsunterrichts „Interkulturelle Kommunikation“, an verschiedenen Projekten gearbeitet und unser Schulleben damit EXTRA-KLASSE bereichert.

  • Alle schrieben den neuen Schülern der Vorbereitungsklassen einen Kennenlernbrief.
  • Diese am Computer geschriebenen Briefe wurden in einem Fotobuch zusammengestellt.
  • Im Rahmen des Sach- und Deutschunterrichts entstanden alle wichtigen Einrichtungen/Gebäude/Wohnhäuser unserer Heimatstadt, die ein fremdes Kind anderer kultureller Herkunft kennenlernen sollte. So entstand ein Unterrichtsmaterial von Kindern für Kinder für einen Rundgang in ihrer Miniatur-Heimatstadt.

  • Schüler der 5. und 6. Klassen bastelten für die Kinder unserer Vorbereitungsklassen Masken von Tieren (Bauernhof, Zoo, Haus) für den Einsatz im handlungsorientierten Unterricht und in Vorbereitung eines Wandertages in den Fürstenwalder Heimattiergarten.
  • Zeichnungen von lesenden, Ball spielenden, hüpfenden und malenden Kindern werden ein Teil von unserer neu gestalteten Schulfassade werden.
  • Im Mathematikunterricht erarbeiteten sich die Schüler vielfältiges Wissen über Körper und geometrische Formen, die ebenso beim Hausbau vonnöten waren.


Am 09.05.2016 wurden die Briefe verlesen und an die neuen Schüler der Vorbereitungsklassen übergeben (zusammengestellt in einem Fotobuch) sowie die Miniaturstadt vorgestellt und übergeben. Einen Rundgang haben alle gleich mit ihrem Partnerkind absolviert. In den nächsten Wochen wird es noch einige Übungen geben, wenn wir das entsprechende Wortmaterial erarbeitet haben.

Auch die Tiermasken kamen bei unseren Kindern gut an. Konnten sie doch gleich ihr Wissen aus dem Unterricht in Taten umsetzen. Denn ein Teil unserer Miniaturstadt stellt unseren Heimattiergarten dar. Nun freuen sich alle noch mehr auf einen Besuch, der im Juni, im Rahmen unserer traditionellen Schulfestwoche, stattfindet.

Grundschule St. Christophorus Arzfeldt

Projekt: Westeifelschau sucht den Supersong

Im Wettbewerb bis: JUNI

Am 29.04.2016 war es endlich soweit. Geschlossen gingen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Arzfeld zur ortsansässigen, regionalen Westeifelschau. Dort sollte an diesem Tag ein Musikwettbewerb stattfinden. Eine Jury aus heimischen Musikern, sowie der Band „von Brücken“ kürte an diesem Tag den „Supersong“. Dieser sollte einen starken regionalen Bezug aufweisen. Aus diesem Grund wurde das Lied „Arzfeld ist cool“ geschrieben. Nachdem zahlreiche Gruppen aus nah und fern bewundert werden durften, war die GS Arzfeld als letzter Programmpunkt für die Alterskategorie 1. – 6. Klasse dran. Gut gelaunt betraten alle 86 Schülerinnen und Schüler die Bühne und warteten darauf loslegen zu dürfen. Gleich mit den ersten Takten des Liedes zogen die Kinder das Publikum in ihren Bann. Begeistert schmetterten die jungen Musiker den Text den Zuschauern hin. Sie tanzten voller Ausdruckskraft ihre zum Text passende Choreographie. Begeistert lauschten die anderen Schulklassen, die Jury und die Familien der kleinen Künstler und versuchten bereits beim Refrain mitzusingen. Sofort nach den letzten Tönen des Liedes begann der Applaus. Spontan und voller Enthusiasmus verkündete Nicholas Müller, Leadsänger der Band „von Brücken“, dass er gerne gemeinsam mit den Kindern und seiner Band das Lied „Arzfeld ist cool“ im Tonstudio einspielen wolle. Auch Andreas Kruppert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, brachte seine Begeisterung zum Ausdruck. Spontan legte er den Song als neue Einspielmelodie für die Warteschleife der Telefonanlage der Verbandsgemeindeverwaltung Arzfeld fest. Nach diesen überwältigen Angeboten, musste nun das Juryurteil abgewartet werden. Gespannt warteten die Kinder, deren Lehrer und Angehörige die kommenden Minuten ab und waren voller Freude als sie erfuhren, dass sie den Wettbewerb gewonnen hatten. Freudestrahlend nahmen sie den Pokal und den Siegercheck entgegen. Hochmotiviert gingen sie ein zweites Mal auf die Bühne und präsentierten den Siegersong. Anschließend durften die kleinen Stars zum Teil sogar Interviews für den „Trierischen Volksfreund“ geben.

 

In den nächsten Tagen war der Sieg der Grundschule Arzfeld das Gesprächsthema bei Schülern, Lehrern und Eltern. Gemeinsam wurden Zeitungsartikel gelesen und Videos angeschaut. Allerorts wurde man auf das tolle Lied angesprochen. Besonders stolz zeigten die Kinder sich, dass nun ein Video von ihnen bei Youtube zu finden ist und beobachteten, wie oft es bereits angeklickt worden ist.

Pädagogische Ziele:                

  • Stärkung des innerschulischen Zusammenhangs
  • Schulung des musikalisch – ästhetischen Empfindens
  • Stärkung der regionalen Zugehörigkeit
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Heimat

Mathilde Anneke Schule Sprockhövel

Projekt: Schulmusical „Rockhövel 3 – Der Beat der Welten“

Im Wettbewerb bis: JUNI

Alle 3 bis 4 Jahre wird an der Mathilde Anneke Schule ein Musicalprojekt durchgeführt. Das Musical wird in Zusammenarbeit mit einem freischaffenden Musiker (Philipp Kersting) der Region und dem Musiklehrer der Mathilde Anneke Schule (Andreas Lensing) geschrieben. Die Zusammenarbeit gelingt nun schon das 3. Mal, so dass die Geschichte um den Helden Tommek Galaxy in diesem Jahr zu einer Trilogie geworden ist.

Diese Arbeitsweise garantiert viel Lokalkolorit, Bezug zur Lebenswelt der Schüler und die Einbindung existierender Gruppen der MAS aus dem Nachmittagsbereich.

Ebenso soll alles von den Schülern „handgemacht“ werden. So ergibt sich eine hohe Schülerbeteiligung von gut 160 der insgesamt ca. 240 Schülerinnen und Schüler der Schule. Die anderen Schülerinnen und Schüler arbeiteten in den Projektwochen zu verwandten Themen.

Zeitraum des Projektes

  1. Aprilwoche: Projektwoche für die ganze Schule
  2. Aprilwoche: Proben im Nachmittagsbereich (gebundener Ganztag)
  3. Aprilwoche: Proben im Nachmittagsbereich (gebundener Ganztag)
  4. Aprilwoche: Projektwoche für die ganze Schule (Durchlaufproben )

Es gab folgende Projektgruppen:

Schauspiel, Sologesang, Band, Chor, Schattenspiel, Stomp-Performance, Trommelgruppe, Tanz & Choreographie, Kostüm & Schminken, Requisite, Bühnenbau & Kulissenschieber, Licht- und Tontechnik und Dokumentation.

Das Musical wurde innerhalb von 4 Wochen eingeprobt. Das Projekt konnte mit vier ausverkauften Aufführungen vor einem begeisterten Publikum erfolgreich zu Ende geführt werden.

Die Schülerinnen und Schüler sind in diesem Zeitraum über sich hinausgewachsen und haben mit enormem Engagement zum Gelingen beigetragen. Auch der Streik im ÖPNV hinderte sie nicht, zu den Proben zu erscheinen. Dies ist besonders, weil die meisten Schüler „Fahrschüler“ sind und wir einen sehr großen Einzugsbereich haben.

Wir konnten mit dieser Arbeit zur Integration der Schülerinnen und Schüler unserer „Flüchtlingsklassen“ beitragen (beim gemeinsamen Musizieren tritt die Sprache in den Hintergrund). Sie waren u.a. im Chor, bei der Performance und in der Trommelgruppe zu finden.

Die Mitwirkenden konnten ihre Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Disziplin erproben und stärkten ihr Selbstwertgefühl. Eigenschaften, die die Schülerinnen und Schüler in ihrem späteren Berufsleben dringend benötigen. Daher sehen wir unsere Musicalprojekte auch als wichtigen Baustein zur Stärkung der Berufsreife unserer Schüler.

OBS Marienschule Goldenstedt

Projekt: Stoff statt Plastik

Im Wettbewerb bis: JUNI

Die Schülerinnen und Schüler haben seit Dezember 2015 einmal die Woche Stofftaschen ganz unterschiedlicher Art genäht, wie z.B. einfache Taschen, Taschen mit Innenfutter und Innentaschen, Wendetaschen sowie Taschen mit Applikation. Auch kamen unterschiedliche Materialien wie Baumwolle, Textilleder, Kunstfaserstoffe und Jute zum Einsatz. Unterstützt wurden sie beim Nähen der 46 Taschen von drei ehrenamtlichen Textildamen, die die Achtklässler mit vielen Nähtipps und Ratschlägen zur Verbesserung der Arbeitsweise zur Seite standen. Dabei wurde u.a. auch Plattdeutsch gesprochen.
Angeregt wurde das Projekt von Frau Peschke, der Inhaberin des gleichnamigen Schreibwarengeschäftes in Goldenstedt, die einen Artikel über ein ähnliches Projekt einer berufsbildenden Schule gelesen hatte.
Die Taschen wurden ab dem 29.04.16 bei Peschke ausgestellt und verkauft. Nach knapp zwei Wochen waren alle Taschen verkauft – ein schöner Erfolg für uns!

 

Pädagogische Ziele:
•    Umsetzen kreativer Ideen bei der Gestaltung von ganz unterschiedlichen Taschen
•    zunehmende Nähfähigkeit und -fertigkeit
•    das Zuhören, Annehmen und Umsetzen der Ratschläge von den älteren Damen (Alt hilft Jung)
•    Bewusste Unterstützung des Umweltgedankens unserer Schule (Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21 Schule). Das Projekt „Stoff statt Plastik“ soll ein weiterer Beitrag sein, die Umwelt nicht noch mehr durch Kunststoffabfälle (in diesem Fall Kunststofftaschen) zu verschmutzen, auch im Hinblick auf die Verordnung der Europäischen Union (Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle 94/62/EG), die den Verkauf von Einwegplastiktüten reduzieren will.

Ergebnisse und Erfahrungen:
•    Gute Zusammenarbeit mit unserem Partner dem Schreibwarenladen Peschke
•    Positive Resonanz in der Bevölkerung, somit schneller Verkauf der Taschen
•    Positive Unterstützung der Schulleitung und des Kollegiums

Erich Kästner-Schule Oelde

Projekt: Wir backen Brot

Im Wettbewerb bis: JUNI

Eine Schülergruppe von 5 Schülerinnen und Schülern, mit dem Bildungsgang geistige Entwicklung, aus der Klasse 9/10b der Erich Kästner-Schule (Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung) hat im Zeitraum vom 11.01.2016 bis 29.04.2016 das Projekt „Wir backen Brot“ erfolgreich aufgebaut und durchgeführt. Das Projekt fand einmal wöchentlich mit 5 Unterrichtsstunden statt.

Der Ablauf:
In dem Projekt wählen die Schülerinnen und Schüler selber eine Sorte Brot aus, die sie in der folgenden Woche backen möchten. Jede Woche werden 12 Brote gebacken.
Daraufhin schreiben die Schülerinnen und Schüler selbstständig einen Einkaufszettel für alle Zutaten, die benötigt werden. Den Einkauf der Zutaten führen die Schülerinnen und Schüler in Begleitung der Lehrkraft durch. Das Herstellen der Brotlaibe haben die Schülerinnen und Schüler in der Lehrküche nach und nach, mit immer weniger werdenden Hilfestellungen, erlernt. Danach teilen die Schülerinnen und Schüler sich die Aufgaben des Verkäufers, des Kassenwarts und der zuständigen Person, die für das Marketing verantwortlich ist, eigenständig auf. Die Schülerinnen und Schüler wählen noch eine Brotsorte für die folgende Woche aus und schreiben den dafür benötigten Einkaufszettel.
Danach liefern die Schülerinnen und Schüler die Brote im Schulgebäude an die Personen, die ein Brot vorbestellt haben, kassieren und machen direkt wieder Werbung für die Bestellung der folgenden Woche. Die/Der zuständige Schülerin und Schüler trägt die Vorbestellungen in die Liste ein. Durch die Einnahmen des Projektes konnten wir schon Anschaffungen wie Schürzen, Backformen, Backbleche, Rührschüsseln, Handmixer etc. tätigen.

Während der Durchführung des Projektes besuchten wir eine „echte“ Backstube, um uns anzugucken und selber auszuprobieren, wie in einer richtigen Backstube Brote hergestellt werden.

   

Zudem besuchten wir eine Bäckerei, um uns über die unterschiedlichen Brotsorten und ihre Preise zu informieren.

Pädagogische Ziele:
•    planen und einkaufen (Nahrungsmittel kennen lernen, mit Geld umgehen können);
•    Einkaufszettel schreiben, Merkfähigkeit trainieren
•    Einkaufen gehen; Regeln im Straßenverkehr und achten aufeinander - Verantwortung überneh-men.
•    Brote backen; messen, wiegen, vermengen, schneiden, umschütten, einfüllen ... - Maße, Gewichte etc.
•    Informationen über Produkte sammeln, Kochanweisungen auf Packung lesen (Sprache);
•    die Küche und alles, was sie beinhaltet, kennen lernen;
•    alles vorbereiten - Geräte zurechtlegen (Sorgfalt, Planung, Vorausdenken);
•    Hygiene und Gesundheit - z.B. Hände waschen und Schürze umbinden;
•    Übung der Feinmotorik, Handgeschick (eine Prise streuen, Öl auf Esslöffel gießen, ...);
•    Wahrnehmung mit allen Sinnen (hören, sehen, fühlen, schmecken, riechen);
•    Entwicklung von Sozialverhalten (gegenseitige Rücksichtnahme);
•    Positive Rückmeldung von Käufern bekommen (Lebensfreude, Selbstwertgefühl stärken, positive Gefühle);
•    Spaß am Backen haben.

Ergebnisse und Erfahrungen:
Die Ergebnisse und die Erfahrungen, die wir gemacht haben, sind sehr positiv. Die Schülerinnen und Schüler haben sich sehr schnell den Ablauf merken können, haben sich immer auf das Backen gefreut und mit Motivation gearbeitet. Die positive Rückmeldung der Kunden hat das Selbstwertgefühl aller Schülerinnen und Schüler gestärkt und durch das selber Probieren der Brote haben sie erkannt wie lecker (ihr) selbst gebackenes Brot ist.

Teilnehmerfeedback:

„Das Backen macht Spaß und die Brote sind so lecker, das ich ganz oft selber auch eins bestelle.“

„Es gefällt mir gut. Doppelt Daumen hoch. Ich backe gerne, schreibe gerne den Einkaufszettel und verteile gerne die Brote.“

„Das Backen finde ich gut. Ich finde gut, das wir dadurch Geld für unsere Klassenkasse verdienen und damit Sachen kaufen können.“

 Carl-von-Linné-Grundschule Leipzig

Projekt: Lichtverschmutzung
Im Wettbewerb bis: JUNI

Ist dir schon mal aufgefallen, dass man immer weniger Sterne am Himmel sehen kann? Kannst du dir vorstellen, dass Mensch und Tier unter dem Verlust der Nacht leiden? Hast du dich gefragt, woran es liegen könnte?
Wir wollen diese Fragen näher beleuchten und durch eine gezielte Aktion Lichtpunkte setzen.

Innerhalb unserer Projektwoche "Schau hin-Misch dich ein" vom 22.04.-27.04.2016 wollten wir uns mit genau diesem Thema beschäftigen.
20 klassenstufengemischte Schüler sowie Förderschüler mit geistiger Behinderung machten sich mit Begeisterung an die Umsetzung des Arbeitsthemas.

Zuerst forschten wir danach, was Licht eigentlich ist und wodurch sich natürliche und künstliche Lichtquellen unterscheiden. Um die Kinder für künstliche Lichtquellen zu sensibilisieren, führten wir eine Exkursion durch unseren Stadtteil Eutritzsch durch. An Hand von Fotografien, die im Vorfeld angefertigt worden waren, erkundeten die Kinder die künstlichen Lichtquellen. Sie waren super erstaunt, wie viele es gab und wo sie sich überall befanden, viele hatten sie vorher noch nie so wahrgenommen. Somit konnten wir eine Sensibilisierung für das Thema erreichen.

An zweiten Tag setzten wir uns ganz konkret mit Lichtverschmutzung auseinander. Hilfreich war dafür ein kindgerecht aufbereiteter Film von "Erde an Zukunft - Leben ohne Nacht". Danach erfolgte die konkrete Auseinandersetzung mit dem Thema. Es wurden Ideen für Plakate gesammelt, die die Forderungen der Kinder verdeutlichen sollten. Außerdem wurden  Sternenkarten hergestellt, um die Vielfalt der Sterne zu veranschaulichen, die uns nicht mehr sichtbar sind. Eine Auswertung der Exkursion schloss sich an.

Ein Ziel unserer Projektwochenarbeit war die Teilnahme am bundesweiten Aktionstag der UNESCO, der am 26.04.2016 in der Leipziger Innenstadt stattfand.
Deshalb arbeiteten wir am dritten Tag an unserer "Außenwirkung". Wir schrieben das Projektwochenthema auf ökologisch abbaubare Mülltüten, gestalteten unsere Plakate fertig und arbeiteten an unserer ersten Performance.
Dafür dachten wir uns die folgenden Sprüche aus:

Gebt mir ein L...  L, gebt mir ein I…I, usw.
L I C H T V E R S C H M U T Z U N G
Leuchtreklame knallig bunt,
bei Tag und Nacht ist ungesund.
Zieht die Stecker endlich raus,
so viel Licht ist doch ein Graus.
In der Stadt ist zu viel Licht,
Sterne siehst du deshalb nicht.
Willst du Sternenbilder sehn,
musst du in die Alpen gehen.
Vögel zwitschern schon ab 3:00.
Für mich ist dann die Nacht vorbei.
Mein Biorhythmus ist gestört,
das find ich wirklich unerhört.
Lichterkuppeln über großen Städten,
wir müssen dringend die Dunkelheit retten.
Die Zugvögel sind orientierungslos.
Die Fledermaus fragt sich, was fresse ich bloß?
Lichtverschmutzung - haltet ein.
Lichtverschmutzung - muss nicht sein.

Um fit für die Demo in der Innenstadt zu sein, probten wir zur Freude aller anderen Kinder schon mal im Schulhaus unsere Performance. Mit Megaphon, Schutzkleidung und Sonnenbrillen, machten wir auf die Lichtverschmutzung aufmerksam.

 



Und danach beteiligten wir uns mit weiteren vier Leipziger UNESCO-Projekt-Schulen an dem Aktionstag in der Leipziger Innenstadt.
Die Kinder waren hochmotiviert und setzten sich an einem kalten, verregneten Tag lautstark für IHRE Ziele ein. Für uns war es eine sehr gelungene Aktion, die weit über den Aktionsradius der Schule hinaus ging und eine breite Öffentlichkeit erreicht hat.

 

    

Folgende pädagogische Ziele wollten wir erreichen:

  • Sensibilisierung für das Thema Lichtverschmutzung
  • Schulung von Wahrnehmung
  • Formulierung von Forderungen und Sichtbarmachen auf Plakaten
  • Leisten von Aufklärungsarbeit, Fakten und Zahlen, Auswege sichtbar machen
  • konkrete Beispiele aus der Tier- und Pflanzenwelt zur Verdeutlichung nutzen
  • Öffentlichkeitsarbeit leisten
  • Einbindung der Eltern
  • Vernetzung von Schulen

Ergebnisse und Erfahrungen:

  • Schüler arbeiteten in gemischten Teams zusammen
  • aussagekräftige Plakate in hoher Qualität entstanden
  • Thema konnte von allen Schülern gut umgesetzt werden
  • Zusammenarbeit in den Gruppen war vorbildlich
  • Motivation war in allen Sequenzen der Auseinandersetzung mit dem Thema sehr hoch
  • ALLE Kinder würden noch einmal in diese AG kommen- ist maßgebend für das Feedback der Kinder
  • Eltern schlossen sich spontan unserer Demo in der Innenstadt an bzw. kamen extra von der Arbeit, um die Kinder an diesem Tag zu unterstützen
  • eine Veröffentlichung erfolgte über die lokale Presse

Papst-Johannes XXIII.-Schule Pulheim

Projekt: Mission Impossible - Schnupperfahrt nach Canterbury
Im Wettbewerb bis: JUNI

Im Rahmen einer alljährlich stattfindenden Schnupperfahrt nach Canterbury (8.4.2016-10.4.2016) erhielten die Schülergruppen der Klasse 7 verschiedene Aufgaben, bei denen sie ihre Kenntnisse der englischen Sprache anwenden sollten. Sie sollten z.B. bestimmte Sachen einkaufen, Informationen einholen und an einer 'drop-in activity' im Museum teilnehmen.

Mithilfe eines Stadtplans suchten die Schüler die vorgegebenen Adressen auf und waren stolz, wenn sie sich dort verständigen konnten, um diese Aufgaben zu erfüllen.
Ein Bericht über die Fahrt, an der 80 Schüler der Klassen 7, 10 und 11 teilgenommen haben, wird in den nächsten Tagen auf der Homepage der Papst-Johannes XXIII.-Schule in Pulheim/Stommeln erscheinen.

Paul-Dohrmann-Schule Förderschule Schwerpunkt Lernen Dortmund

Projekt: Vom Ei zum Huhn
Im Wettbewerb bis: JUNI

Kurzbeschreibung:
Wir haben in unserer Klasse Eier in einem Brutkasten ausgebrütet. Die Eier wurden am 11.04.16 in den Brutkasten eingelegt und nach 21 Tagen schlüpften die ersten Küken. Der Brutkasten baut eine konstante Temperatur von 38,5 Grad auf und wendet die Eier automatisch, in der Natur macht dies die Henne. Wir haben 26 Eier eingelegt und 18 sind geschlüpft. Während der Brutzeit werden die Eier regelmäßig mit einer sogenannten Schierlampe durchleuchtet, um festzustellen, ob die Eier befruchtet sind. 5 Eier waren nicht befruchtet und 3 sind nicht geschlüpft.
Nach dem Schlupf kamen die Küken in einen größeren Käfig, in dem zu Anfang ca. 35 Grad herrschten. Die kleinen, frischgeschlüpften Küken fanden alle Schüler niedlich. Eine gewisse Demut vor dem Wunder des Lebens wurde für einige Schüler spürbar.  Sofort waren alle bereit, rücksichtsvoll und vorsichtig mit den Küken umzugehen. Zunächst wurden die Küken nur beobachtet. Nach einer Woche durften die Küken im Klassenraum auslaufen, danach freuten sich Küken und Schüler auf die Ausflüge auf die Wiese.
Nach vielem Beobachten fing dann die Arbeit für die Schüler an. Jeden morgen musste der Käfig gereinigt werden und mindestens 2x am Tag bekamen die Küken Futter und Wasser. Im Biologieunterricht lernten die Schüler alles über Hühner und ihre Haltung. Wenn die Küken groß genug sind, kommen sie in unser schuleigenes Tiergehege und werden dort weiterhin von den Schülern der Klasse 7/8 versorgt.

Pädagogisches Ziele:

  • Tierpflege
  • kritischer Umgang mit Hühnerhaltung
  • Verantwortung übernehmen
  • Durchhaltefähigkeit
  • Selbstständigkeit
  • Respekt vor dem Leben

Das Kükenprojekt läuft jetzt zum 3x mal an unserer Schule, innerhalb der letzten fünf Jahre. Immer wieder ist es schön zu sehen, wie alle Schüler auf dieses Projekt reagieren. Gerade für jüngere Schüler ist dieses Projekt sehr faszinierend und die größeren Schüler übernehmen Verantwortung für jüngere Schüler und erklären den Umgang mit den Küken. Die Schüler der Klasse 7/8 sind mittlerweile richtige Experten geworden und geben ihr Wissen z.B. auch an unsere Partnerschule, Hauptschule Scharnhorst, weiter.

  

Heinrich-Lübke-Schule Brilon

Projekt: Alles Müll oder was?
Im Wettbewerb bis: JUNI


Alles Müll oder was?

Nein, geplant war es nicht, mit diesem kleinen Kunstprojekt „Alles Müll oder was?“ an einem Wettbewerb teilzunehmen. Denn dieses Thema ist schlicht das Unterrichtsvorhaben Nr. 4 in Klasse 6 unseres aktuellen Schulinternen Lehrplans an der Heinrich-Lübke-Schule (Sekundarschule) in Brilon. Es ist ein kleines Projekt, wie es so oder ähnlich sicherlich an vielen Schulen durchgeführt wird. Neu für mich war allerdings, dass wir uns auf farblose Plastikverpackungen und Plastikfolien und durchsichtige Klebestreifen sowie getrocknete Haselnussruten beschränkt haben. Aber nun der Reihe nach…

Im September 2015 fand in Brilon das dritte „Offene Atelier am Rothaarsteig“ statt, das ich mit meiner Klasse (damals Klasse 5) besuchte. Dort sahen wir unter anderem den Künstler Albrecht Fersch in Aktion. Er fertigte dort Objekte zum Thema „Konzept Natur“ an.

In diesem Schuljahr unterrichte ich das Fach Kunst in der Klasse 6c mit 27 (mittlerweile nur noch 26) Schülerinnen und Schülern und kürzlich stand das Thema „Alles Müll oder was?“ auf dem Plan.

Am 6. April starteten wir mit einer Stunde zum Thema „Was ist Recycling?“ und der Planung für unser kleines Projekt. Ich erinnerte die Schülerinnen und Schüler an den Besuch des Offenen Ateliers im letzten Jahr. Da aber einige Kinder neu in der Klasse sind, sahen wir uns den Film des Künstlers Fersch über sein Projekt an der Hiebammen Hütte, den er auf seine Homepage gestellt hat, als Einstieg in die kurze Reihe an.

Am 13. April hatten wir die Möglichkeit, drei Unterrichtstunden lang konkret zu arbeiten. Offensichtlich war der Funke in der Vorwoche übergesprungen, denn es brachten so viele Kinder Mengen an farblosen, durchsichtigen Plastikfolien und -behältern mit, dass wir hinterher viel Material übrig hatten. (Ich weiß ja nicht, wie es in anderen Schulen klappt, aber bei mir wird gerne mal Material „vergessen“). Sofort konnten wir über die große Menge Verpackungsmaterial, die in unserer Gesellschaft anfällt, sprechen. Jedem Kind wird so schnell klar, dass man sparsamer mit Plastik umgehen sollte. Außerdem bot es sich an, die Mülltrennung an unserer Schule wieder einmal genau zu thematisieren. Neben diesen gesellschaftlich relevanten Themen steht im Fach Kunst natürlich der kreative Umgang mit dem Material im Vordergrund.

Die Aufgabe war, allein oder in Partnerarbeit ein „Gewächs“ aus den vorhandenen Materialien (durchsichtige Plastikfolien und –behälter, Klebefolie und eine gut getrocknete Haselnussrute als Stängel, Stiel oder Stamm zur Stabilisierung) zu kreieren, ohne zusätzliche weitere Stoffe wie z. B. Klammern oder Flüssigkleber zu benutzen. Alle Arbeiten sollten naturnahe Formen haben.

Da die Schülerinnen und Schüler sich derartig begeistert in die Arbeit stürzten, habe ich spontan Fotos in der Klasse gemacht. Am 20. April setzen wir unsere Arbeit in einer Doppelstunde fort. Am 27. April bekamen die Schülerinnen und Schüler noch einmal die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu beenden, die meisten waren aber fertig und konnten schon neue Aufgaben beginnen.

Jede Schülerin und jeder Schüler bzw. jedes Zweierteam konnte zu einem vorzeigbaren Ergebnis gelangen. Es gab am Ende die Palette von relativ einfachen „Gewächsen“ bis hin zu einer recht aufwändigen „Blume“.

Meine Erfahrungen mit diesem Miniprojekt sind also durchweg positiv:

  • Die im Kernlehrplan erwarteten Kompetenzen wurden erreicht.
  • Für mich war es besonders schön, dass der Spaßfaktor bei den Schülerinnen und Schülern sehr hoch war.
  • Es entstanden bei der Durchführung lediglich Kosten für die Klebestreifen, das restliche Material ist ja nur „Müll“.
  • Fast alle haben mit einer Partnerin/einem Partner gearbeitet und mussten sich daher gut absprechen. Es war in der Klasse aber auch kein Problem, dass einige lieber ganz für sich arbeiten wollten.
  • Jede(r) konnte ein vorzeigbares Werk schaffen. Versagensängste („Ich konnte schon in der Grundschule nicht malen.“) kamen gar nicht auf.

Nach der Aktion präsentierten wir am 4. Mai bei strahlendem Sonnenschein unsere Werke auf einer Wiese hinter der Schule. Einige Schülerarbeiten „wachsen“ jetzt in einem Beet vor unserer Mensa, mehrere Kinder wollten ihre Arbeiten gern mit nach Hause nehmen.

  

Erich Kästner Realschule plus Ransbach-Baumbach

Projekt: Nachbau der Berliner Mauer
Im Wettbewerb bis: JUNI

Im Geschichtsunterricht der Klasse 10a haben wir die Berliner Mauer nachgebaut.

Das Projekt war in die Unterrichtsreihe "Leben im geteilten Deutschland" eingebettet. In jeder Geschichtsstunde wurde ein Thema bzw. mehrere Themen erarbeitet (der Mauerbau, Stasi, Fluchtversuche, Reisen in der DDR, der Trabbi und weitere..). Im Anschluss fand sich jeweils ein Team oder eine Gruppe zusammen, die das Thema der Stunde als Mauerstein aufbereitet haben. Die Mauersteine bestanden aus Umzugskartons, die Gestaltung blieb den Schülern frei.

Zu Beginn der neuen Stunde traten die Künstler nach vorn und präsentierten ihre Mauersteine aus Sicht von Ost- und Westbürgern. So fand eine kurze Wiederholung statt und gleichzeitig wurde die Mauer immer höher.

Die Schüler haben sich somit ganz individuell mit einzelnen Themen, über die Stunde hinaus mit dem Überthema "Leben im geteilten Deutschland" beschäftigt. 

Die entstandenen Kisten haben meine Erwartungen so wahnsinnig übertroffen, dass ich mich jedes Mal wahnsinnig auf die neue Stunde gefreut habe und auf die tollen Steine, die entstanden sind. Ein Mauerstein zum Thema Stasi ist in groß beigefügt. Hier wurde mit Playmobil ein Stasi-Gefängnis nachgebaut.

Grund- und Mittelschule Mittenwald

Projekt: Tierwohl – wie sieht die Haltung von Hühnern als Nutztiere aus?
Im Wettbewerb bis: JUNI

Ein kleines Küken in den Händen zu halten – für Kinder ein Riesenerlebnis. Die Mädchen und Buben der Grundschule Mittenwald bekamen die Chance.

Im Rahmen des Schulprojekts: „Tierwohl – wie sieht die Haltung von Hühnern als Nutztiere aus?“  wurde viel recherchiert, Hühnerhaltungsbetriebe besucht und die Schüler sensibilisiert, auf die Herkunft und damit die Haltungsbedingungen von Lebensmitteln zu achten.

Der Höhepunkt des Projekts war das Ausbrüten von Eiern in einem Schaukasten in der Schule. 21 Tage warteten die Kinder geduldig. Dann schlüpfen wirklich vier Küken, wobei eins sich sogar eine Pause ausgesucht hatte und die Kinder dabei zuschauen konnten. Eine Woche lang blieben die Küken dann noch im Schaukasten, täglich standen viele Kinder davor und beobachteten sie.

Als Abschluss besuchten die Hennenmutter und ihre Kleinen die Schüler in den Klassen, es wurde am Tier noch eine Menge gelernt – und jedes Kind durfte einmal ein Küken halten.

Das Feedback zu unserem Projekt war riesig. Sogar Eltern und Großeltern wurden am Nachmittag von den Schülern mit in die Schule genommen, um die Küken vorzuführen. Es gab einen Artikel  im Garmischer Tagblatt und ein kleiner Film wird im Karwendl TV ausgestrahlt werden.

    

LVR-Gerricus-Schule Düsseldorf

Projekt: Lesenacht
Im Wettbewerb bis: JUNI

Wer sind wir?

Wir, die LVR-Gerricus-Schule in Düsseldorf (Grund- und Sekundarstufe), sind eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation. Wir unterrichten gehörlose und schwerhörige Kinder und Jugendliche, teilweise mit weiteren Behinderungen (Förderschwerpunkte Lernen, geistige Entwicklung, körperlich-motorische Entwicklung und emotional-soziale Entwicklung). Die Hörbehinderungen samt ihren Auswirkungen auf die laut- und schriftsprachlichen Kompetenzen unserer Schüler macht es erforderlich besonders auf sprachlicher Ebene zu differenzieren und zu fördern. Aus diesem Grund trägt die Leseförderung an unserer Schule eine besondere Bedeutung.

Projekt: Lesenacht

Vom 29.April bis zum 30.April 2016 fand die erste Lesenacht an unserer Schule statt. Unter der Aufsicht von fünf Lehrerinnen startete um 15 Uhr das Leseereignis. Die zehn teilnehmenden hörgeschädigten Schülerinnen und Schülern freuten sich auf ihre erste Übernachtung in der Schule.

Zu Beginn gab es zunächst einen leckeren Snack, um die Kraftreserven für die Nacht aufzufüllen. Anschließend absolvierten die Schülerinnen und Schüler eine spannende Leserallye durch das gesamte Schulgebäude. Die Gruppen mussten sich dafür zunächst einen gemeinsamen Gruppennamen überlegen und dann konnte es losgehen. Es mussten viele kniffelige Aufgaben gelöst werden und das unter Zeitdruck.  Am Ende führte sie die Rallye in die Bücherei der Schule. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler schon einmal den Titel eines Buches, welches in den später stattfindenden Leserunden vorgelesen werden sollte: Der Herr der Diebe.

Während die Rallyebögen ausgewertet wurden, bereiteten alle gemeinsam das Abendessen vor. So wurde ein leckerer Nudelauflauf in der Schülerküche gekocht. Hierbei wurde zuerst in Gruppen die Zutatenliste erlesen und entsprechende Zutaten ausgewählt. Danach wurde in der Gruppe das den Lesekompetenzen entsprechend aufbereitete Rezept gelesen und entsprechend das Gericht  erstellt. Beim gemeinsamen Essen konnten die verschiedenen Gruppenergebnisse probiert und verkostet werden.

Nach dem Aufräumen aber noch vor dem Essen fand nun die Siegerehrung statt. Die Gewinner durften sich ein Buch, aus einer Auswahl an aktuellen Büchern der Kinder- und Jungendliteratur, aussuchen. Alle anderen Kinder bekamen als Trostpreis eine Taschenlampe oder einen Geheimstift.

Bevor die Vorleserunden starteten, wurde zunächst das Nachtlager aufgebaut und man schlüpfte in bequeme Kleidung. Danach war es den Schülerinnen und Schülern freigestellt, ob sie zuhören möchten oder in der Bücherei selbst mitgebrachte oder dort ausgeliehene Bücher lesen möchten. So schnappten sich die Schülerinnen und Schüler ihre Schlafsäcke und verteilten sich auf die verschiedenen Angebote. Bis 23 Uhr wurde in kuscheliger Atmosphäre gelesen und dann zogen sich alle in ihr Nachtquartier zurück. Jedoch durften sowohl die Lehrkräfte als auch die Schülerinnen und Schüler noch mit Taschenlampen in ihrem Schlafsack weiterlesen.

Am nächsten Morgen wurde gemeinsam gefrühstückt, aufgeräumt und mit Hilfe der Zielscheibe die Lesenacht reflektiert. Alle gingen an diesem Tag zufrieden nach Hause und waren sich einig, dass auf jeden Fall viele weitere Lesenächte an der LVR-Gerricus Schule stattfinden sollten.

Ziel des Projekts:

Die Förderung der Lesekompetenz unserer hörgeschädigten Schülerinnen und Schülern als eine der wichtigsten Kulturkompetenzen ist uns sehr wichtig. Hörgeschädigte Schüler und Schülerinnen haben meist große Schwierigkeiten im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch. Sie stoßen beim Lesen häufig an ihre Grenzen und sind dann schnell frustriert. Das führt häufig dazu, dass sie Bücher eher meiden.

Deshalb bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern auch neben dem Unterricht eine Möglichkeit ihre Lesekompetenz zu erweitern. Ziel dieses Projekts ist es, den Schülerinnen und Schüler Bücher wieder näherzubringen. Sie sollen entdecken, dass das Lesen von Büchern Spaß macht und dass es viele spannende Geschichten zu entdecken gibt. Auch nahm ein Schüler an der Lesenacht teil, der aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen das Lesen meidet und eine gewisse Angst davor entwickelt hat. Uns war es wichtig ihn vollständig in die Lesenacht zu integrieren, ihm die Möglichkeit zu geben positive Leseerfahrungen zu machen und ihn in seinen Kompetenzen zu stärken.

Durch die gebärdenunterstützten Vorleserunden konnten allen Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer eigenen Sprach- und Lesekompetenz den spannenden Geschichten zuhören. Dieses Denken und hinein Fühlen in eine andere Rolle fällt hörgeschädigten Schülerinnen und Schülern oftmals schwer und bot an dieser Stelle eine gute Fördermaßnahme. Ein weiteres Ziel lag darin, dass die Schülerinnen und Schüler zunächst Neugierde an der Geschichte entwickeln und sich für den Ausgang der Geschichte interessieren. Um den weiteren Verlauf der Geschichte zu erfahren, konnten die Schülerinnen und Schüler die vorgelesenen Bücher ausleihen und es selber bis zum Ende lesen. Durch das Angebot der Buchausleihe können wir gewährleisten, dass auch Schülerinnen und Schülern, die im häuslichen Umfeld keine entsprechenden Leseangebote haben, aktuelle Titel der Bestsellerlisten lesen können.

 

GSV Spenge-Land

Projekt: Erfinderwerkstatt
Im Wettbewerb bis: JUNI

Der Grundschulverbund Spenge-Land besteht aus den beiden ländlich geprägten Standorten Lenzinghausen und Wallenbrück-Bardüttingdorf. Alle zwei Jahre wird eine Projektwoche mit allen Schülern des Verbundes am Standort Lenzinghausen durchgeführt. In diesem Jahr fand die Projektwoche vom 18.04. bis zum 22.04. statt und fand ihren Höhepunkt in der Präsentation während des Schulfestes am Nachmittag des 22.04.. Die Projektgruppe von Frau Göx trug den Namen "Erfinderwerkstatt" und der Name war Programm!

Im Vorfeld war der ehemalige Kunstraum zu einem Kunst-und Forscherraum erweitert worden. Zahlreiche Alltagsmaterialien wurden von Eltern zusammengetragen und in Kisten und Kästen gesammelt. Vom Gummiband zur Papprolle stand nun alles zur Verfügung, was der Erfinder braucht. In der Projektwoche wurde der Forscherraum "in Betrieb genommen". In allen Teilschritten des Projekts stand das Entwickeln von Ideen und deren technischer Lösung im Vordergrund. Dabei wurden Konstruktionsprinzipien entdeckt und technische Umsetzungen geplant und durchgeführt.

Da die Projektgruppe aus 13 Teilnehmern aus Klasse 1 bis 3 bestand, bestand eine besondere Herausforderung darin, alle Kinder auf ihrem Niveau anzusprechen und abzuholen. Zunächst bekam jedes Kind eine "Erfindertüte", eine Idee von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher"

Verbunden mit dem Auftrag: "Erfinde etwas und gib ihm einen Namen" eine Papiertüte, in der verschiedenste Materialien untergebracht waren. Unter anderem wurden ein "Wassertransporter" und ein "Handgeber" erfunden.

Danach bekamen die Kinder verschiedene Bauideen an die Hand, wie etwa die Zeitungshäuser, die Spaghettitürme und die Papierbrücken, bei denen sie zuvor geplant, umgesetzt und dabei unterschiedlichste Konstruktionsprinzipien entdeckt haben.

Am nächsten Tag war Fahrzeugbau an der Reihe. Zu diesem Zeitpunkt kannten sich die Kinder in der Materialtheke bereits bestens aus. Der Auftrag hieß: "Baue ein Fahrzeug, das möglichst weit und geradeaus fährt". Schnell wurde den Kindern klar, dass die Fahrzeugaufbauten zunächst zweitrangig waren und verwendeten gleich zu Anfang viele Überlegungen in die Konstruktion des Fahrwerks. Dabei entdeckten sie unterschiedliche Bedingungen für leichtgängiges Rollen, etwa, dass die an einer Achse gleich großen Räder den Boden berühren und drehbar sein müssen. Das Rad dreht sich rund, wenn die Achse im Radmittelpunkt angebracht ist. Dabei ist wichtig, dass die Räder entweder fest an einer leicht drehbaren Achse sitzen oder die Achse fest ist und sich die Räder auf dieser leicht drehen können.

Am folgenden Tag war ein Ausflug zum Deutschen Automatenmuseum in Espelkamp geplant. Im Vorfeld wurde das Team des Museums informiert, dass eine Gruppe kommt, die sich besonders für das Innere der Automaten und deren Funktion interessiert. Unseren Wünschen wurde besonders entsprochen, indem sich ein Techniker des Museums Zeit nahm, viele Automaten für uns öffnete und uns das Innere von Musik- und Schokoladenautomaten zeigte und erklärte.

Die beiden letzten Tage waren besonders dem Bau mit UMT- Halbzeugen gewidmet. Nachdem sich die Kinder in den Tagen zuvor mit der Erkundung von technischen Prinzipien befasst hatten, hatten sie nun die Möglichkeit, ihre Ideen mit Material umzusetzen, das besonderen Ansprüchen in Bezug auf Passgenauigkeit und Verbindungsstabilität gerecht werden kann. Am Nachmittag des letzten Tages konnten alle Konstruktionen einem breiten Publikum auf unserem Schulfest präsentiert werden und fanden durchweg Anklang. Die Kinder konnten es kaum erwarten, alle ihre Erfindungen mit nach Hause zu nehmen. Die lokale Presse war ebenfalls vor Ort und hat die Arbeit unserer Schüler in mehreren Artikeln gewürdigt

Erich Kästner Schule Baunatal

Projekt: Wir sind bunt

Im Wettbewerb bis JUNI

Am 27.4. fand an der Erich Kästner Schule in Baunatal ein „Tag der Begegnung“ statt. Unter dem Motto „Wir sind bunt“ hatte die Intensivklasse der Integrierten Gesamtschule die Schulgemeinde zu einem gemeinsamen Nachmittag eingeladen. In dieser Klasse, in der zunächst das gemeinsame Erlernen der deutschen Sprache im Vordergrund steht, befinden sich Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Nationen. Sie sind zwischen elf und siebzehn Jahren und kamen in den letzten Monaten mit ihren Eltern, teilweise aber auch allein, nach Baunatal. Es sind Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, aber auch Übersiedler aus Thailand und Moldawien.

Den Auftakt der Feier machte Schulleiter Jörg Hapke, der alle Gäste und die „interkulturellen Elternpaten“ vorstellte. Diese helfen bei Übersetzungen und Vermittlung zwischen Familien mit Migrationshintergrund und der Schule. Im Anschluss daran stellte sich die Intensivklasse vor, indem sie zwei Lieder („Hallo, schön, dass du da bist“ und „Ich gebe dir die Hände“) sang und dazu tanzte. Währenddessen hatten Eltern und Geschwister sowie interessierte Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, sich am bunten Buffet zu bedienen, welches aus Elternspenden bereitgestellt worden war und typische Spezialitäten verschiedener Länder bot.

Bereits im Vorfeld hatten sich die Jugendlichen überlegt, wie sie sich der Schulgemeinde präsentieren könnte. Schließlich entstanden sehr kreative Fotostories, die alltägliche Situationen der Schülerinnen und Schüler zeigten (z.B. in Deutschland mit Freunden Kleidung shoppen), aber auch ein Mosaik zum Thema “Glaube, Liebe, Hoffnung”, in dem die Klasse ganz individuell und ohne Worte zum Ausdruck bringen konnte, was sie bewegt.

 

Alle Kinder hatten anschließend die Möglichkeit, sich in den Workshops „Slackline“, „Trialogische Tänze“, „Cajón-Trommeln“, „Basteln“ sowie „Action-Painting“ einzuwählen und an diesem Nachmittag gemeinsam etwas Neues auszuprobieren. Diese Angebote wurden gut angenommen und die Schülerinnen und Schüler hatten viel Spaß. Eltern und Erziehungsberechtigte der jungen Seiteneinsteiger wurden währenddessen von der Schulleitung durch die Schule geführt und konnten sich somit einen Eindruck vom Alltag dort verschaffen. Schließlich kamen alle Eltern und Kinder im Rahmen eines Elternabends zusammen, um mithilfe von Dolmetschern Fragen zur allgemeinen Unterrichtssituation und Unternehmungen in der Schulzeit klären zu können. Insgesamt kamen über 100 Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer sowie externe Gäste an diesem Nachmittag zusammen.

Ziel war es, Schülerinnen und Schüler der Intensivklasse im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten stärker in die Schulgemeinschaft zu integrieren, das Kennenlernen von Mitschülerinnen und Mitschülern zu intensivieren und damit den Übergang in die Regelklassen zu erleichtern. Der Nachmittag erhielt sowohl vom Kollegium der EKS als auch von den Eltern sowie externen Gästen positives Feedback. Gelobt wurde vor allen Dingen das aktive Miteinander.

Waldschule Wermelskirchen

Projekt: Musical "Aufregung am Eichenbaum"

Im Wettbewerb bis JUNI

Unsere Wermelskirchener Schule zog dieses Schuljahr in ein neues Schulgebäuden mitten im Wald und wurde von der Ost- zur Waldschule. Für die Einweihung haben wir mit einer Projektgruppe von ca. 40 Schülerinnen und Schülern von der 1. bis zur 4. Klasse die Aufführung eines Musicals vorbereitet. Zunächst übten wir Lieder und Texte innerhalb einer AG.
Vom 12. bis 15.4.16 fand dann unsere Projektwoche zum Thema „Wald und Natur" statt. Ein Team von 4 Lehrerinnen, die Schülerinnen und Schüler sowie Eltern arbeiteten eine Woche intensiv daran, das Musical „Aufregung am Eichenbaum" auf die Bühne zu bringen. Gemeinsam wurde ein Bühnenbild entwickelt und erstellt – ein Wald entstand auf der Bühne. Kostüme wurden entworfen, genäht und gebastelt – unsere Kinder wurden zu verschiedenen Tieren: Spechte, Eichhörnchen, Fledermäuse, Bienen, Füchse und vielem mehr. Parallel übten die Akteure Singen, Tanzen und Schauspielern. Nach einer intensiven und anstrengenden Vorbereitungszeit fand dann am 15.4. die Premierenaufführung für unser Team an.
Die aufgeregten Kinder kostümierten sich und wurden geschminkt. Der Veranstaltungsraum mit der großen Bühne war bis auf den letzten Platz gefüllt. Aufgeregt warteten die Kinder hinter der Bühne: „Ich bin so aufgeregt!", „Ich glaube, mir wird schlecht!", „Ich freue mich so!"

Endlich ging es los. Die ersten Takte der Musik erklangen und die „Tiere" zogen ein. Es wurde gesungen, getanzt und geschauspielert. Und am Ende des Stückes hatten die „Tiere" auf der Bühne noch eine Botschaft an alle Menschen: „Schützt unsere Umwelt, geht zu Fuß, fahrt mit dem Fahrrad, denn wir alle brauchen den Wald zum Leben und zum Überleben!" Das Publikum war begeistert und erst nach mehreren Zugaben konnten die Akteure die Bühne verlassen. „Großartig!", „Die Kinder haben soo toll gesungen und getanzt!", „Wunderbar!", waren nur einige Fazite der Zuschauer. Die Kinder waren erschöpft aber glücklich.

 

Die Aufführung war für die meisten Kinder ihre erste Erfahrung auf der Bühne. Kinder erfuhren Wertschätzung für Talente und Fähigkeiten, die in der Schule ansonsten meist eine untergeordnete Rolle spielen. Unsere Teilnehmer haben gelernt, sich etwas zuzutrauen, auf die Bühne zu gehen, zu singen, zu tanzen und vor vielen Menschen zu sprechen. Gemeinsam haben Kinder verschiedenen Alters, verschiedener Nationalitäten und verschiedener Geschichten ein tolles Projekt erlebt und belebt. Das Musical sensibilisiert außerdem besonderes für den Umweltschutz und passt daher zu unserem neuen Konzept der Waldschule.

Für alle eine tolle Erfahrung, die hoffentlich wiederholt werden kann.

Oberschule „Ulrich von Hutten“ Frankfurt (Oder)

Projekt: Mittelalter-Woche
Datum:
25.01. – 29.01.2016

Mittelalter-Woche an der Hutten-Schule

Wir sind Schüler und Schülerinnen der Klasse 7/1 der Oberschule „Ulrich von Hutten“ in Frankfurt (Oder). Wir lernen an dieser Schule seit August 2015

Es ist eine langjährige Tradition an unserer Schule, dass die Siebtklässler in der Woche vor den Winterferien Projekte durchführen.  Neben unserer Mittelalter-Woche beteiligen sich Schüler anderer Klassen an der Zauber-Woche. Sie beschäftigen sich mit Goethes „Zauber-Lehrling“, basteln Zauberkugeln und führen spannende Experimente durch.

Im Rahmen unserer Mittelalter-Woche, wir nennen sie auch Hutten-Woche, begaben wir uns zurück in die Zeit des 12. bis 15. Jahrhunderts. Und hier ist unser Projekttagebuch:

Montag, 25.01.2016
Heute besuchten wir die Burg in Beeskow. Dort erhielten wir zuerst einen kurzen Überblick über das, was die Burg mal war und was sie heute zu bieten hat. Dann durften wir die Burg auf einer Burgrallye auf eigenen Faust erkunden. Wir stiegen in tiefe Keller und auf hohe Türme, besichtigten eine mittelalterliche Kochstelle und schauten uns Ritterausrüstungen an. Und die meisten von uns konnten mithilfe der Informationstafeln, die dort an allen Exponaten hängen, auch fast alle Fragen des Fragezettels beantworten.

Dienstag, 26.01.2016
Heute konnten wir unsere Kreativität und handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Auf vorgefertigten Holzformen konnte jeder Schüler sein eigenes Wappen erstellen. Mit Pinsel und Farbe malten wir auf die Wappen, was uns ausmacht oder was uns gefällt. Wir gaben uns alle viel Mühe, denn das beste Wappen sollte prämiert werden. Am Nachmittag sind wir in die Töpferwerkstatt der Jugendklubs „Nordstern“ hier in Frankfurt Oder) gegangen. Aus Ton formten wir Teile des Stammes, Äste und Blätter für unseren Klassenbaum. Einige formten auch noch Käfer, Schlangen und anderes Getier. Diese Teile werden später gebrannt, bemalt, lasiert und auf einer Unterlage befestigt. Wir freuen uns schon sehr darauf, dass dieses tolle Kunstwerk bald in unserem Klassenraum hängen wird.

Mittwoch, 27.01.2016
Am zeitigen Vormittag bekamen wir ein Stück Holz, aus dem im Verlauf der nächsten zwei Stunden ein Löffel werden sollte. Es war ganz schön anstrengend, mit Beitel und Feile etwas zu formen, was dann später wirklich auch als Löffel zu erkennen und zu gebrauchen war. Wir gaben alle unser Bestes, denn auch der beste Löffelschnitzer sollte am Ende des Projekts eine Urkunde bekommen. Letztlich haben es alle geschafft. Zuhause müssen die Löffel nun noch ein paar Mal geölt und gewässert werden, dann sind sie gebrauchsfähig. (Aber man muss einen ganz schön großen Mund haben …)

Den zweiten Teil des Projekttages verbrachten wir in unserer schuleigenen Küche. Dort kochten wir in Kleingruppen Krautpfannen. Manchmal sah es wirklich wüst aus in der Küche, aber alle Gruppen haben ein wirklich leckeres Mahl gezaubert. Einigen Kindern hat es so viel Spaß gemacht und so gut geschmeckt, dass sie das Rezept zuhause gleich nachgekocht und sich das große Lob ihrer Eltern verdient haben.

Donnerstag, 28.01.2016
Heute war ein eher gemütlicher Tag. Wir beendeten zunächst unsere Wappen, unternahmen erste Versuche, mit einem Federkiel und Tinte zu schreiben oder bastelten Papierlaternen. Als dann unsere Mägen schon zu knurren anfingen, setzten wir uns an die reich gedeckte Tafel. Es gab frisch gebackenes Brot, Quark, Marmelade, Obst und Gemüse.  Nach dem Essen gab es eine geheime Abstimmung über das beste Wappen und den besten Löffel. Die Wahl des besten Wappens gewann eindeutig ein Mädchen. Bei den Löffeln fanden zwei Exemplare so großen Gefallen, dass wir einfach zwei Sieger gekürt haben.

Freitag, 29.01.2016
Heute war der große Tag – wir sollten unsere Halbjahreszeugnisse bekommen und den Ritterschlag. Auch das ist lange Tradition: alle Schüler, die mit dem Halbjahres-zeugnis eine Versetzung am Jahresende schaffen würden, werden – wie Ulrich von Hutten – zum Ritter ernannt. Dazu knien ein Schüler und eine Schülerin vor der Schulleiterin nieder und diese versetzt ihnen stellvertretend für alle Klassenkame-raden mit einem hölzernen Schwert den Ritterschlag. Statt eines Entgelts gab es eine Hutten-Buchtel, die von Kollegen und Kolleginnen der Schule am Morgen gebacken wurden.

Mit dem Zeugnis erhielten alle Schüler und Schülerinnen Urkunden, auf die sie vorher ihre Namen mit Federkiel und Tinte in mittelalterlicher Schriftart geschrie-ben hatten. Diejenigen, die den Ritterschlag noch nicht bekommen konnten, unter-schrieben  - natürlich auch in Mittelalterart – ein Abkommen, in dem sie sich vornahmen, ihre schulischen Leistungen noch zu verbessern, um am Schuljahresende auch in den Ritterstand erhoben zu werden.

Die Projektwoche war eine tolle Aktion. Wir hatten viel Zeit miteinander, konnten unsere Talent entdecken, uns einmal von einer ganz anderen Seite kennen lernen und schöne Produkte schaffen, die uns noch lange an unsere Schulzeit erinnern werden.

Greta-Fischer-Schule Dachau

Projekt: Mobile Pausengeräte – selbst gebaut!          
Datum:
15./17.12.2015

Das Motto „Wir stellen mobile Holzspielzeuge für unsere Klasse/Schule her!“

Hierfür taten sich insgesamt 40 SchülerInnen der Klasse 3c sowie die 3.Klässler aus der Übergangsklasse der Grundschule Dachau-Ost und die Klasse 3b der Greta-Fischer-Schule Dachau (Sonderpädagogisches Förderzentrum) zusammen, um am 15. und 17.12.2015 jeweils von 8.30 bis 12.15 Uhr in den Werkräumen der Grundschule Dachau-Ost gemeinsam zu werkeln.

Die Kinder wurden von Fachkräften aus dem Schreinerhandwerk angeleitet und es stand das gemeinsame Arbeiten in kleinen Teams im Vordergrund. Jede Klasse sollte nach den beiden Arbeitstagen ein großes Kugellabyrinth, ein Klick-Klack-Spiel und ein Riesenmemory haben.

Das Kugellabyrinth wird von zwei Kindern gespielt, indem es an den Griffen gehalten und gemeinsam so bewegt wird, dass die Kugel durch die Hindernisse an das Ziel gelangt ohne in ein Loch zu Fallen. Auch das Klick-Klack-Spiel wird zu zweit gespielt. Hier starten beide Kinder mit derselben Anzahl von Holzscheiben, die mit Hilfe eines über das Spielbrett gespannten Gummis durch das Loch in der Latte in der Spielfeldmitte geschossen werden. Wer zuerst keine Scheiben mehr auf seiner Seite hat, hat gewonnen. Das Spiel Memory ist allgemein bekannt. Allerdings besteht unser Memory nicht aus kleinen Kärtchen, sondern aus DIN A 4-großen, laminierten Gemälden.

Während die Kinder an ihrem Projekt arbeiteten, wurden wertschätzende Umgangsformen, ein faires Miteinander, die Bedeutung von Teamarbeit uvm. trainiert.

Ablauf
Die Klasse 3c der Greta-Fischer-Schule machte sich an den Projekttagen um acht Uhr auf den Weg, um mit dem städtischen Bus zur Grundschule Dachau-Ost zu gelangen.

Zur Einstimmung für SchülerInenn und Erwachsene gab es eine kurze Vorstellungs- und Spielrunde bevor die herzustellenden Spiele vorgestellt, Arbeitsabläufe besprochen und Gruppen eingeteilt wurden.

Am ersten Arbeitstag malte eine große Gruppe von 9 Uhr bis ca. 10.30 Uhr Bilder für die Riesenmemories, die anderen Kinder teilten sich in verschiedene Arbeitsgruppen zum Sägen, Bohren, Feilen, Schleifen etc. auf.

Nach einer kurzen Pause wurde gewechselt. Bevor die Klasse 3b der Greta-Fischer-Schule den Rückweg antrat, wurde das bisherige Arbeitsergebnis gemeinsam bewundert und der Arbeitstag von allen bewertet.

Der Ablauf des zweiten Arbeitstags gestaltete sich ähnlich wie der Erste. Während die eine Gruppe weiter an den Spielgeräten arbeitete, bekam allerdings die andere Hälfte einen Forschungsauftrag. Die Aufgabe war, in Kleingruppen ein Ei mit Papier, einem Stück Schnur und Tesafilm so zu verpacken, dass es einen Sturz aus dem zweiten Stockwerk heil überstehen konnte. Auch an diesem Tag wurde nach einer Pause getauscht.

Pädagogische Zielsetzung
Grundidee dieser Form des Sozialkompetenztrainings war, die gemeinsame Arbeit von Kindern einer Regel- und  einer Förderschule mit Hilfe einer Projektarbeit (anstelle sozialpädagogischer Spiele und Übungen) zu stärken, d.h. Impulse für ein achtsames, freundliches, friedliches und faires Miteinander zu setzen. Durch das gemeinsame Werkeln, konnten bestehende Umgangsformen und Verhaltensmuster der SchülerInnen, sowie Rollenverteilungen in der Klasse aufgezeigt, reflektiert und nach und nach verändert werden. Die Kinder erkannten unabhängig von der Schulart ihre Stärken und nutzten sie gemeinsam für ihr Projekt.

Ziele

  • Stärkung der Teamarbeit/ Klassengemeinschaften
  • Kooperation im Klassenverband üben
  • Die Identifikation mit der Schule fördern – positive Raumaneignung. Vor allem die Förderschüler erfahren in der Gesellschaft oft Ablehnung, weil sie „nur“ die Förderschule besuchen
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Praktische z.T. auch spielerische (nicht „unterrichtstypische“) Vermittlung von   Lehrplaninhalten z.B. freies Sprechen, genaues Messen/Maßeinheitenm, planvolles Arbeiten, Beschreiben von Arbeitsabläufen, Ausdrücken von Gefühlen usw.
  • Inklusion: Die Kinder beider Schularten arbeiten gemeinsam an einem Projekt. Sie erkennen ihre Stärken und setzen sie vorteilhaft ein.

    

Georg-August-Zinn-Schule Kassel

Projekt: KuBi-Winterfest an der GAZ      
Datum:
05.02.2016

An der Georg-August-Zinn-Schule (GAZ), Europaschule in Kassel, fand am 05. Februar 2016 das erste Winterfest mit Präsentationen aus dem neuen Fach KuBi statt. Die 60 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 5 hatten mit Beginn des neuen Schuljahres am neuen Fach "Kulturelle Bildung" teilgenommen. Rotierend in vier Gruppen durchlaufen sie innerhalb des Jahrgangs 5 und 6 vier Module:

Gestalten - Darstellen - Herstellen - Bewegen. Pro Woche nahmen sie an einer Doppelstunde teil und stellten die Ergebnisse im Kulturhaus Oberzwehren am ersten Freitag des neuen Schulhalbjahres von 16 - 18 Uhr dar. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Stufenleiterin, begann die Bewegungsgruppe mit einer Akrobatk-Darstellung, gefolgt von einer Trampolin-Performance, bei der die Latte immer höher gelegt wurde. Mit musikalischer Untermalung liefen die Schülerinnen und Schüler, angefeuert von den anwesenden Eltern, Geschwistern, Großeltern und Lehrkräften zu Höhenfügen auf. Die Darstellen-Gruppe zeigte anschließend eine Liebesgeschichte in Asien, gefolgt von einem Stopp-Rap-Tanz zu Michael Jackson-Klängen.

Nach einer Stärkung am Kuchen- und Snack-Buffet, welches aus Beiträgen der Eltern bestand, konnten die Anwesenden die Ausstellungen betrachten. Die Herstellen- und die Gestalten-Gruppe hatten 3D-Bilder, Klappbilder, Farbplakate, Schlüsselanhänger, Speckstein-Aufsteller ausgestellt. Diese und ein Performance-Video wurden von allen bewundert. Alle Besucher waren sich einig: ein einmaliger Nachmittag!

Das Fach "Kulturelle Bildung" oder "KuBi" ist ein Teil der "neuen GAZ", einem schulreformerischen Projekt der Georg-August-Zinn-Schule. Die Schule hat sich mit Beginn des Schuljahrs 2015/2016 auf den Weg zu einer Ganztagsschule mit rhythmisierten Tagesablauf gemacht. Durch die Erweiterung der Stundentafel wird den Schülerinnen und Schülern ein Arbeitsgemeinschaft-ähnliches Angebot gemacht, um sie mit verschiedenen Kulturtechniken bekannt zu machen. In späteren Jahrgangsstufen werden spezifischere Angebote im sportlichen und musischen Bereich folgen.

Den Schülerinnen und Schülern sollen dadurch nicht nur Angebote zum kulturellen Lernen gegeben werden, sondern sie haben auch die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen neuen Situationen zu versuchen, kennenzulernen und ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Durch die klassenübergreifende Mischung der Gruppen wird außerdem der soziale Zusammenhalt innerhalb der Jahrgangsstufe gestärkt. Alle beteiligten Lehrkräfte sind vom Engagement und der Offenheit der Schülerinnen und Schüler begeistert. Sogar Fachlehrkräfte, z.B. aus Musik und Kunst, berichten bereits nach einem halben Jahr von einer Änderung der grundsätzlichen Haltung neuen kulturellen Herausforderungen gegenüber. Elternvertreter, Fördervereinsmitglieder und hospitierende Besucher zeigen sich auch beeindruckt von der Begeisterung der Schülerinnen und Schüler - die sie besonders beim Winterfest zeigten.

  

OSZ Lausitz Schwarzheide

Projekt: Schüler unterrichten Schüler
Datum:
11.02.2016

Im Oktober 2015 entstand die Projektidee „Schüler unterrichten Schüler“ anlässlich unseres Jubiläums 5 Jahre SeeCampus in Schwarzheide. In der Folgezeit wurde der 11.02.2016 als Präsentationstag festgelegt. Teilnehmer sollten alle Schüler der Schule sein, die auch am 11.02.2016 zur Präsentation anwesend sein konnten. Das waren ca. 150 Schüler der GOST-Klassen 11-13, 30 Berufsschüler (Verfahrenstechniker und Chemielaboranten) sowie 20 Schüler der Fachschule für Elektrotechnik und Mechanik). Also insgesamt ca. 200 Schülerinnen und Schüler. Das Projekt dauerte vom Januar2015  bis zum 11.02.2016

Kurzbeschreibung:

Jede der 12 Klassen hatte die Aufgabe gemeinsam mindestens eine Unterrichtsstunde zu einem eigenen interessanten Thema zu entwerfen, die am 11.02.2016 viermal von jeweils drei bis vier Schülerinnen und Schülern  für die Mitschüler aus anderen Klassen durchgeführt werden sollte. Gewählt werden konnten Themen mit oder ohne direkten Unterrichtsbezug.

In der Projektphase entwickelten die SUS selbstständig oder mit Hilfe ihrer Klassen- bzw. Fachlehrer interessante Unterrichtsstunden. Neben der Stunde erstellten Sie ein Werbeplakat für Ihre Stunde um Interessenten zu gewinnen.

Während vier Klassenkameraden am 11.02.2016 die Stunde der eigenen Klasse präsentierten, konnten die freien SUS die Unterrichtsstunden der anderen Klassen besuchen. Nach jeder Stunde wechselten die Akteure/ das Lehrteam in den Klassenräumen.  Eine Unterrichtsstunde wurde mit 60 Minuten geplant. Nach jeder Stunde gab es 30 Minuten Pause. Vier Unterrichtsstunden hatte der Tag.

Im Vorfeld konnte sich jeder Schüler in Teilnehmerlisten eintragen, die an den jeweiligen Unterrichtsräumen mit Plakaten der Klassen ausgehängt wurden. So wurde sichergestellt, dass jede Klasse auch besucht wurde.

Am 11.02.16 begann die erste Stunde 8:00 Uhr und die letzte Stunde endete 13:00 Uhr. 13:30 Uhr endete das Projekt mit der Abschlussveranstaltung in der Turnhalle. Hier präsentierten einige Klassen ihre Projektergebnisse in 5- minütigen Darstellungen. Dafür mussten sich die Klassen jedoch im Vorfeld anmelden.

Einige Pädagogische Ziele:

  • Kennenlernen der anderen Bildungsgänge an unserer Schule
  • Verstärkung der Identifikation mit unserer Schulform
  • Förderung von Kreativität und Eigenverantwortung im Unterricht
  • Förderung der Teamfähigkeit und Akzeptanz verschiedener Meinungen im Klassenverband
  • Förderung versteckter Talente bzw. Fähigkeiten Einzelner, die sonst eher selten hervortreten
  • Planung, Durchführung und Auswertung langfristiger Projekte
  • Entwicklung von fachspezifischen und fächerübergreifenden Kompetenzen
  • Lernen durch Lehren

Ergebnisse/ Erfahrungen:

Veränderungen sind schwer, aber lohnen sich oft.

Die Ergebnisse der Feedback-Runde zeigen, dass die Veranstaltung bei der Mehrzahl der Mitwirkenden einen guten Eindruck hinterlassen hat. Die Anstrengungen der SUS und des Kollegiums haben sich gelohnt. Die Lehrerinnen und Lehrer zollten ihren SUS Respekt und lernten selbst einiges dazu, zum Beispiel: mehr Vertrauen in die Fähigkeiten und Wünsche der SUS zu setzen.  Das Projekt zeigt, welche Energie in unserer Schule steckt und wie wir diese für Entwicklung guter Schule nutzen können.

Nebenbei haben wir ein großes Stück zum weiteren Bekanntwerden unserer Schule in der Region OSL beigetragen. Wir konnten unseren geladenen Gästen vom Landratsamt zeigen, wozu wir in der richtigen Umgebung (in unserem SeeCampus) fähig sind. Wir haben unsere SUS ermutigt sich einzubringen und Schule zu gestalten.

  

Albert-Schweitzer-Schule Aue

Projekt: 1000 Kraniche für den Frieden
Datum:
Januar 2016

Wir, die Klassen 5 und 7 der Albert-Schweitzer-Schule in Aue, tragen seit 50 Jahren stolz unseren Namen. Im Januar 2016 feierten wir dieses Ereignis ausgiebig. Unter anderem wurde ein Theaterstück über unseren berühmten Doktor aufgeführt. Da wir uns den 50. Jahrestag der Namensgebung als Anlass genommen hatten, ein Festjahr zu initiieren, konnte jede Klasse ein Vorhaben im Schuljahr im Sinne Schweitzers verwirklichen. Unsere Klassenlehrerinnen brachten uns mit einer bewegenden Geschichte auf eine Idee. Sie erzählten uns von Sadako Sasaki. Ihr wisst nicht, wer das ist?

Sadako Sasaki war eine japanische Schülerin und wurde zur weltweit bekanntesten Hibakusha (Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

Und das ist ihre bewegende Geschichte:

Sadako Sasaki war zum Zeitpunkt des Abwurfs der Atombombe durch die USA am 6. August 1945 2½ Jahre alt und wuchs danach als scheinbar gesundes, athletisches Mädchen heran. 1954 kollabierte sie im Alter von elf Jahren während eines Lauftrainings. Bei der anschließenden Untersuchung wurde bei ihr Leukämie diagnostiziert, eine bei Überlebenden des Atombombenabwurfes häufig auftretende Krebserkrankung. Sadakos beste Freundin erzählte ihr von einer alten japanischen Legende, nach der derjenige, der 1.000 Origami-Kraniche falte, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekäme. Sadako begann daraufhin, während ihres 14-monatigen Krankenhausaufenthaltes Papierkraniche zu falten, um so von den Göttern ihren Wunsch nach Gesundheit erfüllt zu bekommen. Nachdem sie innerhalb von weniger als einem Monat 1000 Kraniche fertiggestellt hatte, setzte sie ihre Arbeit in der Hoffnung auf Heilung fort.  Trotzdem konnte dies den Tod von Sadako nicht aufhalten. Sadako starb am 25. Oktober 1955.  Sadakos 39 Schulkameraden waren sehr traurig über den Verlust ihrer Freundin und beschlossen, ihr zu Ehren einen Papierkranich- Club zu gründen. Am 5. Mai 1958, fast 3 Jahre nach Sadakos Tod, war genug Geld gesammelt, um ihr zu Ehren ein Monument zu bauen. Es ist bekannt als das Friedensmonument der Kinder und hat seinen Platz in der Mitte des Friedensparks von Hiroshima, nahe dem Ort, wo die Bombe abgeworfen wurde. Aufgrund der weltweiten Verbreitung und Anteilnahme, die die Geschichte von Sadako Sasaki fand, wurden Origami-Kraniche zu einem Symbol der internationalen Friedensbewegung und des Widerstands gegen den Atomkrieg.

Von der Geschichte beeindruckt schlossen wir uns diesem Wunsch nach Frieden, nach einem friedlichen Miteinander und dem Wunsch atomwaffenfrei zu leben an. Im Sinne Albert Schweitzers „Ehrfurcht vor dem Leben“ nahmen wir uns vor,  bis zum 14. Januar 2016 , dem Geburtstag Albert Schweitzers,  1000 Papierkraniche zu falten und unser Schulhaus mit diesen Friedens-symbolen zu schmücken. Unsere Lehrerinnen bestellten Origamipapier in Japan und nach einiger Lieferzeit ging es endlich los. Die ersten Kraniche wurden nicht so schön, aber mit viel Ausdauer und Willenskraft gelangen sie immer mehr.  Wir falteten in jeder freien Minute, denn 1000 war schon eine Zahl, die uns herausforderte. Kranich um Kranich erblickte die Welt und unser Schulhaus wurde bunter. Viele Mitschüler wunderten sich über die „komischen Vögel“.

Um unseren Friedensgedanken auch bildlich umzusetzen, gestalteten wir verschiedene Friedenssymbole mit Hilfe unserer gefalteten Kraniche.
In solch einem Bild stecken mitunter über 100 Kraniche.

Und was sollen wir euch sagen: Wir haben es geschafft!
   

Zum Geburtstag konnten wir stolz präsentieren: 1042 Kraniche, die jetzt unser Schulhaus schmücken.

Unser Wunsch wird sich, da sind wir ganz sicher, irgendwann einmal erfüllen. Unser Ruf, der an die Tradition um Sadako anschließt, geht um die Welt:

Frieden für alle Menschen! Keine Atomwaffen! Toleranz und gegenseitige Achtung!

Wir hoffen, mit unserem Projekt einen kleinen Teil dazu beitragen zu können.

VS Wettmannstätten

Projekt: Mission X – train like an astronaut
Datum:
seit Januar 2016

Das Projekt zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche über das Thema Raumfahrt zu einem gesünderen und sportlicheren Lebensstil anzuregen, Raumfahrt und naturwissenschaftliche Fragestellungen besser kennen zu lernen und die Verbindung zu gesunder Ernährung und Bewegung herstellen zu können.

Fächer: Mathematik, Deutsch, Bewegung und Sport, Biologie und Umweltkunde, Physik, Sachunterricht, Ernährungslehre, Textiles Werken

Projektteam: 3. und 4. Klasse = 19 Mädchen und 13 Buben = gesamt 32 Schülerinnen und Schüler

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, ist unser SQA-Thema. Als wir auf dieses Projekt stießen, war uns klar, dass es uns als Lehrerinnen einerseits sehr interessiert, aber dass es auch sehr gut zu unserem Schulentwicklungplan passt. Wir sind auch Mitglied der gesunden Schule. Die Schülerinnen und Schüler sollen über das Thema Raumfahrt zu einem gesünderen und sportlicheren Lebensstil angeregt werden, es soll ihnen die Möglichkeit geben Raumfahrt und naturwissenschaftliche Fragestellungen besser kennen zu lernen und die Verbindung zu gesunder Ernährung und Bewegung herstellen zu können. Die Kinder sollen dieses neue Wissen auch im Alltag anwenden können.

Mission X – Train like an Astronaut ist ein internationales Schulprojekt mit den Schwerpunkten Fitness und Ernährung. Das Projekt bringt Schüler dazu, „wie Astronautinnen und Astronauten zu trainieren“. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Übergewicht von Kindern als eines der ernsthaftesten Gesundheitsprobleme des 21. Jahrhunderts ausgemacht. Richtige Ernährung, körperliche Betätigung und Gesundheit sind die besten Antworten auf dieses Problem.

Welche Ziele verfolgt Mission X?

Da Astronauten die lebenswichtige Rolle der sportlichen Betätigung für den Erfolg von Missionen kennen, ist es Ziel des Projekts Mission X, von den Trainingsmethoden der Astronauten zu lernen und das Gelernte in die Ausbildungsmöglichkeiten für die Zukunft der Kinder zu integrieren.

In praktischen Trainingsmissionen üben sich die Schüler in wissenschaftlichem Denken und Teamarbeit. Zu den Missionsaktivitäten von „Mission X - Train like an Astronaut“ zählen zum Beispiel:

  • Forschen und Entdecken
  • Lasst uns einen Berg auf dem Mars erklimmen!
  • Weltraumkraft in Eurem Körper!
  • Unschlagbar im Team!
  • Krafttraining für die Besatzung
  • Macht einen Weltraumspaziergang!
  • Schwingt Euch auf Euer Weltraumfahrrad!
  • Trinkstation
  • Springt bis zum Mond!
  • Lebendige Knochen, starke Knochen
  • Körperbeherrschung
  • Andere Planeten, andere Schwerkraft
  • Reduzierte Schwerkraft, fettarmes Essen
  • Weltraumakrobatik

Zu den grundlegenden Aufgaben der LehrerInnen der teilnehmenden Klassen zählen:

  • „Missionsplan“ erstellen: Missionen vorbereiten und zeitlich planen

  • Leitung und Bewertung der Missionen

  • Kontinuierliche Uploads der Team Reports und erzielten Punkte der Missionen auf der Mission X-Website (trainlikeanastronaut.org).

  • Postings auf MX Facebook Seiten (optional)

Die Aufgabenstellungen der Schülerinnen und Schüler sind geprägt von:

  • Training und Durchführung der Missionen
  • Steigerung der allgemeinen Fitness
  • Verstehen des Bezugs zu Raumfahrt und Weltall
  • Spaß und Freude beim Trainieren

In den vergangenen Schulwochen begleiteten uns vermehrt spezifische Lerninhalte zum Thema „Gesunde Ernährung“ gekoppelt mit den praktischen Trainingsmissionen „Bewegung/Fitness“ die unter anderem auf Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht und räumliche Wahrnehmung ausgerichtet waren. Die Schülerinnen und Schüler waren bzw. sind nachhaltig auch in wissenschaftlichem Denken und Teamarbeit mit voller Begeisterung aktiv.

Einige Auszüge aus den einzelnen Missionen:

Durch das gemeinsame Ausführen der verschiedenen Trainingsmissionen soll die Teamfähigkeit der Kinder trainiert werden und auch das Verständnis geschult werden, das ständiges Üben die Leistungen in welchem Gebiet auch immer verbessert.

Gemeinsam – um die Gruppendynamik zu festigen - wurden unter anderem der Teamname „Space tigers gewählt, Maskottchen gebastelt und Teamleibchen gestaltet.

Der Aufbau der Missionen war leicht verständlich und die praktische Umsetzung dazu machte den Schülerinnen und Schülern großen Spaß.

   

Sekundarschule Olsberg-Bestwig

Projekt: Sich in sehbehinderte Menschen hineinversetzen
Datum:
Dezember 2015

Die Klasse 6b der Sekundarschule Olsberg-Bestwig hat sich in mehreren Unterrichtsstunden mit dem Thema "Behinderte Menschen unter uns" auseinandergesetzt. Da zu dieser Klasse ein Mädchen mit dem Förderschwerpunkt "Sehen" gehört, kam die Idee auf, sich doch einmal in die Lage dieser Schülerin zu versetzen. Eine Lehrerin der Schule mit dem Förderschwerpunkt "Sehen" in Soest besorgte Brillen, die verschiedene Sehbehinderungen simulieren. In zwei Schulstunden bekamen die SchülerInnen nun verschiedene Aufgaben aus dem Schulalltag, die sie mit den Brillen meistern mussten. Sie sollten den Weg zur Toilette finden, etwas mit Geodreieck und Bleistift zeichnen, im Atlas verschiedene Orte finden, mit einem Ball spielen und etwas von der Tafel abschreiben. Außerdem durften die SchülerInnen das Tafellesegerät der sehbehinderten Schülerin ausprobieren.

   

Die SchülerInnen hatten viel Spaß, haben aber auch am "eigenen Leib" erfahren, mit welchen Problemen ihre Mitschülerin jeden Tag zu kämpfen hat. In der anschließenden Refexionsphase wurde dann der ernste Hintergrund der Aktion aufgearbeitet und die SchülerInnen entwickelten Ideen, wie ihrer Mitschülerin der Schulalltag noch weiter erleichtert werden könnte z.B. im Sport einen auffällig gefärbten Ball benutzen.

Goethe-Oberschule Kremmen

Projekt: LdE-Projekt in Klasse 9

Datum: seit Sommer 2015

Das Projekt im Allgemeinen
Im Fach LER im Schuljahr 2015/16 erfolgte die Unterrichtsorganisation in Klasse 9 nach Erarbeitung der Grundlagen generell projekthaft über das gesamte Schuljahr hinweg. Auf Grundlage der Umstrukturierung der Unterrichtsorganisation durch das soziale Engagement in verschiedensten Einrichtungen musste eine Anpassung des regulären Unterrichts durchgeführt worden. Die Bewertung, Benotung und Zeiteinteilung im Fach LER wurde dem herkömmlichen Lernangebot angepasst.

Was passiert im Unterricht? - Strukturelle Einbindung in die Schule
Nach einer theoretischen Erarbeitung zu wichtigen Begriffen (sozial, Engagement etc.) ging es auf die Suche nach Beispielen für soziales Engagement in der Stadt Kremmen, um nach potentiellen Einrichtungen für das Projekt Ausschau zu halten. Um das Verständnis für die Arbeit in der Einrichtung zu vertiefen, erhielten die Schüler für ihre dreiwöchige praktische Tätigkeit jeweils thematisch strukturierte Wochenaufgaben, welche benotet wurden. Nach Findung der Projekteinrichtungen erfolgten in den weiteren Doppelstunden LER die Überprüfung der Anwesenheitslisten, die Ausgabe der neuen sowie die Abgabe der erledigten Wochenaufgaben. Die Wochenaufgaben halfen den Schülern ihre Einrichtung vor der Klasse adäquat vorstellen zu können

Was passiert in der Einrichtung? - Kooperationspartner

  • Die Schüler führten ihr Projekt in verschiedenen Einrichtungen durch wie zum Beispiel die Kita „Rhinstrolche“ in Kremmen, die Kita „Wirbelwind“ in Leegebruch, Alten- und Pflegeheim Kremmen, FC Kremmen, Evangelische Kirchengemeinde Flatow oder das Jugendfreizeitzentrum „Oase“ in Velten.
  • Je nach Einrichtung und Bedarf übten die Schüler unterschiedliche Tätigkeiten aus. Dazu gehörten von der Freizeitbeschäftigung für Kleinkinder oder Senioren, der Hausaufgabenhilfe im Schulhort sowie die alltäglichen Verrichtungen wie Fenster putzen oder der Einkauf für bewegungseingeschränkte Menschen.

Verknüpfung mit Unterrichtsfächern?

  • Im Unterrichtsfach Lebenskunde-Ethik-Religionskunde (LER) gibt es viele Möglichkeiten das soziale Lernen gezielt zu fördern. Der Rahmenlehrplan bietet Chancen zur freien Gestaltung, so dass die Einbindung des LdE-Projektes ohne großen Aufwand durchführbar war.
  • Im Laufe des Projektes suchten die Schüler die Unterstützung der Lehrer in Fächern wie zum Beispiel Deutsch, Musik oder Kunst. Im Deutschunterricht wurden die Grundlagen zum Schreiben der Facharbeit thematisiert. Im Rahmen der Freizeitgestaltung mit Kleinkindern in den Kitas suchten die Schüler Rat und Beispiele zum Basteln und Singen beim Kunst- bzw. Musiklehrer.

Die Ausgangslage

Das Projekt „Lernen durch Engagement“ gibt es an unserer Schule bereits seit mehreren Jahren. Dieses war bisher in den Wahlpflichtunterricht eingebunden. Leider war es der Schule aus organisatorischen Gründen nicht möglich dies weiterhin so zu gestalten. Daher suchte die Schule nach Möglichkeiten, LdE dennoch in das Schulprogramm bzw. in ein bereits existierendes Schulfach zu integrieren. Daraus resultierte die Idee, das Projekt LdE in das Fach LER einzugliedern. Im Schuljahr 2014/2015 erfolgte die erstmalige Durchführung des Projektes im Rahmen des LER-Unterrichts. Da das Feedback der Schüler und der Kooperationspartner durchweg positiv war, wurde das Projekt im Schuljahr 2015/1016 erneut durchgeführt.

Der Beitrag zur Berufsorientierung

Um im Berufsleben bestehen zu können, sollten Schüler heutzutage bestimmte berufsrelevante Kompetenzen erwerben. Im Folgenden werden verschiedene Kompetenzen genannt sowie ein Beispiel aus der Tätigkeit der Schüler im Rahmen des LdE-Projektes.

  • Konzentrationsfähigkeit : - Ausübung derselben Tätigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg
  • Kreativität: Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für Kleinkinder und Senioren (basteln etc.)
  • Ausdauer: Spielen mit Kleinkindern
  • Belastbarkeit: Rollstuhl schieben, Kleinkinder hochheben
  • Stressresistenz: Lautstärke
  • Verantwortung: Aufsicht über Kleinkinder
  • Arbeitsorganisation: Organisation von Freizeitbeschäftigungen
  • Selbstständigkeit: planen und durchführen von Aktivitäten
  • Flexibilität: veränderte Einsatzbereiche
  • Kommunikation: reden mit Kindern, Senioren oder Ansprechpartnern in der Einrichtung
  • Empathie: Mitgefühl bei Verletzungen oder Krankheiten zeigen
  • Kritikfähigkeit: Fehler erkennen, akzeptieren und verbessern
  • Teamfähigkeit:  Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Einrichtungen und den Betreuern
  • Zeitmanagement: den eigenen Tagesablauf (Schulbesuch, Fahrweg, Arbeit in der Einrichtung) organisieren
  • Menschen motivieren: Kinder oder Senioren zur Teilnahme an Aktivitäten bewegen

Bereits während des Projektes haben einige Schüler erkannt, dass sie später eine Tätigkeit im sozialen Bereich ergreifen möchten. Gleichzeitig haben andere Schüler nach Ausschlussverfahren für sich festgestellt, dass sie für einen Beruf im sozialen Bereich nicht geeignet sind. Gründe dafür sind zum Beispiel eine hohe Empfindlichkeit gegenüber der Lautstärke in einer Kita oder der Wunsch nach mehr Abwechslung bezüglich der Tätigkeiten.

 

Die schönsten Erlebnisse
Für die Lehrer war es schön zu sehen, dass die Schüler an sich selbst Eigenschaften und Fähigkeiten entdeckt haben, die sie vorher von sich nicht kannten.

Die Dankbarkeit der Einrichtungen und der betreuten Personen den Schülern gegenüber war sehr groß. Die Schüler berichteten von freudestrahlenden Augen und den Wünschen nach einer Verlängerung des Projektes von Seiten der Einrichtung oder der betreuten Personen.

Das Ergebnis

Die Schüler können jetzt Begriffe wie sozial oder Engagement mit Inhalt füllen und erklären, was es bedeutet sich sozial zu engagieren. Sie haben gelernt, dass soziales Engagement auf verschiedenste Art und Weise erbracht werden kann und das es schon kleine und einfache Dinge sein können, welche anderen Menschen helfen. Die Erkenntnis, dass es jeden jederzeit treffen kann, auf Hilfe angewiesen zu sein, war für die Schüler überraschend.

   

Hardtwaldschule Neureut Karlsruhe

Projekt: Ein Museumsführer in leichter Sprache entsteht
Datum: September 2015 – Februar 2016

Kurzbeschreibung des Projekts:
Gemeinsame Erstellung eines Museumsführers in leichter Sprache, welcher der Allgemeinheit zugänglich gemacht wird und somit einen Beitrag der Teilhabe und Inklusion leistet. Schüler aus der Hardtwaldschule erarbeiten gemeinsam mit dem Landesmuseum die (Ausstellung) Ur- und Frühgeschichte und gestalten kreativ anhand ihrer Erfahrungen eigene Texte in leichter Sprache, welche anschließend zu einem Museumsführer gefasst werden.

Zielsetzung des Projekts:
Erstellen und Gestalten eines Museumsführers in leichter Sprache, um jedem Menschen jeden Alters (mit und ohne Behinderung) eine kulturelle und selbstständige Teilhabe zu ermöglichen. Weitere Zielsetzungen und Gewinne, welche für die Schüler in diesem Projekt ermöglicht werden können, sind nachfolgend näher beschrieben.

Teilnehmer des Projektes

  • Das Badische Landesmuseum Karlsruhe (Museumspädagoginnen, FSJ und freie Mitarbeiter)
  • Hardtwaldschule Neureut -Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (Drei Schüler, FSJ sowie eine Sonderschullehramtsanwärterin).

Intention/Motivation
Die UN-Behindertenrechtskonvention, seit 2009 in Deutschland geltendes Recht, fordert die vollständige gesellschaftliche Partizipation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Dabei geht es um die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft, welche eine möglichst umfassende Teilhabe aller Menschen am politischen und wirtschaftlichen, aber auch am sozialen und kulturellen Leben auf der Grundlage der Chancengleichheit ermöglichen soll.
In diesem Projekt wird einer Gruppe von Schülerinnen und Schüler (SuS) die Möglichkeit gegeben, einen Beitrag zur Inklusion und kulturellen Teilhabe zu leisten. Wir wollen gemeinsam mit einem außerschulischen Partner einen Museumsführer in Leichter Sprache gestalten.

Das Museum als außerschulischer Lernort
Das Lernen an einem außerschulischen Lernort ermöglicht Schülerinnen und Schülern, eigene Erfahrungen, Beobachtungen und Erlebnisse zu machen. Außerschulisches Lernen beschreibt die originale Begegnung im Unterricht außerhalb des Klassenzimmers. An außerschulischen Lernorten findet die unmittelbare Auseinandersetzung des Lernenden mit seiner räumlichen Umgebung statt. Solche originalen Begegnungen mit dem Objekt oder der Situation vor Ort kann die Neugierde und das Fragenwollen der SuS fördern, was wiederum zu einer hohen Schüleraktivität führt. Aus solch einer Aktivität heraus entspringen eine intrinsische Motivation und eine erhöhte Bereitschaft sich mit den Lerngegenständen auseinander setzen zu wollen.
Vor allem aber im Bereich der Sonder- bzw. Förderschule1 ist eine Öffnung der Schule nach außen für die Kinder und Jugendliche relevant, um mehr in die Gesellschaft integriert werden zu können. So kann durch das außerschulische Lernen vielfältige Angebote für die angestrebte gesellschaftlichen Integration ohne Einschränkungen erzeugt werden- Museen können hier beispielsweise als besondere Orte angesehen werden, wo aktive Teilhabe am kulturellen Leben möglich ist, wo man eine respektvolle und wertschätzende Haltung gegenüber dem kulturellen Erbe erfahren kann, wo Identitätsstiftung und Sinn-Bildung, ebenso wie lebenslanges und generationsverbindendes Lernen möglich sind.
Für die meistern Kinder und Jugendliche stellt das Museum zur heutigen Zeit jedoch keinen Ort ihrer Lebenswelt dar. Die wenigsten besuchen Museen in ihrer Freizeit. Daher ist es wichtig, gerade solchen SuS das Erlebnis eines Museumsbesuches zu ermöglichen. Das Museum im Besonderen kann als außerschulischer Lernort deshalb für Schulen so essentiell angesehen werden, weil es ein Ort der Selbst- und Welterschließung darstellt, welcher konkret sinnlich-erfahrbar ist. Abschließend lässt sich somit zusammenfassen, dass der außerschulische Lernort „Museum“ als eine Möglichkeit angesehen werden sollte, die Fremdheit, die Anschaulichkeit, die sinnliche Erfahrbarkeit sowie das Vergangene und nicht mehr Präsente als eine Chance des Lernens zu begreifen, die ansonsten das Lernen in der Schule kaum bieten kann.

Gemeinschaftsschule Wilhelm Weilting Magdeburg


Projekt: Willis Bienenvolk
Datum: seit 09.09.2014

An der Gemeinschaftsschule „Wilhelm Weitling in Magdeburg“ durchlaufen die siebten Klassen den Projektunterricht POL, in dem sie technische Fertigkeiten an einem selbst gewählten Projekten erlernen. Unser Projekt ist die Einrichtung und Pflege einer Schüler-Imkerei und eines Schulgartens. Gemeinsam mit den Schülern fertigen wir die Beuten, also die Bienenwohnungen, selbst, pflegen den Schulgarten,
arbeiten an den Bienen und widmen uns dem allgemeinen Naturschutz. So haben wir unseren Garten umgestaltet und dabei eine Benjeshecke, ein Igelhaus, zwei Blumenwiesen, eine Sitzecke sowie unseren Bienenstand eingerichtet. In den Wintermonaten konzentrieren wir uns auf die allgemeinen Zusammenhänge in der Natur, an denen die Bienen maßgeblich beteiligt sind. Dazu lernen die Schüler*innen die Honigbiene im Detail kennen und befassen sich kritisch mit deren Gefährdung durch Monokulturen, Pflanzenschutzmittel, Krankheiten und den Schwund der Artenvielfalt. Darüber hinaus spielen die Nahrungsketten, der Verlauf der Jahreszeiten, sowie die ansässige Pflanzen- und Insektenwelt eine große Rolle. Nicht zuletzt widmen wir uns auch handwerklichen Themen und fertigten, neben den Bienenbeuten, auch einen solarbetriebenen Wachsschmelzer. Regelmäßig stellen unsere Schüler*innen ihr Wissen freiwillig am Wochenende auf öffentlichen Veranstaltungen, bspw. „Grüne Messe bei Gruson“ oder „Imkertag im Zoo“, unter Beweis. Diejenigen Schüler, die nicht in der Imkergruppe aktiv sind profitieren von dem Projekt in Form von Kürbiswaffeln oder Erdbeershakes, die selbst zubereitet und zum Verkauf angeboten werden. Auch der erste selbst geerntete Honig wurde von den Schülern genossen. Auf diese Weise stellt unser Schul-und Bienengarten einen gern besuchten außerschulischen Lernort dar, der auch dem Schulklima zugute kommt.

Ausgangspunkt unserer Tätigkeit ist die Annahme „Was man nicht kennt kann man nicht schätzen und schützen.“ In diesem Sinne wollen wir unseren Schülern die Augen für vielfältige Tätigkeiten und Phänomene öffnen und sie für einige Facetten ihrer Umwelt begeistern, in denen die Insekten eine wichtige Schlüsselrolle einnehmen. Die Honigbiene haben wir dafür nicht zufällig ausgewählt. Sie stellt ein faszinierendes Tier dar, welches viele Grundsätze der Natur in sich vereint und von unseren Schüler*innen gern enträtselt wird. Die umfangreiche Arbeit entlohnt sie prompt mit süßem Honig und trägt gleichzeitig zum Schutz der Natur und zur Steigerung der Ernten aus dem Schulgarten bei.

      

Unterstützt wurden wir zu Beginn mit kleinen Spenden, inzwischen können wir unsere Ausgaben jedoch vollständig selbst erwirtschaften. Weitere Unterstützung erfuhren wir vom Verein der Magdeburger Kleingärtner, die uns eine Gartensparte kostenfrei zur Verfügung stellten sowie vom Imkerverein der Stadt Magdeburg, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht. Bisher haben 27 Schüler an unserem Projekt, welches sich seit seiner Gründung ständig vergrößert, teilgenommen. Für das nächste Jahr haben wir zahlreiche Projekte geplant. So wollen wir beispielsweise Schaukästen aufstellen, um interessierten Gartenfreunden Informationen über unsere Arbeit nahebringen zu können. Selbstverständlich wollen wir unsere Imkerei
vergrößern und Geld für eine neue Gartenlaube ansparen, da wir die Alte aus Sicherheitsgründen entfernen mussten.
Inzwischen motivierte unsere Arbeit andere Magdeburger Schulen zur Nachahmung. Wir freuen uns, dass wir von Vertretern einer Grundschule besucht wurden, die eine Schüler-Imkerei nach unserem Vorbild einrichten wollen. Dazu sind wir gerne bereit, unsere Erfahrungen weiterzugeben und hoffen, dass weitere Schulen folgen werden.



Pädagogisches Hauptziel: „Man kann nur schätzen und schützen was man kennt.“

Ergebnisse und Erfahrungen:
In den vergangenen zwei Schuljahren konnten wir feststellen, dass, entgegen anfänglicher Befürchtungen, viele junge Menschen gewillt sind, in die Imkerei einzusteigen und sich dabei den Abläufen in der Natur zu widmen. Der von uns gebotene Unterricht ist zielführend, anschaulich, motivierend, praktisch und reich an Höhepunkten. Dabei ist der finanzielle Rahmen gesteckt und fordert von uns Lehrkräften einerseits stets Improvisationstalent und Mehraufwand, beschränkt andererseits aber auch unsere Schüler*innen. So mussten wir in beiden Jahren interessierte Kinder abweisen, da benötigte Materialien fehlten. Insbesondere handelt es sich dabei um Imkerschutzkleidung. Bei denjenigen Kindern, die unseren Kurs durchliefen, ist die Zahl derer, die sich auch weiterhin für entsprechende Inhalte interessieren erfreulich hoch, sodass wir für das nächste Schuljahr die Einrichtung einer zusätzlichen Imker- und
Gartenarbeitsgemeinschaft planen. Für beide Projekte haben wir zahlreiche interessante Ideen.

Otfried-Preußler-Schule Dillenburg


Projekt: Hunde-Stunde
Datum: seit Februar 2015

Seit Februar 2015 besuchen Theo und Frau Germann einmal pro Woche unsere Klasse und wir arbeiten dann rund um das Thema „Hund“.
Theo ist unser Schulhund und er hat eine extra Ausbildung gemacht, damit er an unserer Schule arbeiten darf.
Wir haben schon sehr viel dazu gelernt und folgende Themen erarbeitet:

  • die Versorgung des Hundes,
  • Hundekommandos,
  • Körperteile des Hundes,
  • die Sinne des Hundes,
  • Hunderassen,
  • Körpersprache des Hundes,
  • Umgang mit Hunden und
  • Hundeberufe.

Warum ein Hund an unserer Schule ?
Viele Kinder sind unsicher im Umgang mit Hunden oder entwickeln Ängste, insbesondere vor großen, freilaufenden Hunden. Hier kann (auch) in der Schule über einen möglichst besonders ausgebildeten Hund eine Beziehung aufgebaut werden, Kommunikation gefördert und empathisches Miteinander gelernt und erlebt werden. Man lernt Verhaltensregeln exemplarisch kennen und anwenden, die sich übertragen lassen. Durch das ruhige und unaufdringliche Verhalten des Schulhundes können auch ängstliche Kinder langsam und im eigenen Tempo Kontakt herstellen und positive Erfahrungen sammeln.
Vor allem Hunde, die soziale Rudelwesen sind, bieten Kindern echte Kommunikation an. Hunde nehmen Menschen an, wie sie sind, ohne Urteile auf Grund der äußeren Erscheinung. Der Hund wertet die Schüler nicht nach kognitiven Normen, er reagiert unmittelbar und ehrlich auf die Signale, die er vom Schüler erhält.


Gerade Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung sind oftmals stigmatisiert und werden aufgrund ihrer „Andersartigkeit“ missverstanden. Auch eine häufig eingeschränkte Ausdrucksmöglichkeit erschwert oft die gesellschaftliche Integration und Anerkennung. Hunde begegnen Menschen vorbehaltlos, sie benötigen keine verbale Kommunikation und werten nicht den IQ oder die körperliche Fitness des Schülers.
Im Umgang mit dem Hund kann das genaue Beobachten von Mimik und Körpersprache auch auf Mitmenschen übertragen werden und Sozialkontakte positiv beeinflussen. Ein Hund wirkt auch auf die Kommunikation der Kinder untereinander über das Tier und fördert dadurch Kontakte.
Außerdem wirkt sich die Zuwendung des Hundes und sein Befolgen von Befehlen positiv auf das Selbstwertgefühl der Schüler aus, da sie sich restlos als Person angenommen fühlen und lernen eigene Anliegen mit der notwendigen Entschlossenheit vorzutragen.
   

Alfred-Adler-Schule Duisburg

Projekt: Lesepaten

Datum: seit August 2015

Wir sind eine Schule mit dem Förderschwerpunkt emotionale – soziale Entwicklung für die Primar- und Sekundarstufe in Duisburg. Die Alfred-Adler-Schule hat zurzeit 120 Schülerinnen und Schüler, die sich auf 11 Klassen verteilen. Viele der Schülerinnen und Schüler haben zusätzlichen Förderbedarf im Bereich Lernen. Das Einzugsgebiet der Schule ist der Duisburger Norden mit den Stadtteilen Marxloh, Hamborn, Walsum, Meiderich, Homberg-Hocheide und Ruhrort, womit der Wohnort unserer Schülerschaft zu den sozial belasteten Stadtteilen Duisburgs zählt.
Die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler sind häufig nicht in ausreichendem Maße in der Lage, ihre Kinder in ausreichendem Maß in schulischen Belangen zu unterstützen, viele der Schülerinnen und Schüler verbringen ihre freie Zeit mit PC-Spielen und Fernsehen, soziale Kontakte sind eher gering ausgeprägt. Das Lesen bzw. Lesen lernen hat hierdurch an der Alfred-Adler-Schule einen besonderen Stellenwert:

  • Durch aktives Auseinandersetzen mit dem geschriebenen Wort werden Wortschatz, Sprachgebrauch und Konzentrationsfähigkeit gebildet und gefördert.
  • Dies sind wichtige Faktoren, die wiederum für das Kommunikationsvermögen von Bedeutung sind, für die Fähigkeit, über Probleme reden zu können und Voraussetzung für erfolgreiche Konfliktklärungen.
  • Beim Lesen und Vorlesen werden Phantasie und Vorstellungskraft gefördert. Ansichten und Meinungen können beim Austausch über Bücher und Geschichten weiter entwickelt werden. Die Alfred-Adler-Schule versteht sich als Ort der Lesekultur. Einmal wöchentlich besuchen die Schülerinnen und Schüler die schuleigene Bücherei und können diese zusätzlich für die Lesezeit nutzen. Feste Lesezeiten sind in vielen Klassen installiert, das Vorlesen findet in den Grundschulklassen ritualisiert täglich statt. In der Lesewerkstatt werden Schülerinnen und Schüler individuell gefördert.

Neu in diesem Schuljahr, seit August 2015, haben wir das Lesepaten – Projekt entwickelt: Kinder, die bereits lesen können, unterstützen noch nicht lesende Kinder durch das Vorlesen altersgemäßer Geschichten, gemeinsame Leseübungen, das Spielen von Lernspielen, usw.

Das Konzept der Lesepaten ist bereits aus vielen Schulen, Bibliotheken und anderen Einrichtungen bekannt. Da wir aufgrund der schwierigen Ausgangslagen unserer SchülerInnen jedoch nicht auf freiwillige Eltern, Großeltern o.ä. „zurück greifen“ können, die die Kinder im Leselernprozess unterstützen, wurden die Lesepaten mehrmals in der Woche in den Stundenplan integriert. Alle Schulstufen sind in die gegenseitigen Besuche
der Lesepaten bzw. der Lesepatenkinder eingebunden. So bekommt jedes Kind mehr Zeit zum Vorlesen, die Hemmschwelle, laut zu lesen, ist
niedriger, und das Leseverständnis und Lesevermögen wird kontinuierlich geschult. Zudem wurden weiterführende Kontakte zwischen den SchülerInnen und Schülern der Grund- und Hauptschulklassen angeregt. Nicht zuletzt haben alle Beteiligten großen Spaß dabei, in spannenden Büchern neue
Welten zu entdecken, sich über die Lieblingshelden auszutauschen und einmal über den Tellerrand hinweg zu schauen!

   

Erich Kästner-Schule Darmstadt

Projekt: Einen Balladenabend planen und durchführen

Datum: Januar bis Februar 2016

Allgemeine Informationen zum Projekt und der Lerngruppe
Das im Folgenden dargestellte Unterrichtsprojekt wurde innerhalb des Deutschunterrichts einer siebten Klasse der Erich Kästner-Schule (integrierten Gesamtschule) durchgeführt. Die Projektdau-er betrug ca. vier Wochen. Beteiligt waren zwanzig Schülerinnen und Schüler. Der Projektabschluss in Form eines Balladenabends fand am 11.02.2016 statt.
Ziele des Unterrichtsvorhabens
Ziel des Projekts war es, sich das Thema Balladen möglichst handlungsorientiert zu erschließen sowie einen Balladenabend vorzubereiten und durchzuführen. Darüber hinaus war das Projekt so angelegt, dass von Beginn an die Mitbestimmung und das selbstständige Arbeiten der Schülerin-nen und Schüler im Fokus standen.
Ablauf und Inhalte des Unterrichtsprojektes
Die Unterrichtseinheit vermittelte zunächst anhand von ausgewählten Balladen theoretisches Wis-sen über die Textform. Ausgehend hiervon wurden die Schülerinnen mehr und mehr in die Lage versetzt, Balladen selbst zu erschließen und Merkmale einer Ballade herauszuarbeiten.
Nach der Vermittlung jener grundlegenden Kenntnisse begann die Planungs- und Vorbereitungs-phase des Balladenabends.
Die SchülerInnen entschieden zunächst demokratisch, welche der im Unterricht behandelten Bal-laden präsentiert werden sollten. Hieran anschließend erhielten die SchülerInnen einen Wahlzettel, auf denen sie eintragen konnten, zu welcher Ballade sie am liebsten arbeiten möchten. Wenn möglich, teilte ich die SchülerInnen entsprechend ihrer Erstwahl ein. Auf diese Weise kamen vier Arbeitsgruppen zustande (die Gruppenstärke betrug in der Regel zwischen drei und fünf Personen), die zu folgenden Balladen arbeiteten:

  • Die Goldgräber (Emanuel Geibel)
  • Die Sache mit den Klößen (Erich Kästner)
  • Der Handschuh (Friedrich Schiller)
  • Der Zauberlehrling (Johann Wolfgang von Goethe)

Eine fünfte  Arbeitsgruppe wollte sich um die grundlegende Organisation und die Moderation am Balladenabend kümmern. Dies beinhaltete im Vorfeld abzuklären, ob die Aula als Veranstaltungs-ort frei ist, Einladungen zu schreiben und auszuhängen, die Einführung in den Abend (die Präsen-tation der Balladentheorie) vorzubereiten, die Moderatorenrolle zu klären/auszugestalten und vieles mehr.

Dank der guten Räumlichkeiten an unserer Schule war es nach der Festlegung und Einteilung der Arbeitsgruppen möglich, dass diese in den nächsten Wochen in verschiedenen Räumen zu ihrem Thema arbeiten konnten. Um die Gruppen möglichst selbstständig arbeiten zu lassen, bekamen diese nur im Vorfeld Vorgaben sowie eine Auflistung von notwendigen Arbeitsschritten. Bewer-tungskriterien für die Arbeit zum Balladenabend wurden zudem im Unterricht gemeinsam erarbei-tet und für alle transparent festgehalten.
Meine Aufgabe bestand fortan darin, immer wieder zu den Gruppen zu gehen, sie nach ihrem Vo-rankommen zu befragen, mir erste Ergebnisse präsentieren zu lassen und anhand dessen individu-elle Rückmeldungen zu geben. Es war schön zu sehen, wie die Gruppen es genossen mehr Freihei-ten als im regulären (Deutsch-)Unterricht über einen längeren Zeitraum zu bekommen. Die Mehr-heit nutze die Zeit sehr produktiv und engagiert. Eine Gruppe traf sich auch mehrmals zu Hause, um noch weiter voranzukommen.
Vor dem Auftritt gab es eine Generalprobe, die letzte Verbesserungen und/oder die Beschaffung fehlender Requisiten ermöglichte.

Ergebnisse der Projektarbeit:
Der Balladeabend als Ergebnis all der Mühen im Vorfeld war für alle Schülerinnen und Schüler wie für mich ein voller Erfolg. Es war fantastisch zu sehen, wie verantwortungsbewusst das Organisationsteam den Raum herrichtete, für Snacks und Getränke sorgte. Auch alle anderen SchülerInnen war es anzusehen, dass sie sich auf ihren Auftritt freuen und sich trotz aller Nervosität der Aufgabe gewachsen fühlen. Den ganzen Abend entlang zeichneten sich die SchülerInnen dadurch aus, dass sie unglaublich konzentriert waren, sich einander halfen (sei es beim Schminken, Suchen von Requisiten, dem Aufbau der Technik u. Ä.) und sich für ihre MitschülerInnen freuten. Besonders in Erinnerung blieb Leroy, der die Moderation des Abends übernahm. Er wuchs über sich hinaus und leitete das Publikum charmant und souverän durch den Abend. Aber auch andere SchülerIinnen wuchsen über sich hinaus. So hätte ich es kaum für möglich gehalten, dass die Mädchen der Klasse, die im Unterricht häufig sehr zurückhaltend und leise sind, ihre Texte klar und deutlich präsentieren oder SchülerInnen mit einem Förderbedarf im Bereich des Lernens ihre Texte am sichersten und mitreißendsten präsentieren.

(Teilnehmer-)Feedback:
Das Publikum des Abends (bestehend aus fast allen Eltern, was für unsere Schule sehr beachtlich ist sowie Geschwistern und Freunden) applaudierten lange und laut, sodass sich die SchülerInnen sicher sein konnten, eine gute Leistung erbracht zu haben. Zudem kamen einzelne Erziehungsbe-rechtigte auf die SchülerInnen und mich zu und drückten ihre Begeisterung noch einmal persönlich aus.
Das spontane, mündliche Feedback der SchülerInnen selbst war reflektiert und kritisch zugleich. So waren grundsätzlich alle sehr zufrieden, konnten jedoch auch differenziert benennen, was sie hätten besser/anders machen können.

Schülerin 1: „Wir haben immer unsere Hausaufgaben gemacht und auf alle in der Gruppe war auch Verlass. Ich habe gemerkt, dass A. und T. sehr viel selber machen wollten, aber am Ende haben wir dann doch zusammen aktiv gearbeitet.
Schüler 2: „Wir haben die Zeit sehr schlecht genutzt, da jeder versuchte, sein eigenes Ding durchzuziehen. […] Ich hatte mich selbst überschätzt, weil ich dachte, meinen kurzen Text nicht üben zu müssen.“
Schüler 3: „Gut finde ich, dass jeder bei etwas geholfen hat und es Spaß gemacht hat. […] Zukünftig würde ich mir ein schnelleres Einfinden in das Thema wünschen.“
Schüler 4: „Ich war immer mit viel Engagement dabei. Bei der Präsentation haben J. und A. gefehlt, deswegen konnten wir nicht so gut aufführen. Ich habe gelernt, dass man auch mal improvisieren muss.“
Diese Aussagen zeugen m. E. von einem hohen Maß an Ehrlichkeit und Reflexionsfähigkeit und zeigen, dass es sich lohnt, den Unterricht häufiger stärker zu öffnen und den Schülerinnen und Schülern mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zuzutrauen.
   

Überregionales Förderzentrum für den Förderschwerpunkt SEHEN Mecklenburg-Vorpommern in Neukloster

Projekt: Judo – Way to Rio 2016 via Neukloster

Datum: März 2016

Judo, wörtlich „Der sanfte Weg“, ist eine Zweikampfdisziplin, die vor knapp 125 Jahren in Japan von Jigoro Kano entwickelt wurde und seit ungefähr 100 Jahren in Europa bekannt ist. Ju-Do gründet sich auf zwei Prinzipien:
Gemeinsames Üben zum beidseitigen Wohlergehen und bestmöglicher Einsatz von Körper und Geist.
Bei einem Judokampf kommt es darauf an, den Partner durch Technik und Taktik zu Fall zu bringen und am Boden zu kontrollieren. Der Partner kann mithilfe einer Wurftechnik oder einem Haltegriff besiegt werden.
Judo findet in einem durch Regeln und Rituale geschütztem Handlungsraum statt, der es zulässt, das Kämpfen zu ritualisieren und in einem spielerischen Zweikampf umzusetzen.
Die festgeschriebenen Judo-Werte, wie Hilfsbereitschaft, Mut, Respekt, Verantwortung und Rücksichtnahme werden in jeder Einheit thematisiert und eingehalten, sodass Raum für ein kontrolliertes Ausleben von Gefühlen und dem Erproben neuer Verhaltensweisen gegeben wird. Dies trägt zur Entwicklung von sozialer Kompetenz und einer Stärkung des Selbstbewusstseins sowie der Wertschätzung seiner selbst und anderer gegenüber bei. Judo als Sportart kann somit zum erzieherischen Konzept der Schulen beitragen und die sportliche Landschaft bereichern.

Seit dem Schuljahr 2015/2016 begeistern sich elf Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums „Sehen“ in Neukloster für diese Kampfsportart und sind mit Freude und Engagement dabei. Schon nach den Anfangsstunden wollten die jungen Judoka mehr über die Sportart erfahren und recherchierten im Internet. Dabei fanden sie heraus, dass blinde und sehgeschädigte Judoka bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei den paralympischen Spielen um Titel und Medaillen kämpfen. In Mecklenburg-Vorpommern leben dabei zwei der erfolgreichsten Judo-Sportler überhaupt - die Zwillinge Carmen und Ramona Brussig (PSV Schwerin), die schon zahlreiche Erfolge bei Europa- und Weltmeisterschaften erkämpften. Ramona Brussig gewann bei den Paralympics in Athen 2004 und in London 2012 die Goldmedaille. Ihre Zwillingsschwester Carmen stand in London ebenfalls ganz oben auf dem Podest. Bei den nächsten Spielen in Rio gehen die Judo-Zwillinge wieder auf Medaillenjagd.
Die Schülerinnen und Schüler waren nach ihren Recherchen begeistert und kamen auf die Idee, die Paralympics-Siegerin Ramona Brussig einzuladen. Zudem sollten auch die anderen Schüler und Schülerinnen der Schule die Sportart kennenlernen. Nachdem Ramona Brussig die Einladung angenommen hatte, wurden Plakate gebastelt, um so auf die große Veranstaltung aufmerksam zu machen. Die Schülerzeitung startete ihre Recherchen und bereitete sich auf ein Interview optimal vor. Mit Erfolg.

Der Tag blieb für alle Beteiligten in Erinnerung. Die jungen Sportler erwiesen Mut, erprobten neue Techniken und nahmen jede Herausforderung an. Sie zeigten ihr Können und lernten, dass es darauf ankommt, mit und nicht gegen den Partner zu kämpfen. Unterstützt wurden die Judoka von ihren Mitschülern und Mitschülerinnen, die alle gekommen waren und begeistert Beifall klatschten. Am Ende der Veranstaltung bekamen die Schüler/innen Autogramme und übergaben Ramona Brussig und ihrem Trainer Uwe Juch selbstgebastelte Präsente.

Viele der „jungen“ Zuschauer wurden von der Kampfsportart mitgerissen und planen im nächsten Schuljahr die Judo-AG zu besuchen. Die Schüler/innen der Judo-AG tragen bereits nach einer bestandenen Prüfung weiß-gelbe Gürtel und möchten nun auch Wettkampferfahrungen sammeln, um eines Tages in die Fußstapfen ihres neuen Idols treten zu können. Die Schülerzeitung schrieb einen schönen Artikel und gab die Informationen der Veranstaltung an die örtliche Presse weiter. Einige Tage später konnte man sogar einen Bericht von dem Tag in der Zeitung lesen. Das Bemühen und Engagement der Schüler/innen hat sich mehr als gelohnt.
  

Gesamtschule Gedern

Projekt: Szenische Kunstfotografie  –  Standbilder zu Märchen der Brüder Grimm

Datum: seit Februar 2016

Ablauf / Vorgehensweise:

Zunächst haben sich die Schüler/innen innerhalb ihrer Kleingruppe ein Märchen ausgesucht, für welches sie in Einzelarbeit einen Scherenschnitt angefertigt haben. Dabei sollten sie sich auf ein aussagekräftiges Bildelement aus dem Märchen beschränken. Z.B. die Schere, die den Zopf von Rapunzel abschneidet, die Dornenhecke von Dornröschen. Es sollte ein möglichst spannender und auch gruseliger Höhepunkt des Märchens dafür ausgesucht werden.
Anschließend haben sie sich innerhalb der Gruppe entschieden, wer welche Rolle übernimmt und wer als Regisseur die Anweisungen für die Aufstellung, die Mimik und den Fotografenblickwinkel geben wird.
Daraufhin wurde mit den Kostümen aus einem historischen Kostümfundus und selber mitgebrachten schwarzen Kleidungsstücken experimentiert und wiederrum den Einzelfiguren ein entsprechendes Kostüm zugeordnet, um die dramatische Märchenszene konkret zu visualisieren.
Die Hauptfiguren erhielten die farbig intensiven Kostüme, alle Nebenfiguren wurden um einen möglichst großen Kontrast zu erzielen in schwarzen Fantasiekostümen eingekleidet.
Es wurden viele unterschiedliche Gruppenaufstellungen geprobt, mit der Kamera festgehalten, diskutiert und Verbesserungsvorschläge ausprobiert.
Die zuvor ausgeschnittenen Scherenschnitte aus schwarzem Fotokarton wurden nun in die Szenen eingearbeitet.
Schließlich fotografierte ein Fotograf mit professioneller Kameratechnik und Ausleuchtung die Einzelprojekte in der Aula der Schule.

Erfahrungen und Schülerfeedback:

Die Schüler/innen bewerten das Projekt überwiegend als eine interessante und aufregende komplett neue Erfahrung und Ausdrucksmöglichkeit im regulären Kunstunterricht. Sie gingen sofort motiviert an die Aufgabenstellung und fanden es toll, den eigenen Körper als „Skulptur“ in ihre „Märchenszene“ mit einzubauen.
Sie fanden es toll, dass sie in allen Phasen selbstständig arbeiten und ihre eigenen Ideen und Vorstellungen in ihr künstlerisches Produkt einbringen konnten.
Als positiv wurde bewertet, dass es genügend Zeit gab um unterschiedliche Variationen auszuprobieren und an ihnen zu feilen. Schüler/innen stellten fest, dass man für selbstständiges und kreatives Arbeiten viel Organisation und Zeit benötigt
Die Schüler/innen erfuhren, wie anstrengend und zeitaufwendig ein professioneller Fototermin ist, was ein großer Aufwand für ein Fotoshooting benötigt wird.
Die Schüler/inne arbeiteten gerne und zielorientiert in denen vom Zufall bestimmten Gruppen. Es entstanden so auch neue Kontakte innerhalb der Klassengemeinschaft.
Die Gruppe war von den Fotoergebnissen begeistert.

Unterrichtsziele und pädagogische Ziele:

Fachziele:

  • Ein Kleingruppenstandbild  - einen „Freeze“ zu einer dramatischen Szene aus einem Märchen der Brüder Grimm erarbeiten: Dabei war zu berücksichtigen-
  • Die passende farbliche und thematische Kostümauswahl,
  • Passende Scherenschnitte ausschneiden und in die Szene einbauen,
  • Passende Gestik und Mimik erarbeiten und auswählen,
  • Regieanweisungen aus dem Darstellenden Spiel geben (Bühnenplan skizzieren)
  • Im Klassenbild alle 21 Schüler/innen mit ihren Scherenschnitten zu einem Gesamtbild zusammenfügen

Pädagogische Ziele:

  • In vom Zufall bestimmten Kleingruppen ein gesamtes Projekt von der Planungs- über die Durchführungs- bis zur Auswertungsphase selbstständig kreativ und innovativ bearbeiten;
  • In Teamwork eigenverantwortlich Absprachen treffen, kreative Einzelarbeiten durchführen, Aufgabenbereiche innerhalb der Gruppe verteilen, zusammen selbstständig üben und im Prozess das eigene Standbild weiter verbessern;

Fächerübergreifendes Ziel:

  • Im Fach Kunst Jahrgang 7 fächerübergreifend für das Fach Deutsch Jahrgangsstufe 5 Anschauungsmaterial für den Fach-Raum Deutsch entwickeln und dort dann permanent an den Wänden als große Fotoposter als Unterrichtsmaterial präsentieren

   

Gesamtschule Ahaus

Projekt: Weihnachtswerkstatt

Datum: Dezember 2015

Baustein A: „Ein Stern, der deinen Namen trägt“

Zu Beginn der Adventszeit stellten wir in einer Art Weihnachtswerkstatt Sterne aus dekorativem Papier her, die die übrigen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer käuflich erwerben konnten, um sie mit einem Namen zu versehen. Die so „verschenkten“ Sterne hingen wir demonstrativ in unserem Eingangsbereich der Schule auf, sodass sie jeder sehen konnte. Es war spannend zu beobachten, wer für wen öffentlich einen Stern erwarb. Von der Schulleitung über ganze Klassen bis hin zu einzelnen Schülern und Lehrern – viele haben von jemandem einen Stern bekommen. Ein schöner Nebeneffekt war – neben der kleinen Aufmerksamkeitsbekundung untereinander – dass der Eingangsbereich beim Fortschreiten der Aktion immer festlicher und weihnachtlicher anzusehen war, da immer mehr Sterne Einzug hielten.

Den Erlös aus unserem Sternenverkauf nutzten wir dazu, etwas für Menschen zu tun, die Unterstützung in der alltäglichen Lebensführung brauchen. Für die Ahauser Tafel erwarben wir eine große Menge haltbarer Lebensmittel, die wir persönlich bei der Zweigstelle ablieferten. Hier lernten wir in einem Gespräch weiterhin die Vorgehensweise der Tafel kennen und konnten viele Fragen über die Organisation und die betroffenen Menschen stellen. Es hat dazu geführt, dass uns bewusst wurde, wie wenig wir doch die alltäglichen Dinge zu schätzen wissen und wie gut es uns geht, die wir jeden Tag in unserer Schulmensa ein warmes Essen zu uns nehmen dürfen.

 

Baustein B: Weihnachtswerkstatt in der Klasse 7a

In Anlehnung an unser positives Erlebnis in der Vorweihnachtszeit, wollten wir die übrig gebliebenen Sterne der Aktion weiter nutzen, um etwas für andere Menschen zu tun. Eine Schülerin berichtete auf der Homepage:
Wir, die 7a kamen während der Planung unserer Weihnachtsfeier darauf, dass wir nicht nur immer etwas für uns machen sollten, sondern auch mal für andere. Schnell hatten wir die Idee ein Altenheim in der Nachbarschaft zu besuchen und den Bewohnern selbst gebackene Plätzchen und Gebasteltes mitzubringen. Am letzten Tag vor den Ferien startete unsere Weihnachtsaktion. Die ganze Klasse sah aus wie eine Weihnachtswerkstatt. Während die einen Plätzchen ausstachen, auf Blechen in den Ofen brachten, wurden von anderen Sterne und Weihnachtsbäume ausgeschnitten. Anschließend wurden in einer anderen Ecke der Klasse die noch warmen Plätzchen verziert und verpackt. Dann haben wir uns gemeinsam auf den Weg zum Seniorenheim „Holthues Hoff“ gemacht. Hier wurden wir aufgeteilt und in die Wohngruppen gebracht. Wir überreichten unsere Geschenke und sahen, dass die älteren Menschen sich sehr freuten. Wir haben gemeinsam Weihnachtslieder gesungen und gelacht. Das Lächeln in den Gesichtern der älteren Menschen hat uns sehr gut getan und auf die Idee gebracht diese Aktion im nächsten Jahr zu wiederholen. Alle fanden das unsere spontane Aktion ein voller Erfolg war.

 

Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen

Projekt: Aussteller auf der Internationalen Grünen Woche

Datum: Januar 2016

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin! Wir – das sind zwei Schülerinnen und zwei Schüler der 10. Jahrgangsstufe. Am Samstag, 23.01.16, brachen wir zusammen mit unserer Lehrerin Frau Wörmann nach Berlin zur 81. Internationalen Grünen Woche auf.

Dafür hatten wir im kelten römer museum manching, unserem Partner am Messestand, nach einer Führung durch die Römerabteilung zum Thema „Antike römische Esskultur“ durch Barbara Limmer M.A. zweierlei moretum sowie dulcia domestica vorbereitet: Moretum ist ein Brotaufstrich aus Käse bzw. Walnüssen und jeweils Kräutern, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer, Essig und Öl, hergestellt in einer Reibschale, dem moretarium, das dem Gericht den Namen gegeben hat. Dulcia domestica sind mit Nüssen gefüllte, in Salz und Pfeffer gewendete, in Öl herausgebratene und schließlich mit Honig beträufelte Datteln, woran man erkennen kann, dass die Römer die Kombination von Süßem und Würzigem sehr mochten.

Am Sonntag, 24.01.16, packten wir frühmorgens unser Gepäck, frühstückten und fuhren zum Messegelände. Am Eingang Nord des Messegeländes angekommen, erhielten wir unsere Ausstellerausweise und Namensschilder mit dem bayerischen Wappen. Eine Mitarbeiterin vom Kommunalunternehmen Strukturentwicklung (KUS) Pfaffenhofen brachte uns und Maria Meßner M.A., eine Archäologin des kelten römer museums manching, zum Landkreisstand in die Bayernhalle. Der Zweite Landrat, Anton Westner, und seine Frau begrüßten uns herzlich. Nun dekorierten wir den Stand, schmierten Brote und belegten Platten mit Datteln. Was fehlte noch? Wir mussten unsere Kleidung durch römische Gewandung tauschen.

So informierten wir gemeinsam mit Frau Wörmann und der Mitarbeiterin des kelten römer museums manching über römische Lebensart, die auch in unserer Region in der Vergangenheit anzutreffen war und bis heute wirkt, und reichten den vorbeiziehenden Messebesuchern unsere Häppchen. Es ergaben sich viele interessante Gespräche.

Immer war eine Gruppe von uns am Stand präsent, während sich die andere auf Entdeckungstour durch die einzelnen Hallen machte. Natürlich kosteten wir viele verschiedene Gerichte. Besonders dekorativ war die Halle des Partnerlandes Marokko; lohnenswert war unter anderem die Heimtierhalle. Immer wieder wurde man dazu angeregt, das eigene Ess- und Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen.

Am Ende des Tages trafen wir uns alle wieder an unserem Stand. Es machte Spaß, das, was noch übrig war, gemeinsam im Gespräch an die Besucher zu verteilen.

Nun war es Zeit, Abschied zu nehmen: Wir verstauten unsere Utensilien, zogen wieder unsere Alltagsklamotten an und begaben uns auf die Heimfahrt durch die Nacht.

Unser Fazit: Es war für uns ein besonderes Erlebnis mit tollen Erfahrungen.

Landesbildungszentrum für Körperbehinderte Halle

Projekt: Ich bin ein New Yorker

Datum: Februar/März 2016

Unser Projekt wurde von 9 Schülerinnen und Schülern der Klasse 8a des Landesbildungszentrums für Körperbehinderte Halle an zwei Schultagen im Februar und März 2016 durchgeführt und mit einer Vernissage zum Schulfest am 3.Mai 2016 der Schulöffentlichkeit vorgestellt.

Entstanden ist ein überdimensionales dreidimensionales Bild, das wie eine Klappkarte mit 3 D – Effekt (PopUp) aufgeklappt werden kann und räumlich erscheint.

New York – Inbegriff der Vielfalt und des multikulti Zusammenlebens, aber auch Herausforderung an den einzelnen, sich selbst in der Masse zu zeigen und seinen Platz unter den vielen zu finden. Hautfarbe, Religion, Behinderung, Spiritualität sind Teil des Ichs in diesem New York. Dem sollte, durfte und wollte sich jede Schülerin und jeder Schüler auf ihre oder seine Weise nähern.

Dazu haben wir uns zunächst mit der Geschichte und der Vielfalt der Formen und Strukturen von Wolkenkratzern beschäftigt, Fassaden untersucht und verglichen um dann mit Zeichenstift und alternativ mit zwei Druckverfahren (Materialdruck und Frottage) uns der Formen- und Strukturensprache von New Yorks Wolkenkratzern anzunähern.

Zuerst wurde experimentiert, bevor gefundene Strukturen und Formen zu neuen eigenen Wolkenkratzern zusammengesetzt wurden.

Die Experimentierphase verlief erwartungsgemäß sehr heterogen. Es wurde darauf geachtet, dass eigene Pausen gefunden wurden, um Entspannungsphasen einzubauen. Dies gelang weitgehend gut. Zwischenzusammenkünfte gaben Impulse und Zielrichtung. Einzelne Schüler fertigten mit ihrer ersten Arbeit gleich den Wolkenkratzer an, was sie frei im Experimentieren machte. Andere Schüler brachten auch Unerfahrenheit und Resignation im Umgang mit den Drucktechniken mit, die durch Impulse und gemeinsames Tun in Experimentieren verwandelt werden konnten. Den Ausdruck und die Gestaltungskraft der einzelnen Schüler hat dieses Angebot nachweislich gefördert. Körperliche, motorische und gestalterische Grenzen wurden erkannt, ausprobiert, und überschritten. Manch einer hat im eigenen Niemandsland tatkräftig neue Handlungserfahrungen gemacht.

IGS Schönenberg- Kübelberg

Projekt: Melvin, du bist unser Held!

Datum: 2016

"Melvin, du bist unser Held !" - Ein Lied und seine Geschichte
Die Geschichte unseres Klassensongs beginnt am 13.08.2012. Nach der Begrüßungsfeier der neuen 5. Klassen berichtete Frau Hauf, die Mutter unseres Schülers Melvin Hauf, von der Krankheit ihres Sohnes: Melvin, 11 Jahre jung, ist seit mehreren Jahren an Leukämie erkrankt und wird in nächster Zeit an vielen Tagen aufgrund von Untersuchungen und Chemotherapien in der Schule fehlen.

Diese Nachricht hatte meine Mittutorin, Frau Barth-Neuheisel und mich sehr schockiert. Melvin war jedoch trotz mehr als 60 Fehltagen im 5. Schuljahr stets in der Lage, die Unterrichtslücken selbstständig zu schließen, um einen bemerkenswerten Notendurchschnitt zu erreichen. Im Laufe der 6. Klasse verschlechterte sich Melvins Gesundheitszustand zusehends. Aufgrund seiner körperlichen Schwäche konnte er nicht mehr die Schule besuchen und bekam stattdessen Hausunterricht. Ärztliche Untersuchungsergebnisse ließen das Schlimmste befürchten, und wir behandelten diese Tatsache mit unserer Klasse sehr emotional und bewegend, glaubten jedoch stets an ein Wunder.

Im Frühjahr 2014, wir waren mit unserer Klasse in der Vorbereitungsphase für die Inszenierung des Musicals "Die unglaubliche Reise mit der Zeitmaschine" von Martin Falk, kam für uns ganz unerwartet die Nachricht, dass Melvin wieder in die Schule kommen würde. Wir alle waren überglücklich und planten ihn natürlich in unser Musicalprojekt mit ein. Am 09.04.2014 fand die Aufführung des Musicals in der Kulturhalle in Waldmohr unter großer Begeisterung statt, allerdings leider ohne Melvin, der zum wiederholten Male einen massiven Rückschlag hinnehmen musste. Die Einnahmen für das Musical spendeten wir der "Elterninitiative krebskranker Kinder e.V. der Universitätsklinik Homburg". Nur noch sehr selten kam Melvin jetzt, wenn es sein körperlicher Zustand ermöglichte, in die Schule, war jedoch stets in der Lage, dem Unterricht aktiv zu folgen; eine Tatsache, die nicht erst jetzt alle Mitschüler und Lehrer bewundernswert empfanden.

Trotz wiederholter Knochenmarksspende verbesserte sich Melvins Zustand nicht, sondern ein ständiges Auf und Ab, ein Hoffen und Bangen war sein täglicher Begleiter in der 7. Klasse. Die behandelnden Ärzte konnten sich nicht erklären, wie Melvin immer wieder die Kraft aufbringen konnte, am Leben zu bleiben. Mittlerweile war er so schwach, dass er sogar am Hausunterricht nicht teilnehmen konnte. Sein Überlebenswille war jedoch scheinbar stärker als je zuvor.

Kurz vor den Weihnachtsferien 2015 besuchten wir beiden Tutoren Melvin zuhause und waren schockiert über seinen Gesundheitszustand. Ungewiss, ob wir ihn noch einmal wiedersehen würden, verließen wir ziemlich betroffen das Haus. Umso erstaunlicher war die Nachricht der Eltern im neuen Jahr, dass Melvin wahrscheinlich im Februar wieder zur Schule kommen würde. Die Vorfreude über ein Wiedersehen war zum wiederholten Mal bei der ganzen Klasse und bei uns riesengroß.

Genau an dem Tag, als Melvin im Rollstuhl trotz Morphium- und Chemobehandlung wieder zur Schule gebracht wurde, fand ich in meinem Postfach das Infoschreiben über den bevorstehenden Bundeswettbewerb "Klassenmusizieren 2016". Für mich als Musiklehrer war diese zeitliche Übereinstimmung der Ereignisse sozusagen ein "Wink mit dem Zaunpfahl", ja ein Schicksalsaufruf, am Wettbewerb mitzumachen. Unsere Klasse 8c war sofort von der Idee begeistert, über die unglaublich heldenhafte und faszinierende "Über"- Lebenseinstellung unseres Mitschülers, dessen Schicksal uns schon viele Jahre begleitet, gemeinsam an einem Song zu arbeiten. Glücklicherweise haben wir eine sehr kreative und musikalisch interessierte Klasse, die einen wirklich aussagekräftigen Refrain und einen bewegenden Strophentext zusammenstellte ( Hausaufgabe als Gruppenarbeit). Insgesamt, so finde ich, ist ein sehr authentisches Lied dabei herausgekommen. Besonders froh waren wir, dass Melvin selbst musikalisch mitwirken konnte.

Im Rückblick auf gemeinsame Klassenaktivitäten (Pfandflaschensammelaktion, Musicalinszenierung, Weihnachtsmarktbastelprojekt, Schulsieger beim Langlauftag, Kuchen- und Waffelbackaktion usw.) und im Hinblick als krönender Abschluss des Schuljahres der Besuch des Musicals "Starlight Express" in Bochum im Juni sind wir stolz, eine funktionierende Klassengemeinschaft erreicht zu haben, die auch dazu beiträgt, dass Melvin niemals aufgibt, sondern stets dazugehören möchte. Hoffentlich geht das Wunder noch lange weiter!

Für uns alle ist Melvin schon jetzt ein Held!

Steinwald-Schule / Marianne-Cohn-Schule, Berlin

Projekt: Theater

Datum: seit Sommer 2015

Seit mehreren Jahren führen wir in Kooperation mit weiteren Schulen des gleichen Förderschwerpunktes „Geistige Entwicklung“ unterschiedliche Projekte durch. Dieses Jahr entschieden wir uns erstmals für ein Theaterstück, welches von uns eigenständig formuliert und dem Lebensbezug der Schüler angepasst wurde.

An diesem Theaterstück nahmen 4 Klassen teil: 2 Klassen der Mittelstufe der Steinwald-Schule sowie 2 weitere Klassen der Marianne-Cohn-Schule (O-Stufe und A-Stufe).

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Stärkung der Persönlichkeit jedes Einzelnen, um in dieser Welt möglichst eigenständig existieren zu können. Schlagworte wie: Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Selbständigkeit!!!

Das Thema des Theaterstückes, das ein Handy auf einer Party verschwindet, stellt einen direkten Lebensbezug für alle diese Altersklassen dar. Auch das pubertäre Verhalten in der Schule (Szene2), das Stattfinden von Partys (Szene 3 und), der Ärger mit den Eltern (Szene 4), das Verliebtsein (Szene 9)..., alles Themen, die aus dem Leben der Schüler sind.

Die Detektive, die von Schülern der Mittelstufe gespielt werden, stellt eine Brücke dar. Auch diese Schüler sind bereits mit Themen von Partys, Handys umgeben, aber stellenweise doch auch noch etwas in ihrer kindlichen Welt gefangen oder besser gesagt gehalten. Sie haben Freude daran, etwas mit den Größeren präsentieren zu dürfen und sind doch froh, dass es hier nicht um Polizei, Waffen, Schlägereien o.ä. geht.

Diese Kombination aus der Realität und der etwas fantasievollen Begegnung der „Schnellen Welle“  als Detektivgruppe macht das Stück besonders reizvoll!

Durchführung des Projektes

Die grobe Vorstellung des Projektes wurde von den Kollegen in den Sommerferien 2015 besprochen. Dort wurde festgehalten, dass es sich um einen Handydiebstahl handeln wird und dass eine Detektivgruppe diesen Fall lösen wird.

Die einzelnen Szenen wurden kurz festhalten und dann den einzelnen Klassen zugeteilt.

Da jeder Kollege seine Schüler am besten kennt, war jeder gefordert, seine Szenen eigenständig auf das Schülerklientel zuzuschneiden.

Gemeinsame Proben fanden aufgrund der Entfernung der Schulen zeitweise nur zwischen den Klassen der Steinwald-Schule bzw. der Marianne-Cohn—Schule statt. Der häufige Austausch zwischen den einzelnen Kollegen per Mail war dabei sehr notwendig: Absprachen der Szenen, des Bühnenbildes, der individuellen Gegebenheiten der Schüler wie Rollstuhlfahrer, Talkerversorgung, autistische Eigenarten ... mussten detailliert besprochen und berücksichtigt werden. Wichtig für uns alle war, dass alle Schüler an dem Stück teilnehmen!!!  

Wir führten zwei Proben mit allen vier Klassen durch und dann ging es los.

  1. Aufführung: 11.3. 2016 (Steinwald-Schule)
  2. Aufführung: 15.4.2016 (Finkenkrug-Schule)
  3. Aufführung: 22.4.2016 (Marianne-Cohn-Schule)
  4. Aufführung: 13.5.2016 (Marianne-Cohn-Schule)

   

   

Stadtteilschule Öjendorf

Projekt: Podiumsdiskussion der Religionen

Datum: Januar 2016

Im Zeitalter der Globalisierung bekommen wir jeden Tag die brandneusten Informationen über Kriege und Anschläge, die nicht selten im Namen der Religion ausgeführt werden. Wie sollen aber Schüler heutzutage ein friedliches Miteinander, Wertschätzung und Humanität bei der Vielfalt der Kulturen, den individuellen Geschichten, Familien und Religionen an einer Schule lernen, wenn die aktuellen Nachrichten eher zeigen, wie man es nicht macht?

Eine Podiumsdiskussion der Religionen an der Stadtteilschule Öjendorf sollte am 26.1.2016 den Schülern der Stadtteilschule zeigen, dass man, auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist, doch wertschätzend miteinander umgehen kann. Dazu hat das Religionsteam der Schule im sozialen Brennpunkt, bestehend aus Daniel Trommer, Philip Al-Khazan und Stefanie Böhmann, 6 Experten aus den großen Religionen eingeladen, die zum Thema Schöpfung – Gottes Auftrag an uns Menschen lebhaft diskutierten.

Auf dem Podium saßen Christian Denkers, Pastor der Baptistengemeinde „Kirche ohne Turm“ in Billstedt, Abu Ahmed Jacobi, an der Schura für den interreligiösen Dialog zuständig. Rabbiner Shmuel Havlin, Direktor des Chabad-Zentrums, Oliver Petersen, Lehrer für Buddhismus am Tibetischen Zentrum in Hamburg, Erlend Petterson, arbeitet am Bhakti Yoga Zentrum Hamburg und Kurt Edler, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratieentwicklung, der die Religionslosen vertrat.

Alle Religionsvertreter waren sich einig: Frieden ist einer der Aufträge, den uns Gott oder eine höhere Macht gegeben hat und der die Menschheit in besonderem Maße herausfordert. Wie aber können wir heute in Schule miteinander umgehen, damit es nicht zu Gewalt kommt und die Schüler zu Friedensträgern ausgebildet werden? Jacobi gab dazu einen passenden Denkanstoß: „ Wenn ein Mann eine Frau heiratet,“ sagte er, „so ist sie in seinen Augen die Schönste. Die anderen Frauen sind für ihn lange nicht so schön. Das heißt aber nicht, dass die anderen Frauen hässlich seien. Jeder hat seine Religion. Das ist seine schönste Frau. Das ist gut so. Aber die anderen Religionen/Frauen, sind deswegen nicht zu hassen oder zu verachten, sondern sind respektvoll zu behandeln.“ Oder zusammenfassend in den Worten der Bibel, die Denkers zitierte, zu sagen: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (Mtth. 22, 37+38). Ein großer Auftrag, den das Religionsteam an der Stadtteilschule Öjendorf mit Freude annimmt.

Die Schüler haben sich gewundert, dass die Religionsvertreter so wertschätzend miteinander umgegangen sind. „Da gab es ja gar keine Fetze.“ Das war die Rückmeldung der Schüler. Ihnen hat es aber sonst gut gefallen, sie fanden es spannend und haben im Nachhinein noch einige Fragen gestellt, die dann noch von den Podiumsmitgliedern per Mail beantwortet wurden.

   


Sabel Realschule Nürnberg

Projekt: Werbeflut

Datum: Dezember 2015

Das Thema Werbung gehört zum Lehrplan der 8. Klassen im Fach Wirtschaft und Recht. Als Lehrer der Sabel Realschule Nürnberg möchte ich meinen Schülern Themen unter möglichst realen Bedingungen näher bringen.
In der 8. Klasse hatten die Schülerinnen und Schüler gelernt, dass die Theorie des „vollkommenen Marktes“ besagt, dass nur der beste Preis ein Kaufgrund zu sein hat. Aber ist dem wirklich so? Wir stellten uns einen beliebigen Verbraucher vor, der morgens 18 verschiedene Prospekte in seinem Briefkasten vorfindet hat. Gelingt es den Unternehmen tatsächlich, die Kaufentscheidung solch eines Verbrauchers mit ihren Prospekten zu beeinflussen.
In einem insgesamt dreiwöchigen Projekt sind wir mit 17 Schülerinnen und Schüler dieser Frage auf den Grund gegangen. Wir haben eine Umfrage zum Thema Werbung in der Stadtmitte gemacht, die Schüler haben einen Fragebogen (schriftlich) und eine Frageliste (Interviews) erstellt und sich in Kleingruppen auf den Weg gemacht.
Die Ergebnisse wurden dann in Kurzreferaten präsentiert, das Schulradio hat eine Sonderfolge produziert und eine weitere Gruppe hat alle Ergebnisse zu einer Präsentation zusammengefasst.
Die Presse konnten wir aus nachvollziehbaren Gründen nicht für unser Projekt begeistern.

 

Oberschule im Park Bremen

Projekt: Action-Painting nach Jackson Pollock

Datum: Februar 2016

Am 12.02.2016 haben wir, Lysann Halfter und Andreas Bormann das Kunstprojekt „Action-Painting nach Jackson Pollock“ in der Oberschule im Park durchgeführt. Das Projekt verlief über 4 Doppelstunden.

Die 16 Schülerinnen und Schüler der 5c lernten in der ersten Doppelstunde den Künstler und seine Persönlichkeit kennen. Dann durften die Kinder selbst praktisch tätig werden. Diese erste Doppelstunde diente als Überleitung und Heranführung an die expressionistische Kunst Jackson Pollocks.

Die folgende Doppelstunde diente zur vertiefenden Auseinandersetzung mit der Arbeitsweise des Künstlers. Die Schülerinnen und Schüler sollten in diesen Stunden komplett in die Welt des Künstlers eintauchen und sich als Jackson Pollock fühlen. Zu Beginn der nächsten Doppelstunde bekamen die Fünftklässler im Sitzkreis einen visuellen Einblick in die Arbeitsweise von Jackson Pollock über eine kurze Filmsequenz. Anschließend fassten sie das Geschehene in Worten zusammen und wir klärten den folgenden Arbeitsauftrag an einem Beispiel.

 

Wir wiesen die Kinder in ihre von uns eingeteilten, heterogenen Gruppen. Dort bestimmten sie einen Sprecher, der die Aufgabe hatte, darauf zu achten, dass alle gut zusammenarbeiten, jeder die vorher besprochenen Regeln (wie leise und ordentlich zu arbeiten) befolgte und sich jedes Gruppenmitglied bei der anschließenden Präsentation beteiligte. Sobald alle Fragen geklärt waren, durfte der Gruppenleiter ein „Gefühlskärtchen“ ziehen. Die Lernenden sollten sich nun überlegen, ob sie in letzter Zeit das entsprechende Gefühl verspürt hatten. Der Sprecher notierte die Ergebnisse der Gruppe. Besprochen wurden vor allem, welche Farbtöne sie mit dieser Stimmung assoziierten und in welcher Art und Weise sie die Farbe auftragen würden.
In der zweiten Phase planten und gestalteten die Lernenden mit ihrer Gruppe eine Serie von Action- Painting Bildern. Sie stellten sich dazu vor eines der weißen vorbereiteten Blätter, wählten eine Farbe, die zu dem Gefühlskärtchen passte und trugen sie ziehend, tropfend oder fließend auf das Blatt auf. Sobald sie mit der ersten Schicht fertig waren, reichten sie ihr Blatt an ihren rechten Nachbarn weiter. Dieser nahm einen anderen Gegenstand (eventuell auch eine andere Farbe) und ergänzte das expressionistische Bild. Die Schülerinnen und Schüler fuhren nach diesem Prinzip so lange fort, bis jeder seinen Teil dazu beigetragen hatte.
In der dritten Phase wählten die Gruppen jeweils ein Bild aus, das präsentiert werden sollte. Das Bild wurde in den Gruppen anhand eingeführter Bewertungskriterien analysiert und besprochen. Bei der Präsentation sollte jeder aus der Gruppe mindestens einen Satz sagen, woran sich auch alle hielten. Die anderen hörten zu und bearbeiteten ihren Hörauftrag, die Präsentation zu bewerten und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge anzubieten. Nach der Zusammenführung der Ergebnisse und viel Lob und Anerkennung am Schluss, räumten wir alle gemeinsam den Klassenraum auf.

   

Bei diesem Projekt war eine ausgesprochen hohe Begeisterung und Schüleraktivität zu vermerken. Dadurch dass die ganze Zeit Absprachen stattfinden mussten, wurde die Kooperation innerhalb der Gruppe auf ein Höchstmaß gefördert und gefordert. In einem anschließenden Feedbackgespräch wurde deutlich, dass die Lernenden sehr viel Spaß hatten, besonders hochwertige Kunstwerke entstanden und alle sehr viel gelernt haben. Auch seitens der Schulleitung erhielten wir viel positives Feedback. Im folgenden Verlauf der nächsten Wochen wählten wir gemeinsam die besten Werke aus und stellten sie somit in der Schule aus.

 

Freiherr-vom-Stein-Schule Wetzlar

Projekt: Stelzenprojekt

Datum: Februar 2016

Das Stelzenprojekt fand vom 10. bis 12. Februar 2016 im Rahmen der Präventionstage an der Freiherr-von-Stein-Schule in Wetzlar statt. Organisiert wurde das Projekt von der Beratungslehrerin für Suchtfragen der Schule, Ivonne Schweitzer. 20 Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen 5-8 haben an dem Projekt, das von Katja Guthörl (Erlebnispädagogin) und Stefanie Freitag (Sportlehrerin) geleitet wurde, teilgenommen.

Nach einer kurzen gegenseitigen Vorstellung der Teilnehmerinnen und der Projektleiterinnen wurden die Ziele des Projekts beschrieben: Zum einen stand das Erlernen des Laufens auf Stelzen (Beinstelzen, die an Füßen und Unterschenkel mit Klettverschlüssen angebracht wurden) auf dem Programm, zum anderen wurde verdeutlicht, dass diese Unternehmung nur in Teamarbeit und mit gegenseitigem Vertrauen und dem Bewusstsein, dass man sich auf den anderen verlassen kann, funktionieren würde.

Außerdem ging es darum zu versuchen, im wahrsten Sinne des Wortes „über sich hinauszuwachsen“. Ziel des Projekts war somit, die eigenen Fähigkeiten zu erproben, Selbstbewusstsein zu stärken und im Team zu arbeiten.

So wechselten sich an den drei Vormittagen praktische Übungen und Reflexionseinheiten ab: Was hat gut geklappt, warum und wer hat was dazu beigetragen? Was könnte verbessert werden und wer kann dabei welche Aufgabe übernehmen? Welche Erfahrungen wurden gemacht? Welche Gefühle sind aufgekommen? Wie können die gewonnen Erkenntnisse für den eigenen Alltag genutzt werden?

Es zeigte sich, dass die Schülerinnen sich gegenseitig unterstützten, lobten und ermunterten. Somit entstand schon sehr schnell eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der es kein Problem war, auch zuzugeben, wenn man an seine Grenzen gekommen ist oder um Hilfe zu bitten, wenn es gerade einmal nicht vorwärts ging (nicht nur in Bezug auf das Stelzenlaufen).

Die beiden Projektleiterinnen führten zunächst praktisch in die Technik des Laufens auf Stelzen ein, regten die theoretischen Reflexionsphasen an und unterstützten in den Folgetagen auf Anfrage oder korrigierten die Haltung einzelner Teilnehmerinnen, wenn es nötig wurde. Schon am zweiten Tag war es einigen Mädchen möglich, allein durch den Übungsraum auf Stelzen zu laufen; am dritten Tag waren dazu alle imstande.

Es stand jeder Teilnehmerin frei, bei der Präsentation am Freitagnachmittag mitzumachen. Auch hier fand jedes Mädchen seinen Platz im Team, so dass 16 Mädchen eine kleine Choreographie auf Stelzen präsentierten, während sie von den „bodenständigen“ Teilnehmerinnen mit Musik und Applaus unterstützt wurden. Alle Mädchen waren so enthusiastisch, dass sie nicht nur einmal, sondern gleich zweimal am Freitagnachmittag, der an der Schule ein Tag der offenen Tür war, die Vorführung anboten.

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen waren mehr als positiv: Alle waren über sich selbst erstaunt, dass sie in nur drei Tagen etwas geschafft hatten, wovon sie zuvor keine Ahnung hatten: ohne fremde Hilfe auf Stelzen zu laufen. Sie waren in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und in der kurzen Zeit zu einem eingeschworenen Team geworden, in dem sich die eine auf die andere verlassen konnte. Dies wirkte über die Projekttage hinaus.

Es kamen auch immer wieder Nachfragen, ob dieses Projekt nicht bald noch einmal durchgeführt werden könnte, weil es so viel Spaß bereitet und ein Erfolgserlebnis für jede Einzelne gebracht hatte.

Die Projektleiterinnen waren sehr angetan von der freundlichen, konstruktiven und angenehmen Atmosphäre, die in der Projektgruppe herrschte. Sie erlebten die Teilnehmerinnen als sehr empathisch, engagiert und motiviert. Die entstandene Vorführung hatten die Teilnehmerinnen selbst choreographiert und miteinander eingeübt. Am dritten Tag hätten sie lediglich wenige Hilfestellungen geben müssen – so intensiv haben sich die Mädchen miteinander und füreinander für das Ziel, eine ansprechende Vorführung für die Besucher einzuüben, eingesetzt.

Auch die Schulgemeinde und die Eltern, die die Präsentationen verfolgen konnten, waren sehr überrascht und erstaunt über die Leistung der Mädchen. Die positive Ausstrahlung, die die Mädchen hatten, übertrug sich bald auf die Zuschauer, so dass es tosenden Applaus gab.

Der Schulleiter lobte das intensive Üben und den Teamgeist der Gruppe. Alle Teilnehmerinnen seien wirklich „über sich hinausgewachsen“.

   

 

Görresschule Neuss

Projekt: Palmöl

Datum: März 2016

Nachdem bei einem Klassenfrühstück das Thema Palmöl in Schokocreme (und der Schaden für die Umwelt) von mir kurz thematisiert wurde, fingen die Kinder an, viele Fragen zu stellen und sich dafür zu engagieren. So haben wir kurzerhand ein etwas größeres Projekt daraus gemacht.

Zuerst hat sich unsere Klasse intensiv mit dem Thema „Palmöl" und den Folgen der Palmölproduktion für die Umwelt sowie die Ureinwohner und Bauern in Malaysia sowie Indonesien auseinandergesetzt. Die Abholzung des Regenwaldes (weltweit 35 Fußballfelder pro Minute!) um Palmölplantagen zu errichten, schadet nicht nur der Artenvielfalt (besonders Orang Utans wird der Lebensraum genommen), es verschwindet auch die "grüne Lunge" unserer Erde und die gerodeten Flächen setzen viel im Boden gespeichertes CO2 frei. Daher ist der Schutz des Regenwaldes (z.B. in Malaysia und Indonesien) auch ein Klimaschutz für uns!

Die Kinder der 3a (27 Kinder) waren sofort sehr engagiert und motiviert. So haben wir zusammen überlegt, was WIR tun können und Folgendes erarbeitet:

  • Wir haben Lebensmittel auf ihre Zutaten untersucht, viele Texte gelesen und kleine Videos geschaut, um uns Hintergrundwissen zu beschaffen.
  • Die Kinder haben Plakate erstellt, die wir mit zu einem Einkaufszentrum nahmen, um dort Passanten auf das Problem aufmerksam zu machen.
  • Gleichzeitig haben wir 220 Unterschriften gesammelt, die die großen Unternehmen auffordern, auf Palmöl zu verzichten bzw. Alternativen zu nutzen.
  • Die Kinder haben im Deutschunterricht Briefe geschrieben, die wir an die großen Unternehmen (Mars, Nestlé, Ferrero etc.) inklusive der Unterschriftenlisten geschickt haben. Wir warten auf deren Antworten.
  • Wir haben außerdem eine Umfrage zum Thema Palmöl aufgenommen.
  • Die Plakate hängen nun im Foyer der Görresschule, um unsere Mitschüler ebenfalls zu informieren.
  • Im Kunstunterricht stellen wir ein Agamograph her, dass ein positives und ein negatives Bild zur Regenwald/Palmölproblematik darstellen wird

Eine Reaktion einer Schülerin, die glaubte, sie sei zu schüchtern für die Unterschriftenaktion vor dem Supermarkt, war zum Beispiel: „Ich wusste gar nicht, dass Erwachsene uns Kindern zuhören. Jetzt kann ich das!“ Eine andere: „Das war der tollste „Ausflug“, den wir je gemacht haben!“ – Allen war die Wichtigkeit des Themas bewusst. Die Kinder fühlten sich ernst genommen.

   

Die Ziele dieses Projekts waren u.a.

  • Umweltbewusstsein schärfen
  • Erkenntnis gewinnen, dass jeder von uns etwas ändern kann (durch bewusstes Konsumverhalten, als Multiplikator von Informationen in der Familie, bei Freunden)
  • Sich mit Sachtexten auseinandersetzen, sie lesen und verstehen, wichtige Informationen herausfiltern
  • Eine Umfrage führen (Offene Fragen stellen, höfliche Ansprache)
  • Formale Briefe schreiben (förmliche Anrede)
  • Gruppen- und Partnerarbeit üben
  • Selbstbewusstsein fördern

 

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